Februar 2019
Liebe Leser*innen!
Aus gegebenem Anlass danken wir an dieser Stelle einigen Frauen ausdrücklich. Zum einen schicken wir ein herzliches Dankeschön an diejenigen, die sich seit nunmehr zehn Jahren unter dem Titel "XXelle PLUS" offen als Frauen mit HIV in eigener Sache engagieren und damit auch andere zum Engagement animieren. Zehn Jahre XXelle PLUS bedeuten zehn Jahre Öffentlichkeitsarbeit für die Belange der Frauen mit HIV, seien sie selbst geoutet oder nicht, zehn Jahre glaubwürdiges Auftreten, um auch auf Missstände und Schwachpunkte aufmerksam zu machen und zehn Jahre konsequente Antidiskriminierungsarbeit. Danke an alle, die hier über die Jahre mitgearbeitet haben.
Zum anderen hat es einen Wechsel bei den Sprecherinnen unserer LAG Frauen und HIV/Aids in NRW gegeben. Birgit Körbel aus Köln hat nach einigen Jahren den Staffelstab an ihre Kollegin Alexandra Frings aus Aachen weitergereicht, die nun gemeinsam mit Nicole Hohenkirch aus Dortmund die LAG nach außen hin vertritt. Allen drei Frauen ganz lieben Dank und den beiden gewählten Sprecherinnen eine gute Hand in den nächsten Jahren.
Viel Spaß beim Lesen unseres Newsletters.
Petra Hielscher und Guido Schlimbach
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW


A K T U E L L E S

Zehn Jahre XXelle PLUS
Seit 2009 gibt es die kraftvolle Verbindung von Frauen mit HIV, die mit Aktivismus für die Durchsetzung ihrer Interessen eintreten. Frauen mit HIV in NRW treten für Frauen mit HIV in NRW ein. Sie handeln in ihrem ureigensten Interesse. Sie sind Fachfrauen in eigener Sache, was nicht nur ihre engagiertere Herangehensweise erklärt, sondern auch die Auswahl der Bereiche bestimmt, in denen sie aktiv werden. Diese XXelle PLUS-Frauen wollen gehört und gesehen werden, sie wollen den Finger auf Missstände legen und Frauenthemen aufmerksamkeitsstark in der Öffentlichkeit lancieren. Weiteres lesen Sie auf unserer Homepage unter xxelle-nrw.de.

Sprecherinnenwahl der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und HIV/Aids in NRW (LAG)
Am 8. Februar 2019 fand in Gelsenkirchen wieder die jährliche Wahl der LAG Sprecherinnen statt. Gewählt wurden Alexandra Frings von der AIDS-Hilfe Aachen und Nicole Hohenkirch, aidshilfe dortmund. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Zwei neue Artikel zu den Auswirkungen des Prostituiertenschutzgesetzes
Gesundheitsberatung für Prostituierte. Schützt sie – oder schadet sie nur nicht? XXelle geht dieser Frage in einem Artikel auf den Grund und war im Kreis Borken unterwegs, wo die Diplom-Sozialarbeiterin Doris Baron im Gesundheitsamt des Kreishauses Prostituierte berät. Ein weiterer Artikel zeigt, dass es dem Schutzgedanken des Gesetzes zuwiderläuft, wenn Frauen in Einzelarbeit flüchten. Manuela Brandt, hauptamtliche Mitarbeiterin der Aidshilfe Westmünsterland, hat sich in den letzten Jahren zwölf Etablissements der Bordellprostitution im Kreis Borken erschlossen. Beide Artikel lesen Sie in voller Länge unter xxelle-nrw.de.


P O L I T I K

Politik in der Bordellstraße
In der Dortmunder Linienstraße suchten die SPD-Landtagsabgeordneten Volkan Baran, Landtags-Vizepräsidentin Carina Gödecke und Anja Butschkau das Gespräch mit Petra Papirowski und Silvia Vorhauer von der Dortmunder Mitternachtsmission sowie mit den Frauen, die hier an der Linienstraße arbeiten. Den entsprechenden Artikel von Antje Geiß lesen Sie unter lokalkompass.de.


