November 2017
Liebe Leser*innen,

bedarf es heute noch eines Welt-Aids-Tags, um auf HIV aufmerksam zu machen? Man könnte meinen, in Deutschland habe die Aufklärung so gut gegriffen, und die Zahlen belegen es ja auch, dass die mediale Bearbeitung des Themas wie etwa noch vor Jahren in Zeiten von Therapie, PrEP und Selbsttest nicht mehr notwendig sei. So lange aber in Deutschland bei knapp einem Drittel derer, die eine HIV-Diagnose bekommen, bereits ein fortgeschrittener Immundefekt festgestellt wird, bleibt viel zu tun. Wir müssen weiterhin alle Informationen zur Verfügung stellen, damit Menschen mit einer möglichen HIV-Infektion sich damit auseinandersetzen und über einen Test nachdenken können. Testangebote müssen verstärkt und attraktiv gemacht werden. Der Selbsttest, der demnächst auch bei uns frei erhältlich sein wird, darf nicht tabuisiert und muss als Alternative zu allen Beratungs- und Testangeboten beworben werden. Doch eine HIV-Infektion ist in Deutschland noch vielfach mit Scham behaftet, über Aids werden dumme Witze gemacht, hinter dem Rücken von Menschen mit HIV wird getuschelt oder Kontakt mit ihnen gemieden. Vorurteile, Angst und Verunsicherung in der Bevölkerung führen nach wie vor dazu, dass Menschen aufgrund Ihrer HIV-Infektion ausgegrenzt werden. Wenn Zurückweisung und die Angst davor für die meisten Menschen mit HIV heute schwerer wiegen als die gesundheitlichen Folgen der Infektion, die dank verbesserter medizinischer Behandlungsmöglichkeiten kalkulierbar sind, läuft etwas falsch! Deswegen brauchen wir einen Welt-Aids-Tag, damit die Medien einen Slogan aufnehmen wie "Gegen HIV hab ich Medikamente – Und deine Solidarität?", damit den Aidshilfen Türen geöffnet werden zu mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung, nicht zuletzt zu mehr Spenden zur Deckung ihrer Kosten.

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


AKTUELLES

Weniger HIV-Diagnosen heißt nicht automatisch weniger HIV-Infektionen
Die Zahl der HIV-Neudiagnosen in Deutschland ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent zurückgegangen. Dabei ist wichtig zu wissen: Dies bedeutet nicht automatisch, dass die Zahl der Neuinfektionen gesunken ist. Denn die Zahl der Neudiagnosen gibt nicht wieder, wie viele Menschen sich mit HIV infiziert haben. Sie spiegelt lediglich, wie viele Menschen erstmals positiv auf HIV getestet wurden. Die Infektion kann dabei schon Jahre zurückliegen. Andere Menschen haben sich im letzten Jahr infiziert, aber noch kein positives Testergebnis erhalten. Zur Bewertung des Infektionsgeschehens ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen im Jahr 2016 ausschlaggebend. Diese Zahl wird vom RKI nach einer komplexen Interpretation epidemiologischer Daten geschätzt und in den nächsten Tagen rechtzeitig zum Welt-Aids-Tag veröffentlicht.

Neuauflage der Kampagne zum Welt-Aids-Tag 2017
Ziel des Welt-Aids-Tags ist, dafür zu sensibilisieren, wie wichtig ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung ist – und zu zeigen, dass alle positiv zusammen leben können. In Deutschland setzen sich das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung mit einer gemeinsamen Kampagne für dieses gesellschaftsrelevante Thema ein. Unter dem Motto "Positiv zusammen leben" will auch die diesjährige Kampagne Berührungsängste abbauen und zeigen, dass positiv zusammen leben zwischen Menschen mit und ohne HIV bereits stattfindet und möglich ist. Weitere Informationen zur Kampagne, zu den Hintergründen und bundesweiten Aktionen finden Sie auf der Kampagnenwebsite welt-aids-tag.de

