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NEWSLETTER 1 | 2021
Safer Sex 3.0 - Eine Kampagne von HERZENLUST NRW


Liebe*r Leser*in,

heute erhältst du den ersten Herzenslust Newsletter 2021. Nach einem herausfordernden Jahr 2020 starten wir mit Zuversicht: unser Jahresprogramm ist verpackt und wird verschickt, natürlich verbunden mit der Hoffnung, dass gemeinsame Treffen und die Arbeit vor Ort bald wieder möglich sein werden. Denn auch in 2021 wollen wir dafür sorgen, dass Menschen sich körperlich und lustvoll begegnen können und dürfen. Wir machen uns dafür stark, sich - nach den veränderten Voraussetzungen aus dem vergangenen Jahr – wieder sinnlich auszuleben und setzen uns dafür ein, dass genussvoller Sex nicht unter den möglicherweise verinnerlichten Abstands- und Hygieneregeln leidet.

Herzliche Grüße aus der Geschäftsstelle senden Marcel Dams, Markus Schmidt und Patrick Orth


HERZENSLUST NRW

Moin! Ich bin der (nicht mehr ganz so) Neue!
Ich bin Patrick Orth und arbeite bereits seit dem 1. Oktober 2020 in der Aidshilfe NRW für Herzenslust. Bevor ich nach Köln gekommen bin, habe ich neun Jahre in Hamburg gelebt und war dort bis zu meinem Wechsel an den Rhein bei der Aidshilfe Hamburg im Migrationsbereich tätig. Außerdem war ich sechs Jahre ehrenamtliches Mitglied im Vorstand von Hamburg Pride e.V., dort habe ich mich vor allem um die Kooperationen mit lokalen, nationalen und internationalen Partnerorganisationen gekümmert. Jetzt bin ich bei Herzenslust euer Ansprechpartner für die Themen Ehrenamtsmanagements (Trainings), virtuelle Prävention (z.B. Gay-Health-Chat) und die Generationenarbeit sowie für das Netzwerk PRADI NRW.  Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit euch und auf meine Aufgaben in der Landesgeschäftsstelle!

Das Herzenslust Jahresprogramm ist da!
Mehr als 20 Veranstaltungen haben wir für euch für 2021 vorbereitet. Aufgrund der aktuellen pandemischen Entwicklungen finden alle Veranstaltungen bis März online statt. Auch weiterhin kann es zu kurzfristigen Änderungen kommen, die wir online bekannt geben. Das Programm gibt es bei den Aidshilfen vor Ort oder hier mit den aktualisierten Terminen als PDF.


NEWS

Hepatitis-B- und -C-Screening wird Teil des Gesundheits-Check-ups
Das einmalige Screening auf Hepatitis B und C wird ab 11. Februar 2021 fester Bestandteil des Gesundheits-Check-ups. Mit dem entsprechendenden Eintrag in den Bundesanzeiger wurde ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 20. November 2020 umgesetzt. Gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr haben alle drei Jahre Anspruch auf einen Gesundheits-Check-up. In diesem Rahmen können nun einmalig auch kostenfreie Tests auf die Viruserkrankungen Hepatitis B (HBV) und Hepatitis C (HCV) durchgeführt werden. Weitere Infos findest du unter aidshilfe.de.

EU-Zulassung für zwei langwirksame HIV-Depotspritzen

Mitte Dezember gab es von der EU-Kommission grünes Licht für die neuen HIV-Medikamente Vocabria® von ViiV Healthcare (mit Cabotegravir, einem Integrase-Hemmer) und Rekambys® von Janssen-Cilag (mit Rilpivirin, einem NNRT), für deren Zulassung sich der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) im Oktober ausgesprochen hatte. Weitere Infos findest du unter pharmazeutische-zeitung.de.

Neue Studie "Gesundheit und Sexualität in Deutschland"
Die BZgA, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und das Meinungsforschungsinstitut KNATAR haben im Rahmen des Coming-Out-Days die Ergebnisse der Studie "Gesundheit und Sexualität in Deutschland – GeSiD" veröffentlicht. Unter anderem zeigt die Studie auf, dass 63 % der 18 bis 35 jährigen homosexuellen, bi- und asexuellen Männer Diskriminierungserfahrungen aufgrund ihrer sexuellen Identität gemacht haben. Außerdem zeigt sie auf, dass 17 % der befragten Männer mit ihrem Arzt kein Gespräch über STIs führen, obwohl sie das gerne wollen. Auf der Seite liebesleben.de gibt es ein Info-Blatt mit den Details der Studie.