S O Z I A L E S

SHE: Wie Frauen mit HIV andere Frauen mit HIV stärken
Auch im Jahr 2019 können HIV-Patientinnen das SHE-Programm nutzen. Dabei erfahren sie im Austausch mit anderen Frauen, die ebenfalls mit HIV leben, wie sie die Infektion und die Therapie in ihr Leben integrieren können. SHE arbeitet nach dem Peer-to-peer-Ansatz und fördert die Selbsthilfe. Ärztinnen und Ärzte, die ihre Patientinnen unterstützen wollen, sind eingeladen, SHE-Workshops in ihren Räumlichkeiten anzubieten. Weitere Informationen erfahren Sie hier (PDF-Datei).

Frau TV: Helfen statt Hass 
Fünf Millionen Euro soll Jens Spahn für eine Studie bekommen, die die psychischen Folgen der Abtreibung untersuchen soll. Von so viel Geld träumen viele Frauenverbände schon lange. Hierüber berichtet jetzt der WDR. Der Beitrag von Frau TV ist unter wdr.de zu finden und wird bei 00:16:14 anmoderiert.

Kostenlose Verhütungsmittel für Geringverdienende?
Selbstbestimmte Familienplanung ist ein Menschenrecht! Doch das gilt nicht für alle. Gleichberechtigt ist nicht jede Frau beim Zugang zu Verhütungsmitteln wie Pille, Verhütungspflaster oder -stäbchen, Hormon- oder Kupferspirale. Frauen mit geringem Einkommen sind die Leidtragenden. Lesen Sie hierzu einen Artikel von Hilda Lührig-Nockemann unter zwd.info.


G E S U N D H E I T

Gynäkologie kann Aids verhindern
HIV bleibt bei Frauen oft lange unbemerkt. Gynäkolog*innen können viel zu einer frühen Diagnose und Behandlung beitragen. Die Deutsche AIDS-Hilfe veröffentlicht einen Leitfaden für die Praxis. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).


M E D I E N

KOSKON-Website ist neu gestaltet
Mit der Entwicklung der Selbsthilfe-Unterstützung im Land Nordrhein-Westfalen ist es Zeit auch den landesweiten Überblick der KOSKON-Website entsprechend anzupassen und neu zu gestalten. Die landesweiten Informationen zu Adressen und Anlaufstellen von Selbsthilfe-Themen, Selbsthilfe-Kontaktstellen und Selbsthilfe-Landesverbänden sind wie bisher an präsenter Stelle zu finden. Neu hinzugekommen sind die Rubriken "Grundlagen" und "Themen" der Selbsthilfe-Unterstützung. Der Bereich "Grundlagen" gibt Einblicke in die landesweite Selbsthilfe-Struktur, die Förderung der Selbsthilfe sowie das Bürgerschaftliche Engagement in Verbindung mit der Selbsthilfe. Die Homepage finden Sie unter koskon.de.


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

Jahresprogramm POSITHIV HANDELN NRW
Auch 2019 engagiert sich POSITHIV HANDELN im Sinne der positiven Selbsthilfe in NRW. Termine der Sitzungen der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) von POSITHIV HANDELN und weitere Aktionen sind dem Jahresprogramm zu entnehmen. Dort sind auch die landesweiten Positiventreffen mit ihren jeweiligen Themen zu finden. Das Jahresprogramm finden Sie hier (PDF-Datei).

23. März 2019 | Düsseldorf
Landesarbeitsgemeinschaft POSITHIV HANDELN
Die Tagesordnung und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei).

29. bis 31. März 2019 | Hattingen
Gemeinsam Ressourcen stärken!
Wie können Aidshilfen und Positive voneinander profitieren? Die Rahmenbedingungen müssen für beide Seiten stimmen. Doch was bedeutet das konkret? Wie kann das erreicht werden, ohne dass es gleich anstrengend wird? Was brauchen Mitarbeitende von Aidshilfen und was brauchen Menschen mit HIV/Aids? Nähere Informationen zu der Themenwerksatt finden Sie hier (PDF-Datei).

