Sommer 2021
Liebe Leser*innen!
Die Lage in Afghanistan ist mehr als beunruhigend. Neben den Ortskräften, die für die deutsche Botschaft, die Bundeswehr und Entwicklungshilfeorganisationen gearbeitet haben, sind vor allem viele mutige Frauen in Gefahr, in die Hände der Taliban zu geraten. Sie haben sich als Politikerinnen, Journalistinnen, Juristinnen, Ärztinnen und Mitarbeiterinnen von Frauenorganisationen für Frauen- und Kinderrechte und damit für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft eingesetzt. Viele von ihnen haben jahrelang gegen alle Widerstände vertrauensvoll mit den westlichen Ländern zusammengearbeitet. Jetzt droht ihnen schlimmste Bestrafung durch die Taliban. Daher unterstützen wir den eindringlichen Appell von UN Women Deutschland, diese Frauen nicht schutzlos Folter und Mord durch die Taliban auszuliefern, sondern sie wie die deutschen Botschaftsangehörigen und die Ortskräfte aus Afghanistan herauszubringen. Der Ministerpräsident von NRW, Armin Laschet, sagte am Montag anlässlich des 75. Geburtstages von Nordrhein-Westfalen, unser Land würde seiner Verantwortung nachkommen und besonders gefährdete Frauen aufnehmen. Wir appellieren an die Bundesregierung, diese Frauen sicher nach Deutschland zu bringen, und an den Ministerpräsidenten, sein Wort zu halten.
Ihnen allen eine anregende Lektüre unseres Newsletters und bis bald,
Petra Hielscher und Guido Schlimbach
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW


A K T U E L L E S

Aktuelle Infos zu Corona
Die von der Deutschen Aidshilfe veröffentlichte Internetseite mit Informationen zu Corona wird laufend aktualisiert. Sie finden die Seite unter aidshilfe.de. Auch die Seiten von "HIV & more" zu Corona werden laufend aktualisiert, zu finden sind sie unter hivandmore.de. Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung finden Sie unter infektionsschutz.de.


G E S U N D H E I T

Erstes bundesweites Naloxon-Modellprojekt „NALtrain“
Am 1. Juli ist das erste bundesweite Naloxon-Modellprojekt "NALtrain" des akzept-Bundesverband, der Deutschen Aidshilfe und des Instituts für Suchtforschung gestartet. Naloxon ist ein Notfallmedikament, das bei Überdosierungen mit Heroin und anderen Opioiden angewendet wird. Es wirkt innerhalb weniger Minuten und kann Leben retten. Auch geschulte Laien dürfen es anwenden. Seit 2018 ist Naloxon als einfach anwendbares, verschreibungspflichtiges und damit erstattungsfähiges Nasenspray erhältlich, wenn auch bisher noch zu selten eingesetzt. Deshalb sollen im Rahmen des dreijährigen Modellprojekts in 40 Städten Mitarbeitende aus der Aids- und Drogenhilfe zu Naloxon-Trainer*innen ausgebildet werden, die ihr Wissen dann an drogengebrauchende Menschen weitergeben. Zudem sind feste Kooperationen mit ärztlichen Praxen vorgesehen, damit die geschulten drogengebrauchenden Menschen dort wiederum ein Rezept für das Nasenspray erhalten. Eine Begleitevaluation wird die Fortschritte im Projektzeitraum untersuchen. Ergänzend zum Modellprojekt hat die Deutsche Aidshilfe eine Website lanciert, die unter anderem Info-Videos zum Drogennotfall, zur Anwendung von Naloxon und zur Ersten Hilfe sowie ein Online-Trainingsprogramm bietet. Zu finden ist sie unter naloxontraining.de.

Neuigkeit zum Dapivirin-Ring
Jetzt ist ein Durchbruch bei den globalen HIV-Präventionsstrategien für Frauen gelungen. Als erstes Land weltweit hat Zimbabwe den Dapivirin-haltigen Vaginalring zur Anwendung zugelassen. Weitere Informationen (in englischer Sprache) finden Sie unter healthtimes.co.