UNAIDS zum Welt-AIDS-Tag
Mit dem Slogan "Meine Gesundheit, mein Recht" stellt UNAIDS das Menschenrecht auf Gesundheit in das Zentrum der Kampagne zum Welt-AIDS-Tag 2017. Die Kampagne der Aids-Organisation der Vereinten Nationen soll deutlich machen, dass der Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsdiensten und Arzneimitteln nur eine wichtige Rahmenbedingung für Gesundheit ist. Ebenso zentral für die Entwicklung und Erhaltung der Gesundheit sind viele weitere Faktoren: Zum Beispiel Zugang zu Gesundheitserziehung, Geschlechtergerechtigkeit, gesunde Nahrungsmittel und Arbeitsbedingungen, eine saubere Umwelt und respektvolle und diskriminierungsfreie Behandlung. UNAIDS weist darauf hin, dass diskriminierte und stigmatisierte gesellschaftliche Gruppen – wie zum Beispiel i.v. drogengebrauchende Menschen, Inhaftierte, schwule Männer, und Menschen mit Migrationsgeschichte – oft nur ungenügenden Zugang zu gesundheitsförderlichen Lebensbedingungen haben und ihnen damit Präventions- und Behandlungschancen verwehrt werden. Mit der Kampagne "My Health, My Right" will UNAIDS daher dazu ermutigen, für seine Rechte einzutreten und sich gegen Ungleichbehandlung im Gesundheitswesen zu engagieren. Mehr zur Kampagne finden Sie unter unaids.org.

Neuer Vorsitz in der Landeskommission AIDS
PD Dr. Stefan Esser, Vorstandsmitglied der Deutschen AIDS-Gesellschaft, wurde zum neuen Vorsitzenden der Landeskommission AIDS gewählt. Patrik Maas, Landesgeschäftsführer der Aidshilfe NRW, wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Wahl wurde nötig, da der bisherige Vorsitzende, Dr. Dieter Mitrenga, im Juli dieses Jahres überraschend verstarb, und Christa Bietau, stellvertretende Vorsitzende, Ende Oktober 2017 in den Ruhestand getreten ist. Die Landeskommission AIDS berät die Landesregierung in grundsätzlichen Fragen zu HIV und AIDS und spricht Empfehlungen aus. Ihr gehören 26 Mitglieder an, die namentlich vom Gesundheitsministerium berufen werden. Weitere Informationen lesen Sie unter ahnrw.de.


VERBAND

24. Februar 2018 in Essen: HIV-Kontrovers
Viele haben darauf gewartet, immer wieder wurden wir drauf angesprochen. HIV-Kontrovers geht wieder an den Start. Zum fünften Mal laden Aidshilfe NRW und Deutsche AIDS-Gesellschaft zur Fachtagung unter dem Motto "Interdisziplinär - interaktiv – kontrovers!" ein. Dieses Mal wieder in Kooperation mit der Uniklinik Essen am 24. Februar 2018 in das Haus der Technik in Essen. Zu sieben aktuellen Themen treten jeweils zwei Referen*tinnen in eine moderierte Kontroverse ein. Die Fortbildung der Teilnehmer*innen sowie die kritische Reflexion zu zentralen kontroversen Themen im Kontext von HIV und Aids sind zentrale Schwerpunkte der Fachtagung. Wir freuen uns, Sie im Februar zu HIV-KONTROVERS 2018 begrüßen zu dürfen. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie unter hivkontrovers.de.

Mitgliederversammlung der Aidshilfe NRW in Wuppertal
Am 21. Oktober trafen sich Delegierte der Mitgliedsorganisationen der Aidshilfe NRW zur jährlichen Mitgliederversammlung in Wuppertal. Von den insgesamt 43 Vereinen, die dem Verband angehören, darunter 32 regionale Aidshilfen sowie Selbsthilfevereine aus der HIV-Prävention, Drogenarbeit und schwulen Emanzipation, waren mehr als die Hälfte vertreten. Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung stand ein ausführlicher Bericht des Landesvorstands über die Schwerpunkte und Aktivitäten der Aidshilfe NRW im zurückliegenden Jahr. Daneben sah die Tagesordnung zwei Themenschwerpunkte vor: die Hotline für die vom §175 Betroffenen und die neuen HIV-Selbst- und Einsendetests. Weitere Informationen lesen Sie unter ahnrw.de.


