Nr. 1 - Januar 2020

Sehr geehrte Leser*innen,

wir freuen uns sehr, Ihnen heute die erste Ausgabe des gemeinsamen Newsletters rund um die Themen Drogen, Strafvollzug und Spritzenautomaten in NRW in diesem Jahr zusenden zu können. In der aktuellen Ausgabe berichten wir von einigen Fachveranstaltungen, die zum Jahresende hin stattgefunden haben, und stellen einige neue Projekte, Publikationen und Termine vor. Gerne veröffentlichen wir interessante Projekte, Themen oder weitere Termine über den Newsletter. Bitte senden Sie die Beiträge einfach per Mail an brigitte.bersch@nrw.aidshilfe.de. Wir freuen uns über jede Rückmeldung.

Mit herzlichen Grüßen,

Brigitte Bersch            
Spritzenautomatenprojekt NRW

Domenico Fiorenza
   
Drogen|Strafvollzug 
 


A K T U E L L E S

Aktionsplan gegen Sucht NRW setzt neuen Förderschwerpunkt auf vernetzte Suchthilfe
Den Ergebnissen der Erhebung und Analyse der ambulanten Suchthilfestrukturen in NRW (PDF-Datei) folgend liegt der Förderschwerpunkt der nächsten Förderrunde des Aktionsplans gegen Sucht NRW auf dem Auf- und Ausbau von vernetzter Suchthilfe in NRW. Gefördert werden sollen bis zu fünf regionale Suchthilfenetzwerke im Sinne nutzer- und zielorientierter „Versorgungspfade“, die kreisweit bzw. kreisübergreifend, sektorübergreifend oder über verschiedene Beratungsangebote hinweg Vernetzung fördern. Weitere Informationen sowie die Antragsformulare finden Sie unter landesstellesucht-nrw.de. Die Abgabefrist für Projektanträge im Rahmen des aktuellen Projektaufrufs ist der 31. Mai 2020.

Neues Selbsthilfeprojekt für schwule Männer mit Substanzkonsum
Immer mehr Schwule und andere Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), so die Beobachtung von Beratungsstellen und Arztpraxen, haben Probleme mit dem Konsum psychoaktiver Substanzen beim Sex. Im professionellen Hilfesystem fehlen oftmals spezielle Angebote. Die Deutsche Aidshilfe und ihre Mitgliedsorganisationen starten nun ein innovatives Angebot: quapsss (kurz für „Qualitätsentwicklung in der Selbsthilfe für MSM*, die psychoaktive Substanzen im sexuellen Setting konsumieren). Mit eigens ausgebildeten Trainer*innen werden Gruppenangebote initiiert, die genau die Bedürfnisse dieser speziellen Zielgruppe treffen und Probleme mit Chemsex ganzheitlich angehen. Das Angebot startet nun im Januar 2020 zunächst in sechs Städten. Aus NRW ist Köln beteiligt, darüber hinaus Berlin, Kassel, Frankfurt am Main, Hamburg und München. Weitere Hintergrundinformationen finden Sie im Interview mit Projektleiter Urs Gamsavar unter magazin.hiv.

Bayern plant landesweite Naloxon-Vergabe an Laien
In Bayern startete in 2018, nachdem in 2017 das Saarland als erstes Bundesland einen entsprechenden Vorstoß gewagt hatte, ein Naloxon-Modellprojekt zur Schulung und Vergabe des Medikamtens. Auch in NRW hatte es ein Projekt mit Peer-Informationsveranstaltungen zur Naloxonanwendung gegeben, das durch das Land NRW gefördert wurde. Naloxon, als wichtiger Baustein einer umfassenden Harm-Reduction-Strategie für drogengebrauchende Menschen, ist ein Notfallmedikament für Opioid-Überdosierungen, und ist ebenfalls seit 2018 als leicht anwendbares Nasenspray auf Kassenrezept für Drogengebrauchende erhältlich. Im Rahmen des Modellprojekts in Bayern wurden über 400 Drogengebrauchende in der Anwendung geschult, nun soll das Projekt „BayTHN – Take-Home-Naloxon in Bayern“ laut bayrischem Gesundheitsministerium landesweit ausgebaut und auch die Substitutionsbehandlung ausgeweitet werden. Weitere Harm-Reduction-Angebote wie etwa Drogenkonsumräume sind in Bayern nach wie vor nicht zugelassen. Mehr hierzu lesen Sie unter aidshilfe.de.

