Juli/August 2019
Liebe Leser*innen!
Ende Juni hieß es in der Landesgeschäftsstelle der Aidshilfe NRW: „Добро пожаловать“ den jugendlichen Gästen aus Jekaterinburg, die sich hier gemeinsam mit Jugendlichen aus Nordrhein-Westfalen zum Austausch trafen. Insgesamt waren es elf Mädchen und Jungen  im Alter von 12 bis 17 Jahren. Unterstützt wurden sie dabei von mehreren Jugendbetreuer*innen und einem Dolmetscher (Muttersprachler). Die russischen Gäste kamen aus der Stadt und Umgebung von Jekaterinburg, der Partnerstadt von Wuppertal. Hier bestehen langjährige partnerschaftliche Beziehungen. Die jungen Leute tauschten sich über ihre jeweiligen Lebensumstände und ihre Erfahrungen mit HIV aus. So sprachen sie über ihre Familien, wie lange sie HIV-positiv sind, seit wann sie dies schon wissen und schon Medikamente nehmen. Auch über den jeweiligen Zugang zu ärztlichen Praxen und Behandlungszentren wurde gesprochen. So erfuhren die deutschen Jugendlichen, dass die Tabletten in Russland vom Staat bezahlt werden, aber dass man manchmal darauf länger warten muss. In Jekaterinburg sei es kein Problem, in eines der drei Behandlungszentren zu kommen. Aber je weiter man auf dem Land wohne, umso schwerer sei es, eine Behandlung zu bekommen. Sehr überrascht waren alle über die Infektionszahlen der jeweils anderen Seite. Offizielle Zahlen aus Russland gibt es nicht, aber die Jugendlichen schätzten, dass in Jekaterinburg ca. 100.000 Menschen infiziert seien bei 1,2 Millionen Einwohner*innen. Daneben berichteten die deutschen Jugendlichen von ca. 80.000 HIV-positiven Menschen in ganz Deutschland, davon geschätzte ca. 400 Jugendliche. In Deutschland gibt es jährlich ein bundesweites Treffen und dann noch einige wenige Treffen in einigen Bundesländern. Die russischen Jugendlichen haben die Möglichkeit, jedes Wochenende ein Treffen zu besuchen. Das große gemeinsame Problem ist die Sorge vor Stigmatisierung und Diskriminierung. So kamen aus beiden Gruppen Sätze wie: „Bei mir wissen es nur Mama, Papa und Oma. Keine Freunde, niemand in der Schule.“ Als weiteres Problem nannten viele das Unwissen über HIV: die Erkrankung, Infektionswege, Behandlungsmöglichkeiten und die Schwierigkeit eigener Schutzmaßnahmen. Besonders auf russischer Seite werde Aufklärungsarbeit durch die Kirche und staatliche Stellen behindert. Bevor es für die Jugendlichen aus Jekaterinburg zurück nach Wuppertal ging, um dort noch am Wuppertaler Stadtgeburtstag teilzunehmen, gab es noch ein gemeinsames Mittagessen und eine Schifffahrt auf dem Rhein. Alle Beteiligten waren sehr an weiteren Möglichkeiten des Austausches interessiert und würden sich sehr freuen, in den nächsten Jahren auch ein Treffen in größerem Rahmen zu organisieren, vielleicht im Rahmen der Positiven Begegnungen 2020. Für die Jugendlichen aus NRW gibt es im Oktober erneut die Möglichkeit, sich sowohl auf dem landesweiten als auch dem bundesweiten Jugendtreffen wiederzusehen.
Viel Spaß beim Lesen dieser Doppelnummer unseres Newsletters.
Petra Hielscher und Guido Schlimbach
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW


A K T U E L L E S

Aidshilfe NRW zum Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen
Der 21. Juli wird seit Jahren als Protest-, Aktions- und Trauertag begangen, um dem Gedenken an die vielen Drogentoten sowie den Gründen und Umständen, die zu ihrem Sterben geführt haben, öffentlich und mit medialer Beachtung Ausdruck zu verleihen. Über 150 Organisationen in mehr als 60 deutschen Städten beteiligen sich inzwischen mit Mahnwachen, Trauerfeiern, Musik- und Fachveranstaltungen sowie zusätzlichen Serviceangeboten. Die Aidshilfe NRW ist der Auffassung, dass durch bessere Präventionsangebote mancher Drogentod hätte verhindert werden können. Daher fordert sie eine bessere finanzielle Ausstattung entsprechender Projekte. Weiteres lesen Sie hier (PDF-Datei).

