Nr. 4 - Juli 2020

Sehr geehrte Leser*innen,

mit der hiermit vorliegenden vierten Ausgabe des gemeinsamen Newsletters rund um die Themen Drogen, Strafvollzug und Spritzenautomaten in diesem Jahr möchten wir nun wieder wichtige Entwicklungen und Neuigkeiten aus Politik und Gesellschaft, Medizin und Forschung, aus dem Verband sowie von unseren Kooperationspartnern mit Ihnen teilen.

Gerne veröffentlichen wir interessante Projekte, Themen oder Termine über den Newsletter.  Bitte senden Sie die Beiträge einfach per Mail an brigitte.bersch@nrw.aidshilfe.de. Wir freuen uns über jede Rückmeldung.

Mit herzlichen Grüßen,

Brigitte Bersch            
Spritzenautomatenprojekt NRW

Domenico Fiorenza
   
Drogen|Strafvollzug 
 


A K T U E L L E S  &  P R E S S E

Aidshilfe NRW veröffentlicht Strategiepapier zum Welt-Hepatitis-Tag
Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tags am 28. Juli weist die Aidshilfe NRW darauf hin, dass nach wie vor kein nennenswerter Rückgang an Hepatitis-C-Infektionen absehbar ist und in den Bereichen Prävention, Beratung und Test sowie Behandlung akuter Handlungsbedarf herrscht, wenn das WHO-Ziel der HCV-Elimination bis 2030 ernst genommen werden soll. Die jüngsten Zahlen wurden am 23. Juli 2020 vom Robert Koch-Institut im Epidemiologischen Bulletin Nr. 30/31 zur Verfügung gestellt. Im Zuge des Aktionstags stellt die Aidshilfe NRW auch ihr Strategiepapier Hepatitis vor, das die zentralen Herausforderungen sowie Maßnahmen aufzeichnet. Weitere Informationen finden Sie hier. 

Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen
Seit mehr als 20 Jahren wird am 21. Juli der Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen als internationaler Gedenk-, Aktions- und Protesttag begangen. Im Vordergrund steht neben dem individuellen Gedenken an verstorbene Freund*innen, Partner*innen, Verwandte, Kolleg*innen und Verbündete der Protest gegen eine repressive Drogenpolitik, die in diesen Jahren viele vermeidbare Todesfälle mitverantwortet hat. Corona wird auch auf dieses Thema erheblichen Einfluss haben, hat die Pandemie doch umso stärker die Unverzichtbarkeit des Hilfesystems, aber auch seine Verletzbarkeit und bestehende Versorgungslücken aufgezeigt. Das Aktionsbündnis stellt dieses Jahr im bundesweiten Motto deshalb auch das Thema Versorgungssicherheit nach vorne und fordert: Wohnraum, soziale und medizinische Hilfen – ob mit oder ohne Corona! Unter saferuse-nrw.de finden Sie eine gemeinsame Pressemitteilung von Aidshilfe NRW und akzept NRW, eine landesweite Veranstaltungsübersicht, die weiterhin mit Berichten und Fotos der Aktionen aktualisiert wird, sowie eine neue Postkarte der Kampagnenreihe „Wir meinen das ernst!“.

Overdose Awareness Day
In die Riege der Gedenk- und Aktionstage dieses Sommers reiht sich der Overdose Awareness Day, der weltweit am 31. August begangen wird. Der Aktionstag möchte auf die Gründe von Überdosierungen drogengebrauchender Menschen aufmerksam machen, dieses Jahr unter dem bundesweiten Motto „So kann man Leben retten – Gemeinsam gegen Überdosierung und Drogentod“. Weitere Informationen und Anregungen finden Sie im Aufruf der teilnehmenden Verbände, u.a. akzept, JES, die Deutsche Aidshilfe und VISION (Köln).

Wir machen das! Aidshilfe NRW zum Umgang mit der Corona-Krise
Die Aidshilfe NRW zieht drei Monate nach dem Lockdown eine erste positive Bilanz des Umgangs mit der Coronakrise. Arne Kayser, Landesvorsitzender der Aidshilfe NRW, äußerte sich in einer Videobotschaft und hob hier u.a. die Sofort-Maßnahmen hervor, die der Landesverband und kooperierende Einrichtungen aus der Drogenhilfe mit Unterstützung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW umgesetzt haben. Die Videobotschaft finden Sie unter ahnrw.de.

