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08 | 2017
Liebe Leser*innen,
 
wie jedes Jahr steht uns zu dieser Jahreszeit der Welt-Aids-Tag bevor. Rund um den 1. Dezember werden vielfältige Aktionen auf die Beine gestellt und fleißig Spenden gesammelt, die für die Arbeit der Aidshilfen unabdingbar sind. Allen Beteiligten, die uns das ganze Jahr über unterstützen, gilt an dieser Stelle ein großer Dank! Gleichzeitig wird auch die mediale Aufmerksamkeit für die Themen HIV, Aids und Safer Sex steigen. Das Robert-Koch-Institut hat gerade verkündet, dass die Neuinfektionszahlen 2016 auf einem stabilen Niveau liegen und im Bereich der Männer, die Sex mit Männern haben sogar zurück gehen. Wir hoffen, dass in diesem Zusammenhang auch auf die neuen Safer Sex Strategien verwiesen wird. Denn neben dem Kondom können die PrEP und Schutz durch Therapie dabei helfen, diese Zahlen weiter zu verringern. Wo es verschiedene Schutzmöglichkeiten gibt, sollten diese auch alle eine gleichwertige Berücksichtigung finden. Die Deutsche AIDS-Hilfe schreibt in einem neuen Positionspapier zur PrEP zum Beispiel: "Ziel muss sein, die PrEP möglichst schnell allen Menschen zugänglich zu machen, die sie brauchen, um HIV-negativ zu bleiben. Sie muss darum eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen werden." Dem schließen wir uns an, wünschen euch viel Erfolg bei den Aktionen zum Welt-Aids-Tag und eine schöne Vorweihnachtszeit.

Herzliche Grüße aus der Geschäftsstelle senden Oliver Schubert, Marcel Dams und Markus Schmidt

Protokoll der Landesarbeitsgemeinschaft Schwule | Herzenslust vom 14. Oktober 2017
Am 14. Oktober fand unsere letzte Landesarbeitsgemeinschaft Schwule | Herzenslust NRW im Jahr 2017 in Mönchengladbach statt. Dort wurden bereits die festgelegten Termine für 2018 bekannt gegeben. Daneben gab es Berichte von unserem Migrationsprojekt "You're Welcome - Mashallah NRW" und eine medizinische Rundreise, bei der vor allem viele Fragen zur PrEP beantwortet wurden. Ein besonderer Dank gilt natürlich allen Engagierten in NRW und auch der AIDS-HILFE Mönchengladbach/Rheydt, die ein super Gastgeber war. Wenn du mehr erfahren willst, findest du das komplette Protokoll hier (PDF-Datei).

Zahl der HIV-Neuinfektionen für 2016 veröffentlicht – Rückgang bei Schwulen und MSM
Im Jahr 2016 haben sich etwa 3.100 Menschen in Deutschland mit HIV infiziert, die Zahl der Neuinfektionen bleibt damit gegenüber 2015 konstant. Bei der Gruppe der Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), ist die Zahl der geschätzten Neuinfektionen in den vergangenen Jahren zurückgegangen, von 2.500 im Jahr 2013 auf 2.100 in 2016. Bei Heterosexuellen allerdings steigen die Neuinfektionszahlen seit 2010 an und haben sich bis 2016 auf etwa 750 fast verdoppelt. Mehr Informationen erhältst du unter rki.de.

Pressemeldung der Aidshilfe NRW: Gesundheitsminister Laumann und Aidshilfe NRW ermuntern zum HIV-Test
Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen stagniert weiterhin. 2016 infizierten sich rund 640 Menschen in NRW mit HIV, leicht weniger als im Vorjahr. Zugleich erfuhren 280 Menschen erst von ihrer HIV-Infektion, als sie bereits an Aids beziehungsweise einem schweren Immundefekt litten – obwohl sich die Krankheit heute durch eine Therapie vermeiden lässt. Sie hatten bereits jahrelang unwissentlich mit HIV gelebt. Die Pressemeldung der Aidshilfe NRW vom 29. November 2017 findest du unter nrw.aidshilfe.de.

