September 2019
Liebe Leser*innen!
Die Phänomene sind seit langem zu spüren: Hitze, Dürre, Hagelstürme und Überschwemmungen, Artensterben (nicht nur die Bienen) und vieles mehr. Darunter leiden in erster Linie ärmere Menschen, nicht nur bei uns, sondern vor allem in den Regionen des Südens. Besonders in Afrika, aber auch auf anderen Kontinenten, zerstört der Klimawandel die Lebensgrundlage von Menschen. Dass Mädchen und Frauen aufgrund ihres ungleich schlechteren Zugangs zu Bildung und gut bezahlter Arbeit besonders darunter leiden, ist hinlänglich bekannt. Während wir diese Zeilen schreiben, demonstrieren Zehntausende in Köln und in vielen anderen Städten unseres Landes für eine effektivere und nachhaltige Klimapolitik. Wenn wir uns mit den vielen Demonstrant*innen solidarisieren, üben wir den Schulterschluss mit vielen Institutionen und Organisationen der Zivilgesellschaft. Wir dürfen nicht hinnehmen, dass diejenigen, die durch die Veränderung des Klimas und ihrer Lebensbedingungen zur Flucht gezwungen wurden, im Mittelmeer ertrinken, weil wir in Europa unsere Grenzen schließen. Viele Kolleg*innen in unseren Aidshilfen und Beratungsstellen kennen Menschen, denen die Flucht gelungen ist. Von ihnen wissen wir, wieviel Leid die Flucht und die Unterbringung in fremder Umgebung mit sich bringt. Die Menschen, die heute auf die Straße gehen und die sich mit ihnen solidarisieren, wollen den Druck auf die Politik erhöhen, zu handeln. Eine bessere Klimapolitik sichert nicht nur das Überleben auf dem Planeten, sie führt auch zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Daher haben alle, die sich heute einer Demonstration anschließen und die durch ihre eigenen Verhaltensweisen zu einer ökologischeren und nachhaltigeren Situation beitragen, unsere volle Unterstützung.
Viel Spaß beim Lesen dieses umfangreichen Newsletters!
Petra Hielscher und Guido Schlimbach
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW


A K T U E L L E S

Johannas Kolumne: DÖAK 2019
Unser Aidshilfe NRW-Vorstandsmitglied Johanna Verhoven berichtet in ihrer Kolumne vom Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress 2019, der vom 13. bis 15. Juni in Hamburg stattfand. Den Text finden Sie unter xxelle-nrw.de.

Präventionsprojekte starten bundesweit einmalige App zum Schutz vor HIV
Um die Nutzung der PrEP möglichst unkompliziert zu gestalten, haben Herzenslust NRW, das Schwule Netzwerk NRW und zwei weitere HIV-Präventionsprojekte aus Niedersachsen und Hamburg gemeinsam eine bundesweit einmalige App zur Einnahme entwickelt. In Anwesenheit von Community-Vertreter*innen, Partnerorganisationen und Förder*innen sowie Gästen aus Politik, Gesundheitswesen und Medien ist die PrEP-App "prepared" in Hannover erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und freigeschaltet worden. Die Presseinformation lesen Sie hier (PDF-Datei).

 
P O L I T I K

UNAIDS fordert mehr Engagement der Politik
Mitte Juli hat das gemeinsame Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids seinen neuen Bericht "Global AIDS Update 2019" mit dem Titel "Communities at the Center" vorgelegt. Der UNAIDS-Bericht 2019 zeigt: Fast überall gehen die HIV-Infektionen und aidsbedingten Todesfälle zurück, immer mehr Menschen bekommen die lebensrettenden HIV-Medikamente. Die Abnahme der Infektionszahlen und Todesfälle verlangsamt sich jedoch zusehends. In Osteuropa und Zentralasien steigen die Zahlen sogar. "Wir brauchen dringend verstärktes politisches Engagement, um Aids zu beenden", sagte UNAIDS-Interims-Chefin Gunilla. Mehr dazu erfahren Sie unter aids-nrw.de.

