Juni 2018
Liebe Leser*innen!
Frauen bilden in den Aidshilfen nicht die Mehrheit, weder bei den hauptamtlich Beschäftigten, noch bei den ehrenamtlich Engagierten, noch bei denen, die hier Information und Unterstützung suchen. Aber Frauen mit HIV gehören dazu. Sie haben in den Mitgliedsorganisationen der Aidshilfe NRW ihren Raum und beteiligen sich am Leben unserer Vereine. Vor allem junge Frauen mit HIV finden nicht selbstverständlich den Weg in die Aidshilfe. Doch ist der Kontakt erst einmal hergestellt, profitieren sie erheblich. Auf unserer Homepage xxelle-nrw.de ist seit Neuestem ein Text zu finden, der die Geschichte von vier jungen Frauen mit HIV beschreibt, die ihren Weg in die Aidshilfe gefunden haben und die von ihren positiven Erfahrungen berichten. Der Text macht Mut, dass weitere Frauen sich nicht scheuen, mit den Berater*innen und mit anderen Frauen in der gleichen Situation in Kontakt zu treten. Denn die Frauen gehören dazu!

Ihnen allen viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher und Guido Schlimbach
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW


A K T U E L L E S

Johannas Kolumne
Über ihre neue hauptberufliche Tätigkeit bei der AIDS-Hilfe Bielefeld berichtet Aidshilfe NRW-Vorstandsmitglied Johanna Verhoven in ihrer jüngsten Kolumne. Diese finden Sie unter xxelle-nrw.de.


S O Z I A L E S

Neue Webseite der Deutschen AIDS-Hilfe gegen Diskriminierung
Menschen mit HIV erleben auch heute noch Diskriminierung, sei es als Patient*innen im Gesundheitswesen, als Kund*innen von Dienstleistungen, als Arbeitnehmende oder im Privatleben. Auf der neuen Webseite hiv-diskriminierung.de werden Wege beschrieben, wie Betroffene gegen Diskriminierung vorgehen können. Darüber hinaus werden Ansprechpartner*innen genannt, die beraten und unterstützen können. Neben wichtigen Adressen, hilfreichen Broschüren und Links finden Sie Hinweise zu Schulungen und Veranstaltungen der Deutschen AIDS-Hilfe für Menschen mit HIV.

Frauen stärken. Die Welt verändern.
Ein Armband kaufen und gleichzeitig Gutes tun? Diese Idee verwirklicht UN Women mit dem Charity-Armband gegen Gewalt an Frauen. Für die Herstellung des Armbandes beschäftigt UN Women eine Gruppe benachteiligter Kunsthandwerkerinnen in Kenia unter fairen Bedingungen und verhilft ihnen so zu einem sicheren Lebensunterhalt für sich und ihre Familien. Das Besondere dabei: Die Erlöse unterstützen kenianische Kunsthandwerkerinnen und fördern außerdem UN Women Projekte gegen Gewalt an Frauen. Weitere Informationen lesen Sie unter unwomen.de.

Gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Deutschland
Das Projekt SHILD  "Gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Deutschland – Entwicklungen, Wirkungen, Perspektiven (SHILD)" ist eine vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte multizentrische Studie zum Stand der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe in Deutschland. Die Studie wurde in insgesamt vier Modulen durchgeführt. Inzwischen ist das Projekt abgeschlossen. Eine Broschüre mit den wichtigsten Ergebnissen des gesamten SHILD-Projektes finden Sie hier (PDF-Datei).


G E S U N D H E I T

Keine Regressangst mehr bei HIV-Notfallmaßnahme PEP
Kondom abgerutscht, gerissen oder einfach vergessen? Ist bei so einem "Safer-Sex-Unfall" eine Person mit HIV beteiligt, die (mit großer Wahrscheinlichkeit) keine HIV-Therapie macht, kann eine Post-Expositions-Prophylaxe (PEP) eine HIV-Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindern. In den letzten Jahren aber gab es Verunsicherung hinsichtlich der Finanzierung. Ausdrücklich zugelassen sind die für die PEP verwendeten HIV-Medikamente nämlich für diesen Zweck nicht. "Der Gemeinsame Bundesausschuss sagt nun: Ärzt*innen, die eine PEP nach der Leitlinie der medizinischen Fachgesellschaft verordnen, müssen sich keine Sorgen machen", so interpretiert es Armin Schafberger, Referent für Medizin und Gesundheitspolitik der Deutschen AIDS-Hilfe. "Alle haben ein Interesse daran, dass diese wichtige Maßnahme HIV-Infektionen verhindert", so Schafberger weiter, "in erster Linie natürlich die Menschen, die einen Safer-Sex-Unfall hatten, aber auch und gerade die Kassen, denn die lebenslange Behandlung einer Infektion kostet natürlich viel mehr Geld als die PEP." Weitere Informationen lesen Sie unter magazin.hiv