Ausschreibung Ehrenamtspreis "merk|würdig" 2018
Auch im kommenden Jahr wird der Landesvorstand anlässlich des Jahresempfangs am 24. April 2018 zwei Menschen aus unseren Reihen mit dem Ehrenamtspreis "merk|würdig" der Aidshilfe NRW auszeichnen. Dabei geht es um Menschen, die durch ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement auf besondere Weise Themen für unsere Mitgliedsorganisationen und unseren Verband bewegt haben. Menschen, die ihr persönliches Know-how in unsere Arbeit haben einfließen lassen und so vielleicht auch "Nischenthemen" in den Mittelpunkt stellen konnten. Menschen, die eher im Hintergrund wirken, deren Engagement aber dennoch bedeutend für die Aidshilfearbeit ist. Menschen, die sich besonders öffentliche für die Belange von Menschen mit HIV und Aids und unseren Zielgruppen eingesetzt haben und Menschen, die das Thema Partizipation in den Mitgliedsorganisationen und ihren Einrichtungen bewegen. Menschen, die durch viel zeitliches Engagement spannende und neue Themen zu den ihren gemacht haben. Menschen, ohne deren tatkräftige Unterstützung unser Verband nicht zu dem geworden wäre, der er heute ist. Kurzum: "merk|würdige" Menschen! Wir bitten alle Mitarbeiter*innen in den Mitgliedsorganisationen und uns nahestehende Mitstreiter*innen uns in Frage kommende Persönlichkeiten für "merk|würdig" 2018 zu benennen. Bitte sendet eure Vorschläge mit einer kurzen Begründung, warum die Vorgeschlagenen mit dem Ehrenamtspreis "merk|würdig" ausgezeichnet werden sollen, bis zum 15. Dezember 2017 per E-Mail an markus.schmidt@nrw.aidshilfe.de.

50-Euro-PrEP bald in mehr Apotheken erhältlich
Die HIV-Prophylaxe PrEP zum Preis von 50 Euro wird voraussichtlich ab November in zahlreichen weiteren Apotheken erhältlich sein. Erik Tenberken, Inhaber der Birken-Apotheke in Köln, hatte im September ein Vertriebsmodell präsentiert, das die Abgabe eines Generikums der Firma Hexal zum stark verbilligten Preis ermöglicht - in ausgewählten kooperierenden Apotheken. "Wir haben knapp 30 Apotheken auf der Warteliste", sagt Tenberken gegenüber aidshilfe.de. "Sobald uns mehr Ware zur Verfügung steht, werden sie eingebunden." Eine Liste der Apotheken, die am 50-Euro-PrEP-Programm teilnehmen findest du unter dahka.de. Eine ähnliche Vorgehensweise verfolgt eine Apotheke in Bochum: Sie kauft das Truvada®-Generikum bei der Pharma-Firma TAD und verkauft es zum Preis von 52 Euro. Eine Übersicht der Arztpraxen, welche PrEP-User begleiten, von der dagnä findest du hier (PDF-Datei).

PrEP: Da gibt's doch was von Ratiopharm ....
Bislang ist eine HIV-Präexpositionsprophlylaxe, PrEP genannt, für einen erschwinglichen Preis nur in Apotheken zu haben, die an einem Pilotprojekt teilnehmen. Das sind etwa 60 in Deutschland. Das ändert sich jetzt. Denn der Generikahersteller Ratiopharm senkt zum 1. Dezember den Preis für sein Truvada-Generikum drastisch ab. Weitere Infos findest du unter deutsche-apotheker-zeitung.de. Die tägliche Einnahme der PrEP senkt das Risiko, sich mit HIV zu infizieren, praktisch auf null. Die Tabletten sind nur über eine ärztliche Verordnung nach einer vorgeschriebenen Untersuchung für HIV-Negative erhältlich. Die Kosten werden von den Krankenkassen nicht übernommen. Die HIV-Prophylaxe PrEP ist für manche Menschen mit besonders hohem HIV-Risiko die beste oder einzige Möglichkeit, sich zu schützen. Sie kann zu einer nachhaltigen Senkung der Infektionszahlen in Deutschland beitragen. Die Deutsche AIDS-Hilfe tritt daher für eine Finanzierung der PrEP durch die Krankenkassen ein. Weitere Infos findest du unter aidshilfe.de sowie unter herzenslust.de.