LEBEN MIT HIV

Menschen mit HIV können neuerdings in Einzelfällen eine Risikolebensversicherung abschließen
Was vor wenigen Jahren noch so gut wie unmöglich war, gewinnt zunehmend an Normalität: Menschen mit HIV können heute in bestimmten Fällen eine Risikolebensversicherung abschließen. Dass der Abschluss einer Risikolebensversicherung für Menschen mit HIV heute bei einigen Versicherern möglich ist, liegt zum einen am medizinischen Fortschritt, vor allem aber an mehr verfügbaren und neueren Daten. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf seiner Webseite erläutert, war hier vor allem eine Studie des Rückversicherers Swiss Re aus dem Jahr 2013 wegweisend. Mithilfe europaweiter Daten von HIV-infizierten Patient*innen konnte die Studie nachweisen, dass Menschen mit HIV statistisch gesehen heute fast die gleiche Lebenserwartung haben wie Menschen ohne HIV – sofern die Infektion frühzeitig behandelt wird, die Therapie anschlägt und keine zusätzlichen Erkrankungen wie etwa Hepatitis C vorliegen. Das Risiko, HIV-Positive abzusichern, wurde damit kalkulierbar. Mehr dazu lesen Sie unter magazin.hiv.

Neue Beauftragte für Patient*innen
Claudia Middendorf ist seit 1. Oktober 2017 die neue Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten. Sie tritt damit die Nachfolge von Dirk Meyer an, nachdem die beiden Funktionen der Landesbehinderten- und Patientenbeauftragten von der neuen Landesregierung zusammengelegt wurden. Die Beauftragte erledigt ihre Aufgaben unabhängig und frei von Weisung. Als Patient*innen oder Angehörige können Sie den Rat der Landesbehinderten- und Patientenbeauftragten in Anspruch nehmen. Sie gibt Ihnen über Ihre Rechte gern Auskunft, bietet Ihnen Unterstützung und Hilfe, oder nennt Ihnen die richtigen Ansprechpartner*innen. Weitere Informationen lesen Sie unter patientenbeauftragte.nrw.de.

"HIV, Sexualität und Psyche" 2018
Im Mittelpunkt des inzwischen 7. Fachtages "HIV, Sexualität und Psyche" im Januar 2018 in Bochum steht die Frage "Sexualität für dich und mich – darf ich anders sein?" Dabei werden Transsexualität und HIV-Krankheitsverarbeitung in der Psychotherapie, Männliche Sexarbeit und Migration sowie die Abweichungen vom Mainstream und Somatisierungsstörungen in Zusammenhang mit Sexualität sowie Sexualität im Alter Themen sein. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).


FRAUEN UND HIV/AIDS

Zugang zur PrEP auch für Frauen
Medikamente, die eine HIV-Infektion im Vorfeld verhindern können (eine so genannte PrEP = Präexpositionsprophylaxe), sind demnächst auch in Deutschland zu bezahlbaren Preisen erhältlich (vgl. nächste Meldung). Die Wirksamkeit ist in Studien mit schwulen Männern, die ein besonders hohes HIV-Risiko haben, belegt. Auch wenn die bisherigen Studien keine überzeugenden Erfolgsdaten liefern, könnte die PrEP auch bei heterosexuellen Männern oder Frauen funktionieren. Die GSSG (Gemeinnützige Stiftung für Sexualität und Gesundheit) fordert den Zugang zur PrEP auch für Frauen. Weiteres lesen Sie hier (PDF-Datei).


SCHWULE MÄNNER

Neue Situation zur Verschreibung von Generika für PrEP in Deutschland
Das Präparat Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil (TDF) der Herstellerin Hexal kann ab sofort für 50,00 Euro pro Monatspackung in bestimmten HIV-Schwerpunkt-Apotheken erworben werden. Notwendig ist dafür ein Privatrezept von einer niedergelassenen Arztpraxis, z.B. den HIV-Schwerpunktpraxen oder anderen niedergelassenen Ärzt*innen. Sie müssen bereit sein, die Begleitung einer PrEP (also die Testung auf HIV vorab, Beratung und Aufklärung, regelmäßige Blut- und Urintests) durchzuführen. Die Aidshilfe NRW begrüßt die Zugänglichkeit der PreP zu vertretbaren Preisen ausdrücklich, stellt sie doch laut Landesvorsitzenden Arne Kayser "ein weiteres Kapitel Geschichte in der HIV- und Aidsprävention in Deutschland" dar. Neben Kondomen und Schutz durch Therapie sei die PrEP ist ein weiteres Mittel einer adäquaten und zielgruppengerechten Versorgung. Sie wird insbesondere von schwulen Männern mit hohem HIV-Risiko nachgefragt und angewandt werden. In anderen Ländern, beispielsweise den USA, Großbritannien und Frankreich, wird sie offensiv beworben, was offenbar Auswirkungen auf das Präventionsgeschehen hat (vgl. nächste Meldung). Alle wichtigen Informationen zur PrEP lesen Sie unter hivreport.de