Studie: Höheres HIV-Risiko bei Frauen in der Schwangerschaft und nach der Geburt
Frauen haben in der Schwangerschaft ein fast drei Mal so hohes und in den sechs Monaten nach der Geburt ein vier Mal so Risiko einer HIV-Infektion wie sonst, so eine Studie. Weitere Informationen lesen Sie unter frauenundhiv.info.

Medikament kann Schwangerschaft schaden
Die Europäische Arzneimittel-Agentur rät Frauen mit HIV bei einer möglichen Schwangerschaft, das HIV-Medikament Dolutegravir (Tivicay®) in der Therapie zu vermeiden. Es könne zu Fehlbildungen des Embryos führen. Weitere Informationen (in englischer Sprache) lesen Sie unter aidsmap.com.

HIV und Menopause
Im Jahr 2016 nahmen in Großbritannien 10.350 Frauen mit HIV im Alter zwischen 45 und 56 Jahren eine HIV-Behandlung in Anspruch. Ein fünffacher Anstieg über zehn Jahre. Die HIV-PRIME-Studie ist eine der größten Untersuchungen zu Gesundheit und Wohlbefinden in dieser Gruppe mit Daten von fast 900 Frauen im Alter von 45 bis 60 Jahren. Einzelheiten (in englischer Sprache) finden Sie hier (PDF-Datei).


M E D I E N

Früher HIV-Test = kein Aids: Deutsche AIDS-Hilfe verteilt Broschüren an Arztpraxen
Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 1.000 Menschen an Aids oder einem schweren Immundefekt, weil sie nichts von ihrer HIV-Infektion wissen und deswegen nicht behandelt werden können. Oft haben sie vorher mit vielfältigen Symptomen, die auf einen Immundefekt hinweisen, Praxen besucht, ohne dass ein HIV-Test durchgeführt wurde. Rund 12.700 Menschen leben in Deutschland nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts unwissentlich mit HIV – teilweise schon viele Jahre. Ihnen droht eine vermeidbare Aids-Erkrankung, während eine Behandlung ihnen ein langes und weitgehend normales Leben ermöglichen würde. "Spätdiagnosen betreffen oft Menschen, bei denen man nicht mit HIV rechnet", weiß Armin Schafberger, Medizinreferent der Deutschen AIDS-Hilfe und selbst Arzt. Und weiter: "Den HIV-Test und damit Sexualität zu thematisieren fällt vielen Ärzten schwer. Wir geben Tipps, wie man gut ins Gespräch kommt und auch schwierige Situationen meistert." Weitere Informationen lesen Sie unter aidshilfe.de

HIV-Beratung aktuell
Die Deutsche AIDS-Hilfe hat eine neue Ausgabe von HIV-Beratung aktuell vorgelegt. Die Nummer 05/2018, unter anderem mit interessanten Neuigkeiten zur PrEP und zum Selbsttest, finden Sie hier (PDF-Datei).

Neue Sprachhilfe für psychische belastete Menschen
Menschen mit Migrationshintergrund reisen oftmals mit "seelisch belastendem" Gepäck. Deswegen wurde ein medizinischer Sprachführer als Hilfestellung für psychische Probleme - zunächst auf Deutsch, Arabisch und Farsi erstellt. Eine Leseprobe finden Sie hier (PDF-Datei).


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

7. Juli 2017 | Köln
CSD-Empfang der Aidshilfe NRW und des Schwulen Netzwerks NRW
Beide Landesverbände laden auch in diesem Jahr wieder gemeinsam zu der großen Veranstaltung im Rahmen des Cologne Pride in den Kölner Gürzenich ein. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Einladung finden Sie hier (PDF-Datei).