P O L I T I K

Petition für die Behandlung von Menschen ohne Papiere
Jeder Mensch hat per Gesetz das Recht auf ärztliche Behandlung. Trotzdem können zahlreiche Menschen, die ohne Aufenthaltsstatus in Deutschland leben, sich nicht behandeln lassen. Nach Paragraf 87 Aufenthaltsgesetz ist das Sozialamt bei einer Kostenübernahme der Behandlung verpflichtet, die Daten an die Ausländerbehörde zu übermitteln. Damit würde den Betroffenen die Abschiebung drohen. Mit einer Petition soll die Übermittlungspflicht eingeschränkt und allen Menschen – unabhängig ihres Status – ermöglicht werden, ohne Angst zum Arzt gehen zu können. Die Petition finden Sie unter gleichbehandeln.de.

wAlman-Wahlkampagne zur Bundestagswahl 2021
Wer die Wahl hat, hat die Macht. Denn wählen zu können, bedeutet mitzubestimmen. Bisher aber beteiligen sich zu wenige Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund an Wahlen in Deutschland. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Die formalen Hürden sind zu hoch, das Prozedere erscheint sehr kompliziert und es fehlt eine gezielte Ansprache durch die Parteien. Dem soll nun mit einer Homepage begegnet werden, die Informationen und Videos von eingebürgerten Deutschen enthält, die dafür werben, zu wählen. Aktuell wird das Angebot auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi, Russisch und Türkisch zur Verfügung gestellt, zeitnah wird es auch eine kurdische Ausgabe geben. Die Homepage finden Sie unter ichbinwalman.de.

Aidshilfe NRW zum Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen
Eine der effektivsten Maßnahmen nicht nur zur Prävention von HIV- und Hepatitis-C-Infektionen, sondern auch um das Risiko eines Drogen-bezogenen Todesfalls zu reduzieren, ist die Substitutionsbehandlung. Darauf weist die Aidshilfe NRW anlässlich des Internationalen Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher*innen am 21. Juli hin. Aktuell wird jedoch nur ca. die Hälfte aller Menschen mit Opioid-Abhängigkeit in Deutschland substituiert. Der Verband fordert, dass auch nach der Pandemie die Angebotspalette dringend aufrechterhalten, ausgebaut und den Lebensrealitäten drogengebrauchender Menschen angepasst werden muss. Die Pressemitteilung finden Sie unter ahnrw.de.

Aidshilfe NRW zum Welt-Hepatitis-Tag
In der Prävention, Diagnostik und Behandlung von Hepatitis C wird es keine wesentlichen Fortschritte geben, wenn das Umfeld mit dem größten Handlungsbedarf nicht mitgeht: der Justizvollzug! Darauf weist die Aidshilfe NRW anlässlich des Welt-Hepatitis-Tags am 28. Juli hin. Seit langem steht fest, dass die Vergabe von Spritzen und weiteren Konsumutensilien in Gefängnissen ein längst überfälliger Schritt ist, um HIV- wie Hepatitis-C-Infektionen vorbeugen zu können. Die Justizvollzugsanstalten hinken bei zahlreichen Handlungsfeldern hinterher. Die Pressemitteilung finden Sie ebenfalls unter ahnrw.de.


S O Z I A L E S

Das neue Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch ist online
Acht Jahre nach seinem Start wurde das Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch jetzt rundum erneuert. Das Motto "Hilfe suchen, Hilfe finden" steht seit August im Zentrum der Website hilfe-portal-missbrauch.de. Hier finden Betroffene, Angehörige und Fachkräfte einen schnellen Zugang zu Hilfen und Information. Auch Menschen, die sich Sorgen um ein Kind machen oder Fragen zum Thema haben, erhalten hier Unterstützung.


T H E M A

XXelle Werbeartikel – für jede Gelegenheit
Zielgruppenorientiert, das heißt, von der Endverbraucherin gedacht: Das sind die Giveaways von XXelle, die an Frauen mit HIV, Kooperationspartner*innen und Mitarbeitende in unseren Aidshilfen verteilt werden und für die Vernetzung werben sollen. Ob Fahrradsattelbezüge, Therabänder, Multifunktionstücher, Desinfektionsmittel oder Traubenzucker. Sie sollen für XXelle werben und dabei aber auch praktischen Nutzen bringen. Johanna Verhoven, unsere Frau im Vorstand der Aidshilfe NRW, schreibt darüber in ihrer Kolumne unter xxelle-nrw.de