Drug Checking in der Schweiz und in Deutschland
In der Schweiz wird Drug Checking weiter ausgebaut: Mittlerweile hat selbst die 18.000-Einwohner-Gemeinde Olten ein zunächst sechsmonatiges Pilotprojekt eingeführt. In Deutschland tut sich derweil weiter wenig, sicherlich auch bedingt durch die Coronakrise, gab es doch zu Anfang des Jahres ermutigende Signale der Bundesdrohgenbeauftragten und des Bundesgesundheitsministers. Immerhin, der Diskurs geht weiter an einigen Stellen: In Hamburg hat der rot-grüne Senat Drug Checking im neuen Koalitionsvertrag integriert und der Bundesverband der Pharmazie-Studierenden hat ein Positionspapier zum Thema verabschiedet. Die taz berichtet in ihrer Rubrik „drogerie“ regelmäßig über Drug-Checking-Ergebnisse aus Deutschlands Nachbarländern, zuletzt über massiv steigende Wirkstoffgehalte in Zürich.


M E D I Z I N  &  G E S U N D H E I T

Positionspapier zur medizinischen Versorgung von Menschen in Haft
Der verein demokratischer ärztinnen und ärzte (vdää) hat ein Positionspapier zur medizinischen Versorgung von Inhaftierten herausgegeben. In dem Papier fordert der vdää unter anderem die Einhaltung der Standards der Regelversorgung und eine leitliniengerechte, evidenzbasierte und an den Bedarfen der Patient*innen ausgerichtete Versorgung, insbesondere in Hinblick auf Infektionskrankheiten wie HIV und HCV und die Substitutionsbehandlung. Das Papier finden Sie hier.

Diamorphinambulanz in Wuppertal eröffnet
Lediglich an zehn Standorten wurden in Deutschland Diamorphin-Ambulanzen eröffnet, seitdem der Gesetzgeber hierzu im Jahr 2009 den Weg freigemacht hat – die rechtlichen und organisatorischen Hürden sind jedoch nach wie vor so hoch, dass sie für viele Einrichtungen nicht zu stemmen sind. In Wuppertal hat in NRW nach Bonn, Köln und Düsseldorf nun die landesweit vierte Ambulanz zum 1. Juli 2020 eröffnet. Weitere Informationen finden Sie unter saferuse-nrw.de.


P O L I T I K  &  R E C H T 

Kleine Anfrage im Bundestag zum Umgang mit Suchtproblematiken während der Coronakrise
In einer Kleinen Anfrage hat die Bundestagsfraktion der Linkspartei die Bundesregierung zu ihrem Umgang mit der Versorgung von Menschen mit Suchtproblematik in der Coronakrise befragt. In Ihrer Antwort stellt die Bundesregierung verschiedene Ansätze dar und bestätigt u.a. nochmals für Notfallsituationen die rechtlich unkritische Anwendung von Naloxon durch Laien. Weiteres hierzu lesen Sie unter dipbt.bundestag.de.

Petition fordert grundlegend neue Drogenpolitik

359.747 Betäubungsmitteldelikte wurden im vergangenen Jahr registriert, so viele wie nie zuvor. Der größte Teil steht im Zusammenhang mit Cannabis, hier wiederum machen die auf den Konsum bezogenen Delikte 84 Prozent aus. Zugleich ist die Zahl der Drogentoten 2019 erneut gestiegen (s.o.) – viele davon wären durch eine andere Drogenpolitik vermeidbar gewesen. Die Initiative #mybrainmychoice hat zum 1. Juni 2020 eine Petition mit dem Titel  „Es ist Zeit für eine grundlegend neue Drogenpolitik“ lanciert, die sich an die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn richtet und u.a. die Einrichtung einer unabhängigen, multi-disziplinären Kommission fordert, die das Betäubungsmittelgesetz auf den Prüfstand und ein Konzept für eine zeitgemäße, evidenzbasierte Drogenpolitik entwickeln soll. Hierzu berichteten u.a. taz.de und jetzt.de.