Der Straßenstrich ist weitestgehend auf sich allein gestellt
Auch wenn das Oberverwaltungsgericht in NRW das Prostitutionsverbot im September gekippt hat, ein politisches Konzept für den Straßenstrich fehlt weiterhin. Für die Sexarbeiter*innen bedeutet das prekäre Arbeitsbedingungen, Angst vor Gewalt, Anfeindungen und polizeiliche Repression. In der Pandemie erfahren sie nun neben existenziellen Ängsten noch mehr Diskriminierung. Staatliche und gesellschaftliche Unterstützung gibt es kaum. Einen Bericht vom Berliner Straßenstrich findest du unter magazin.hiv.

Empfehlung zur Harm Reduction und Gesundheitsförderung
Die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW hat am 18. August 2020 zusammen mit dem Beirat der Landesstelle Sucht NRW eine Empfehlung mit dem Titel "HARM REDUCTION: RISIKEN MINDERN - GESUNDHEIT FÖRDERN" verabschiedet. Beide Gremien wollen mit der Empfehlung die in der Drogen- und Aidsarbeit aktiven Strukturen des Landes zum gemeinsamen Diskurs über die Ausgestaltung der Angebote für Menschen, die illegale psychoaktive Substanzen (insbesondere Opioide und Kokain) konsumieren, einladen. Das Land Nordrhein-Westfalen, die Kreise, kreisfreien Städte sowie die Freie Trägerschaft sind aufgerufen, ihr bisheriges Angebot auf dem Hintergrund der Empfehlung zu prüfen und notwendige Maßnahmen bedarfsorientiert zu ergänzen. Weitere Infos findest du unter aids-nrw.de.

Angefeindet, verhaftet und gefoltert
Seit August demonstrieren Menschen in Belarus gegen Präsident Lukaschenko, seit dem kam es schon zu über 16.000 Verhaftungen. Drei queere Menschen berichten in Zeit-Campus von Anfeindungen, Hass und Polizeigewalt. Den Artikel findest du unter zeit.de/campus.

Verein "DU Gay" fordert ein LSBITQ-Zentrum für Duisburg
Der Verein "DU Gay" will eigene Räume für die Szene eröffnen und ein Beratungsangebot schaffen. Allerdings sieht der Verein seine Interessen bei den Duisburger Ratsmitgliedern nicht ausreichend vertreten. Dieses Fazit ziehen Christian Karus und seine Mitstreiter etwas enttäuscht nach einer Umfrage. Weitere Infos findest du unter ikz-online.de.

Redet nicht über unsere Köpfe hinweg!
Michaela Dudley hält ein Plädoyer für sensible Sprache. Neben konkreten Empfehlungen an die Mehrheitsgesellschaft schreibt sie mit Referenz zur COVID-19 Pandemie: "Rassismus ist ein ebenfalls gefährliches Virus, und er ist schon länger unterwegs. Auch und gerade in Zeiten von Covid-19 müssten wir begreifen, wie wichtig Solidarität und Zusammenhalt sind." Den vollständigen Beitrag findest du unter tagesspiegel.de.

Zweisamkeit in der Pandemie
Christoph Klaes vom Checkpoint Köln ist im Interview bei Deutschlandfunk Nova und spricht im Podcast "Eine Stunde Lieb"“ mit Till Opitz über "Corona-Safer Sex-Tips. Den vollständigen Beitrag findest du unter deutschlandfunknova.de. Dazu hat der Checkpoint auch eine Broschüre "CORONA SEX'HACKS" herausgegeben.


TIPPS

Othering, Klassismus, Postkolonialismus?
In aktuellen politischen Diskursen finden immer mehr neue Wörter Einzug in die Debatten. Der Instagramkanal "erklaermirmal" hat es sich zur Aufgabe gemacht solche Wörter so zu erklären, dass man sie verstehen kann und Diskussionen nicht an der Diskussion über diese Begriffe hängen bleiben. Und das aus "(post-)migrantischer und queerer Perspektive". Weitere Infos findest du unter instagram.com.

Schwuler Chat analog: 10 Kontaktanzeigen aus den 1970ern
"Raum Düsseldorf/Duisburg: 24 Jahre, noch in der Ausbildung, sucht IHN. Gehobene Schulbildung nicht erforderlich, aber gewünscht. Bildzuschriften." Ehe das Internet zu einem Medium für schwules Dating wurde, waren Kontaktanzeigen in Magazinen für schwule Männer das Mittel der Wahl. Das Mannschaftsmagazin hat zehn Kontaktanzeigen aus den 1970er Jahren zusammengestellt, zu finden unter: mannschaft.com.

Weitere Infos zur Safer Sex und zu vielen weiteren Themen findest du unter herzenslust.de.




 
 
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