Nr. 2 - August 2019
Sehr geehrte Leser*innen,

wir freuen uns sehr, Ihnen heute die aktuelle Ausgabe des gemeinsamen Newsletters rund um die Themen Drogen/Haft und Spritzenautomaten in NRW zusenden zu können. Gerne veröffentlichen wir interessante Projekte, Themen oder Termine über den Newsletter. Bitte senden Sie die Beiträge einfach per Mail an brigitte.bersch@nrw.aidshilfe.de. Wir freuen uns über jede Rückmeldung.

Mit herzlichen Grüßen,

Brigitte Bersch            
Spritzenautomatenprojekt NRW

Domenico Fiorenza
   
Drogen|Strafvollzug


A K T U E L L E S


Europäische HIV-Hepatitis-Testwoche im November 2019
Kurz vor dem diesjährigen Welt-AIDS-Tag, vom 22. bis 29. November 2019, findet die Europäische HIV-Hepatitis-Testwoche im Herbst statt. Seit 2013 wird zur Beteiligung an der jährlichen Europäischen HIV-Hepatitis-Testwoche im November aufgerufen. Seit 2018 wird sie durch eine Frühlingstestwoche ergänzt. Die Europäischen HIV-Hepatitis-Testwochen sollen europaweit den Zugang zu Tests verbessern und das Bewusstsein für die Vorteile früherer Hepatitis- und HIV-Tests fördern. Weitere Informationen finden Sie unter aids-nrw.de.

Bündnis Aktionstage Gefängnis: Herausforderung Gesundheit hinter Gittern
Unter dem Titel „Herausforderung Gesundheit hinter Gittern“ ruft das Bündnis Aktionstage Gefängnis sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe (BAG-S) alle Interessierten und Engagierten zu Aktionen vom 1. bis zum 10. November bundesweit auf. Im inhaltlichen Fokus stehen die psychische Gesundheit der Gefangenen, ihr Wohlbefinden und Auswirkungen der Inhaftierung auf die Familie, insbesondere auf Kinder. Damit wollen das Bündnis und die BAG-S auf die gesundheitliche Versorgung von Gefangenen aufmerksam machen, die Öffentlichkeit informieren und zum Themenkomplex Gefängnis und Gesundheit sensibilisieren.
Grundsätzlich geht es dem Aktionsbündnis und der BAG-S wie in den Jahren zuvor darum, den Strafvollzug stärker zum öffentlichen Thema zu machen. Und das heißt Vorurteile gegen straffällig gewordene Menschen zu entkräften, die Rückkehr von Gefangenen in die Gesellschaft zu erleichtern, physische und psychische Auswirkungen von Freiheitsstrafe sichtbar zu machen und die gesellschaftliche Funktion von Strafe und Gefängnis zu hinterfragen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter aktionstage-gefaegnis.de.

HIV, Hepatitis und STI: Beratung und Test für drogengebrauchende Menschen in niedrigschwelligen Einrichtungen
Nach wie vor sind i.v. drogengebrauchende Menschen stark durch Infektionen mit HIV und vor allem Hepatitis C belastet. Viele wissen zu wenig über die Infektionswege und profitieren in zu geringem Umfang von den hervorragenden Behandlungsmöglichkeiten für die Hepatitis C. Ein wichtiges Instrument, an dieser Situation etwas zu ändern, steht jetzt zur Verfügung: Die Aidshilfe NRW und die Deutsche Aidshilfe haben ein Fortbildungs- und Praxishandbuch zum Thema "HIV, Hepatitis und STI: Beratung und Test für drogengebrauchende Menschen in niedrigschwelligen Einrichtungen" veröffentlicht. Den Link zur Publikation finden Sie unter aids-nrw.de. Die Printversion des Handbuchs können Sie kostenfrei per E-Mail über domenico.fiorenza@nrw.aidshilfe.de bestellen.

Robert-Koch-Institut zu HIV-Neudiagnosen 2018
Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat das Infektionsepidemiologische Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für das Jahr 2018 veröffentlicht, das auch generelle Aussagen zu der Entwicklung der HIV-Neudiagnosen im vergangenen Jahr enthält. Im Jahr 2018 wurden dem RKI 2.818 HIV-Infektionen gemeldet. Die bundesweite Inzidenz lag damit bei 3,4 Neudiagnosen pro 100.000 Einwohner*innen. Die Zahl der gemeldeten HIV-Neudiagnosen sank damit das dritte Jahr in Folge. Gegenüber dem Vorjahr sank die Anzahl 2018 um 10 Prozent. Von den 140 Menschen mit Neudiagnosen, die sich 2018 durch i.v.-Drogengebrauch infiziert hatten (sechs Prozent aller Neudiagnosen mit bekanntem Übertragungsweg), lebten 55 in Nordrhein-Westfalen (2016: 19 | 2017: 36). Der Anstieg in NRW beschränkte sich im Wesentlichen auf den Bereich Köln. Eine sporadische Erhöhung der Infektionszahlen unter Drogen gebrauchenden Menschen wurde in den vergangenen Jahren schon einmal in München beobachtet. Wie solche Infektionscluster entstehen, bedarf laut RKI weiterer Untersuchungen. Weitere Informationen lesen Sie unter aids-nrw.de.