Gefängnismedizintage in Frankfurt verabschieden Positionspapier an die Politik
Vom 5. bis 6. Dezember 2019 fand die vierte Ausgabe der Gefängnismedizin-Tage in Frankfurt am Main statt. Schwerpunktthemen waren u.a. die Krankenpflege, neue Versorgungsmodelle und Substitutions- sowie Hepatitis-C-Behandlung (das Programm finden Sie hier). Zum Abschluss der Tagung wurde ein Positionspaper an Eva Kühne-Hörmann, hessische Justizministerin, verfasst, die die Konferenz eröffnet und dazu eingeladen hatte, konkrete Anliegen an die Politik zu richten. In dem offenen Brief werden verbesserte Rahmenbedingungen für die Gefängnismedizin gefordert, welche allgemeine pflegerisch-medizinische Forderungen sowie explizite Forderungen in Bezug auf Hepatitis C und die Rahmenbedingungen der Pflege ausformulieren. Ein Vorschlag ist die Einrichtung eines sektorübergreifenden Fonds, um die Behandlungskosten für HCV-Therapien zwischen den beteiligten Akteuren zu verteilen, da nicht nur die Gefangenen selbst, sondern auch die gesetzliche Krankenversicherung, die Rentenversicherung und die öffentliche Gesundheit als Ganzes von der umfangreichen Behandlung der Menschen mit HCV-Infektion profitieren und somit auch an der Bereitstellung von Ressourcen zu beteiligen sind.
Das bislang zweijährlich stattfinde Forum für Mediziner*innen und Pflegekräfte im Vollzug, das aber auch viele Ansatzpunkte für externe Beratungsstellen sowie medizinisches Personal bietet, findet das nächste Mal am 3. und 4. Dezember 2020 statt.

Bewegung zum Thema Drug Checking auf Bundesebene
Die neue Bundesdrogenbeauftragte, Daniela Ludwig, besuchte am 4. Dezember 2019 die Drogenhilfeeinrichtung „Drogenarbeit Z6“ in Innsbruck, Österreich, und informierte sich über das dortige Drug-Checking-Projekt. „Drug-Checking ist eine Möglichkeit der Schadensminimierung und des Gesundheitsschutzes, die wir genauer in den Fokus nehmen müssen“, äußerte sich Ludwig im Rahmen des Besuchs, wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet. In einem Interview mit der Welt berichtete Ludwig, dass der Besuch des Innsbrucker Projekts bei ihr dazu geführt habe, ihre Haltung zum Drug Checking als „Freifahrtschein für den Konsum“ zu überdenken, und plädierte für eine pragmatische Drogenpolitik. Weiter wurde Ludwig nach einem Interview mit der Rheinischen Post von rbb24.de zitiert, dass sie sich mit Bundesgesundheitsminister Spahn verständigt habe, Drug Checking in Verbindung mit intensiver Beratung in diesem Jahr näher anzuschauen, und zu prüfen, ob es ein Modell gäbe, das in Deutschland funktionieren könnte.

Fachgespräch Drug Checking
Deutlich weniger, was das Thema Drug Checking angeht, tut sich aktuell auf der politischen Bühne in NRW. Um den Diskurs anzuregen, fand bereits am 24. Juni 2019 in Kooperation von Aidshilfe NRW, akzept NRW und JES NRW ein Fachgespräch zum Thema Drug Checking statt, das Expert*innen und Mitarbeitende aus interessierten Einrichtungen einen Rahmen bot, sich zum aktuellen Stand über Landes- und Bundesgrenzen hinweg auszutauschen und Potenziale für ein Drug-Checking-Angebot auch in NRW auszuloten. Die Dokumentation zum Fachgespräch liegt nun unter saferuse-nrw.de vor und bietet u.a. einen Überblick zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und zum aktuellen Stand des Berliner Drug-Checking-Projekts.

Mobiler Drogenkonsumraum in Köln
Anfang Dezember letzten Jahres hat nach langem Anlauf in Köln der erste mobile Drogenkonsumraum Nordrhein-Westfalens seinen Betrieb aufgenommen. Der Konsumraum wird vom Kölner Gesundheitsamt betrieben und besteht aus zwei Fahrzeugen, die auf dem Gelände der Kirchengemeinde Sankt Peter zu festgelegten Zeiten von montags bis freitags Beratung sowie die Möglichkeit zum Konsum unter medizinischer Aufsicht bieten. Der mobile Drogenkonsumraum gilt jedoch zunächst als Übergangslösung und soll langfristig durch einen festen Standort ersetzt werden. Weiteres hierzu lesen Sie unter aids-nrw.de.

Kampagne der Aidshilfe NRW: Wir meinen das ernst!
Pünktlich zum Welt-Aids-Tag hat die Aidshilfe NRW eine Kampagne unter dem Titel "WIR MEINEN DAS ERNST" in Umlauf gebracht. Thematisiert werden u.a. Safer Sex 3.0 (Kondome, Schutz durch Therapie und PrEP), Sexarbeit, sexuelle Identität, Integration, rechtzeitige HIV-Tests, die Finanzierung von STI/HIV-Tests und der PrEP sowie der Angebote und Leistungen von Aidshilfen, die Versorgung außerhalb von Großstädten, Naloxon, Prävention in Haft und Spritzenautomaten. Die Motive in Postkartenformat dienen als Gesprächseinladung an Politiker*innen, Kooperationspartner und Sponsor*innen und sollen überall da zum Einsatz kommen, wo vertiefte Gespräche möglich sind. Hier finden Sie alle Motive als PDF-Datei. Die Postkarten können von Mitgliedsorganisationen und Kooperationspartner über info@nrw.aidshilfe.de bestellt werden.