Aidshilfe NRW zum Welt-Hepatitis-Tag 2019
Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tags am 28. Juli weist die Aidshilfe NRW darauf hin, dass Drogengebrauchende als am stärksten von Hepatitis betroffene Gruppe besonders vielen Barrieren im Gesundheitssystem begegnen. Niedrigschwellige, zielgruppenspezifische Beratungs- und Testangebote für HIV und Hepatitis sind in Deutschland nach wie vor rar, der Übergang zur Behandlung erweist sich oft als großer Stolperstein. Es gilt also in zahlreichen Handlungsfeldern die Anstrengungen wesentlich zu verstärken. Ein erster Schritt ist die Implementierung von niedrigschwelligen Beratungs- und Testangeboten für Drogengebrauchende. Weiteres lesen Sie hier (PDF-Datei).


P O L I T I K

Frauenminister*innen positionieren sich gegen Sexismus
Auf der Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsminister*innen (GFMK) haben sich die Minister*innen und Senator*innen mit einem Appell gegen Sexismus an die Öffentlichkeit gewandt. Denn laut Anne Spiegel, der amtierenden Vorsitzenden und rheinland-pfälzischen Frauenministerin, hat Sexismus in unserer Gesellschaft keinen Platz. Gemeinsam mit den anderen teilnehmenden Minister*innen und Senator*innen formulierte sie ein kräftiges Signal für Frauenrechte. Mehr erfahren Sie unter gleichstellungsministerkonferenz.de.

Weltweiter Tag gegen Menschenhandel 2019
Am internationalen Tag gegen Menschenhandel fordert der Bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel die Bundesregierung auf, die Lücken in der Nichtbestrafung von Betroffenen von Menschenhandel für Straftaten zu schließen. Die Sicherheit, nicht für Vergehen bestraft zu werden, zu denen Betroffene von Menschenhandel gezwungen wurden, ist eine zentrale Vorgabe aus der Europaratskonvention und der EU-Richtlinie gegen Menschenhandel. Die Pressemitteilung des KOK finden Sie hier (PDF-Datei).

BesD: Sexkaufverbot würde schaden
Verschiedene Medien berichteten, dass sich derzeit führende Sozialdemokratinnen wie die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, Maria Noichl öffentlich für ein Sexkaufverbot aussprechen. Als Berufsverband für ehemalige und aktive Sexarbeiter*innen weist der BesD darauf hin, warum das sogenannte Nordische Modell in Deutschland tausenden Menschen in der Sexarbeit - insbesondere Migrant*innen - schaden würde. Den Text der Stellungnahme finden Sie hier (PDF-Datei).


S O Z I A L E S

INFO zur MiSSA-Studie
Mit dem INFO MiSSA-Studie macht die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW auf die Ergebnisse und die Empfehlungen der KABP-Studie des Robert Koch-Institutes mit HIV- und STI-Testangebot bei und mit in Deutschland lebenden Migrant*innen aus Subsahara-Afrika (MiSSA-Studie) aufmerksam und weist auf spezifische Gegebenheiten in Nordrhein-Westfalen hin. Den Text finden Sie hier (PDF-Datei).

Leitfaden Partizipation der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW
Der Leitfaden Partizipation der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW ist soeben erschienen. Die enthaltenen praktischen Beispiele sind die "Kleine Show" der Aidshilfe Köln und das "Gesundheitsmediatoren*-Projekt im Bereich Drogen der aidshilfe dortmund.Sie finden den Leitfaden unter aids-nrw.de.


G E S U N D H E I T

Thema Stillen – Interviewpartnerinnen gesucht!
Im aktuellen HIVreport (2/2019) n=n berichtet die Deutsche Aidshilfe u. a. über das Thema Stillen. Die British HIV Association, die EACS und das US Department of Health and Human Service haben neue Leitlinien verabschiedet, in denen sie Frauen mit HIV unter der Nachweisgrenze die Wahl lassen zu stillen, wenn sie es möchten, sofern ihnen genügend Information und Unterstützung vom Gesundheitswesen bereitgestellt wird. Auch die Eidgenössische Kommission für sexuelle Gesundheit (Schweiz) hat sich ähnlich positioniert. Demgegenüber sind Ärzt*innen in Deutschland noch weitgehend zurückhaltend, was das Stillen angeht. Es brauche noch mehr Daten, um klare neue Empfehlungen abgeben zu können. Aktuelle Studien nehmen sich dieser Lücke an, denn Umfragen zeigen, dass Frauen mit HIV auch hierzulande stillen (und stillen möchten). Die DAH würde das Thema gerne näher beleuchten und die Erfahrungen von Frauen, die mit der Frage "Stillen – ja oder nein?" konfrontiert waren, teilen. Daher werden Frauen gesucht, die für das magazin.hiv oder aidshilfe.de interviewt werden können. Gerne wird das Interview auch anonymisiert publiziert. Bei Interesse wenden Sie sich bitte mit einer Mail an redaktion@dah.aidshilfe.de.