Deutschland geht zu wenig gegen Hepatitis vor: Aidshilfe NRW zum Welt-Hepatitis-Tag 2019
Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tags am 28. Juli weist die Aidshilfe NRW darauf hin, dass Drogengebrauchende als am stärksten von Hepatitis betroffene Gruppe besonders vielen Barrieren im Gesundheitssystem begegnen. Niedrigschwellige, zielgruppenspezifische Beratungs- und Testangebote für HIV und Hepatitis sind in Deutschland nach wie vor rar, der Übergang zur Behandlung erweist sich oft als großer Stolperstein. Es gilt also in zahlreichen Handlungsfeldern die Anstrengungen wesentlich zu verstärken. Ein erster Schritt ist die Implementierung von niedrigschwelligen Beratungs- und Testangeboten für Drogengebrauchende. Weiteres lesen Sie hier.

Epidemiologisches Bulletin zu Hepatitis A, B und C
Im Rahmen der Berichterstattung rund um den Welt-Hepatitis-Tag hat das Robert-Koch-Institut auch aktuelle Zahlen zu Hepatitis A, B und C veröffentlicht. Das Epidemiologische Bulletin Nr. 29 (Virushepatitis B und D im Jahr 2018) finden Sie hier, das Epidemiologische Bulletin Nr. 30 (Hepatitis-C-Meldedaten nach Infektionsschutzgesetz, 2016 –  2018) hier. Nähere Angaben zur HCV-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen finden Sie unter aids-nrw.de.

Gesundheit und Überleben gibt es nicht zum Nulltarif: Aidshilfe NRW zum Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen
Der 21. Juli wird seit Jahren als Protest-, Aktions- und Trauertag begangen, um dem Gedenken an die vielen Drogentoten sowie den Gründen und Umständen, die zu ihrem Sterben geführt haben, öffentlich und mit medialer Beachtung Ausdruck zu verleihen. Über 150 Organisationen in mehr als 60 deutschen Städten beteiligen sich inzwischen mit Mahnwachen, Trauerfeiern, Musik- und Fachveranstaltungen sowie zusätzlichen Serviceangeboten. Die Aidshilfe NRW ist der Auffassung, dass durch bessere Präventionsangebote mancher Drogentod hätte verhindert werden können. Daher fordert sie eine bessere finanzielle Ausstattung entsprechender Projekte. Weiteres lesen Sie hier.

Berliner Drug-Checking-Projekt
Das von der Berliner rot-rot-grünen Koalition angekündigte Drug-Checking-Projekt kann nun an den Start gehen. Wie die Senatsverwaltung für Gesundheit im Juni 2019 mitteilte, haben die zuständigen Senatsstellen der Umsetzung zugestimmt. Konsument*innen sollen somit bald die Möglichkeit bekommen, ihre Substanzen auf Wirkstoffgehalt und Beimengungen testen zu lassen, um das Risiko für Überdosierungen und Vergiftungen zu senken. Voraussetzung für die Umsetzung dieser Maßnahme war ein Rechtsgutachten, das bei Cornelius Nestler, Professor für Strafrecht an der Universität Köln, eingeholt worden war. „Danach ist das hier vorgelegte Konzept für das Drug-Checking legal und die Mitarbeitenden der Einrichtungen des Drug-Checkings würden sich bei einer Vorgehensweise dem vorgelegten Konzept entsprechend nicht strafbar machen“, teilte die Senatsstelle auf Anfrage der Deutschen Aidshilfe mit. Die Senatsverwaltungen für Inneres und für Justiz sowie die Polizei und Staatsanwaltschaft hätten Konzept und Gutachten ebenfalls geprüft und seien an der Entscheidung beteiligt gewesen. Mehr hierzu lesen Sie unter aidshilfe.de.

30 Jahre JES: „Einzigartig, unartig und unverzichtbar“
Viele der Themen in der Drogenhilfe und Präventionsarbeit, die heute selbstverständlich sind – sei es die Vergabe steriler Utensilien zum Drogenkonsum oder die Substitution – stießen Ende der 1980er-Jahre auf große politische Widerstände. Dass sich in den letzten drei Jahrzehnten so viel bewegt und verändert hat, dazu hat auch das Selbsthilfenetzwerk JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte) entscheidend beigetragen. Seit 30 Jahren setzt sich der JES-Bundesverband für die Interessen und Rechte Drogen gebrauchender Menschen ein. Zum Jubiläum würdigen Aktivist*innen und Wegbegleiter*innen die Arbeit des international geachteten Selbsthilfenetzwerks – und zeigen auf: JES wird weiterhin gebraucht. Mehr lesen Sie auf magazin.hiv.