1. und 2. April 2019 | Düsseldorf
Aufenthalts- und Sozialrechte von Geflüchteten und Unionsbürger*innen
Um im Feld "HIV/STI- und Hepatitis-Prävention und Migration" kompetent beraten zu können, ist es notwendig, in punkto Aufenthalts- und Sozialrecht ständig auf dem Laufenden zu sein. Dieses Seminar dient dem Erwerb von Grundlagen in diesen Rechtsbereichen sowie der Aktualisierung des Fachwissens, vor allem für die Beratung von Geflüchteten und Unionsbürger*innen. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

3. bis 5. April 2019 | Waldschlösschen
"Refugees welcome" – LSBTTIQ*-Geflüchtete in Deutschland
In vielen Organisationen, Initiativen bis hin zu städtischen Einrichtungen sind Angebote entstanden, die die oft schwierige Situation von LSBTTIQ-Geflüchteten in Deutschland verbessern wollen. Ziel des Seminars ist es, die bestehenden Angebote, einzelnen Projekte und Initiativen zu reflektieren, von den Praxiserfahrungen der einzelnen Initiativen zu lernen und neue Angebote und Handlungsstrategien zu entwickeln und zu diskutieren. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei). Darüber hinaus finden Sie weitere Angebote des Waldschlösschens zur Arbeit mit geflohenen LSBTTIQ*Menschen hier (PDF-Datei).

5. April 2019 | Dortmund
Fachtag "Chronische Erkrankungen am Arbeitsplatz"
Im Rahmen des gemeinsamen Projekts der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft NRW mit der Aidshilfe NRW und der Deutschen Rheuma-Liga NRW findet ein Fachtag zum Thema „Chronische Erkrankungen am Arbeitsplatz – Selbsthilfe in Unternehmen“ statt. Im Rahmen der Fachtagung soll es NRW-weit eine Vernetzung zwischen Menschen mit einer chronischen Erkrankung, Arbeitgebenden, Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten und Selbsthilfeangeboten geben, um gemeinsam über das Arbeiten mit einer chronischen Erkrankung zu diskutieren und Lösungsideen vorzustellen, zu prüfen und neue zu erarbeiten. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

8. bis 10. April 2019
17. bis 19. Juni 2019 
9. bis 11. August 2019 
25. bis 27. Oktober 2019 | Waldschlösschen
Fortbildungsreihe "Transgeschlechtliche Menschen kompetent beraten"
Die Fortbildungsreihe setzt sich mit dem Thema Trans*-Beratung auseinander. Wenn Trans* Menschen psychosoziale Beratungsangebote aufsuchen, erleben sie häufig, dass die Mitarbeitenden nicht mit dem Thema Trans* vertraut sind. Ein spezifisches Trans*-Wissen wird in einer regulären Berater*innen Ausbildung nicht vermittelt und eine Trans* unterstützende Haltung, sowie ein diskriminierungsarmer und akzeptierender Umgang gegenüber Trans*-Menschen ist nicht vorauszusetzen. Das kann zu Überforderung auf Seiten der Beratenden, zu Stigmatisierung von trans* Menschen und zur Vermittlung von Fehlinformationen an Ratsuchende führen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

10. April 2019 | Köln
Hub zur Welt-AIDS-Konferenz 2018
Fachleute, die in Amsterdam an der IAC teilgenommen haben, berichten aus erster Hand. Original-Mitschnitte der Konferenz und Fachgespräche sollen wichtige Impulse geben. Anschließende Diskussionen mit dem Publikum helfen, neuste wissenschaftliche Erkenntnisse, Therapieansätze und Präventionsmaßnahmen zu interpretieren. Weitere Informationen finden Sie unter stiftung-gssg.de.

3. bis 5. Mai 2019 | Berlin
Flucht, Trauma und Sucht
Fachkräfte in der Sucht- und Drogenhilfe treffen vermehrt auf Klient*innen mit traumatischen Erfahrungen wie Flucht und Vertreibung. Sie werden dadurch vor besondere Herausforderungen gestellt, die nicht nur spezifisches Fachwissen, sondern auch eine ausgeprägte Diversity-Kompetenz im Umgang mit Betroffenen erfordern. Dieses Seminar ermöglicht den Erwerb von Grundkenntnissen für die Suchthilfe- bzw. Beratungsarbeit mit Geflüchteten und Migrant*innen, die an einer akuten und/oder posttraumatischen Belastungsstörung leiden. Im Mittelpunkt steht das multifaktorielle Dasein von Flucht, Trauma und Sucht. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