P U B L I K A T I O N E N  &  B E R I C H T E

Drogenkonsumraumbericht 2019
Der neue Bericht der Landesstelle Sucht NRW zu den Drogenkonsumräumen in NRW für das Jahr 2019 ist erschienen. Wie auch in den vergangenen Jahren ist die Zahl der Konsumvorgänge weiter angestiegen auf 298.940 (plus 10 Prozent im Vergleich zu 2018). Als weiterer Trend setzte sich die Zunahme des inhalativen Konsums fort (56 Prozent im Vergleich zu 40 Prozent intravenöser Konsum). Weitere Informationen finden Sie unter saferuse-nrw.de 

 Berichte zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Drogenkonsum, Drogenhilfe und Drogenmärkte
Die Corona-Pandemie hat nahezu alle Lebens- und Arbeitsbereiche in den letzten Monaten massiv beeinflusst und selbstverständlich auch die Lebenssituation drogengebrauchender Menschen, das Drogenhilfesystem, aber auch internationale Drogenmärkte. Die Europäische Beobachtungstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) hat mehrere Reports und Ad-hoc-Studien zu diesen Themen veröffentlicht: Zum Einfluss von COVID-19 auf Drogenkonsum und drogenbezogene Schädigungen, zum Einfluss auf Hilfesystem und Nutzerverhalten, und zum Einfluss auf internationale Drogenmärkte. 

 Bericht zu „Global Prison Trends 2020“
Penal Reform International (PRI) veröffentlich jährlich eine Bestandsaufnahme zu den internationalen Entwicklungen in Bezug auf Inhaftierungen und den Bedingungen in Haft. Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Eine wenig ermutigende Nachricht: Die weltweite Gefängnispopulation ist auf dem bisherigen Höchststand und hierzu trägt auch wesentlich eine repressive Drogenpolitik bei. Auch Alternativen zur Inhaftierung werden im Bericht aufgezeigt. Sie finden das englischsprachige Dokument verlinkt unter dbh-online.de.


M E D I E N  &  I N F O R M A T I O N S M A T E R I A L I E N

Informationsdienst Straffälligenhilfe: Drogen und Gefängnis
Die aktuelle Ausgabe des Informationsdiensts Straffälligenhilfe der Bundesarbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe (BAG-S) beschäftigt sich mit dem Themenkomplex „Drogen und Gefängnis“. Vertieft werden in der Veröffentlichung u.a. die Konsequenzen von Prohibition und Strafverfolgung und Herausforderungen der Substitution in Haft. Unter bag-s.de finden Sie das Editorial sowie Bestellmöglichkeiten.

Podcast-Reihe „Ambulante Suchthilfe – wichtig und unverzichtbar!“
Die Arbeitsgemeinschaft der Rheinisch-Westfälischen Elternkreise drogengefährdeter und abhängiger Menschen in NRW (arwed) hat im Zuge der Corona-Pandemie eine Podcast-Reihe herausgegeben, die sich mit den Auswirkungen der Krise auf die ambulante Suchthilfe aus verschiedenen Perspektiven beschäftigt. Reinhören können Sie unter arwed-nrw.de.


F O R S C H U N G  &  S T U D I E N

Erhebung zum Thema Suchtprävention für und mit Menschen mit Fluchthintergrund in NRW
Das Projekt „Suchtprävention für und mit Menschen mit Fluchthintergrund in NRW“ der Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) möchte in einer Umfrage den aktuellen Stand zur Arbeit der Suchthilfe mit Geflüchteten sowie zur Vernetzung von Sucht- und Geflüchtetenhilfe ermitteln. Zur Teilnahme gelangen Sie hier.

Erhebung zu den Auswirkungen von Corona auf die Drogenhilfe: Rückmeldungen aus NRW erwünscht
Das Centre for Drug Research an der Goethe-Universität Frankfurt am Main erforscht seit Beginn der Corona-Pandemie in einer stetig aktualisierten Ad-hoc-Studie die Auswirkungen der Krise auf die Drogenhilfe. Ziel ist es, die aktuelle Situation zu dokumentieren, die Entwicklungen nachvollziehen zu können und eine Grundlage für Verbesserungen im Fall zukünftiger Krisen dieser Art zu schaffen. Die Ergebnisse werden fortlaufend ausgewertet, es liegen bereits ein erster und ein zweiter Zwischenbericht vor. Mittlerweile wurde ein aktualisierter Aufruf zur Teilnahme an alle Mitarbeitenden der ambulanten Drogenhilfe in Deutschland veröffentlicht. Rückmeldungen fehlen insbesondere noch aus Nordrhein-Westfalen.


P R O J E K T E  &  F I N A N Z E N

Sonderprogramm zur Digitalisierung der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW
Um die Chancen der Digitalisierung, die durch Corona in vielen Einrichtungen sicherlich noch einmal beschleunigt wurde, nachhaltig zu gestalten und langfristig abzusichern, hat die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW ein Sonderprogramm mit dem Titel „Zugänge erhalten – Digitalisierung stärken“ aufgelegt. Gefördert werden können Dienste und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege, Förderanträge können bis zum 15. November 2020 eingereicht werden. Mit der Umsetzung wurde der Projektträger Jülich [PtJ] des Forschungszentrums Jülich beauftragt. Weitere Informationen zu den Förderbedingungen und zum Antragsverfahren finden Sie unter sw-nrw.de und pjt.de.