Bundesdrogenbeauftragte will Spritzentausch in Haft
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), setzt sich dafür ein, in Gefängnissen Zugang zu sauberen Spritzen für Drogengebrauchende zu schaffen und Versorgungslücken bei der Substitutionstherapie zu schließen. „Ich wünsche mir, dass gebrauchte Konsumutensilien in Haftanstalten gegen sterile neue getauscht werden", sagte Mortler beim Parlamentarischen Abend „Substitutionstherapie – Prison Health is Public Health“ im Mai diesen Jahres in Berlin. Weiteres hierzu lesen Sie unter saferuse-nrw.de.

WHO ruft auf zu mehr Awareness für Drogengebrauchende in nationalen HCV-Aktionsplänen
In einer aktuellen, weltweiten Analyse der nationalen Aktionspläne und Programme zu Hepatitis-C-Testung und –Behandlung hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgefunden, dass zwei der wesentlichen Betroffenengruppen – Drogengebrauchende und Menschen in Haft – jeweils in einem bzw. in zwei Drittel der Strategien nicht berücksichtigt werden. Selbst wenn diese Gruppen berücksichtigt werden, ist ihnen vielen Fällen der Zugang durch spezifische Barrieren beschränkt. Die WHO ruft dazu auf, Angebote der Schadensminderung, wie Konsumutensilienvergabe und Substitutionstherapie, auszubauen, sowie strukturelle Barrieren wie die Kriminalisierung des Drogenkonsums anzugehen, um die Hepatitis-C-Elimination in den Griff zu bekommen. Weitere Informationen sowie den Link zur WHO-Analyse finden Sie unter infohep.org.

Risiken beim Drogenkonsum minimieren: „Safer Use – Vom Harz bis ans Meer“
Zum International Drug Checking Day am 29. März 2019 hat der Landesverband Aidshilfe Niedersachsen (AHN) eine landesweite Kampagne zur Risiko- und Schadensminimierung beim Drogengebrauch ins Leben gerufen: Unter dem Slogan „Safer Use – Vom Harz bis ans Meer“ verteilen die elf regionalen Aidshilfen des Landesverbands zunächst 60.000 Packs mit sterilen Konsumutensilien und Gebrauchsanleitungen über ihre Beratungs- und Anlaufstellen und ihre Sozial- und Streetworker. In den drei unterschiedlichen Care Sets – Spritzen, Sniefen, Rauchen – befinden sich außerdem leicht verständliche Tipps für einen Risiken minimierenden Drogenkonsum. Zusätzlich wird damit für regelmäßige HIV/Hepatitis-Tests geworben. Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der AHN.


M E D I Z I N  U N D  G E S U N D H E I T

Mustervertrag für die Substitutionsbehandlung vorgestellt
Behandlungsverträge zwischen Substitutionspatient*innen und Substitutionsärzt*innen sind oft mangelhaft, zum Teil bestehen sogar keine Vereinbarungen. Zu diesem Ergebnis kam eine 2017 vom JES-Bundesverband durchgeführte Befragung von mehr als 800 substituierten Personen. Demnach boten die meisten Vertragswerke keine Möglichkeit für individuelle Absprachen. Zudem wurden einige Verträge als überaus diskriminierend empfunden und waren von zweifelhafter Qualität. Um diesen Missstand zu beheben, hat das Drogenselbsthilfenetzwerk JES gemeinsam mit der Deutschen Aidshilfe und anderen Unterstützer*innen einen Musterbehandlungsvertrag erarbeitet. Mehr hierzu lesen Sie unter aidshilfe.de.

Expertenbündnis fordert bessere Gesundheitsversorgung in Haft
Mit dem 6-Eckpunkte-Papier „Prison Health is Public Health“ schlägt die Initiative „Gesundheit in Haft“ dringend nötige Maßnahmen zur Verbesserung der Situation drogenabhängiger Inhaftierter vor. „Deutschland verstößt gegen das international verpflichtende Recht, Menschen in Haft eine gleichwertige Gesundheitsversorgung wie außerhalb der Gefängnismauern anzubieten“, sagt Sylvia Urban vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe. „Dies müssen und wollen wir ändern: Auch Menschen, die Drogen gebrauchen und inhaftiert sind, haben ein Recht auf den bestmöglichen Gesundheitszustand und die Achtung ihrer Menschenrechte“. Die Initiative will nun im Schulterschluss mit der Politik auf Bundes- und Länderebene sowie den Verantwortlichen in ärztlichen und kassenärztlichen Gremien die Verfügbarkeit und Durchführungsbedingungen moderner Suchtmedizin in Haft verbessern. Ziel ist, individuelle und gesellschaftliche Schäden zu minimieren, die volkswirtschaftlichen Kosten zu senken, drogenbezogene Kriminalität zu bekämpfen und das Überleben von Drogenabhängigen zu sichern. In einem „6-Eckpunkte-Papier“ schlägt die Initiative deshalb mögliche Lösungen für sechs drängende Probleme vor und zeigt Beispiele guter Praxis aus einzelnen Bundesländern, Kommunen oder aus dem Suchthilfesystem auf. Weitere Informationen finden Sie hier.