Starker Rückgang der HIV-Neudiagnosen in Großbritannien
Die britische Gesundheitsagentur Public Health England bestätigte Anfang Oktober den Trend, der sich schon Ende 2016 an vier Londoner Kliniken gezeigt hatte: Die Zahl der HIV-Diagnosen bei schwulen Männern ist in Großbritannien innerhalb eines Jahres um 21 Prozent gesunken. Public Health England führt die überaus positive Gesamtentwicklung bei MSM auf den Erfolg der "kombinierten Prävention" zurück, wozu unter anderem der Zugang zur PrEP gehört. Mehr Infos lesen Sie unter magazin.hiv.

BISS erhielt Jean-Claude-Letist-Preis 2017
Jean-Claude-Letist-Preis für BISS. Die Aidshilfe Köln hat die Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (kurz BISS) für den Einsatz zur Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer des § 175 StGB mit dem Jean-Claude-Letist-Preis ausgezeichnet. Justizminister Heiko Maas hielt die Laudatio. Er hatte sich maßgeblich für die Rehabilitierung eingesetzt und das Gesetz auf den Weg gebracht. BISS ist mit der Kampagne zur Aufhebung der Urteile des § 175 ein Meilenstein gelungen. Der Deutsche Bundestag hat Ende Juni endlich mit großer Mehrheit die Urteile des § 175 aufgehoben und entschädigt nun die wenigen, noch lebenden Frauen und Männer. Weitere Informationen lesen Sie unter aidshilfe-koeln.de.


DROGEN UND STRAFVOLLZUG

Relaunch der Safer-Use-Homepage
Die Homepage der Aidshilfe NRW zu den Themenbereichen Spritzenautomatenprojekt NRW und Drogen/Haft erstrahlt nun seit einigen Wochen in neuem Glanz. Neben den gewohnten Inhalten rund um das Spritzenautomatenprojekt (Standorte, Betreiber, Materialbestellung, etc.) und aktualisierten Informationen zu Safer Use, Harm Reduction und Prävention von HIV/Aids und Hepatitis gibt es nun unter anderem auch einen eigenen Bereich für das Thema Strafvollzug und eine regelmäßig aktualisierte Seite mit aktuellen Berichten zu Veranstaltungen, politischen, gesellschaftlichen und medizinischen Entwicklungen, die auch hier im Newsletter aufgegriffen werden. Einige Kapitel befinden sich noch im Aufbau, wir sind jederzeit dankbar für Hinweise zu Ergänzungen und neuen Themen. Die Homepage ist weiterhin unter der alten Adresse saferuse-nrw.de erreichbar.

Forschungspreis für Suchtexperten Heino Stöver
Für seine Unterstützung beim Aufbau einer Drogenhilfe-Infrastruktur in Zentralasien, seinen Beitrag zur Senkung der drogenbedingten hohen Sterblichkeitsraten unmittelbar nach der Haftentlassung und zur verbesserten Prävention und Behandlung von drogenkonsumierenden Jugendlichen und Heranwachsenden in Jugendhaftanstalten wurde Prof. Dr. Heino Stöver jetzt vom Land Hessen ausgezeichnet. Neben seiner Tätigkeit als Professor am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Frankfurt University of Applied Sciences ist Stöver unter anderem auch als Vorstandsvorsitzender von akzept e.V. – Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik aktiv und Mitherausgeber des seit 2014 erscheinenden Alternativen Drogen- und Suchtberichts. Wir gratulieren herzlich. Weitere Informationen lesen Sie unter aidshilfe.de.