Politische Bildung im Jugendstrafvollzug – Antragsfrist verlängert
Eine von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Auftrag gegebene Studie in Jugendstrafanstalten hat ausgeprägten Bedarf für neue Projekte zur politischen Bildung für junge Menschen, die eine Haftstrafe verbüßen, aufgezeigt. Abwertungsmechanismen von anderen Menschen etwa aufgrund ihrer Ethnie, Sexualität oder Religion können im geschlossenen Haftsetting auf besonders fruchtbaren Boden stoßen. Solche Haltungen, die sich im jungen Alter festigen, werden häufig nicht mehr abgelegt, und gefährden beispielsweise auch die Bedingungen, unter denen Prävention und Gesundheitsförderung stattfinden können. Die bpb fördert nun Projekte zur politischen Bildung im Jugendstrafvollzug, die Einsendefrist für Projektanträge wurde verlängert bis zum 31. Juli 2020. Weitere Informationen finden Sie unter bpd.de.

Inklusionscheck NRW des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW
NRW-Gesundheits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann hat kürzlich den neuen „Inklusionscheck NRW“ vorgestellt. Das Förderprogramm stellt für bis zu 300 Projekte aus lokalen Initiativen, Vereinen und Organisationen je 2.000€ für die Umsetzung von Inklusion und für ein gelingendes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen vor Ort zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter land.nrw.

 

T E R M I N E  &  V E R A N S T A L T U N G E N

Der Veranstaltungskalender für den Sommer und Herbst ist Corona-bedingt deutlich schlanker als in anderen Jahren. Viele der großen Fachtage und sonstigen Fachveranstaltungen, die in den kommenden Monaten stattgefunden haben, wurden ausgesetzt bzw. um ein Jahr verschoben, einige Veranstaltungen wurden oder werden neu konzipiert als virtuelle Formate. Auf folgende Termine möchten wir (unter Vorbehalt) hinweisen:

15. September bis 24. November 2020 (6-teiliges Online-Seminar): Psychosoziale Online-Beratung
Der Bedarf nach Expertise und technischem Equipment für digitale Arbeitsweisen ist im Zuge der Corona-Pandemie nahezu explodiert, insbesondere in den Arbeitsbereichen, die auf zwischenmenschlicher Interaktion beruhen und für die neue Wege der Kommunikation gefunden werden mussten. Die Paritätische Akademie bietet nun ein sechsteiliges Online-Seminar an, das die Grundlagen für gelingende psychosoziale Online-Beratung für Beratungsfachkräfte bereitstellt. Unter paritaetische-akademie-nrw.de finden Sie weitere Informationen zum Programm und zu Anmeldung.

16. bis 18. September 2020 in Heidelberg: Motivierende Gesprächsführung
Die motivierende Gesprächsführung stellt eine wichtige Basisqualifikation für die psychosoziale Arbeit dar. Die Fortbildung für Mitarbeitende mit Schwerpunkt Beratung und Betreuung aus Aids- und Drogen(selbst)hilfen führt in das „Motivational Interviewing“ ein und ermöglicht den Erwerb von Grundkenntnissen und -fertigkeiten. Das Gelernte kann anhand von ausgewählten Therapiesituationen und Fallbeispielen ausprobiert werden. Anmeldeschluss ist der 5. August 2020, weitere Informationen gibt es hier.

10. bis 11. November 2020: 59. DHS Fachkonferenz SUCHT (online) "Suchthilfe: kommunal denken - gemeinsam handeln"
Die jährliche Fachkonferenz der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) wird in diesem Jahr erstmalig virtuell stattfinden und beschäftigt sich mit den Herausforderungen der kommunalen Suchtprävention und Suchthilfe. Weitere Informationen können Sie zeitnah unter dhs.de abrufen.

17. bis 18. November 2020: Bundestagung BAG-S (online) „Drogenpolitik – Einfallstor in die Straffälligkeit?“
Auf ihrer diesjährigen Bundestagung möchte die Bundesarbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe (BAG-S) sich mit dem Themenkomplex Drogenpolitik, Kriminalisierung und Entkriminalisierung beschäftigen. Weitere Informationen zu der Tagung, die ebenfalls als virtuelle Veranstaltung stattfinden wird, sind unter bag-s.de zu finden.