Bundesfamilienministerium startet Regenbogenportal
Das Bundesfamilienministerium hat ein Regenbogenportal als Wissensnetz für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und geschlechtliche Vielfalt gestartet. Es soll verlässliche und aktuelle Informationen zu Bereichen wie Recht, Gesundheit oder Familie liefern und richtet sich an alle Interessierten, die sich beruflich oder privat mit gleichgeschlechtlichen Lebensweisen und geschlechtlicher Vielfalt befassen möchten. Nähere Informationen finden Sie unter regenbogenportal.de.

Mehr Respekt für Prostituierte in Münster und anderenorts
Mehr Respekt und gewaltfreien Umgang bei der Straßenprostitution fordert "Zhana" in einem Video des Projekts Marischa in Münster. "Meine Würde ist unantastbar", verlangt die Protagonistin der Frauen, die auf der Münsteraner Siemensstraße in der Prostitution tätig sind. Der Kurzfilm wendet sich in erster Linie an Freier, ist aber auch als Einstieg für Diskussionsabende zum Thema Prostitution/Sexarbeit/ProstSchG hervorragend geeignet. Das sechsminütige Video ist auf der Website des Projektes Marischa sowie auf der Seite des städtischen Gesundheitsamtes abrufbar. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.


S O Z I A L E S

Wirksam behandelte HIV-Positive polizeidiensttauglich
Erstmals in Deutschland besagt ein rechtskräftiges Urteil, dass Menschen mit HIV unter Therapie sowohl unter dem Gesichtspunkt des Risikos für Dritte als auch bezüglich des Erreichens der Dienstaltersgrenze polizeidiensttauglich sind. Die 13. Kammer des Verwaltungsgerichts Hannover hat mit Urteil vom 18. Juli 2019 die beklagte Polizeiakademie Niedersachsen verpflichtet, über die Bewerbung des Klägers neu zu entscheiden, bei dem eine mehrjährig und erfolgreich therapierte HIV-Infektion besteht. Mehr erfahren Sie unter aidshilfe.de.

HIV und Verhütung global
Die Auswahl an Methoden zur Verhütung einer Schwangerschaft und zum Schutz vor HIV und anderen STI – und der Zugang dazu - sollten sicherlich auch in Deutschland mehr diskutiert werden. Einen Artikel hierzu aus dem Deutschen Ärzteblatt lesen Sie unter aerzteblatt.de.

Neue Website des Wissensnetzwerks "Kinder in suchtbelasteten Familien"
Das Wissensnetzwerk versteht sich als Service- und Unterstützungsangebot für Praktiker*innen, die in den unterschiedlichsten Handlungsfeldern mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und darüber hinaus für alle Menschen, die Berührungspunkte zu betroffenen Kindern und Jugendlichen haben. Zudem leistet es einen grundlegenden Beitrag zur Aufklärung und sensibilisiert für die vielfältigen Herausforderungen, denen Kinder und Jugendliche alltäglich begegnen, die mit einem oder mehreren suchtkranken Erwachsenen zusammen leben. Die Website finden Sie unter w-kis.de.


G E S U N D H E I T

"Nicht nachweisbar = Nicht übertragbar": Statement der Landeskommission AIDS
Die Landeskommission AIDS berät die Landesregierung in grundsätzlichen Fragen zu HIV und Aids und spricht Empfehlungen aus. Ihr gehören 26 Mitglieder an, die namentlich vom Gesundheitsministerium berufen werden. Die Mitglieder vertreten insbesondere Institutionen, Verbände, Vereine und Fachleute, die direkt oder indirekt mit der Prävention, Beratung, Betreuung und Versorgung von Menschen mit HIV und Aids befasst sind. Jetzt hat die Landeskommission AIDS ein Statement zu "n = n" abgegeben. Dieses finden Sie unter mags.nrw.