Welt-Aids-Tag 2019
Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2019 war die Aidshilfe NRW, vertreten durch die Geschäftsführung und den Landesvorstand, auch in 2019 wieder im Landtag NRW präsent, um mit den Abgeordneten über verschiedene Aspekte der Aidshilfearbeit zu sprechen. Hierüber berichtete auch der Landtag. Neben der Präsenz im Landtag und den zahlreichen Aktionen der regionalen Aidshilfen wiesen u.a. die Deutsche Aidshilfe und der Bundesverband sowie der NRW-Landesverband von JES in ihrer Pressearbeit auf bisherige Errungenschaften wie bleibende Herausforderungen hin.

Abschlusstagung des PaSuMi-Projekts
PaSuMi - Diversity-orientierte und partizipative Entwicklung der Suchtprävention und Suchthilfe für und mit Migrant*innen – ist ein von der Deutschen Aidshilfe koordiniertes Projekt mit bundesweit acht Standorten, davon zwei in NRW (aidshilfe dortmund und Drogenberatung Bielefeld). Die vorläufigen Ergebnisse, Erkenntnisse und Empfehlungen des Projekts wurden auf der Abschlusstagung am 26. November 2019 in Berlin vorgestellt und diskutiert, die in Kürze auch in einem Handbuch zur Verfügung gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie vorab unter pasumi.info

Jahrestagung der Bundesdrogenbeaufragten
In ihrer Jahrestagung am 25. November 2019 in Berlin legte Daniela Ludwig den Fokus auf die kommunale Versorgung – "Sucht im Fokus - Kommunen engagiert vor Ort!" war der diesjährige Titel der Veranstaltung. Rund 300 Teilnehmende diskutierten über ein breites Themenspektrum, Querschnittsthemen der Tagung waren u.a. Herausforderungen in Hinblick auf Finanzierung, Digitalisierung und Vernetzung. Daniela Ludwig zeigte sich in ihrer Begrüßungsrede offen für Dialogbereitschaft, so frei von Ideologien wie möglich, und kündigte an, den engen Austausch mit europäischen Nachbarländern zu suchen. Hintergrundinformationen zur Tagung finden Sie unter drogenbeauftragte.de.

M E D I Z I N  U N D  G E S U N D H E I T

Gütesiegel „Praxis Vielfalt“ für eine diskriminierungsarme Gesundheitsversorgung
Zehn Praxen und Kliniken haben seit September 2018 ein Fortbildungsprogramm der Deutschen Aidshilfe durchlaufen und das Gütesiegel „Praxis Vielfalt“ für einen diskriminierungsarmen Umgang mit Patient*innen erhalten, 20 weitere Einrichtungen sind aktuell auf dem Weg. Ziel ist es, medizinische Einrichtungen für die Belange von Menschen mit HIV und mit unterschiedlichen sexuellen, kulturellen sowie sprachlichen Hintergründen zu sensibilisieren, um Diskriminierungen im Gesundheitswesen vorzubeugen. Auch wenn Drogengebrauch kein expliziter Bestandteil des Fortbildungscurriculums ist: auch Menschen mit Suchterfahrung können von einem grundsätzlich Diversity-orientierten und für Diskriminierung sensibilisierten Setting profitieren. Auf magazin.hiv wird über das Berliner Zentrum für sexuelle Gesundheit und Familienplanung am Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf berichtet, das den Zertifizierungsprozess bereits erfolgreich abgeschlossen hat. Auf praxis-vielfalt.de finden Sie weitere Informationen zum Projekt und zum Anmeldeverfahren.


G E S E L L S C H A F T  U N D  S O Z I A L E S

Datenschutz und HIV - Eine praktische Anleitung für die Beratungspraxis
Immer wieder werden Berater*innen in Aidshilfen mit Datenschutzverletzungen im Kontext von HIV konfrontiert. Sich im Dschungel von Vorschriften und Gesetzen zurechtzufinden ist nicht immer leicht. Die neue Expertise „Datenschutz und HIV - Eine praktische Anleitung für die Beratungspraxis“, die im Auftrag der Deutschen Aidshilfe erstellt wurde, kann hier Abhilfe schaffen. Sie bietet einen gut strukturierten und aktuellen Überblick über die wichtigsten gesetzlichen Regelungen wie z.B. die Datenschutzgrundverordnung. Grundsätze des Datenschutzrechts werden verständlich dargelegt und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie bei Datenschutzverletzungen vorgegangen werden kann. Neben dieser ausführlichen Darstellung liegen ein kurzes Handout und eine Checkliste zur Prüfung (PDF-Datei) datenschutzrechtlicher Sachverhalte vor.