Kein Aids für alle: Projekt "Hund und Herrchen"
Drogengebraucher*innen haben oft andere Probleme, als zum Gesundheitscheck zu gehen. Viele von ihnen kümmern sich aber aufopferungsvoll um ihren Hund. Die Deutsche AIDS-Hilfe macht ihnen ein besonderes Angebot: Während ein bzw. eine Tierärzt*in kostenlos den Vierbeiner versorgt, bekommt der Mensch die Gelegenheit für einen HIV-Test samt Beratung. Das Projekt "Hund und Herrchen" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen AIDS-Hilfe, Stiftung SPI, Kontaktladen enterprise, Berliner Aids-Hilfe und dem Projekt Hunde-Doc im Rahmen der Kampagne "Kein AIDS für alle!". Auf den Seiten der Deutschen AIDS-Hilfe erhalten Sie weitere Einblicke in das Projekt unter magazin.hiv.


MIGRATION

Neues Internetportal "Migration und Gesundheit"
Das Bundesministerium für Gesundheit startet das neue Internetportal "Migration und Gesundheit". Das Angebot 'Migration und Gesundheit' richtet sich an Migrant*innen, aber auch an haupt- und ehrenamtliche Helfer*innen, die Zugewanderte nach ihrer Ankunft in Deutschland unterstützen. Es hilft, sich mit dem Gesundheitswesen in Deutschland vertraut zu machen und beantwortet Fragen rund um die eigene Gesundheit und die Kindergesundheit. Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, um den Zugang von Migrantinnen und Migranten zur Gesundheitsversorgung zu verbessern. Auf dem Portal werden erstmals gebündelt zahlreiche Informationsmaterialien zu den Schwerpunktthemen "Gesundheitswesen", "Gesundheit und Vorsorge", "Pflege" sowie "Sucht und Drogen" in mehreren Sprachfassungen zur Verfügung gestellt. Sie finden das Angebot unter migration-gesundheit.bund.de.


ARBEITSGEMEINSCHAFT AIDS-PRÄVENTION NRW

Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW: Empfehlungen zum Thema HIV-Spätdiagnosen
Die AG AIDS-Prävention NRW hat eine Empfehlung zum Thema HIV-Spätdiagnosen verabschiedet. Entlang der Arbeitsfelder Information, Beratung und Behandlung geben die Empfehlungen eine Orientierung, auf welchen Wegen die Zahl der HIV-Spätdiagnosen reduziert werden kann. Schätzungsweise erfolgen in NRW rund 50 Prozent der HIV-Erstdiagnosen als Spätdiagnosen. Etwa 38 Prozent der Menschen weisen in NRW zum Zeitpunkt der Erstdiagnose bereits einen fortgeschrittenen Immundefekt auf. Die Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW finden Sie unter aids-nrw.de.


VERSCHIEDENES


Konferenz in Berlin: HIV-Epidemie in Osteuropa stoppen
Wie kann die HIV-Epidemie in Osteuropa und Zentralasien, wo Drogengebrauchende zu den am stärksten betroffenen Gruppen zählen, unter Kontrolle gebracht werden? Mit dieser Frage befasste sich die Konferenz "HIV in Osteuropa – Die unbemerkte Epidemie?!" am 17. Oktober in Berlin. Sie sollte dafür sorgen, dass dieses vernachlässigte Thema in den Fokus der Öffentlichkeit gelangt. Eingeladen hatten das Aktionsbündnis gegen AIDS, Brot für die Welt und die Deutsche AIDS-Hilfe. In der Landesvertretung Baden-Württembergs berieten rund 80 Fachleute aus Politik, Zivilgesellschaft und Selbsthilfe darüber, wie Erfolgsrezepte der HIV-Prävention und -Behandlung in Osteuropa wirksam werden könnten. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter aidshilfe.de.

Drittes Geschlecht ins Geburtsregister
Das Bundesverfassungsgericht hat ein drittes Geschlecht für den Eintrag im Geburtenregister gefordert. Intersexuellen Menschen, die weder männlich noch weiblich sind, solle damit ermöglicht werden, ihre geschlechtliche Identität "positiv" eintragen zu lassen, entschieden die Karlsruher Richter. Weitere Informationen lesen Sie unter ahnrw.de.

Der nächste Newsletter erscheint Anfang 2018
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