"Nicht nachweisbar = Nicht übertragbar": HIV.Report mit Schwerpunktthema 
"n = n" wird inzwischen von mehreren großen Studien belegt. Mit dem zweiten HIV.Report in 2019 beleuchtet die Deutsche Aidshilfe verschiedene Fragen rund um das Thema genauer. Was ist seit dem EKAF-Statement von 2008 passiert? Was genau sind die Ergebnisse der PARTNER2-Studie, die letztes Jahr auf der Internationalen Aidskonferenz in Amsterdam präsentiert und im Mai 2019 veröffentlicht wurde? Wie sieht es in der Praxis aus? Wie lebt es sich damit? Auf welche Bereiche lässt sich die Botschaft anwenden? Wer profitiert vielleicht nicht davon, und was lässt sich dagegen tun? Den Report finden Sie unter hivreport.de.

Frauengesundheitsportal der BZgA informiert zur sexuellen Gesundheit
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) weist auf ihren neuen Themenschwerpunkt "Sexuelle Gesundheit" im Frauengesundheitsportal hin. Auf der Webseite erfahren Frauen, wie sie aktiv zu ihrer sexuellen Gesundheit beitragen können. Die Risiken sexuell übertragbarer Infektionen (STI) und anderer Erkrankungen zu kennen, ist wichtig. Der neue BZgA-Themenschwerpunkt informiert zudem über sexuell übertragbare Infektionen (STI), deren Häufigkeit in jüngster Zeit wieder deutlich ansteigt. Den neuen Schwerpunkt des Frauengesundheitsportals finden Sie unter frauengesundheitsportal.de.

Mehr Spätdiagnosen bei Menschen aus Subsahara-Afrika
Menschen aus Subsahara-Afrika sind von HIV-Spätdiagnosen häufiger betroffen. Dies stellten Schweizer Forscher*innen nach einer Auswertung von Daten aus der Swiss HIV Cohort Study und einer ergänzenden Analyse von Interviews fest. Auch die Unterschiede bei Frauen und Männern sowie zwischen Menschen aus Westeuropa und Menschen aus Subsahara-Afrika sind aufschlussreich. Mehr Informationen unter aids-nrw.de.

Thema Stillen – Weitere Interviewpartnerinnen gesucht!
Der erste Aufruf nach einer Interviewpartnerin, die über ihre Stillerfahrungen sprechen möchte, war erfolgreich. Um mehrere Frauen mit unterschiedlichen Erfahrungen zu Wort kommen zu lassen, wird nach weiteren Interviewpartnerinnen gesucht, die mit der Frage "Stillen - ja oder nein?" konfrontiert waren/sind. Es wäre gut, wenn Sie den Aufruf in Ihrem Netzwerk weiterleiten bzw. weitere Frauen darüber informieren würden. Das Interview wird auf Wunsch auch anonymisiert. Bei Interesse und auch Fragen wenden Sie sich gern per Mail an redaktion@dah.aidshilfe.de.

Erschreckende Gewichtszunahme
Die Hinweise, dass Dolutegravir und TAF zur Gewichtszunahme führen können, mehren sich. Bereits Anfang des Jahres fand man in Kohortenanalysen eine Gewichtszunahme unter Dolutegravir- und TAF-haltigen Regimen. Was bedeutet das für Menschen mit HIV, insbesondere Frauen, die diese Medikamente einnehmen? Einen Kommentar zu mehr Informationen von Ramona Pauli lesen Sie unter hivandmore.de.