Soziale Faktoren und Resistenzentwicklung
Der wichtigste Faktor für den Erfolg einer HIV-Therapie ist die regelmäßige, korrekte Einnahme der Medikamente (Adherence). Unregelmäßige Einnahme der Tabletten fördert das Risiko einer Resistenzbildung. Eine neue Studie in der Schweiz hat untersucht, welche vor allem im sozialen Bereich verorteten Faktoren heute noch eine Resistenzbildung fördern. Ergebnis: Einerseits geht das psychische Wohlbefinden („mental health“) und andererseits die Arbeitslosigkeit mit einem höheren Risiko einer HIV-Resistenzbildung einher. Weitere Informationen lesen Sie unter http://infekt.ch.


M E D I E N

"Ich lebe positiv": ZDF-Film über HIV-Outing
Corinne (23) wurde bei der Geburt mit dem HI-Virus infiziert. Als Kind kommt sie zu einer Pflegefamilie, die leibliche Mutter stirbt an Aids. Seit 15 Jahren begleitete das ZDF sie mit der Kamera. Die Pflegeeltern halten die HIV-Infektion geheim, weil sie für Corinne Mobbing und Ausgrenzung befürchten. Dabei nimmt Corinne regelmäßig Medikamente, die die Viruslast unter der Nachweisgrenze halten. Vor vier Jahren hat sie sich in einem 37 Grad Film dann geoutet. Seither ist viel passiert, so dass nun ein weiterer Film unter dem Titel "Ich lebe positiv" ausgestrahlt wurde. Beide sind in der ZDF-Mediathek abrufbar unter zdf.de.

BZgA-Kampagne LIEBESLEBEN mit neuen Motiven
Mit neuen Motiven führt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Kampagne LIEBESLEBEN fort und informiert über den Schutz vor HIV und sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Die neue Motivlinie weist mit Fragen wie "Zeit für Zärtlichkeit?", "Nur das Eine im Kopf" oder "Urlaubsflirt?" auf Situationen hin, in denen Kondome als Schutz vor HIV und anderen STI wichtig sind. Weitere Motive wie "Juckt’s im Schritt?" machen auf mögliche Symptome von weiteren sexuell übertragbaren Infektionen aufmerksam. Mehr erfahren Sie unter bzga.de.

Projekt Marischa fordert mit einem Video Würde für Straßenprostituierte ein
Mehr Respekt und gewaltfreien Umgang bei der Straßenprostitution fordert "Zhana" in einem Video des Projekts Marischa. "Meine Würde ist unantastbar", verlangt die Protagonistin der Frauen, die auf der Siemensstraße in der Prostitution tätig sind. Damit wendet sie sich in erster Linie an die Freier. Marischa leistet seit 2013 an der Siemensstraße aufsuchende Arbeit und engagiert sich dort für mehr Sicherheit in der Straßenprostitution. Das war Anlass für die Ehrenamtlichen des Projekts einen Kurzfilm zum Thema zu produzieren. Das sechsminütige Video finden Sie unter youtube.com.


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

17. August 2019 | Wuppertal
4. Sitzung 2019 der Landesarbeitsgemeinschaft POSITHIV HANDELN
Bei dieser Sitzung findet die Neuwahl der AG Öffentlichkeitsarbeit statt. Wer Interesse hat, sich aktiv bei POSITHIV HANDELN zu engagieren, kann sich gerne hierfür bewerben. Des Weiteren wird über die Themen der Positiventreffen 2020 abgestimmt. Kurzfristige Anmeldungen sind noch bis zum 12. August 2019 möglich. Weitere Informationen und eine Möglichkeit der Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei).