10. bis 12. Mai 2019 | Remagen
Beratung und Betreuung von Drogengebraucher*innen (Reflexion)
In Teil II des Seminars stehen die Erfahrungen im Mittelpunkt, welche die Teilnehmer*innen bei der Anwendung der im ersten Teil gelernten Methoden der Gestaltung von Beratungs- und Betreuungs-prozessen gemacht haben. Diese Erfahrungen sollen reflektiert werden, um gegebenenfalls Korrekturen vornehmen oder Lösungen für erkannte Probleme entwickeln zu können. Zugleich geht es darum, die persönlichen Ressourcen für die Arbeit mit Drogengebraucher*innen wie auch die Grenzen des eigenen Handelns zu erkennen. Darüber hinaus werden Techniken der Fallbearbeitung und der Intervision (kollegiale Beratung) vermittelt – auch dies ein wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung in der Beratung und Betreuung. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

18 bis 26. Mai 2019
"Aktionswoche Selbsthilfe"
Im Mai 2019 wird es erstmalig eine vom Paritätischen initiierte bundesweite "Aktionswoche Selbsthilfe" geben. Ziel der Aktionswoche ist es, die Selbsthilfe zu fördern und deren Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit zu stärken. Alle wichtigen Informationen finden Sie unter wir-hilft.de. Der Paritätische NRW lädt alle Mitgliedsorganisationen mit Bezug zur Selbsthilfe ein, sich an der Aktionswoche zu beteiligen.

23. bis 24. September 2019 | Berlin
Wie kann man Menschen aus neuen EU-Ländern krankenversichern?
Der Wettbewerb zwischen den Krankenkassen hat dazu geführt, dass oft versucht wird, "unbeliebte" Antragsteller*innen regelrecht abzuwimmeln. Dazu gehören in der Regel auch Bürger*innen aus den neuen EU-Ländern. Wer diese Menschen berät und begleitet, sollte gegen rechtswidrige Ablehnungen der Krankenkassen vorgehen und eine reguläre Mitgliedschaft durchsetzen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

15. bis 17. November 2019 | Berlin
Eine Diskriminierung kommt selten allein – Intersektionalität in die Praxis umsetzen
Der Begriff "Diskriminierung" ist uns allen geläufig und fester Bestandteil unserer Sprache. Was wir damit assoziieren, ist dabei sehr unterschiedlich. Was also heißt Diskriminierung eigentlich? Bin ich dagegen gefeit, andere zu diskriminieren, wenn ich selbst diskriminiert werde? Wie wirken unterschiedliche Formen von Diskriminierung zusammen? Was ist mit Intersektionalität gemeint? Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


S O N S T I G E S

Fortbildungskalender 2019 des Psychosozialen Zentrums für Flüchtlinge Düsseldorf 
Das psychosoziale Zentrum in Düsseldorf (PSZ) hat viele Angebote für geflüchtete Menschen. Ein Schwerpunkt liegt auf therapeutischen, muttersprachlichen Angeboten. Das PSZ  bietet auch Fortbildungen für unterschiedliche Professionen an. Das Programm finden Sie hier (PDF-Datei).

Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.

Regine Schumann | SOLO
Zum neunten Mal ist es gelungen, eine Kölner Künstlerin zu gewinnen, ihre Arbeiten in den Räumen der Aidshilfe NRW zu zeigen. Regine Schumann, die seit über 25 Jahren mit Leuchtstoffen arbeitet, schafft klare Formen, die durch natürliches Licht oder Schwarzlicht in strahlende Leuchtobjekte verwandelt werden. Diese Kunstwerke bereichern den Arbeitsalltag in der Landesgeschäftsstelle und vermitteln neue Perspektiven. Zur Eröffnung der kleinen Ausstellung sind Sie herzlich eingeladen. Die Einladung finden Sie hier (PDF-Datei).

Der nächste Newsletter erscheint Ende März 2019
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise, etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte des Monats per E-Mail an Petra Hielscher.
 
 
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