M E D I E N

Praxishandbuch der Aidshilfe NRW und der Deutschen Aidshilfe zu HIV, Hepatitis und STI
Deutschland unterstützt die Ziele der WHO zur Eliminierung von Hepatitis C sowie die Strategie 90-90-90-0 bei HIV. Die DRUCK-Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) machte deutlich, dass zur Erreichung dieser Ziele ein Ausbau von Beratungs- und Testangeboten für Drogengebraucher*innen in niedrigschwelligen Einrichtungen erforderlich ist. Um aktive Konsument*innen über die neuen Möglichkeiten der Heilung (HCV) und der gesundheitlichen Stabilisierung (HIV) zu informieren, bedarf es eines breiteren Angebots von Beratungs- und Testangeboten in niedrigschwelligen Einrichtungen. Aidshilfe NRW und Deutsche Aidshilfe haben daher verschiedene Angebote entwickelt, die dazu beitragen sollen, Mitarbeiter*innen fortzubilden und Einrichtungen, die ein solches Angebot anstreben, mit den hierfür notwendigen Informationen zu versorgen. Das neue Praxishandbuch kann unter aidshilfe.de/shop bestellt werden.

Stigma und HIV – alles Theater?!
Aber ja! Die Aidshilfe NRW freut sich, zusammen mit den Künstler*innen von DIPHTHONG ein Crowdfunding für ein Theaterprojekt zum Thema HIV und Stigma zu unterstützen. 15 Laienperformer*innen aus ganz NRW stehen in den Startlöchern, um rund um den Welt-Aids-Tag in der Studiobühne Köln einen sicher beeindruckenden und spannenden Auftritt hinzulegen. Der Anfang ist gemacht. Das Kulturamt Köln fördert das Projekt. Dennoch braucht das Projekt weitere finanzielle Unterstützung. Das geht mit einer zweckgebundenen Spende (Stichwort Stigma1) auf das Spendenkonto der Aidshilfe NRW  bei der Bank für Sozialwirtschaft (IBAN: DE58 3702 0500 0008 1176 00) oder über eine Crowdfunding-Aktion der Künstler*innen unter gofundme.com. Wir würden uns freuen, wenn sich zahlreiche Unterstützer*innen finden, um dieses tolle Projekt zu fördern!


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

3. bis 6. Oktober 2019 | Bad Herrenalb
Bundesweites Treffen für Jugendliche mit HIV und jugendliche Angehörige von Menschen mit HIV
Die Deutsche Aidshilfe lädt Jugendliche von 14 bis 21 Jahren ein, die entweder selbst HIV-positiv sind oder Angehörige haben, die mit HIV leben. Hier kann man sich kennenlernen, miteinander reden, gemeinsam etwas unternehmen. Gut möglich, dass dabei auch dauerhafte Kontakte oder sogar Freundschaften entstehen. Das Treffen wird zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft „Kinder im Umfeld von HIV/Aids“ durchgeführt. Zur Anmeldung gelangen Sie unter aidshilfe.de.

11. bis 13. Oktober 2019 | Dortmund [neuer Termin]
Beratung im Diskriminierungsfall
Karriere wegen HIV auf dem Abstellgleis? Mobbing durch die Kolleg*innen? Immer nur den letzten Termin beim Arzt? – Menschen mit HIV werden in verschiedenen Lebensbereichen diskriminiert und suchen Beratung und Unterstützung in Aidshilfen. Wer Beratung im Diskriminierungsfall anbietet, braucht dazu entsprechendes Handwerkszeug. In diesem Seminar vermitteln wir zum einen die rechtlichen Grundlagen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und erläutern außergerichtliche Unterstützungsmöglichkeiten und Beschwerdewege. Zum anderen werden anhand von Fallbeispielen Beratungssituationen veranschaulicht, Kooperationspartner identifiziert und Vernetzungsmöglichkeiten aufgezeigt. Zur Anmeldung finden Sie unter aidshilfe.de.

18. bis 20. Oktober | Frankfurt/Main
Youthwork-Aufbauschulung "Sexualität und Gender im Einwanderungsland"
Für diese Youthwork-Schulung gibt es noch einige wenige freie Plätze. Bei Interesse finden Sie nähere Informationen unter aidshilfe.de, wo auch die direkte Möglichkeit zur Anmeldung besteht.