Unter die Haut: Neue Depotspritze zur Substitutionsbehandlung
Seit Anfang Februar ist die Depotspritze Buvidal auf dem Markt, das erste lang wirksame Buprenorphin-Präparat zur Substitutionsbehandlung. Das Mittel wird je nach Dosierung einmal wöchentlich oder monatlich unter die Haut gespritzt, der Wirkstoff wird kontinuierlich freigesetzt. Das eröffnet neue Möglichkeiten in der Behandlung und schafft Freiräume für Patient*innen. Fallen die täglichen Besuche in der Arztpraxis weg, wird es zum Beispiel leichter möglich, regelmäßige Arbeitszeiten einzuhalten. Das gilt gerade für Patient*innen im ländlichen Raum, die bislang weite Fahrtwege zu ihrer Arztpraxis und damit einen hohen Zeitaufwand haben. Auch Reisen und generell längere Abwesenheiten werden erleichtert. Weitere Informationen finden Sie unter aidshilfe.de.

Erfolgreiches Impfprojekt im Frankfurter Bahnhofsviertel gegen HIV und Hepatitis
Seit Januar 2018 läuft das Impfprojekt im Bahnhofsviertel, das die Malteser Suchthilfe Frankfurt im Auftrag des Drogenreferats der Stadt Frankfurt am Main anbietet. Gesundheitsdezernent Stefan Majer zieht eine positive Zwischenbilanz: „Erfolgreiche Gesundheitsprävention und Krankenversorgung zeichnen sich dadurch aus, dass sie auch die Schwächsten in unserer Stadt einschließen“. Menschen ohne Krankenversicherung, Drogengebrauchende im Bahnhofsviertel, die kaum erreichbar sind für Hilfen oder Substitution, können dennoch aktiv vor Hepatitis und HIV geschützt und bei Bedarf behandelt werden. Über dieses modellhafte Projekt berichtete frankfurt-live.com.


G E S E L L S C H A F T  U N D  S O Z I A L E S

Psychosoziale Belastungen und Suchtmittelkonsum von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten
Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern bzw. Erziehungsberechtigte in Deutschland einreisen, werden durch das Jugendamt in Obhut genommen und erhalten Leistungen der Jugendhilfe. Anfang 2018 waren über 50.000 unbegleitete Minderjährige und junge Volljährige in der Zuständigkeit der Jugendhilfe. Sie haben im Heimatland und auf der Flucht in unterschiedlichem Ausmaß Erfahrungen von Bedrohung, Gewalt, Verfolgung, Folter und Krieg gemacht. Um Hinweise auf konkrete psychosoziale Belastungen, den Suchtmittelkonsum und die Ressourcen der Jugendlichen zu erhalten, führte der Verein Jugendberatung und Jugendhilfe (JJ) eine explorative Untersuchung in den eigenen stationären Jugendhilfeeinrichtungen durch. Das Autorenteam Sabine Köhler, Dr. Dieter Kunz und David Schneider stellt auf konturen.de die Ergebnisse vor.

Leitfaden für Partizipation in der HIV/AIDS-Prävention
Die Partizipation von Menschen, die von HIV und AIDS bedroht oder betroffen sind, ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für die Entwicklung und Umsetzung von Präventionsmaßnahmen. Auf diesen Grundsatz haben sich das Land Nordrhein-Westfalen, die Freien Träger und die Kommunen im Landeskonzept zur Weiterentwicklung der HIV/AIDS-Prävention verständigt. Partizipation fördert die Bedarfsorientierung und Akzeptanz von Angeboten, ist also ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Prävention. Allerdings sind partizipative Prozesse für die Organisationen auch mit Herausforderungen verbunden: Die Dauer von Projekten ist schwer kalkulierbar. Durch die Beteiligung der Zielgruppen entsteht ein Mehraufwand bei der Umsetzung. Zur Begleitung der Prozesse wird das richtige Handwerkszeug benötigt. Dies war der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention Anlass genug, einen Leitfaden zur Partizipation zu entwickeln. Als ein Praxisbeispiel wird u.a. ein Projekt der aidshilfe dortmund vorgestellt, das russischsprachige Drogengebrauchende zu Gesundheitsmediatoren* in ihren Communities weitergebildet hat. Weitere Informationen finden Sie unter aids-nrw.de.

Deklaration gegen Diskriminierung im Arbeitsleben
Mehr als 50 namhafte Unternehmen und Organisationen, darunter auch die Aidshilfe NRW, haben eine Deklaration gegen Diskriminierung von Menschen mit HIV im Arbeitsleben unterzeichnet. Im Vorfeld des Deutsch-Österreichischen Aids-Kongresses (DÖAK) setzten sie damit öffentlich ein Zeichen, vermittelten ein zeitgemäßes Bild vom Leben mit HIV und kündigten konkrete Maßnahmen für einen respektvollen und selbstverständlichen Umgang mit HIV-positiven Kolleg*innen an. Die Liste der Unterzeichnenden reicht von weltweit tätigen Großunternehmen bis zu Einzelhandelsgeschäften, von Verbänden über Städte bis zu lokalen Einrichtungen. Die Deklaration finden Sie hier.