HIV-Medikamente 2017: Was gibt’s Neues?
Verbesserungen schon verfügbarer Wirkstoffe, völlig neue Darreichungsformen sowie neue Wirkansätze: 2017 hat einiges zu bieten in Sachen HIV-Therapie. Siegfried Schwarze von Projekt Information stellt die HIV-Medikamente 2017 unter magazin.hiv vor.

BISS erhielt Jean-Claude-Letist-Preis 2017
Jean-Claude-Letist-Preis für BISS. Die Aidshilfe Köln hat die Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren für den Einsatz zur Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer des § 175 StGB mit dem Jean-Claude-Letist-Preis ausgezeichnet. Justizminister Heiko Maas hielt die Laudatio. Er hatte sich maßgeblich für die Rehabilitierung eingesetzt und das Gesetz auf den Weg gebracht. BISS ist mit der Kampagne zur Aufhebung der Urteile des § 175 ein Meilenstein gelungen. Der Deutsche Bundestag hat Ende Juni endlich mit großer Mehrheit die Urteile des § 175 aufgehoben und entschädigt nun die wenigen, noch lebenden Frauen und Männer. Weitere Informationen bekommst du unter aidshilfe-koeln.de.

Drittes Geschlecht ins Geburtsregister
Das Bundesverfassungsgericht hat ein drittes Geschlecht für den Eintrag im Geburtenregister gefordert. Intersexuellen Menschen, die weder männlich noch weiblich sind, solle damit ermöglicht werden, ihre geschlechtliche Identität "positiv" eintragen zu lassen, entschieden die Karlsruher Richter. Die Regelungen des Personenstandsrechts sind mit den grundgesetzlichen Anforderungen insoweit nicht vereinbar, als § 22 Abs. 3 Personenstandsgesetz (PStG) neben dem Eintrag "weiblich" oder "männlich" keine dritte Möglichkeit bietet, ein Geschlecht positiv eintragen zu lassen. Dies hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts mit dem am  8. November 2017 veröffentlichtem Beschluss entschieden. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG) schützt auch die geschlechtliche Identität derjenigen, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen. Darüber hinaus verstößt das geltende Personenstandsrecht auch gegen das Diskriminierungsverbot (Art. 3 Abs. 3 GG), soweit die Eintragung eines anderen Geschlechts als "männlich" oder "weiblich" ausgeschlossen wird. Der Gesetzgeber hat bis zum 31. Dezember 2018 eine Neuregelung zu schaffen. Gerichte und Verwaltungsbehörden dürfen die betreffenden Normen nicht mehr anwenden, soweit sie für Personen, deren Geschlechtsentwicklung gegenüber einer weiblichen oder männlichen Geschlechtsentwicklung Varianten aufweist und die sich deswegen dauerhaft weder dem männlichen, noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen, eine Pflicht zur Angabe des Geschlechts begründen. Weitere Informationen findest du unter bundesverfassungsgericht.de sowie unter dritte-option.de.

Neue Safer-Use-Homepage
Unter saferuse-nrw.de erreichst du die neue Safer-Use-Homepage. Dort erfährst du mehr über das Spritzenautomatenprojekt in NRW, bekommst Infos zu Safer Use, Drogen, HIV und Hepatitis und wirst über aktuelle Geschehnisse zum Thema auf dem Laufenden gehalten.

Reform des Substitutionsrechts abgeschlossen
Mit der Bekanntmachung der neuen Richtlinie der Bundesärztekammer zur Substitution am 2. Oktober 2017 finden auch die reformierten, von Bundesregierung und Bundesrat bereits verabschiedeten Regeln der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) Anwendung. Das gibt Hoffnung auf eine bessere Versorgung außerhalb der Großstädte. Mehr dazu erfährst du unter saferuse-nrw.de.


TERMINE

Fachtag "Endlich rehabilitiert! Und jetzt?" von BISS am 27. November 2017 in Berlin
Die Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS) führt am 27. November 2017 einen Fachtag in Berlin zum aktuellen Stand der Rehabilitierung und Entschädigung durch. BISS wird sein Beratungstelefon vorstellen und von der Unterstützung der Betroffenen bei der Rehabilitierung berichten. Das Bundesamt für Justiz informiert über die Umsetzung der Entschädigungsansprüche der Betroffenen. Der Fachtag dient der Diskussion weitergehender Forderungen der Betroffenen, bspw. einen Härtefallfonds. Außerdem wird die neue Kampagne „Endlich rehabilitiert!“ vorgestellt. Mit dabei ist auch Christine Lüders, die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Den Flyer mit dem Programm findest du unter schwuleundalter.de. Eine Anmeldung ist unter biss@schwuleundalter.de möglich.