25. bis 27.Oktober 2019 | Essen
Landesweites Treffen für HIV-positive Jugendliche in NRW
Das zweite Treffen HIV-positiver Jugendlicher von 14 bis 18 Jahren (aus NRW) steigt Ende Oktober in Essen. Hier haben junge Leute die Möglichkeit, andere Jugendliche mit HIV kennenzulernen und sich mit ihnen austauschen. In Workshops geht es um Themen wie z. B. Partnerschaft, Sexualität, Outing oder Familiengeheimnis. Aber natürlich bleibt auch Zeit für gemeinsame Freizeitaktionen. Weitere Informationen, mit der Bitte, sie ggf. an Interessierte weiterzuleiten, finden Sie hier (PDF-Datei).

25. bis 27.Oktober 2019 | Hattingen
Werkstatt "Selbststigma ? - Da gibt´s doch was von......"
Eines der wichtigsten Themen, das Menschen mit HIV/Aids beschäftigt, ist die Selbststigmatisierung. Daher ist "Sich selber und andere stärker machen“ Thema der Werkstatt der Aidshilfe NRW. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

1. bis 3. November 2019 | Waldschlösschen
Bundesweites Treffen von Frauen mit HIV
Die dreimal im Jahr in der Akademie Waldschlösschen stattfindenden bundesweiten Treffen von Frauen mit HIV aus dem gesamten Bundesgebiet ermöglichen es, sich über aktuelle gesundheitliche, soziale und rechtliche Fragen zu informieren und an Themen zu arbeiten, die für HIV-positive Frauen besondere Bedeutung haben und die in der Aidshilfe-Arbeit vorkommen. Das dritte Treffen 2019 befasst sich mit den Lebensentwürfen älterer Frauen mit HIV. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

15. und 16. November 2019 | Köln
Angebote zur Förderung sexueller Gesundheit 
Der Fachtag dient vor allem dem Austausch und der Vernetzung im Spannungsfeld zwischen ProstSchG und IfSG: Welche Wege haben sich bei der Umsetzung des ProstSchG bereits bewährt? Wo werden Grenzen deutlich? Wie kann der ÖGD seinen Aufträgen nach §10 ProstSchG und nach §19 IfSG gerecht werden? Wo zeigen sich Hindernisse und Herausforderungen? Welche Strategien passen unter welchen Bedingungen? Eingeladen sind zum einen Berater*innen nach §10 ProstSchG oder §19 IfSG im ÖGD, zum anderen auch Menschen aus der Sexarbeit sowie Fachleute aus Beratungsstellen und anderen Einrichtungen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

15. bis 17. November 2019 | Berlin
Eine Diskriminierung kommt selten allein – Intersektionalität in die Praxis umsetzen
Der Begriff "Diskriminierung" ist uns allen geläufig und fester Bestandteil unserer Sprache. Was wir damit assoziieren, ist dabei sehr unterschiedlich. Was also heißt Diskriminierung eigentlich? Bin ich dagegen gefeit, andere zu diskriminieren, wenn ich selbst diskriminiert werde? Wie wirken unterschiedliche Formen von Diskriminierung zusammen? Was ist mit Intersektionalität gemeint? Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

15. bis 17. November 2019 | Graz
Netzwerk Kritische Sexarbeitsforschung
Gerne möchten wir Sie auf den Call for Contributions für den diesjährigen interdisziplinären Workshop "Aktuelle Ansätze zur Forschung von Sexarbeit in Kontexten" des Netzwerks Kritische Sexarbeitsforschung aufmerksam machen. Die Veranstaltung richtet sich an Nachwuchswissenschaftler*innen (Bachelor-/Masterstudierende bis anfängliche Post-Docs) aller Fachrichtungen, die zu und rund um das Thema Sexarbeit forschen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