Positive Stimmen 2.0 ist gestartet
Die erste Umfrage der Deutschen Aidshilfe (DAH) zu Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen, die mit HIV leben - „positive stimmen“ im Jahr 2012 - hat viele und wichtige Einblicke und Erkenntnisse gebracht, in welchem Ausmaß HIV-Positive in ihrem Alltag Ausgrenzung und Diskriminierung erfahren. Die Ergebnisse sind Grundlage für viele Projekte, die gegen die Stigmatisierung von Menschen mit HIV kämpfen. Mit “positive stimmen 2.0“ möchte die DAH daran anknüpfen und neue und vertiefende Informationen zur HIV-bezogenen Stigmatisierung erfragen. Zudem soll verglichen werden, wie sich die Stigmatisierungserfahrungen verändert haben und klare Handlungsempfehlungen für Organisationen, Politik, Verwaltung und andere gesellschaftliche Akteure formuliert werden. Teilnehmende der peer-to-peer-Interviews, die derzeit gesucht werden, sollen möglichst die ganze Vielfalt der Community abbilden. In NRW werden aktuell noch Drogengebrauchende, Menschen mit Hafterfahrung, Sexarbeiter*innen und Trans*menschen gesucht. Weitere Informationen hierzu sowie zum Projekt finden Sie unter aids-nrw.de.

Befragung „Mittendrin oder nur dabei? Arbeiten mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen“
Der Lehrstuhl für Arbeit und Berufliche Rehabilitation der Universität zu Köln untersucht in einer anonymen Online-Befragung unter dem Titel „Mittendrin oder nur dabei? Arbeiten mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen“ die Realität von Menschen mit körperlichen oder psychischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz. Die Befragung dauert zwischen 15 und 25 Minuten und ist bis Ende Januar abrufbar. Hier finden Sie weitere Informationen sowie den Direkt-Link zur Befragung.

P U B L I K A T I O N E N

HIV, Hepatitis und STI: Beratung und Test für Drogengebrauchende Menschen in niedrigschwelligen Einrichtungen
Die Deutsche Aidshilfe (DAH) und die Aidshilfe NRW (AHNRW) haben ein Praxishandbuch herausgebracht. Um aktive Konsument*innen über die neuen Möglichkeiten der Heilung (HCV) und der gesundheitlichen Stabilisierung (HIV) zu informieren, bedarf es eines breiteren Angebots von Beratungs- und Testangeboten in niedrigschwelligen Einrichtungen. DAH und AHNRW haben daher verschiedene Angebote entwickelt, die dazu beitragen sollen, Mitarbeiter*innen fortzubilden und Einrichtungen, die ein solches Angebot bereits vorhalten oder anstreben, mit den hierfür notwenigen Informationen zu versorgen. Neben der neuen "Fachberater*innen-Ausbildung" der DAH hat insbesondere das neue Praxishandbuch die Aufgabe jene Einrichtungen, die ein Beratungs- und Test-Projekt umsetzen möchten, mit allen notwendigen Informationen zu versorgen. Das mit Mitteln des Landes NRW realisierte Werk kann bestellt werden unter aidshilfe.de oder in größerer Stückzahl per Mail an domenico.fiorenza@nrw.aidshilfe.de. Darüber hinaus steht es zum Download als PDF zur Verfügung.

Evaluationsstudie Drug Checking
Drug Checking ist in der Schweiz im Bereich des sogenannten Party- und Freizeitdrogenkonsum bereits seit vielen Jahren etabliert, bislang jedoch nicht in den Kontakt- und Anlaufstellen (K&A). Dies sind niedrigschwellige Drogenhilfeeinrichtungen, die etwa die Vergabe von Konsumutensilien, psychosoziale Beratung sowie grundmedizinische Versorgung anbieten. Im Auftrag des Schweizer Bundesamts für Gesundheit wurden nun von September 2018 bis Juni 2019 die Auswirkungen von Beratung und Informationsvermittlung zu den Substanzanalysen auf das Konsumverhalten und den Informationsstand der Konsumierenden in zwei dieser Beratungsstellen in Basel und Zürich untersucht. Das Interesse der Nutzer*innen der Einrichtung am Angebot war hoch, 81% wünschten sich eine Rückmeldung zu den Laborergebnissen inklusive einer individualisierten Beratung zu Safer Use. 56% der untersuchten Substanzen wiesen einen Reinheitsgrad auf, der eine Warnung erforderte, und 72% der Teilnehmenden zeigten sich direkt nach der Beratung bereit für eine schadensmindernde Konsumart. Es zeigte sich jedoch, dass es hierbei kontinuierlicher Informationsvermittlung bedarf, um diese Bereitschaft aufrechtzuerhalten – das Drug-Checking-Angebot kann hierzu ein geeigneter Anlass und Anreiz sein. Auf bag.admin.ch finden Sie die gesamte Evaluationsstudie sowie ein zweiseitiges Faktenblatt mit den wichtigsten Ergebnissen.