13. bis 15. September 2019 | Reinhausen
"Familie & HIV – alles ganz normal, oder?!"
Beim zweiten diesjährigen Treffen des Netzwerks Frauen und HIV/Aids geht es darum, wie die Situation von Familien im Kontext von HIV in Deutschland ist und welchen Herausforderungen sie gegenüberstehen. Welche Angebote gibt es bereits für Familien mit HIV (Best practice – bad practice), was braucht es noch an Angeboten und wie können Familien mit HIV erreicht werden? Weitere Informationen und eine Möglichkeit der Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei).

20. bis 22. September 2019 | Planetal
Treffen für junge Mütter
Die Deutsche Aidshilfe bietet jungen Müttern aus dem gesamten Bundesgebiet ein Wochenende an um sich kennenzulernen, sich zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen. Mit Absicht wurde für dieses erste Wochenende kein dezidiertes Programm erarbeitet, da genügend Raum für eigene Bedarfe und Wünsche geschaffen werden soll. Selbstverständlich steht eine Kinderbetreuung zur Verfügung. Nähere Informationen auch zur Anmeldung finden Sie unter aidshilfe.de.

23. bis 24. September 2019 | Berlin
Wie kann man Menschen aus neuen EU-Ländern krankenversichern?
Der Wettbewerb zwischen den Krankenkassen hat dazu geführt, dass oft versucht wird, "unbeliebte" Antragsteller*innen regelrecht abzuwimmeln. Dazu gehören in der Regel auch Bürger*innen aus den neuen EU-Ländern. Wer diese Menschen berät und begleitet, sollte gegen rechtswidrige Ablehnungen der Krankenkassen vorgehen und eine reguläre Mitgliedschaft durchsetzen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

27. und 28. September 2019 | Berlin
4. Fachtag "Sexuelle Gesundheit: Forschung zur Sexarbeit & STI-Forschung"
Trotz zahlreicher guter Präventionsangebote und zunehmender öffentlicher Wahrnehmung für die sexuelle Gesundheit sind sexuell übertragbare Infektionen weiter auf dem Vormarsch. Wie können Erkenntnisse und Fortschritte in der STI-Forschung, neue Techniken in der Diagnostik und Therapiestrategien zur besseren Versorgung genutzt werden? Wie gestaltet sich der Umgang mit der Ausbreitung der Erregervielfalt, neuen Übertragungswegen und breiten Resistenzen? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der Fachtag "Sexuelle Gesundheit Special" der Deutschen STI-Gesellschaft. Das Programm finden Sie hier (PDF-Datei).

3. bis 6. Oktober 2019 | Bad Herrenalb
Bundesweites Treffen für Jugendliche mit HIV und jugendliche Angehörige von Menschen mit HIV
Die Deutsche Aidshilfe lädt Jugendliche von 14 bis 21 Jahren ein, die entweder selbst HIV-positiv sind oder Angehörige haben, die mit HIV leben. Hier kann man sich kennenlernen, miteinander reden, gemeinsam etwas unternehmen. Gut möglich, dass dabei auch dauerhafte Kontakte oder sogar Freundschaften entstehen. Das Treffen wird zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft „Kinder im Umfeld von HIV/Aids“ durchgeführt. Zur Anmeldung gelangen Sie unter aidshilfe.de.

18. bis 20. Oktober | Frankfurt/Main
Youthwork-Aufbauschulung "Sexualität und Gender im Einwanderungsland"
Für diese Youthwork-Schulung gibt es noch einige wenige freie Plätze. Bei Interesse finden Sie nähere Informationen unter aidshilfe.de, wo auch die direkte Möglichkeit zur Anmeldung besteht.

25. bis 27.Oktober 2019 | Essen
Landesweites Treffen für HIV-positive Jugendliche in NRW
Das zweite Treffen HIV-positiver Jugendlicher von 14 bis 18 Jahren (aus NRW) steigt Ende Oktober in Essen. Hier haben junge Leute die Möglichkeit, andere Jugendliche mit HIV kennenzulernen und sich mit ihnen austauschen. In Workshops geht es um Themen wie z. B. Partnerschaft, Sexualität, Outing oder Familiengeheimnis. Aber natürlich bleibt auch Zeit für gemeinsame Freizeitaktionen. Weitere Informationen, mit der Bitte, sie ggf. an Interessierte weiterzuleiten, finden Sie hier (PDF-Datei).

