Juli/August 2017
Liebe Leser*innen!
Bei aller Vernetzung untereinander dürfen wir nie den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus vernachlässigen. Vor einigen Tagen konnten wir diesem Grundsatz wieder auf bereichernde Weise nachkommen. Begleitet von Karin Hoeltz vom Gesundheitsamt in Wuppertal war die russische Sozialarbeiterin Vera Antonova aus Suchoj Log, einer kleinen Stadt östlich von Ekaterinburg, in der Aidshilfe NRW zu Gast. Vera ist Gründerin des Projektes UMKA, das in einer bescheiden ausgestatteten Wohnung mehr als 100 Frauen und 50 Kinder mit HIV betreut. Für unsere deutschen Ohren klingt dies nach einem intensiv genutzten Angebot, das sich mit kaum einer Beratungsstelle in Deutschland vergleichen lässt. Die traurige Realität ist, dass sich HIV in Russland seuchenhaft ausbreitet, was staatlicherseits unter den Teppich gekehrt wird. Zwar stellen die Behörden HIV-Medikamente zur Verfügung, allerdings ist das mit Auflagen verbunden. Die Menschen, zumal die Kinder, dürfen nicht über ihre Krankheit reden. Wie stigmatisierend ein solches Vorgehen ist, kann wohl jede*r von uns nachempfinden. Obwohl Russland der einzige Staat der Welt ist, in dem die Ausbreitung von HIV die Ausmaße einer Epidemie angenommen hat, wird HIV tabuisiert. Offiziell gibt es in Russland etwa eine Million Menschen mit HIV, wahrscheinlich sind es aber mehr als doppelt so viel. Besonders hart trifft es Gebiete, die von der Wirtschaftskrise stark beeinträchtigt wurden. Etwa die Region rund um Ekaterinburg. Hier, in der viertgrößten Stadt Russlands ist schätzungsweise jede*r 50. Bewohner*in HIV-positiv. Besonders tragisch, dass viele ungeborene Kinder bereits im Mutterleib infiziert werden. Die Hilfsorganisationen, die unter anderem die nur wenigen Aufklärungskampagnen realisieren, werden staatlich kontrolliert und in ihrer Arbeit behindert. Umso mutiger von Vera Antonova, die sich mit UMKA um die Kinder, die unter der Stigmatisierung am meisten leiden, kümmert und Gruppenangebote für Frauen schafft, nach Deutschland zu reisen, um mit möglichst vielen Kolleg*innen ins Gespräch zu kommen. Bei uns ging es um die Vernetzung von XXelle, die Zusammenarbeit unserer Kolleginnen sowie explizit um HIV und Schwangerschaft. Hier war der Austausch über die HIV-Testung sehr wichtig. Trotz aller Restriktionen sei Russland da auf einem guten Weg. Vera informierte sich intensiv über unsere Vernetzungsstruktur und über die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Hilfsangebote, seien sie staatlich, kommunal, kirchlich oder von Vereinen organisiert. Der Blick nach außen bestärkt uns in unserer Sicht, wie richtig die Entscheidung der Bundesregierung in den 1980er-Jahren war, die HIV-Prävention strukturell aufzuteilen, Zielgruppen einzubeziehen und auf jegliche Suchstrategie zu verzichten. Darüber hinaus sind wir sensibilisiert für jede auch noch so kleine Stigmatisierung, der wir entschieden entgegentreten müssen.
Viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW


A K T U E L L E S

Dr. Dieter Mitrenga ist gestorben
Am 25. Juli 2017 starb überraschend der langjährige Vorsitzende der Landeskommission AIDS NRW, Dr. med. Dieter Mitrenga. Er war bis zu seinem Tod Vorsitzender der Landeskommission. Seit Jahren gehörte er dem Fachbeirat der Deutschen AIDS-Stiftung an. Der Aidshilfe NRW stand er immer wieder mit Rat und Tat zur Seite. Der Tod von Dieter Mitrenga hat die Mitglieder des Vorstands der Aidshilfe NRW und die Mitarbeiter*innen der Landesgeschäftsstelle überrascht und bestürzt. Wir erinnern uns an einen äußerst liebenswerten Menschen, dem wir und die Menschen mit HIV und Aids in NRW sehr viel zu verdanken haben. Wir werden ihn sehr vermissen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Einen ausführlicheren Nachruf lesen Sie unter ahnrw.de.

Karl-Josef Laumann Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales
Karl-Josef Laumann ist seit dem 30. Juni 2017 wieder Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Ministerpräsident Armin Laschet überreichte ihm in der Staatskanzlei die Ernennungsurkunde, anschließend wurde er vor dem Landtag vereidigt. Weiteres lesen Sie unter ahnrw.de.