Sachstandsbericht über Gesundheit im Strafvollzug in der Europäischen Region der WHO
Eine Vernachlässigung der Gesundheit von Menschen in Haft kommt die Gesellschaft später teuer zu stehen – zu diesem Schluss kommt eine neue Publikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der Sachstandsbericht über Gesundheit im Strafvollzug in der Europäischen Region der WHO liefert Daten und Analysen zur Situation in 39 Mitgliedsstaaten und kommt zu dem Schluss, dass trotz einer unverhältnismäßig hohen Prävalenz von undiagnostizierten und unbehandelten Erkrankungen die Datenlage überwiegend dürftig ist, was auch die Entwicklung evidenzbasierter Maßnahmen behindert. Dabei, so die WHO, bietet das Setting Haft eine besondere Chance, Prävention und Risikominderung bei Menschen zu stärken, die vor und auch nach der Haft gegebenenfalls keinen oder nur einen eingeschränkten Zugang zum Gesundheitssystem haben. Das Streben der Weltgemeinschaft nach allgemeiner Gesundheitsversorgung (universal health coverage) und besserer Gesundheit und Wohlbefinden für alle dürfe Menschen in Haft nicht außer Acht lassen. Hier finden Sie weitere Hintergrundinformationen sowie den gesamten Bericht und Faktenblätter zu den untersuchten Mitgliedsstaaten.


M E D I E N

TripApp zur Schadensminimierung für Drogengebrauchende gestartet
TripApp ist eine neue, EU-weite App fürs Smartphone, die von Aktivist*innen entwickelt und über das Programm Erasmus+ von der Europäischen Kommission mitfinanziert wurde. Die App stellt aktuelle Hinweise von Drug-Checking-Projekten und User*innen zu Wirkstoffdosierungen sowie gefährlichen Streckmitteln und Zusatzstoffen von psychoaktiven Substanzen wie Opioiden, Ecstasy und MDMA zur Verfügung und informiert zu Beratungs- und Hilfsangeboten vor Ort, rechtlichen Grundlagen in den jeweiligen Ländern sowie Tipps zu Safer Use und Harm Reduction. Weitere Informationen und Links zur App finden Sie unter saferuse-nrw.de.

Neue Medien der Deutschen Aidshilfe: Drogenprohibition, JES – Leben mit Drogen, „Do“s und „Don’t“s im Drogenkonsumraum
Die Deutsche Aidshilfe hat einige neue Medien zum Thema Drogen herausgegeben. Darunter finden sich Aufkleber, die auf die Folgen der Drogenprohibition hinweisen sowie Logo, Slogan und Website von JES bewerben, und ein Plakat mit den „Do“s und „Don’t“ im Drogenkonsumraum. Medien sowie weitere Materialien können über den Versand der Deutschen Aidshilfe kostenlos bestellt werden.

Neue Ausgabe des Drogenkuriers
Im Dezember 2019 ist die neueste Ausgabe des Drogenkuriers, das Magazin des JES-Bundesverbands, veröffentlicht worden. Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit einem Rückblick auf die Jubiläumsveranstaltung zu 30 Jahren JES und 15 Jahren JES NRW, die Aktivitäten zum Overdose Awareness Day, sowie Initiativen zur Stärkung der Bausteine Information, Beratung und Test und Behandlung von Hepatitis C für drogengebrauchende Menschen. Hier können Sie das Magazin als PDF einsehen.

 

T E R M I N E

Jahresprogramm 2020 der LWL-Koordinationsstelle Sucht
Ein umfangreiches Programm an Weiterbildungen, Arbeitskreisen, Fortbildungsseminaren und Zertifikatskursen hat für das kommende Jahr erneut die Koordinationsstelle des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) zusammengestellt. Unter lwl.org finden Sie eine Übersicht.

6. Februar 2020 in Aachen: Update "HIV/Hepatitis und Drogen"
Das Seminarwerk AIDS und die Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter Nordrhein bieten am 6. Februar 2020 von 18.00 bis 20.00 Uhr im Praxiszentrum Blondestraße (PZB) in Aachen ein Update zum Thema „HIV/Hepatitis und Drogen“ an, das von Dr. Katja Römer, Praxis am Gotenring in Köln, als Referentin fachlich geleitet wird. Thematisiert werden u.a. die regionale und nationale Umsetzung der Strategien der Bundesregierung sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Behandlung von HIV, Hepatitis B und C. Weitere Informationen finden Sie unter aids-nrw.de.