Endlich ein ZUHAUSE! Landesinitiative gegen Wohnungslosigkeit
Viele Städte stehen vor wachsenden Problemen bei der Bekämpfung von Obdachlosigkeit. Der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW hat daher in Absprache mit verschiedenen Akteuren die Landesinitiative „Endlich ein ZUHAUSE!“ ins Leben gerufen. An der Konzeption der Landesinitiative waren die Kommunalen Spitzenverbände, die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und die Landschaftsverbände beteiligt. Zur Verbesserung der Wohnraumversorgung hat Minister Laumann mit Vertretern der Wohnungswirtschaft eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um Wohnungsverluste zu vermeiden, wohnungslose Menschen besser und schneller mit Wohnraum zu versorgen und die Lebenslagen obdachloser, wohnungsloser oder von Wohnungsverlust bedrohter Menschen zu verbessern. Weitere Informationen finden Sie unter mags.nrw.de.


P O L I T I K  U N D  R E C H T

Schriftliche Anhörung von Sachverständigen durch den Rechtsausschuss des Landtags NRW: Hepatitis-C-Therapie im Justizvollzug
Dass die Hepatitis-C-Prävalenz unter Menschen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung deutlich erhöht ist, ist weithin bekannt – dennoch sind die Behandlungszahlen trotz Einführung der neuen HCV-Therapien vor einigen Jahren immer noch viel zu niedrig. Mit dieser Problematik hat sich nun auch der Rechtsausschuss des Landtags NRW beschäftigt. Die Aidshilfe NRW wurde gebeten, eine schriftliche Stellungnahme hierzu abzugeben, die Sie hier finden. Die weiteren Stellungnahmen des Justizvollzugskrankenhauses NRW, des Instituts für Suchtforschung Frankfurt a.M., des Katholischen Klinikums Bochum und des Universitätsklinikums Essen können Sie unter landtag.nrw.de nachlesen.

Bericht des Justizvollzugsbeauftragten NRW: Unzufriedenheit bei der medizinischen Versorgung in Haft

Für die Sitzung des Rechtsausschusses im Landtag NRW am 19. Juni 2019 hat der Justizvollzugsbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen einen Kurzbericht vorgelegt. Im Jahr 2018 gingen insgesamt 364 Eingaben bei dem Beauftragten ein. Im Vorjahresvergleich lässt sich ein recht beachtlicher Anstieg der Eingangszahlen um ca. 11 Prozent feststellen. "Auffällig bei den Eingaben der Gefangenen war vor allem die Unzufriedenheit in Bezug auf die medizinische Versorgung. Hierzu zählte nicht allein das Verhältnis zwischen Arzt und Patient und eine dort immer wieder erkennbare mangelnde Kommunikation, sondern ebenso das Verhalten von Bediensteten im Zusammenhang mit der medizinischen Versorgung von Inhaftierten“, so der Bericht. Weitere Informationen finden Sie unter aids-nrw.de.


P U B L I K A T I O N E N

6. Alternativer Drogen- und Suchtbericht
Der Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik (akzept e.V.) und die Deutsche Aidshilfe haben den 6. Alternativen Drogen- und Suchtbericht (ADSB) vorgelegt. Sie fordern darin eine neue nationale Drogenstrategie auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse, der Erfahrungen aus der Praxis und der Menschenrechte. Weitere Informationen sowie den Link zum vollständigen Bericht finden Sie unter saferuse-nrw.de.

Jahresbericht der Aidshilfe NRW
Der Jahresbericht 2018 der Aidshilfe NRW ist veröffentlicht worden und informiert über Themen, Projekte, Veranstaltungen und Personen, die uns im letzten Jahr beschäftigt haben. Hier können Sie den Bericht als PDF herunterladen.

Europäischer Drogenbericht 2019

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) hat Anfang Juni den jährlich erscheinenden Drogenbericht mit aktuellen Daten zur Situation illegaler Drogen in Europa veröffentlicht. Was sind die aktuellen Trends bezüglich des Drogenhandels und was steckt dahinter? Welche Substanzen verursachen den größten Schaden? Welche Neuigkeiten gibt es in den Bereichen Prävention, Behandlung und Drogenpolitik? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie auf emcdda.europa.eu sowie auf der Homepage der Deutschen Beobachtungsstelle, unter dbdd.de. Hier können Sie die deutschsprachige Version des Berichts als PDF runterladen.