Selbstbewusst für gleiche Rechte kämpfen!
Am 8. Juli fand in Köln der CSD-Empfang des Schwulen Netzwerks NRW und der Aidshilfe NRW statt. Gleiche Rechte selbstbewusst zu fordern, anstatt darum betteln zu müssen, war eindeutig der Tenor der Veranstaltung. "Zwei wichtige, wenn nicht gar historische Meilensteine der Antidiskriminierung und Gleichberechtigung vor allem schwuler Männer, aber auch der gesamten LSBTIQ*-Community, sind erreicht worden: Die Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer des Paragrafen 175 und die Ehe für alle", sagte Arne Kayser, Landesvorsitzender der Aidshilfe NRW. Aber die Freude darüber sei nicht uneingeschränkt. Kayser übte scharfe Kritik an der aus vermeintlichen Jugendschutzgründen eingefügten Heraufsetzung der Schutzaltersgrenze auf 16 Jahre bei der Rehabilitierung der Opfer des „175er“. "Allein das Zusammenbringen von Schwulen und Päderasten ist völlig indiskutabel. Es wird dazu führen, dass noch mehr Betroffene wegsterben, ohne die Umsetzung des Gesetzes erlebt zu haben, ohne rehabilitiert oder gar entschädigt zu werden", erklärte Kayser. "Es ist unerträglich, dass sie vor das Bundesverfassungsgericht ziehen müssten, um sich ihr Recht einzuklagen! Eine Zumutung für die Männer, die so lange schon vor Scham geschwiegen haben und ein Recht auf Wiedergutmachung haben!" Manfred Bruns, langjähriger Bundesanwalt und Sprecher des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland, erhielt in diesem Jahr die Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW. Die Pressemappe mit allen Reden finden Sie unter ahnrw.de.

Aidshilfe NRW zum Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli
"HIV und Hepatitis haben nicht nur ähnliche Übertragungswege, sie betreffen oft die gleichen Zielgruppen. Zudem sind beide Infektionserkrankungen auch mit einem hohen Stigmatisierungspotenzial verbunden", so Patrik Maas, Landesgeschäftsführer der Aidshilfe NRW. "Auch HIV-/HCV-Koinfektionen sind keine Seltenheit. Zugleich gibt es aber auch neue Chancen, etwa durch die Interferon-freien Hepatitis-C-Therapien. Deswegen halte ich es für außerordentlich wichtig, die HIV- und Hepatitis-Prävention verstärkt zusammenzudenken und integrierte Konzepte zu entwickeln." Die Presseinformation lesen Sie unter ahnrw.de.

Aidshilfe NRW zum "Gedenktag für verstorbene Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher" 
"Menschenrechte für Drogengebrauchende", so lautet das Motto des Internationalen Gedenktags für verstorbene Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher, den die Bundesarbeitsgemeinschaft der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit am 21. Juli initiiert. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Drogenbeauftragten der Bundesregierung 1.333 drogenbedingte Todesfälle in Deutschland (in NRW 204) registriert. Gegenüber 2015 ist das ein erneuter Anstieg um neun Prozent (in NRW sogar um zwölf Prozent), die Zahl der Drogentoten stieg damit zum vierten Mal in Folge. Die Presseinformation lesen Sie unter ahnrw.de.

Projekt "Komm in Bewegung"
Bis November finden in neun NRW-Städten (Aachen, Ahlen, Bochum, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln) sehr vielseitige und interessante Bewegungsangebote statt. Zum Mitmachen eingeladen sind Frauen aus dem Umfeld unserer Arbeit. Mit und ohne HIV, ehrenamtliche und hauptamtliche Kolleginnen, auch Angehörige von Frauen mit HIV. Die Angebote sind kostenfrei, bei einigen wird Kinderbetreuung angeboten. Idee und Koordination für dieses Projekt liegt bei Indra Mechnich. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

RKI: Zahl der gemeldeten HIV-Erstdiagnosen geht leicht zurück
Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte im Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten 2016 erste Zahlen zum vergangenen Jahr. Im Jahr 2016 konnten von den beim RKI aus ganz Deutschland eingegangenen Meldungen 3.419 klar als Erstdiagnosen identifiziert werden. Gegenüber dem Vorjahr (3.699) sank die Anzahl der Erstdiagnosen um 280 (7,6 Prozent). 79 Prozent der Neudiagnosen erfolgten bei Männern, 21 Prozent bei Frauen. 95 Prozent der Neudiagnosen sind wahrscheinlich auf sexuelle Übertragung zurückzuführen, davon zwei Drittel bei Männern, die Sex mit Männern haben, und ein Drittel bei Heterosexuellen. Weitere Ergebnisse finden Sie unter aids-nrw.de.