M E D I E N

Videos gesucht: Mach klar, dass HIV nicht die Hauptrolle in deinem Leben spielt
Zum Welt-Aids-Tag 2021 soll mit Vorurteilen aufgeräumt werden: Leben mit HIV sieht anders aus, als viele Menschen denken. HIV spielt nicht die Hauptrolle, denn Menschen mit HIV können heute meist leben wie alle anderen. Und haben deswegen auch die gleichen Alltagsprobleme. Mit der Kampagne "Leben mit HIV. Anders als du denkst." soll genau das erzählt werden. Dafür braucht die Deutsche Aidshilfe Menschen, die mit HIV leben und/oder die mit HIV-positiven Menschen solidarisch zusammenleben. Je mehr Menschen mitmachen, desto toller, bunter, eindrucksvoller wird die Kampagne. Die Filme werden bis zum 3. September 2021 gebraucht. Weitere Informationen zur Aktion finden Sie unter aidshilfe.de.


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

2. bis 3. September 2021 | Stuttgart
1. Sexarbeits-Konferenz "Aufklären statt Ausgrenzen!"
Erklärtes Ziel ist sowohl Aufklärung zur allgemeinen Situation von Sexarbeitenden, als auch zu den besonderen Schwierigkeiten, denen Sexarbeiter*innen in Stuttgart und Umgebung begegnen. Es wird darum gehen, falsche Vorstellungen abzubauen, Stigmatisierung zu bekämpfen und, mittels Austausch und Vernetzung, auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu erreichen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auch auf dem sogenannten "Nordischen Modell" liegen und warum dieses nicht förderlich, sondern gefährlich für Sexarbeitende ist. Der Donnerstag steht allein Sexworker*innen offen, am Freitag ist die Konferenz allen Interessierten zugänglich. Weitere Informationen unter sexarbeitskonferenz.de.

8. September 2021 | online
"Let’s talk about Sex" – Förderung der sexuellen Gesundheit und Prävention in der ärztlichen Praxis
Ärzt*in können viel zur sexuellen Gesundheit und damit zur Lebenszufriedenheit der Patient*innen beitragen. Doch wie spricht man diese auf ihre Sexualität an? Welche Grenzen gilt es zu beachten? Und was tun, wenn Scham- oder Schuldgefühle das Gespräch behindern? Zur Klärung dieser Fragen bietet die Deutsche Aidshilfe Ärzt*innen ihre wissenschaftlich evaluierten und zertifizierten (Kategorie C) Workshops "Let’s talk about Sex. HIV/STI-Prävention in der ärztlichen Praxis" an. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

9. bis 10. September 2021 | Bielefeld
Sexarbeit und Gesundheit
Diese hybride Fachtagung dient dem Austausch und der Vernetzung von Kolleg*innen, die Menschen in der Sexarbeit beraten. Es geht um Themenfelder wie Armut, Prostitution und Gesundheit, Lebenslagen von Sexarbeiter*innen, ihre Selbstorganisation und Visionen ihrer Arbeitsverhältnisse. Das Programm sowie die Möglichkeit der Anmeldung werden ab 1. Juni 2021 freigeschaltet. Den Flyer finden Sie hier (PDF-Datei).

10. bis 12. September 2021 | Walsrode
Community-Fachtag Positive Stimmen
2020/21 hat die Deutsche Aidshilfe eine große Studie zu HIV-bezogener Stigmatisierung und Diskriminierung in Deutschland durchgeführt. Menschen mit HIV wurden dabei auf allen Ebenen der Studie mit eingebunden und haben sowohl an der Konzeption als auch der Durchführung entscheidend mitgewirkt. Die Ergebnisse beider Teile liegen im Sommer 2021 vor und werden der Öffentlichkeit präsentiert. Der Community-Fachtag nimmt sich infolgedessen ein Wochenende Zeit, die Ergebnisse der Studie zu diskutieren und die Erkenntnisse auf die eigenen Selbsthilfe-Kontexte anzuwenden. Die Anmeldung ist möglich unter booking.seminardesk.de

20. September 2021 | online
Schutz vor HIV – PrEP auch für Frauen*!
Neben Kondomen – für alle Geschlechter - und dem Schutz durch eine wirkungsvolle HIV-Therapie des Partners/der Partnerin kann auch die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) Frauen* vor der HIV-Infektion schützen. Wie wirkt die PrEP bei Frauen*? Wie bekommen sie Zugang? Was ist zu beachten? Gibt es aktuelle Daten? Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