Drogenkonsumraumbericht der Landesstelle Sucht NRW

Die Geschäftsstelle der Landesstelle Sucht NRW hat den Drogenkonsumraumbericht NRW 2018 veröffentlicht. Es werden die Drogenkonsumraum-Statistiken der zehn Drogenkonsumräume in Nordrhein-Westfalen dokumentiert, die Auswertung der Daten erfolgt über eine spezielle Software. Es werden quantitative Daten wie Anzahl und Art der Konsumvorgänge, örtliche Veränderungen, Leistungen der Einrichtungen, Trends im Nutzungsverhalten sowie die Vermittlung der suchtkranken Menschen in weiterführende Hilfeangebote erhoben. Den vollständigen Bericht können Sie hier als PDF herunterladen.

Naloxon: Evaluation von Peer-Informationsveranstaltungen in NRW

Jährlich versterben bundesweit alarmierend viele Konsument*innen von illegalisierten Substanzen.  Eine signifikant große Gruppe darunter sind Opioidkonsument*innen. Dass dies, zumindest doch in diesem Ausmaß, vermeidbar wäre, proklamieren seit mehreren Jahrzehnten namhafte  Interessenverbände und -vertretungen. Beispielhaft sei hier der Bundesverband für akzeptierende  Drogenarbeit und humane Drogenpolitik akzept, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Eltern und  Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit, die Deutsche Aidshilfe, die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS) und der JES-Bundesverband genannt. Im Rahmen des Projekts „Naloxon-Peerinformationsveranstaltungen“ fanden sogenannte „Anschub-Veranstaltungen“ in sechs nordrhein-westfälischen Großstädten statt, wodurch die Implementierung von Naloxon-Vergabeprojekten in den teilnehmenden Einrichtungen angeregt werden sollte. Die Laufzeit des Projekts betrug 12 Monate, in denen die beteiligten Einrichtungen (INDRO, Münster; JES NRW; VISION, Köln und Aidshilfe NRW) den Ansprechpartner*innen der Modellstädte auf Wunsch beratend zur Seite standen. Hier finden Sie den Evaluationsbericht des Projekts.


M E D I E N

Gecheckt? Die wichtigsten Infos zum HIV-Test in Haft

Ein HIV-Test lohnt sich – auch in Haft! Ein neuer Flyer der Deutschen Aidshilfe informiert über HIV-Tests in Haft und stellt alle wichtigsten Infos im Überblick dar. Denn: Nur wer Bescheid weiß, kann ich behandeln lassen und eine HIV-Therapie verhindert auch die Übertragung. Der Flyer richtet sich an Menschen in Haft, Bedienstete und Angestellte des medizinischen Dienstes in Haft. Unter aidshilfe.de kann der Flyer als PDF heruntergeladen oder als Printversion kostenfrei bestellt werden.

Website des Aktionsbündnisses Hepatitis C und Drogengebrauch
Die Mitglieder des „Aktionsbündnis Hepatitis C und Drogengebrauch“ (die Deutsche Aidshilfe, der JES-Bundesverband, Fixpunkt (Berlin) und akzept) freuen sich die neue Homepage des Bündnis zu präsentieren: hepatitis-aktion.de. Neben dem aktualisierten Handbuch zum Thema Hepatitis C und Drogengebrauch finden sich dort Informationen zum Aktionsbündnis und zu Fachtagen, wichtige Links und künftig auch aktuelle News.  

Neue Website des JES-Bundesverbands
Auch der Bundesverband von JES (Junkies, Ehemalige, Substituierte) hat eine neue Homepage: jes-bundesverband.de. JES informiert dort regelmäßig über Aktuelles, über den Verband und über Projekte und stellt Medien wie den Drogenkurier zur Verfügung.

Neue Homepage der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit NRW ist online
Seit 2017 unterstützt die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC NRW) mit Fördermitteln des GKV-Bündnisses für Gesundheit und Personal des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG.NRW) die Umsetzung des Präventionsgesetzes in NRW. Im Mittelpunkt steht dabei die Information und Beratung zum Antragsverfahren für Präventionsprojekte in Lebenswelten nach § 20a SGB V und die Betreuung der geförderten Projekte. Um Interessierten umfassende Informationen zur Verfügung zu stellen, wurde das Webangebot komplett überarbeitet. Sie finden alle Informationen nun auf der neuen Internetseite innerhalb des LZG.NRW-Angebots unter lzg.nrw.de.


T E R M I N E

11. September 2019 in Essen: 15. Update Suchtmedizin
Im September findet im LVR-Klinikum Essen die 15. Ausgabe des Updates Suchtmedizin statt. Das breite Spektrum an Fachvorträgen befasst sich u.a. mit Substanzkonsum im sexuellen Kontext (Chemsex) bei Männern, die Sex mit Männern haben und Suchtmittelgebrauch bei Musiker*innen. Weitere Informationen finden Sie im Einladungsflyer.