15. Februar 2020 in Köln: Fachtagung HIV-Kontrovers
"Interdisziplinär - interaktiv - kontrovers!" Unter diesem Motto laden die Aidshilfe NRW und die Deutsche AIDS-Gesellschaft am 15. Februar 2020 zur Fachtagung HIV-KONTROVERS ins Kölner KOMED ein. HIV-KONTROVERS richtet sich an Ärzt*innen sowie Expert*innen aus Aidshilfen, Positiven-Selbsthilfe, Prävention, Öffentlichem Gesundheitswesen, ambulanter und stationärer Versorgung, Politik und Verwaltung sowie an Menschen mit HIV und Aids. Der Kongress bietet den Rahmen für einen interaktiven Diskurs rund um HIV und Aids. Zu sieben aktuellen Themen treten jeweils zwei Referent*innen in eine moderierte Kontroverse ein. Sie vertreten pointiert gegensätzliche Positionen und bieten so den Einstieg für eine Diskussion. Die Anmeldung ist aktuell noch möglich. Mehr erfahren Sie hier.

27. bis 29. März 2020 in München: Münchner AIDS- und Hepatitis-Tage
Die 18. Ausgabe der AIDS- und Hepatitis-Tage findet vom 27. bis 29. März 2020 wieder im namensgebenden Ursprungsort München statt. Ziel des Kongresses ist es, die mit HIV- und Hepatitispatient*innen arbeitenden Berufsgruppen mit dem derzeitigen Wissens- und Forschungsstand und neuen Wegen der Behandlung vertraut zu machen. Wie in den vergangenen Jahren trägt die interdisziplinäre Themenauswahl und -bearbeitung diesem Ansatz Rechnung. Neben Ärzt*innen und Psycholog*innen werden auch Pflegepersonal, Sozialarbeiter*innen, Jurist*innen und viele andere mit der Thematik HIV/Aids und Hepatitis befasste Berufe zu Wort kommen. In Workshops und Seminaren können sich die Teilnehmenden sowohl mit den Grundlagen der Aids- und Hepatitisforschung vertraut machen als auch ihr Wissen über das klinische Management in interaktiven Veranstaltungen vertiefen. Dabei wird ganz bewusst auf eine Gleichgewichtung zwischen somatischen und psychosozialen Aspekten Wert gelegt, um der klinischen Wirklichkeit zu entsprechen. Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldungen finden Sie hier.

30. März bis 1. April 2020 in Heidelberg: Konsumreduktionsprogramm – zweiteilige Trainer*innenausbildung
KISS (Kompetenz im selbstbestimmten Substanzkonsum) ist ein verhaltenstherapeutisches Selbstmanagement-Programm („Behavioral Self-Control Training“) zur gezielten Kontrolle und Reduktion des Konsums legaler und illegaler Drogen. Es besteht aus zwölf Sitzungen, in denen z. B. vermittelt wird, wie man ein Konsumtagebuch führt, wöchentlich Konsumziele festlegt, Risikosituationen erkennt und bewältigt oder mit „Ausrutschern“ umgeht. Erfahrungen in der Praxis zeigen, dass das KISS-Programm von Drogengebrauchenden und Substituierten sehr gut angenommen wird. Dieses Gruppenangebot ist auch in der niedrigschwelligen Arbeit anwendbar. Daher bietet die Deutsche Aidshilfe auch 2020 wieder ein zweiteiliges Seminar an, das Mitarbeitende aus der Aids- und Drogen(selbst)hilfe zu KISS-Trainer*innen ausbildet. Anmeldeschluss ist der 14. Februar, der zweite Teil der Ausbildung findet vom 25. bis 27. Mai 2020 statt. Hier geht es zur Online-Anmeldung.

1. bis 3. Mai 2020 in Königswinter: Treffen für Angehörige drogengebrauchender Menschen
Wenn jemand in der Familie Drogen nimmt, sind davon meist auch die Angehörigen betroffen. Eltern sehen mit Angst und Sorge, welche Veränderungen sich im Leben ihrer Kinder vollziehen und welchen gesundheitlichen Risiken sie ausgesetzt sind. Das soziale Umfeld wiederum beschuldigt sie, für die Lebensweise ihres Sohnes oder ihrer Tochter und den möglichen Folgen – Verelendung, Inhaftierung, HIV- und/oder Hepatitis-Infektion – mitverantwortlich zu sein. Andererseits sind Angehörige oft eine wichtige Unterstützung: Sie setzen sich dafür ein, dass sich die Lebenssituation des drogengebrauchenden Familienmitglieds normalisiert, und engagieren sich in der Präventionsarbeit. Dieses Seminar ermöglicht es Eltern und anderen Angehörigen, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen, die Strukturen und Arbeitsweisen der Angehörigenselbsthilfe kennenzulernen und sich über die Möglichkeiten eines Engagements in der HIV- und Hepatitis-Prävention zu informieren. Bis zum 20. Februar 2020 können Sie sich hier anmelden.