22. bis 24. November 2019 | Minsk, Belarus
Konferenz zu Empowerment von Frauen mit HIV in Osteuropa
Die Konferenz bietet erstmalig die Möglichkeit, dass zivilgesellschaftliche und staatliche Akteure aus Deutschland und aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft bzw. Russland sich in einem größeren Rahmen zum Thema "Empowerment von Frauen mit HIV" inhaltlich austauschen können. Sie stellt insofern ein einmaliges Forum dar, auf dem Gemeinsamkeiten in Bezug auf inhaltliche Arbeitsschwerpunkte und Interessen identifiziert und Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet werden können. Ein wesentliches Ziel ist, umfänglich Impulse für den Aufbau und die Etablierung von bilateralen und multilateralen Kooperationsstrukturen anzustoßen. Die Konferenz findet in russischer und deutscher Sprache statt. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

25. November 2019
Fahnenhissen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen
Gewalt an Frauen ist leider noch immer allgegenwärtig. Laut EU-Kommission erfährt jede dritte Frau in Europa mindestens einmal im Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt. Egal, ob es um einen sexuellen Übergriff am Arbeitsplatz, weibliche Genitalverstümmelung, Frauenhandel, Prostitution, Früh- und Zwangsverheiratung oder häusliche Gewalt geht, Gewalt an Mädchen und Frauen ist durch nichts zu rechtfertigen und muss eindeutig verurteilt werden. Deshalb lädt TERRE DES FEMMES Sie herzlich ein, auch in diesem Jahr am 25. November, dem Internationalen Gedenk- und Aktionstag "NEIN zu Gewalt an Frauen", dabei zu sein und ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen. Weitere Informationen erfahren Sie unter frauenrechte.de.

27. November 2019 bis 13. Juni 2020 | Wuppertal
Basis-Qualifizierung Familienberatung nach dem Ansatz der Positiven Psychotherapie
Diese Ausbildung ist eine Ergänzung zur Ausbildung als Fachkraft in der familienorientierten sozialen Arbeit, bspw. Kindertagesstätte und Familienzentrum, Kinder- und Jugendhilfe, Ganztagsschule, Sozialpädagogische Familienhilfe, Beratungsstelle, Kontaktstelle für Selbsthilfe, Gesundheitszentrum, etc. Den Link zur Informationsbroschüre, Infos zur Kursorganisation und Literatur zum Ansatz der Positiven Psychotherapie / Beratung finden Sie unter paritaetische-akademie-nrw.de.

17. und 18. Januar 2020 | Bochum
Sexualität & Psyche
In seiner 9. Auflage beschäftigt sich der Fachtag mit dem Thema "Mann, Frau, Divers – kontrovers?“ Geplant sind Vorträge oder Workshops zu Sexualität und Wechseljahre bei Mann und Frau, transsexuellem Sex, Abschied von der Zweigeschlechtlichkeit, Komplextraumatisierung und Sexualität von Kindern. Weitere Informationen erfahren Sie hier (PDF-Datei).

15. Februar 2020 | Köln
HIV-KONTROVERS
Zum sechsten Mal laden die Deutsche AIDS-Gesellschaft und die Aidshilfe NRW gemeinsam ein zu dieser Fachtagung, die ganz im Zeichen der kontroversen Diskussion steht. Die Tagung steht Ärzt*innen, Expert*innen aus Aidshilfen, Positiven-Selbsthilfe, Prävention, Öffentlichem Gesundheitswesen, ambulanter und stationärer Versorgung, Politik und Verwaltung sowie Menschen mit HIV und Aids offen. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

6. bis 9. Mai 2020 | Bochum
STI-Kongress
Der STI-Kongress 2020 findet vom 6. bis 9. Mai in Bochum statt. Vorträge und Diskussionen werden unter anderem zu folgenden Themen angeboten: Epidemiologie und Prävention; Mehr Tests, mehr Gesundheit? Sexualität in allen Lebensphasen; Sexualität und psychische Gesundheit; Resistenzen und STI Diagnostik; Sex und Darm; Trans* und sexuelle Gesundheit und Impfung und PrEP. Weitere Informationen erfolgen rechtzeitig. 


S O N S T I G E S

Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.

Der nächste Newsletter erscheint Ende Oktober 2019
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte Oktober per E-Mail an Petra Hielscher.
 
 
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