Oktober 2018
Liebe Leser*innen!
Die beiden satzungsmäßigen Organe der Aidshilfe NRW sind die Mitgliederversammlung und der Landesvorstand. Während die Mitgliederversammlung das oberste Beschlussorgan ist, vertritt der Vorstand die Aidshilfe NRW nach Innen und Außen. Von daher kommt den Vorstandsmitgliedern eine hohe Verantwortung zu. In den zurückliegenden Jahren war es dem Landesverband ein großes Anliegen, dass die Zielgruppen und Arbeitsbereiche der Aidshilfe NRW durch Personen im Vorstand repräsentiert werden. Seit zwei Jahren ist das für die Frauen Johanna Verhoven. Sie wurde auf der Mitgliederversammlung vergangene Woche zum zweiten Mal in den Landesvorstand gewählt, wozu wir ihr an dieser Stelle herzlich gratulieren. Johanna schreibt in ihrer Kolumne auf xxelle-nrw.de regelmäßig über ihre Aktivitäten. Aktuell berichtet sie über die Positiven Begegnungen in Stuttgart unter dem Titel "Wir sind überall".
Eine zweite für unsere Arbeitszusammenhänge wichtige Großveranstaltung war die 22. Welt-Aids-Konferenz in Amsterdam, an der auch einige Kolleginnen von XXelle teilnahmen und die mit dem Slogan "u = u" oder "n = n" eine wichtige Botschaft im Sinne der Antidiskriminierung und Akzeptanz von Menschen mit HIV in die Welt sandte. Einen Bericht über dieses Großereignis finden Sie ebenfalls auf unserer Homepage.

Viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher und Guido Schlimbach
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW


A K T U E L L E S

Neuer Landesvorstand der Aidshilfe NRW
Die Aidshilfe NRW hat einen neuen Landesvorstand. Die bisherigen Mitglieder Arne Kayser, Heinz-Ulrich Keller, Maik Schütz und Johanna Verhoven wurden am vergangenen Samstag in Oberhausen von der Mitgliederversammlung bestätigt. Neu wurde Pierre Mayamba gewählt, nachdem das langjährige Vorstandsmitglied Peter Struck nicht mehr zur Wahl antrat. Außerdem verabschiedete der Verband den Appell "Selbstbestimmung – Akzeptanz – Solidarität". Weiteres lesen Sie unter ahnrw.de


P O L I T I K

"Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen"
Der "Runde Tisch von Bund, Ländern und Kommunen gegen Gewalt an Frauen" hat seine Arbeit aufgenommen. Er ist ein wichtiger Baustein des von Bundes­frauenministerin Franziska Giffey angekündigten "Aktionsprogramms gegen Gewalt an Frauen". Ziel der Zusammenarbeit ist der Ausbau und die finanzielle Absicherung der Arbeit von Frauenhäusern und ambulanten Hilfs- und Betreuungseinrichtungen. Die Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend lesen Sie unter bmfsfj.de.

Tipps zum Umgang mit Rechtspopulismus
Die Handreichung "Antifeminismus als Demokratiegefährdung?! Gleichstellung in Zeiten von Rechtspopulismus" der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen soll Gegenstrategien vermitteln, die dabei helfen können, im Alltag mit Antifeminismus und Rechtspopulismus umzugehen. Darin auch enthalten: eine Beschreibung der Akteur*innen, Ziele und Vorgehensweisen von rechtspopulistischen Strömungen und Parteien. Ein Kapitel beschäftigt sich ausführlich mit Geschlechterbildern und Familien- und Geschlechterpolitik von Rechtspopulist*innen, ein weiteres mit Frauen in der rechten Szene. Auch Ideologien und Strategien werden beleuchtet, etwa in Parlamenten, Verwaltungen und Öffentlichkeitsarbeit. Die Handreichung finden Sie unter frauenbeauftragte.org.


S O Z I A L E S

Migration und Sucht
In den letzten Jahren kamen viele aus ihren Heimatländern geflüchtete Menschen nach Deutschland. Im Heimatland und auf der Flucht haben sie zum großen Teil traumatisierende Erfahrungen gemacht. Nicht selten werden diese durch Suchtmittelkonsum "behandelt". Aber auch die Lebensumstände nach der Ankunft in Deutschland – gezeichnet durch Warten, Ungewissheit, Langeweile und Angst – können den Konsum von Suchtmitteln verstärken. Eva Egartner und Beate Zornig-Jelen berichten über Erfahrungen aus der Versorgung suchtmittelkonsumierender geflüchteter Menschen und leiten daraus Forderungen für bessere Hilfeangebote ab. Ihren Artikel lesen Sie unter konturen.de.