Analworkshop am 9. Dezember 2017 in Bochum
Wusstest du, dass bei jedem Orgasmus dein Anus mit im Spiel ist? Die zwei Schließmuskeln an deinem Hintern und unsere "4 Buchstaben" stehen in enger Verbindung mit all den anderen Körperregionen, die uns Lust und Orgasmen verschaffen. Man könnte also auch sagen, dass dein Allerwertester nach Liebe schreit! Dennoch haftet dem Sitzfleisch als erogene Zone und Fickgelegenheit immer noch das Tabu, der Schmutz oder der Schmerz an. Lustvoll sexuell am Arsch zu sein, will also gelernt sein. Dazu bist du nun herzlich eingeladen. Der sexualpädagogische Workshop "Anal verkehren" möchte einladen, sich dem ABC der analen Lust zu widmen: Wie soll denn da was rein passen? Welche Hilfsmittel gibt es? Was gilt es anatomisch zu beachten? Wie sprechen wir über Analverkehr? Und wer fickt hier eigentlich wen? Diese und mehr Fragen werden vor Ort beantwortet. Mehr Infos zur Anmeldung findest du hier (PDF-Datei).

"HIV, Sexualität und Psyche" 2018
Im Mittelpunkt des inzwischen 7. Fachtages "HIV, Sexualität und Psyche" im Januar 2018 in Bochum steht die Frage "Sexualität für dich und mich – darf ich anders sein?" Dabei werden Transsexualität und HIV-Krankheitsverarbeitung in der Psychotherapie, Männliche Sexarbeit und Migration sowie die Abweichungen vom Mainstream und Somatisierungsstörungen in Zusammenhang mit Sexualität sowie Sexualität im Alter Themen sein. Weitere Informationen findest du hier (PDF-Datei).

SAVE THE DATE: HIV-KONTROVERS am 24. Februar 2018 in Essen
Unter dem Motto Interdisziplinär - interaktiv - kontrovers! laden die Aidshilfe NRW und die Deutsche AIDS-Gesellschaft in Kooperation mit der Uniklinik Essen am 24. Februar 2018 zur Fachtagung HIV-KONTROVERS in das Haus der Technik in Essen ein. HIV-KONTROVERS bietet den Rahmen für einen interaktiven Diskurs rund um HIV und Aids für alle Beteiligten. Zu sieben aktuellen Themen treten jeweils zwei Referentinnen bzw. Referenten in eine moderierte Kontroverse ein. Sie vertreten pointiert gegensätzliche Positionen und bieten so den Einstieg für eine Diskussion. Die Fortbildung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die kritische Reflexion zu zentralen kontroversen Themen im Kontext von HIV und Aids sind zentrale Schwerpunkte der Fachtagung. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung findest du unter hivkontrovers.de.


TIPPS

Film-Tipp: Premiere der Filmreihe "Heiß 2" – Neue Filme über Liebe und Sexualität
"Heiß 2" ist die Fortsetzung der sexualpädagogischen Filmreihe "Heiß" mit dokumentarischen und fiktionalen Filmen zu den Themen Liebe und Sexualität. In den dokumentarischen Filmen sprechen die jugendlichen Protagonist*innen über ihre Gefühle und die Bedeutung von Liebe. Dabei geht es sowohl um die schönen Seiten des Zusammenseins wie erste sexuelle Erfahrungen, Treue und langfristige Beziehungsperspektiven als auch um negative Erlebnisse wie Trennungsschmerz, Verlustängste und mangelndes Selbstwertgefühl. Die Filme sollen eine Sichtbarmachung der Lebens- und Liebeswelten unterschiedlicher Jugendlicher fördern. Die Premiere fand am 7. November 2017 in Wuppertal statt. DVD-Bestellungen oder Streaming sind unter medienprojekt-wuppertal.de möglich.