16. bis 18. September 2019 in Mainz: Deutscher Suchtkongress
Der Deutsche Suchtkongress findet vom 16. bis zum 18. September 2019 in der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Der Kongress eröffnet einen Überblick aktueller Trends im Arbeitsfeld der Suchtforschung und -behandlung, ermöglicht Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch von Forschenden und Praktiker*innen sowie Verknüpfungen zwischen den Fachgebieten und den Akteuren. Gemeinsame Ausrichter des Deutschen Suchtkongresses sind die Deutsche Gesellschaft für Suchtpsychologie (DG-SPS) und die Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht). Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen zählt zu den unterstützenden Organisationen des Kongresses, beteiligt sich mit einem eigenen Symposium an dem Programm und ist im Leitungsrat vertreten. Informationen zum Programm, Anmeldung und Fristen zur Einrichtung von Abstracts erhalten Sie unter suchtkongress.org.

27. September 2019 in Berlin: 5. Nationale Substitutionskonferenz
Es gibt eine Reihe von grundlegenden Neuerungen zur Substitutionsbehandlung, zu denen die Mitarbeitenden der Suchtberatungen und Drogenhilfen dringenden Informationsbedarf und Bedarf nach neuer Handlungskompetenz haben. Die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) und die Richtlinie der Bundesärztekammer (BÄK) zur Durchführung der substitutionsgestützten Behandlung Opioidabhängiger wurden in 2018 grundlegend überarbeitet. Die 5. Nationale Substitutionskonferenz von akzept, dem Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik, will mit den Themen der Vorträge und Workshops die neuen Umstände abbilden und deren Chancen und Risiken diskutieren. Unter akzept.org finden Sie aktuelle Informationen zum Programm und zur Anmeldung.

18. bis 20. Oktober 2019 in Markt Indersdorf: Sexualität, Substanzkonsum, Sucht – Aufbaukurs
Sex und Drogengebrauch ist für Aidshilfen eigentlich ein „alter Hut“. Schon immer haben Menschen Mittel eingesetzt, welche die Entspannung und Enthemmung (gerade auch) beim Sex fördern. Vor allem Alkohol, aber auch Poppers oder Marihuana, Koks & Co. spielen eine wirkungsabhängige Rolle. Großen Wirbel gibt es um die neuen psychoaktiven Substanzen. Was macht ihren Reiz beim Sex aus, wo liegen die Risiken? In Fortführung der Analyse aus dem Grundkurs „Substanzkonsum als Selbstheilungsversuch“ versuchen die Teilnehmenden in diesem Fallseminar zu verstehen, welche Verbindung zwischen der Wirkung dieser Substanzen, den Bedürfnissen der User*innen (z. B. „guter Sex“) und dem situativen Kontext (z. B. Sexparty) besteht. Dabei muss das Ergebnis nicht in jedem Fall problematisch sein. Was aber, wenn der Konsum außer Kontrolle gerät und schwere gesundheitliche wie auch soziale Schäden drohen oder bereits vorliegen? Informationen zur Anmeldung (möglich bis zum 5. September) finden Sie unter aidshilfe.de.

30. Oktober 2019 in Düsseldorf: Runder Tisch Spritzenautomaten in NRW

Mit über 100 Standorten verfügt NRW über ein gut ausgebautes Netz an Spritzenautomaten- und damit über ein anonymes, rund um die Uhr verfügbares Angebot an sterilem Injektionszubehör für Drogengebrauchende zur wirksamen HIV- und Hepatitisprävention.  Um ein flächendeckendes Angebot an Konsumutensilien, wie in der DRUCK-Studie gefordert, zu erreichen, braucht es u.a. weitere Einrichtungen, die sich am Automatenprojekt beteiligen. Der 1. Runde Tisch Spritzenautomaten in NRW soll dem Erfahrungsaustausch unter den Automatenbetreibern dienen und eine Plattform bieten, über mögliche Hürden und Probleme, aber auch neue Entwicklungen zu diskutieren. Teilnahmegebühren werden nicht erhoben. Die Fahrtkosten werden auf Antrag von der Aidshilfe NRW übernommen. Bei Interesse senden Sie bitte bis zum 15. September eine formlose Anmeldung an brigitte.bersch@nrw.aidshilfe.de, weitere Informationen zum Tagesablauf finden Sie hier.

25. bis 27. November 2019 in Mainz: Fachwoche Straffälligenhilfe: Freiheit wagen. Alternativen zur Haft
In der Fachwelt ist es wenig umstritten, dass in Deutschland zu viel eingesperrt wird, obwohl der Entzug der Freiheit die Ultima Ratio sein sollte. Tatsächlich wird in circa 80 % aller strafrechtlichen Urteile auf Geldstrafe befunden. Wenn Verurteilte die Geldstrafe nicht bezahlen (können), wird Ersatzfreiheitsstrafe verhängt. Dies betrifft insbesondere Menschen, die über wenig Einkommen oder Vermögen verfügen. So sind zu jedem Zeitpunkt weit über 4.000 Menschen inhaftiert, die eine Geldstrafe nicht bezahlen (können). Die Haftdauer richtet sich nach der Höhe der Geldstrafe, dabei wird die Anzahl der Tagessätze in Hafttage umgerechnet. Schätzungen zufolge werden pro Jahr 50.000 Menschen eingesperrt, obwohl das Gericht ein anderes Urteil ausgesprochen hat. Aber auch die direkt ausgesprochenen Haftstrafen für Straftaten sind ihrer Wirkung nach in Frage zu stellen. Bessert das Gefängnis die Menschen? Hilft das Gefängnis bei der Resozialisierung? Welche Funktion erfüllt überhaupt die Gefängnisstrafe in Bezug auf den Rest der Gesellschaft? Gibt es gute Alternativen? Könnten soziale Reaktionen hilfreicher sein als strafrechtliche Sanktionen? Mit solchen und weiteren Fragen beschäftigt sich die Fachwoche Straffälligenhilfe aus theologischer, sozialwissenschaftlicher, politischer, ethischer und sozialarbeiterischer Perspektive. Weitere Informationen können Sie hier nachlesen.