15. bis 17. Mai 2020 in Köln: Engagement in der Drogenselbsthilfe JES (Teil 1)
Teil 1 des zweiteiligen Seminars gibt einen Überblick über das Netzwerk von JES (Junkies, Ehemalige, Substituierte), die JES-Gruppen und ihre Arbeitsfelder. Anhand der Frage „Was erwarte ich von JES, und was erwartet JES von mir?“ werden die Voraussetzungen für eine Mitarbeit geklärt. Außerdem wird Grundwissen zur Geschichte und zur gesundheits- und drogenpolitischen Arbeit von JES vermittelt. Das Seminar will dabei helfen, die Fähigkeiten und Interessen im Hinblick auf ein Engagement bei JES einzuschätzen. Der zweite Teil der Veranstaltung findet vom 21. bis 22. August 2020 in Berlin statt, anmelden können sich Interessierte für beide Teile bis zum 6. März 2020 unter aidshilfe.de.

25. bis 26. Mai 2020 in Berlin: fdr+sucht+kongress „Update Konsum – Upgrade Hilfe“
Vom 25. bis 26. Mai 2020 findet der 42. fdr+sucht+kongress des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. (fdr+) statt. Er steht unter dem Titel „Update Konsum – Upgrade Hilfe“. Hintergrund des Kongresses sind die gesellschaftlichen und suchtspezifischen Entwicklungen und Herausforderungen sowie die Bedarfe der Zielgruppen und die daraus resultierende Notwendigkeit, Hilfeangebote und Zugangswege anzupassen bzw. zu optimieren. Dabei soll es auch um die Förderung des Bewusstseins für Diversity, Enttabuisierung und Entstigmatisierung gehen. Informationen zum Programm und zum Anmeldeverfahren werden in Kürze unter fdr-online.de veröffentlicht.

2. bis 5. Juni 2020 in Hamburg: Suchttherapietage

Das 25. Jubiläum der Hamburger Suchttherapietage, das im Juni 2020 gefeiert wird, soll als Anlass dienen, wichtige Herausforderungen zu diskutieren, vor die sich die Suchthilfe gestellt sieht, aber auch wie sich Suchtprävention und -therapie selbst in den zurückliegenden Jahren entwickelt haben. Welche Anforderungen bringen aktuelle soziale, ökonomische und kulturelle Entwicklungen mit sich? Konnten die Veränderungen in Prävention und Therapie mit dem Wandel im Konsumverhalten und in den Zielgruppen Schritt halten? Sind die aktuellen Ansätze in Beratung und Behandlung ausreichend flexibel und „kundenorientiert“? Wie haben sich Haltung und Selbstverständnis in der Suchthilfe über die Jahre gewandelt? Aktuelle Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter suchttherapietage.de.

2. bis 4. Juli 2020 in München: Interdisziplinärer Kongress für Suchtmedizin

Die 21. Ausgabe des Interdisziplinären Kongresses für Suchtmedizin, der sich als fachintegrierendes Forum für Suchttherapie, Suchtfolgekrankheiten und Akutversorgung Suchtkranker versteht, wird im Juli 2020 in München tagen. Weitere Informationen finden Sie hier.

2. September 2020 in Bochum: Kooperationstag Sucht und Drogen NRW

Die zehnte Ausgabe des Kooperationstags „Sucht und Drogen NRW“ wird am 2. September diesen Jahres auf dem Campus der Hochschule für Gesundheit in Bochum unter dem Titel „Gemeinsam handeln. Gestern - heute – morgen“ stattfinden. Weitere Informationen werden mit ausreichend Vorlauf unter wissensuchtwege.de veröffentlicht werden.

14. bis 16. September 2020 in Berlin: Deutscher Suchtkongress

Auf dem Deutschen Suchtkongress werden aktuelle empirische Befunde und theoretische Erklärungsansätze aus den neurokognitiven, medizinischen, psychologischen und anderen grundlagenorientierten Biowissenschaften unter einer interdisziplinären Perspektive vorgestellt und mit Ergebnissen anwendungsbezogener Therapie- und Versorgungsforschung sowie Berichten aus der Versorgungspraxis verzahnt.

In diesem Jahr soll u.a. verstärkt die somatische und psychische Komorbidität von Suchterkrankungen thematisiert und die damit verbundenen Konsequenzen für das Versorgungssystem und für langfristige gesundheitspolitische Planungen diskutiert werden. Dabei werden auch einige der aktuellen gesundheitspolitischen Kontroversen und gesellschaftlichen Trends in diesem Feld aufgegriffen, zum Beispiele veränderte Konsummuster (Partydrogen, Chemsex), Sucht und Alter oder die Regulierung von Cannabis. Der Call for abstracts ist noch geöffnet bis zum 16. April, die Frühbucher-Anmeldung läuft noch bis zum 13. Juni. Weitere Informationen finden Sie unter deutschersuchtkongress.de.