Deutsche AIDS-Hilfe startet Fortbildungsprogramm "Praxis Vielfalt"
Im Gesundheitswesen kommt es häufig zu Benachteiligung und Zurückweisung von Menschen mit HIV sowie von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*-, Inter*- und queeren Menschen (LSBTIQ*), auch mit vielfältigen kulturellen und sprachlichen Hintergründen. Das Projekt "Praxis Vielfalt" der DAH fördert ab sofort eine diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung. Es bietet ein attraktives Fortbildungscurriculum für Ärzt*innen und Praxisteams. Teilnehmende Praxen und Ambulanzen erhalten ein Gütesiegel. Weiteres lesen Sie unter aidshilfe.de.


G E S U N D H E I T

Hepatitis-C-Medikament Sofosbuvir bleibt für viele unerschwinglich
Das Europäische Patentamt hat Gileads Patent bestätigt. Nichtregierungsorganisationen kritisieren, dass durch unverhältnismäßig hohe Preise auch in Europa viele Patient*innen von der Behandlung ausgeschlossen werden. Zivilgesellschaftliche Organisationen aus 17 europäischen Ländern, darunter Ärzte der Welt, Ärzte ohne Grenzen und AIDES, hatten im März 2017 beim EPA beantragt, das Patent zu widerrufen. Ihr Argument: Es handele sich nicht um eine Innovation. Mehr lesen Sie unter aidshilfe.de.

Aktion für Geflüchtete und Migrant*innen startet
Ab sofort können kostenlose Kondome für Migrant*innen und Geflüchtete bei der Deutschen Aidshilfe bestellt werden. Diese haben einen mehrsprachigen Sticker auf der Verpackung, der auf eine eigens gestaltete Website verweist: www.your-health.tips- Auf Englisch, Französisch, Russisch und Arabisch finden sich hier Informationen zum Gesundheitssystem in Deutschland, zu HIV / Aids und weiteren sexuell übertragbaren Krankheiten und zu Möglichkeiten, sich testen und beraten zu lassen. Dieses Angebot gilt übrigens auch für Menschen ohne Papiere. Insgesamt stehen etwa 360.000 Kondome zur Verfügung, bestellbar ausschließlich durch Organisationen, die mit und für Geflüchtete und Migrant*innen in Deutschland arbeiten. Bestellungen sind möglich unter aidshilfe.de


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

20. November 2018 | Gelsenkirchen
Mehr möglich machen! Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in prekären Lebensjahren verbessern
Etwa jedes fünfte Kind ist in Deutschland von Armut betroffen. Je länger Kinder und Jugendliche unter Armutsbedingungen aufwachsen, desto größer sind die Risiken für ihre weiteren Entwicklungschancen. Umso wichtiger ist es, ressourcenorientierte, präventive Handlungsstrategien auch auf kommunaler Ebene zu entwickeln, um die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in prekären Lebenslagen zu verbessern. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung des Paritätischen NRW finden Sie hier (PDF-Datei).

21. November 2018 bis 21. September 2019 | Wuppertal
Zertifikats-Basiskurs nach dem Ansatz der Positiven Psychotherapie zur Positiven Familien- und Konfliktberatung
Fach- und Führungskräfte der sozialen Arbeit wirken über ihre Person/Persönlichkeit und ihre professionellen Handlungskompetenzen. Dabei nehmen folgende Kompetenzen eine zentrale Rolle ein: die Fähigkeit zur Gestaltung von Beziehungen, zur zielgerichteten Kommunikation und strukturierten Beratung, zur Problem- bzw. Konfliktlösung, zur Aktivierung von Ressourcen, zur Nutzung transkultureller Vielfalt und zur Gesundheitsförderung. Das Beratungskonzept zeichnet sich besonders durch sein verständliches Modell und seine sowohl effektiven als auch kreativen Methoden aus. Weitere Informationen finden Sie unter paritaetische-akademie-nrw.de

18. und 19. Januar 2019 | Bochum
8. Fachtag: HIV, Sexualität und Psyche
"Die Zyklen des Begehrens: Heute Jung, morgen Erwachsen, übermorgen Alt". Geplant sind folgende Vorträge bzw. Workshops: Dating-Apps und deren Einfluss auf Sexualität, Normierte Sexualität durch Pornografie, Als neue Psychotherapeut*in im HIV-Bereich, Psychotherapie und der Umgang mit der eigenen Sexualität als Therapeut*in, PrEP und die psychosexuelle Gesundheit, Intersexualität, Kinder und Sexualität, Trans* bei Jugendlichen sowie Sex im Alter. Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier (PDF-Datei).

21. Februar 2019 | Dortmund
Datenschutz in der Frauen-, Mädchen- und Migrationsarbeit
Müssen Klient*innen-Unterlagen vernichtet werden, oder kann man sie für den Fall weiterer Gespräche aufheben? Was ist bei der Kommunikation per Mail, über Whatsapp oder Facebook zu beachten? Wie muss die Homepage angepasst werden? Braucht man eine*n Datenschutzbeauftragte*n? Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


S O N S T I G E S

Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.

Der nächste Newsletter erscheint Ende November 2018 
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise, etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte November 2018 per E-Mail an Petra Hielscher.
 
 
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