20. bis 22. November in Berlin: Flucht, Trauma und Sucht
Fachkräfte in der Sucht- und Drogenhilfe treffen vermehrt auf Klient*innen mit traumatischen Erfahrungen wie Flucht und Vertreibung. Sie werden dadurch vor besondere Herausforderungen gestellt, die nicht nur spezifisches Fachwissen, sondern auch eine ausgeprägte Diversity-Kompetenz im Umgang mit Betroffenen erfordern. Dieses Seminar ermöglicht den Erwerb von Grundkenntnissen für die Suchthilfe- bzw. Beratungsarbeit mit Geflüchteten und Migrant*innen, die an einer akuten und/oder posttraumatischen Belastungsstörung leiden. Im Mittelpunkt steht das multifaktorielle Dasein von Flucht, Trauma und Sucht. Weitere Informationen erhalten Sie unter aidshilfe.de.


A U S S C H R E I B U N G E N

Suchthilfe Aachen: Sozialarbeiter*in (m/w/d) für die Einrichtung Feuervogel und für die Jugend- und Drogenberatung
Die Suchthilfe Aachen sucht nach zwei neuen Mitarbeitenden für die Einrichtung Feuervogel – Hilfen für Kinder suchtkranker Eltern (Beschäftigungsumfang 50 bis 75%, zunächst befristet bis zum 30. November 2021) und für die Jugend- und Drogenberatung (Beschäftigungsumfang 75%, zunächst befristet bis zum 30. Oktober 2021). Weitere Informationen finden Sie unter suchthilfe-aachen.de.

Fixpunkt Berlin: Geschäftsführung
Die Berliner Drogenhilfe-Einrichtung Fixpunkt sucht eine neue Geschäftsführung. Weitere Informationen finden Sie unter fixpunkt-berlin.de.

aidshilfe dortmund: Fachkraft für das Ambulant Betreute Wohnen
Für den Arbeitsbereich „Ambulant Betreutes Wohnen“ sucht die aidshilfe dortmund zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Fachkraft für 30 Stunden/Woche (mit der Option auf 39,83 Stunden/Woche). Das Ambulant Betreute Wohnen der aidshilfe dortmund ist ein aufsuchendes Hilfsangebot für Personen, die unter einer psychischen Erkrankung und/oder chronischen Suchtmittelabhängigkeit leiden und infolgedessen bei der Bewältigung des Lebensalltags vielfältige Unterstützung benötigen. Die Bewerbungsfrist ist der 2. August 2020. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Stellenausschreibung.

Suchthilfe direkt Essen: Pädagogische Fachkraft für das Ambulant Betreute Wohnen
Die Suchthilfe direkt Essen sucht ein*e Sozialarbeiter*in, eine*n Pädagog*in oder vergleichbare Qualifikation (m/w/d) für das Ambulant Betreute Wohnen. Die Stelle ist zunächst auf 12 Monate befristet mit Perspektive der Weiterbeschäftigung, Beginn nach Vereinbarung. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Suchthilfe Mettmann: Sozialarbeiter*in/Sozialpädagog*in im Bereich Streetwork
Die Caritas-Suchthilfe in Wülfrath/Mettmann sucht zum nächstmöglichen Termin eine*n Sozialarbeiter*in oder Sozialpädagog*in (m/w/d) in Teilzeit für 19,5 Stunden/Woche im Bereich Streetwork/aufsuchende Arbeit, unbefristet mit der Perspektive zur Aufstockung auf Vollzeit. Weitere Informationen entnehmen Sie der Stellenausschreibung.

AIDS-Hilfe Wuppertal: Sozialarbeiter*in für Beratung, Begleitung und Fortbildung
Die AIDS-Hilfe Wuppertal bietet zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle im Bereich Sozialarbeit an. Die Aufgaben umfassen die allgemeine Beratung zu HIV und Aids, Beratung und Begleitung von Menschen mit HIV und deren Angehörige sowie Vernetzung mit Akteur*innen im Sozial- und Gesundheitswesen. Besondere Arbeitsschwerpunkte sind Beratung und Infoveranstaltungen in Haft sowie Fortbildungen im Sozial-und Gesundheitswesen. Weitere Informationen entnehmen Sie der Stellenausschreibung.

Ausschreibungen im Landesverband

Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.

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