Film-Tipp: CRUISING - Kurzfilm von QUEERBLICK
QUEERBLICK hat mit "CRUISING" einen tollen Kurzfilm veröffentlicht. Der Film ist im Sauerland in einem einwöchigen Workshop entstanden. Das Projekt wurde von der Aidshilfe NRW und Herzenslust NRW gefördert. Die jungen Teilnehmer diskutierten dabei Themen wie HIV, andere sexuell übertragbare Infektionen und Sexualität an sich. Dabei entstand der Film, der sich rund um das Thema Cruising dreht. Das sehenswerte Endergebnis kannst du dir unter youtube.com anschauen.

Film-Tipp: 120 BPM
Bei der Eröffnung des Homochrom Festivals in Köln wurde der Film 120 BPM gezeigt, der sich um ACT UP, eine politische Aids-Bewegung, in Paris dreht und bereits beim Filmfestival in Cannes ausgezeichnet wurde.. Anschließend waren unsere Herzenslust-Kollegen Reinhard Klenke und Marcel Dams noch zu einem Filmgespräch auf dem Podium, um den Bogen zur heutigen Prävention zu schlagen. Beide waren sehr begeistert vom Film, weshalb wir dir einen Kinobesuch unbedingt empfehlen. Am 30. November kommt der Film in die deutschen Kinos. Den Trailer kannst du dir unter youtube.com ansehen.

Buch-Tipp: ACT UP in Deutschland von 1989 bis 1993
ACT UP ist ein 1987 in New York entstandener Interessenverband, der das Ziel verfolgt, durch neue öffentlichkeitswirksame Aktionen mehr Dynamik und Politisierung in die Thematisierung von AIDS zu bringen und mit Lobby-Arbeit politischen Druck auszuüben. Im Buch von Ulrich Würdemann erfährt man mehr über die deutschen ACT UP Gruppen in den Jahren 1989 bis 1993. Allerdings erzählt Ulrich Würdemann auch von der Zeit davor und macht so deutlich, welche Gründe und Emotionen die Aktivist*innen bewegten und wie ihre Aktionen aussahen. Darüber hinaus erfahren die Leser*innen, wie und warum die Bewegung in Deutschland endete und welche Bedeutung ACT UP heute noch hat. Einerseits, indem ein Blick auf die weiterhin bestehenden Gruppen z. B. in New York und Paris geworfen wird. Andererseits dadurch, dass vieles was von ACT UP Deutschland erkämpft wurde, noch heute bestand hat. Dazu gehört u. a. die Beteiligung von Menschen mit HIV an der Vorbereitung und Durchführung von wichtigen Kongressen. Würdemann hat es sehr gut hinbekommen, eine Mischung aus eigenem Erleben und Fühlen sowie dem, was politisch, gesellschaftlich und innerhalb der Szene passierte, aufzuschreiben. Das Buch eignet sich für alle, die generell etwas über die AIDS-Krise sowie ihre politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen erfahren möchten. Aber auch für jene, die wissen wollen, wie heute selbstverständliche Dinge in der Aids-Politik erkämpft wurden. Mehr erfährst du unter 2mecs.de.


STELLENAUSSCHREIBUNGEN

RAT&TAT Koblenz sucht zum 1. Januar 2018 eine*n Sozialarbeiter*in oder Sozialpädagog*in
Es handelt sich um eine Teilzeitstelle (19,5 Wochenstunden, evtl. Möglichkeit der Aufstockung). Der Arbeitsbereich umfasst unter anderem die Beratung zu HIV, Aids und STIs, die Durchführung von HIV-Schnelltests, Netzwerkarbeit im Arbeitsfeld Schwule Männer und Männer, die Sex mit Männern haben, Öffentlichkeits- und Präventionsarbeit. Mehr Infos findest du in der Stellenausschreibung (PDF-Datei).

Schwulenberatung Berlin sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Sozialarbeiter*in
Die Schwulenberatung Berlin sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Sozialarbeiter*in für die queere Unterkunft für LSBTI* Geflüchtete in Berlin-Treptow. Es handelt sich um eine Stelle in Teilzeit (18 Wochenstunden). Zu den Aufgaben gehört unter anderem Clearing und Einführung bei Aufnahme neuer Bewohner*innen, Regelung zwischenmenschlicher Konflikte des Zusammenlebens und der täglichen Abläufe in der Unterkunft sowie Informationsvermittlung, Unterstützung bei Antragstellung, Ausfüllen von Formularen und Prüfen von Bescheiden. Mehr erfährst du in der Ausschreibung (PDF-Datei).

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