5. bis 6. Dezember 2019 in Frankfurt am Main: 4. Gefängnismedizin-Tage
Wie bisher auch widmen sich die Gefängsnismedizin-Tage 2019 den wichtigen Themen der Medizin und Pflege unter Haftbedingungen wie Substanzgebrauchsstörungen und Substitutionsbehandlung, Diagnostik und Therapie relevanter Infektionen wie HCV, HIV und TBC, Themen aus Psychiatrie und Allgemeinmedizin und vieles mehr. Das komplette Programm sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

Nächste PSB-Weiterbildung startet im Dezember
Im Dezember 2019 startet bei der LWL-Koordinationsstelle Sucht die nächste Weiterbildung „Fachkunde Psychosoziale Beratung begleitend zur Substitutionsbehandlung“ (PSB). Die insgesamt 60-stündige Weiterbildung verteilt sich auf drei Seminarblöcke vom 11. bis 13. Dezember 2019, vom 29. bis 31. Januar 2020 und vom 11. bis 13. März 2020. Angesprochen werden Fachkräfte, die beruflich mit der psychosozialen Beratung Substituierter zu tun haben oder einen Einstieg in dieses Arbeitsfeld beabsichtigen. Sofern kein Hochschulabschluss in sozialer Arbeit vorliegt, wird erwartet, dass die Teilnehmenden über mindestens ein Jahr Praxiserfahrung in dem Fachgebiet verfügen.
Inhaltlich geht es um medizinische Grundlagen der Substitutionsbehandlung und die Praxis der psychosozialen Betreuung. Im letztgenannten Inhaltsblock kommen unter anderem Motivierende Gesprächsführung, Konsumreduktionsprogramme und Kooperationsmöglichkeiten der Drogenhilfe mit der Jugendhilfe und den substituierenden Ärzt*innen zur Sprache. Weitere Informationen finden Sie unter lwl-ks.de.


A U S S C H R E I B U N G E N

Stellenausschreibung der AIDS-Hilfe im Kreis Unna
Die AIDS-Hilfe im Kreis Unna sucht für ihre Beratungsstelle in der Kreisstadt Unna zum 1. Januar 2020 eine*n Sozialarbeiter*in (m/w/d) für die psychosoziale Betreuung, zielgruppenspezifische Prävention für i.v. Drogenkonsument*innen, Gesundheitsförderung in Haft und für sexualpädagogische HIV-Prävention an den weiterführenden Schulen im Kreisgebiet.  Weitere Informationen finden Sie hier.

Stellenausschreibung der gemeinnützigen Gesellschaft für Suchthilfe mbH
Die gemeinnützige Gesellschaft für Suchthilfe mbH erweitert ihre Angebote im Kreis Unna. Es stehen insgesamt drei Stellen in Teilzeit und Vollzeit an verschiedenen Standorten im Kreis Unna zur Verfügung. Die Suchthilfe versorgt Menschen mit Suchtproblemen im Bereich der legalen wie illegalen Substanzen. Die Hilfsangebote reichen von der Drogen- bzw. Suchtberatung für Betroffene und deren Angehörigen bis zu niedrigschwelligen Angeboten. Die Stellen sind unbefristet ab dem 1. Januar 2020 zu besetzten. Eine Teilzeitstelle ist schon baldmöglichst zu besetzen. Weitere Informationen finden Sie in der Stellenausschreibung.

Stellenausschreibung der Anonymen Drogenberatung Iserlohn
Bei der Anonymen Drogenberatung e.V. Iserlohn (DROBS) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle der Suchtpräventionsfachkraft (m/w/d) zu besetzen. Eingruppierung und Bezahlung erfolgen im Rahmen des TVöD (einschließlich Zusatzversorgung und Jahressonderzahlung). Die DROBS mit ihren drei Standorten Iserlohn, Werdohl und Lüdenscheid gestaltet seit über 40 Jahren ein fachliches und differenziertes Drogenhilfeangebot in und für die 14 Mitgliedsgemeinden und -städte im Märkischen Kreis. Weitere Informationen finden Sie in der Stellenausschreibung.

Ausschreibungen im Landesverband

Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.
Impressum | Newsletter abmelden | Newsletter anmelden