24. bis 26. September 2021 | Essen
Vernetzungstreffen für Migrant*innen, die mit HIV leben
"Meine Zeit - My Time- Mon Temps" - Zum zweiten Mal findet ein Vernetzungstreffen für Migrant*innen, die mit HIV leben, statt. An dem  Wochenende bieten zwei Trainerinnen und eine Referentin an, in einem geschützten Rahmen über Erlebnisse und Erfahrungen zu reden. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

24.bis 26. September 2021 | Frankfurt/Main
HIV/STI-Prävention in der Beratung von Frauen in der Sexarbeit – Thema: Sexarbeit und illegalisierte Drogen
Das Seminar vermittelt Informationen und Methoden in der Arbeit bzw. Beratung von und mit Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind. Es ermöglicht einen Einblick in die Arbeits- und Lebensrealität von männlichen Sexarbeitenden. Oft ist Beratenden der Zugang zu "male escorts" erschwert, denn sie arbeiten häufiger alleine und haben dadurch weniger Kontakte zu Kolleg*innen. Anders als für weibliche existieren für männliche Sexarbeitende in Deutschland kaum bis keine sicheren und institutionalisierten Orte, an denen sie ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen können. Daher müssen sie sich in der Regel selbst organisieren.Um Präventions- und Beratungsangebote für die die Zielgruppe bedarfsgerecht auszurichten, ist es wichtig über ihre Motivationen und ihren Arbeitsalltag zu sprechen. Weitere Informationen unter booking.seminardesk.de.

29. September 2021 | online
"Let’s talk about Sex" – Förderung der sexuellen Gesundheit und Prävention in der ärztlichen Praxis
Wiederholung der Veranstaltung vom 8. September. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

8. bis 10. Oktober 2021 | Berlin
"Eine Diskriminierung kommt selten allein – Intersektionalität in die Praxis umsetzen"
Ob Beratung, Kampagne oder Gruppenarbeit: Eine diskriminierungskritische Haltung ist eine Grundvoraussetzung für Gleichberechtigung in der Kommunikation. Der Begriff „Diskriminierung“ ist uns allen geläufig und fester Bestandteil unserer Sprache. Was wir damit assoziieren, ist dabei sehr unterschiedlich. Ziel dieses Seminars ist es, Handlungsstrategien im Umgang mit Diskriminierung zu entwickeln oder zu erweitern. Weitere Informationen unter booking.seminardesk.de. Hier endet die Anmeldemöglichkeit schon am 30. August 2021.

27. Oktober, 4. November und 24. November 2021 | online
Blended-Learning Qualifizierung "Bodyismuskritische Pädagogik"
Der Fokus dieser Qualifizierungsreihe liegt auf lookistischer Diskriminierung und der fett- und körperpositiven Gegenkultur. Zusätzlich wird ein Blick auf weitere Formen von Bodyismen wie "ableism" und "ageism" geworfen. Dies alles geschieht unter einem intersektionalen Blickwinkel, d. h. die verschiedenen Bodyismusformen werden in ihrer Verwobenheit mit der Kategorie Geschlecht betrachtet. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter gender-nrw.de.

28. Oktober 2021 bis 9. April 2022 | Köln
Zertifikatskurs Ehrenamtsmanagement des Paritätischen
Als Leitungskraft oder (angehende*r) Engagementverantwortliche*r erwerben Sie in diesem Zertifikatskurs die grundlegenden Kompetenzen, um freiwilliges Engagement in Ihrer Organisation zu gestalten, zu koordinieren und zu steuern. Dies geschieht mit Hilfe von praxisorientierten Inputs, praktischen Beispielen und durch den Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen. Um den Transfer in Ihre Organisation zu sichern, erhalten Sie im Rahmen der Qualifizierung die Möglichkeit, ein individuelles Engagementkonzept zu entwickeln. Weitere Informationen finden Sie unter paritaetische-akademie-nrw.de

29. bis 30. Oktober 2021 | online
Flucht und Trauma: Arbeit mit queeren Geflüchteten
Dieses Seminar ermöglicht den Erwerb von Grundkenntnissen für die Beratungsarbeit mit queeren Geflüchteten, die unter einer akuten und/oder posttraumatischen Belastungsstörung leiden. Im Mittelpunkt stehen Trauma und Folgeerkrankungen, Beziehungsgestaltung und Krisenintervention. Die Fortbildung führt in die traumazentrierte Gesprächsführung ein und vermittelt Kenntnisse zu diagnostischen Leitlinien. Weitere Informationen unter booking.seminardesk.de.