8. Juli 2018 | Köln
CSD-Demo: BESSERWISSER*IN
Auch in diesem Jahr wird POSITHIVHANDELN wieder mit zahlreichen Menschen an der Cologne Pride Parade teilnehmen und für Solidarität und Akzeptanz von Menschen mit HIV demonstrieren. Mit unterschiedlichen "Begriffen" werden verschiedene Themen kommuniziert, die das Leben mit HIV ausmachen und wo gesellschaftliche Veränderungen und anstehende Verbesserungen nötig sind. Themen des Lebens mit HIV, Stigmatisierung, Diskriminierung, Selbstbewusstsein werden zum Teil ironisch aber auch ernsthafter skizziert. In Infoflyern werden dann die einzelnen Themen ausführlicher beschrieben und erklärt. Anmeldung per E-Mail mit Angabe der T-Shirt Größe an gottfried.dunkel@nrw.aidshilfe.de

13. Juli 2018 | Berlin
Streetwork für Frauen II
Das Arbeitsfeld "Streetwork bei Sexarbeiterinnen" wird wesentlich dadurch bestimmt, in welchen Bereichen des Sexgeschäfts man unterwegs ist und wer aufgesucht wird. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zahl sehr junger Sexarbeiterinnen – sowohl deutscher als auch nichtdeutscher – seit einigen Jahren zunimmt. Wie sich der Zugang zu den Frauen gestaltet, ist nicht zuletzt durch die Haltung der Streetworkerinnen und ihren Bezug zu Sexualität und Sexarbeit bestimmt. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier (PDF-Datei).

23. bis 27. Juli 2018 | Amsterdam
22nd International-AIDS-Conference AIDS2018
Die 22. Internationale AIDS-Konferenz (AIDS 2018) wird wichtige Fortschritte in der HIV-Prävention und Wissenschaft einschließlich der neuesten Forschung zu Impfstoffen und anderen zukünftigen Präventionsmethoden vorstellen. Die Homepage der Konferenz finden Sie unter aids2018.org.

2. bis 5. August 2018 | Düsseldorf
Treffen für HIV-positive Migrant*innen und Geflüchtete
Die Deutsche AIDS-Hilfe lädt zum bundesweiten Treffen für HIV-positive Migrant*innen, einschließlich Geflüchtete, und ihre Kinder ein. Das Treffen, das gemeinsam mit dem Netzwerk AfroLeben+ konzipiert und vorbereitet wurde, dient dem Austausch und der Vernetzung und will für den Alltag mit HIV stärken. Mehr Informationen unter aidshilfe.de.

23. bis 26. August 2018 | Stuttgart
Positive Begegnungen
Zum 20. Mal treffen sich Menschen mit HIV aus dem gesamten Bundesgebiet, um gemeinsam mit An- und Zugehörigen, Mitstreiter*innen aus den Aidshilfen, dem Medizinbetrieb, dem Rechtswesen, aus Wissenschaft, Politik und Medien über die Herausforderungen des heutigen Lebens mit HIV zu diskutieren. Weitere Informationen finden Sie unter aidshilfe.de.

3. September 2018 | Hannover
Frauengesundheitskonferenz 
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) veranstalten die 3. gemeinsame Frauengesundheitskonferenz "Frauen – Arbeit – Gesundheit: Aktuelle Herausforderungen, neue Perspektiven". Auf der Veranstaltung diskutieren Expertinnen unter anderem, welche Risiken und Ressourcen das Erwerbsleben für die Gesundheit von Frauen mit sich bringt und was Frauen bei der Förderung ihrer Gesundheit unterstützen kann. Weitere Informationen und die Anmeldung folgen in Kürze.

15. September 2018 | Köln
Fachtag "Migration im Verband"
Die Erhöhung der inner- und außerverbandlichen Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit des Themas bildet den Schwerpunkt der Tagung. Die Vernetzung von Zielgruppen, Projekten und der Vor-Ort-Arbeit mit Politik, Versorgung, Geldgeber*innen, Kolleg*innen und anderen Stakeholder*innen stehen dabei im Fokus. Eine detaillierte Einladung kommt Mitte Juni. Wer sich jetzt schon anmelden möchte, kann das formlos per E-Mail tun: stephan.gellrich@nrw.aidshilfe.de.

18. und 19. Januar 2019 | Bochum
8. Fachtag: HIV, Sexualität und Psyche
"Die Zyklen des Begehrens: Heute Jung, morgen Erwachsen, übermorgen Alt" Weitere Informationen folgen.


S O N S T I G E S

Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.

Der nächste Newsletter erscheint Ende Juli 2018 
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise, etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte Juli 2018 per E-Mail an Petra Hielscher.
 
 
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