25. bis 27.Oktober 2019 | Hattingen
Werkstatt "Selbststigma ? - Da gibt´s doch was von......"
Eines der wichtigsten Themen, das Menschen mit HIV/Aids beschäftigt, ist die Selbststigmatisierung. Daher ist "Sich selber und andere stärker machen“ Thema der Werkstatt der Aidshilfe NRW. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

15. bis 17. November 2019 | Berlin
Eine Diskriminierung kommt selten allein – Intersektionalität in die Praxis umsetzen
Der Begriff "Diskriminierung" ist uns allen geläufig und fester Bestandteil unserer Sprache. Was wir damit assoziieren, ist dabei sehr unterschiedlich. Was also heißt Diskriminierung eigentlich? Bin ich dagegen gefeit, andere zu diskriminieren, wenn ich selbst diskriminiert werde? Wie wirken unterschiedliche Formen von Diskriminierung zusammen? Was ist mit Intersektionalität gemeint? Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

15. bis 17. November 2019 | Graz
Netzwerk Kritische Sexarbeitsforschung
Gerne möchten wir Sie auf den Call for Contributions für den diesjährigen interdisziplinären Workshop "Aktuelle Ansätze zur Forschung von Sexarbeit in Kontexten" des Netzwerks Kritische Sexarbeitsforschung aufmerksam machen. Die Veranstaltung richtet sich an Nachwuchswissenschaftler*innen (Bachelor-/Masterstudierende bis anfängliche Post-Docs) aller Fachrichtungen, die zu und rund um das Thema Sexarbeit forschen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

22. bis 24. November 2019 | Minsk, Belarus
Konferenz zu Empowerment von Frauen mit HIV in Osteuropa
Die Konferenz bietet erstmalig die Möglichkeit, dass zivilgesellschaftliche und staatliche Akteure aus Deutschland und aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft bzw. Russland sich in einem größeren Rahmen zum Thema "Empowerment von Frauen mit HIV" inhaltlich austauschen können. Sie stellt insofern ein einmaliges Forum dar, auf dem Gemeinsamkeiten in Bezug auf inhaltliche Arbeitsschwerpunkte und Interessen identifiziert und Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet werden können. Ein wesentliches Ziel ist, umfänglich Impulse für den Aufbau und die Etablierung von bilateralen und multilateralen Kooperationsstrukturen anzustoßen. Die Konferenz findet in russischer und deutscher Sprache statt. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

27. November 2019 bis 13. Juni 2020 | Wuppertal
Basis-Qualifizierung Familienberatung nach dem Ansatz der Positiven Psychotherapie
Diese Ausbildung ist eine Ergänzung zur Ausbildung als Fachkraft in der familienorientierten sozialen Arbeit, bspw. Kindertagesstätte und Familienzentrum, Kinder- und Jugendhilfe, Ganztagsschule, Sozialpädagogische Familienhilfe, Beratungsstelle, Kontaktstelle für Selbsthilfe, Gesundheitszentrum, etc. Den Link zur Informationsbroschüre, Infos zur Kursorganisation und Literatur zum Ansatz der Positiven Psychotherapie / Beratung finden Sie unter paritaetische-akademie-nrw.de.

17. und 18. Januar 2020 | Bochum
Sexualität & Psyche
In seiner 9. Auflage beschäftigt sich der Fachtag mit dem Thema "Mann, Frau, Divers – kontrovers?“ Geplant sind Vorträge oder Workshops zu Sexualität und Wechseljahre bei Mann und Frau, transsexuellem Sex, Abschied von der Zweigeschlechtlichkeit, Komplextraumatisierung und Sexualität von Kindern. Weitere Informationen erfahren Sie hier (PDF-Datei).

6. bis 9. Mai 2020 | Bochum
STI-Kongress
Der STI-Kongress 2020 findet vom 6. bis 9. Mai in Bochum statt. Vorträge und Diskussionen werden unter anderem zu folgenden Themen angeboten: Epidemiologie und Prävention; Mehr Tests, mehr Gesundheit? Sexualität in allen Lebensphasen; Sexualität und psychische Gesundheit; Resistenzen und STI Diagnostik; Sex und Darm; Trans* und sexuelle Gesundheit und Impfung und PrEP. Weitere Informationen erfolgen rechtzeitig. 


S O N S T I G E S

Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.

Der nächste Newsletter erscheint Ende September 2019
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte September per E-Mail an Petra Hielscher.
 
 
Impressum | Newsletter abmelden | Newsletter anmelden