16. bis 18. September 2020 in Heidelberg: Motivierende Gesprächsführung

Die motivierende Gesprächsführung stellt eine wichtige Basisqualifikation für die psychosoziale Arbeit dar. Die Fortbildung für Mitarbeitende mit Schwerpunkt Beratung und Betreuung aus Aids- und Drogen(selbst)hilfen führt in das „Motivational Interviewing“ ein und ermöglicht den Erwerb von Grundkenntnissen und -fertigkeiten. Das Gelernte kann anhand von ausgewählten Therapiesituationen und Fallbeispielen ausprobiert werden. Anmeldeschluss ist der 5. August 2020, weitere Informationen gibt es hier.

17. bis 18. September 2020 in Berlin: Europäische Konferenz zur Gesundheitsförderung in Haft

Die 11. Europäische Konferenz zur Gesundheitsförderung in Haft wird am 17. und 18. September 2020 in Berlin stattfinden. Zum Motto „Wenn die Seele an der Pforte bleibt – psychische Störungen und Erkrankungen im Vollzug“ rufen die Veranstalter wiederum zur Einreichung von Beiträgen für das Konferenzprogramm auf. Weitere Informationen zur Programmplanung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter gesundinhaft.eu.

24. bis 25. September 2020 in Nürnberg: Internationaler akzept-Kongress

Im September findet die 13. Ausgabe des Internationalen akzept-Kongresses erstmalig in Bayern statt. Unter dem Titel „Barrieren in der Gesundheitsversorgung Drogenabhängiger überwinden“ sollen die Themenblöcke „Gesundheitliche und soziale Folgen der Prohibition“, „Harm Reduction in allen Drogenhilfebereichen“ und „Suchthilfe praktisch“ eine Rolle spielen. Weitere Informationen folgen unter akzept.eu.

17. bis 18. November 2020 in Bonn: Bundestagung BAG-S „Drogenpolitik – Einfallstor in die Straffälligkeit?“

Auf ihrer diesjährigen Bundestagung möchte die Bundesarbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe (BAG-S) sich mit dem Themenkomplex Drogenpolitik, Kriminalisierung und Entkriminalisierung beschäftigen. Weitere Informationen zu der Tagung, die im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn stattfinden wird, werden unter bag-s.de abrufbar sein.

27. bis 29. November 2020 in Eisenach: Medizinische Versorgung in Haft

Jeder hundertste Inhaftierte hat eine HIV-Infektion. Fast jeder fünfte Gefangene ist HCV-positiv. Es wird davon ausgegangen, dass bei jedem sechsten bis siebten eine behandlungsbedürftige HCV-Infektion vorliegt. Zudem sind schätzungsweise 20–30 % der Inhaftierten abhängig von illegalisierten Drogen, d. h. bei ca. 16.000 Gefangenen in Deutschland liegt eine behandlungsbedürftige Suchterkrankung vor.

Dieses Konzeptseminar richtet sich an die Mitarbeitende der medizinischen Dienste des Justizvollzugs. Die Veranstaltung, die einmal jährlich stattfindet, dient dem Austausch und der Vermittlung von neuen medizinischen Entwicklungen in den Bereichen Sucht- und Infektionserkrankungen, zudem sollen Wege und Möglichkeiten gefunden werden, wie die neuen Erkenntnisse in den Vollzug übernommen werden können. Ziel ist es, Behandlungswege zu erarbeiten und aufzuzeigen, damit der Justizvollzug den Versorgungserfordernissen besser entsprechen kann, und Gefangene zukünftig von einer verbesserten HIV-, HCV-Therapie und Substitution profitieren. Die Anmeldung erfolgt bis zum 1. September 2020 unter aidshilfe.de.


A U S S C H R E I B U N G E N

Stellenausschreibung der AIDS-Hilfe im Kreis Soest
Die AIDS-Hilfe im Kreis Soest e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Mitarbeiter*in (m/w/d) als Elternzeitvertretung. Aufgaben sind unter anderem sexualpädagogische HIV-/STI-Präventionsarbeit, zielgruppenspezifische HIV/STI-Prävention, Begleitung und Beratung sowie Verwaltungs- und Büroarbeit. Zielgruppen der Präventions- und Beratungsarbeit sind u.a. auch Drogengebrauchende und Menschen in Haft. Bewerbungsfrist ist der 30. Januar 2020. Weitere Informationen finden Sie in der Stellenausschreibung.

Ausschreibungen im Landesverband

Weitere aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.

Impressum | Newsletter abmelden | Newsletter anmelden