29. bis 31. Oktober 2021 | Berlin
Haltung und Reflexion in der Beratung von Sexarbeitenden – Thema: Menschenhandel
Die Abgrenzung zwischen Sexarbeit und Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung kann in der Praxis schwierig sein. Wie in anderen Arbeitsbereichen auch, kann Sexarbeit aufgrund von Ausbeutungsstrukturen mit Menschenhandel einhergehen. Die Arbeitsbedingungen von Sexarbeit können also von selbstbestimmten bis zu extrem ausbeuterischen Strukturen reichen. Die begriffliche Unklarheit wird durch die öffentliche Diskussion noch gefördert, in der Sexarbeit und Menschenhandel vermischt werden. Dies hat oft den politischen Hintergrund, mit dem Einsatz gegen Menschenhandel eigentlich die Sexarbeit bekämpfen zu wollen. Umso wichtiger ist es für Beratende in diesen Arbeitsfeldern eine klare Haltung gegenüber der Sexarbeit und dem Menschenhandel zu entwickeln und immer wieder zu reflektieren. Weitere Informationen unter booking.seminardesk.de.

31. Oktober bis 1. November 2021 | Dortmund
Wochenendseminar für Frauen zu Sexualität und Körpererleben
Mareike Wellner spricht während ihrer Arbeit hauptsächlich mit Jugendlichen über Lust und Liebe. Die Mitarbeiterin der AWO-Lebensberatungsstelle ist auch Sexualtherapeutin. Zusammen mit ihrer Kollegin Sophie Prickler von der aidshilfe dortmund lädt sie zu einem kostenlosen Wochenendseminar ein, in dem sich die Teilnehmenden über Sexualität und Körpererleben unterhalten, Information bekommen und mit gestärktem Selbstbewusstsein wieder nach Hause gehen sollen. "Come as you are" – Komme wie Du bist, so haben die Workshop-Leiterinnen das Programm überschrieben. Weitere Informationen finden Sie unter awo-dortmund.de.

25. bis 27. März 2022 | München
18. Münchner AIDS- und Covid-Tage 2022
HIV-Patient*innen werden gerade von den enormen Fortschritten in Impfung und Antikörper-Entwicklung bei SARS-CoV-2 sehr profitieren. Andersherum wären viele Erkenntnisse zu COVID-19 ohne 40 Jahre HIV-Vorarbeit nicht möglich gewesen. Beide sich in vielem überschneidenden Epidemien sollten unbedingt zum Anlass genommen werden, die disziplinübergreifende Forschung weiter auszuweiten und Synergien zu nutzen. Aus diesem Grund wurde entschieden, die Münchner AIDS-Tage 2022 um das Thema COVID-19 zu ergänzen. Das Thema Hepatitis wird zwar aus dem Titel, nicht aber aus der Tagung, entfernt.

29. Juli bis 2. August 2022 | Montreal (Kanada)
WeltAidsKongress 2022
Weitere Informationen finden Sie unter hivandmore.de


S O N S T I G E S

Ausschreibung für das Community Board für den DÖAK 2023
Für den nächsten Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress, der im Frühjahr 2023 in Bonn stattfindet, werden Menschen mit HIV bzw. HIV-Aktivist*innen gesucht, die Zeit und Interesse haben, im Community Board die eigenen, lebensrelevanten Perspektiven von Menschen aus Selbsthilfezusammenhängen in die Kongressplanung und -durchführung einzubringen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Beratungs- und Testangebote zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen sowie Hepatitis C in Nordrhein-Westfalen
Auf der Seite Beratung und Test der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW finden Sie anonyme und vertrauliche Beratungs- und Testangebote zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (Geschlechtskrankheiten) sowie zu Hepatitis C in Nordrhein-Westfalen. Bei diesen Angeboten von Gesundheitsämtern und Aidshilfen werden Sie mit großer Sachkenntnis beraten. Besteht das Risiko einer Infektion, werden Ihnen die entsprechenden Tests kostenlos angeboten. Die Seite finden Sie unter hiv-sti-test.nrw.

Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.

Der nächste Newsletter erscheint Ende September 2021
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte des Monats September per E-Mail an Petra Hielscher.
 
 
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