Bericht zur HIV/AIDS-Prävention in Nordrhein-Westfalen 2015
Der Bericht basiert auf der landesweiten Datenerhebung 2015. Er beschreibt die Tätigkeitsschwerpunkte der Akteur*innen vor Ort und weist auf neue Akzente der HIV/AIDS-Prävention hin. Ebenso informiert er darüber, inwieweit die zentralen Ziele des von Kommunen, freien Trägern und dem Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam entwickelten Landeskonzeptes zur Weiterentwicklung der HIV/AIDS-Prävention erreicht wurden und an welchen Stellen Weiterentwicklungsbedarf besteht. Sie finden den Bericht online unter aids-nrw.de.


P O L I T I K

Ehe für alle ist ein guter Anfang
Zum Beschluss des Bundestages, die Ehe allen Menschen zu öffnen, erklärt Björn Beck vom Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe: "Die Ehe für alle ist ein historischer Meilenstein und ein Grund zu großer Freude. Der Bundestag hat damit ein lange überfälliges Signal gesetzt: Niemand darf aufgrund seiner sexuellen Orientierung benachteiligt werden. Doch es bleibt viel zu tun für eine Gesellschaft, in der jeder Mensch respektiert werden soll – unabhängig von sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität und auch von der Frage, ob jemand heiraten möchte oder nicht. Rechtliche Gleichstellung ist ein wunderbarer Anfang, Akzeptanz und Selbstverständlichkeit der Vielfalt sind das Ziel!" Die DAH dankt allen, die sich jahrzehntelang für Gleichberechtigung stark gemacht haben – insbesondere dem Vorkämpfer Volker Beck, dessen unermüdliches Engagement sich nun auf den letzten Metern seiner letzten Legislaturperiode ausgezahlt hat. "Der heutige Durchbruch war nur möglich durch eine starke Bewegung!", betont Björn Beck. Dem schließt sich auch die Aidshilfe NRW an. Weiteres lesen Sie unter ahnrw.de.

Zusammen für Vielfalt gegen rechte Einfalt?
Möchten Sie sich zusammen mit der Deutschen AIDS-Hilfe für "Vielfalt gegen rechte Einfalt" einsetzen? Wie das geht? Ganz einfach: Es bräuchte nur ein Bild und ein Statement (maximal 300 Zeichen) von Ihnen, das ein vielfältiges Miteinander sowie eine offene und tolerante Gesellschaft unterstützt. Derzeit fragt die DAH verschiedene Personen des öffentlichen Lebens und engagierte Personen aus sozialen und politischen Organisationen, aus der HIV-Arbeit und der LGBTI-Community an. Aktuell plant sie eine Facebook-Kampagne unter dem Titel "Vielfalt gegen rechte Einfalt! Setz dein Zeichen. Für ein respektvolles Miteinander" und möchte bekannte und weniger bekannte Personen mit Foto und Statement in einem Facebook-Post zitieren, die sich entsprechend des Mottos positionieren wollen. Anfragen bitte an Lisa Fedler, Telefon: 030 / 69 00 87 0, E-Mail: lisa.fedler@dah.aidshilfe.de.

Kampagnenstart "Sexarbeit ist Arbeit. RESPPEKT!"
Am 2. Juni 2017 startete anlässlich des International Sexworkers Day die Kampagne "Sexarbeit ist Arbeit. RESPEKT!". Die Kampagne wird von einem Netzwerk von Sexarbeiter*innen, feministischen Aktivist*innen und Sozialarbeiter*innen, die sich für die Rechte von Sexarbeiter*innen einsetzen, getragen. Die Initiator*innen arbeiten mit dem Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen, dem Verein für Bildung und Kommunikation in der Sexarbeit move und dem Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiter*innen sowie Gruppen und Einzelpersonen zusammen. Die Kampagne will Anstoß geben, die Menschenrechte der Sexarbeiter*innen stärken. Hierzu zählen für die Initiator*innen Arbeitsrechte, Selbstbestimmung, Beendigung der Stigmatisierung und Beteiligung bei Themen und Entscheidungen, die diese Berufsgruppe betreffen. Nun trat am 1. Juli das sogenannte 'Prostituiertenschutzgesetzes' inkraft. Die Kampagne "Sexarbeit ist Arbeit. RESPEKT!" war in mehreren Städten Deutschlands auf der Straße. Fotos und Berichte von den Aktionen finden Sie unter sexarbeit-ist-arbeit.de. Eine Bericht von der Pressekonferenz finden Sie unter sexarbeit-ist-arbeit.de.


S O Z I A L E S

Empfehlungen der Landeskommission veröffentlicht
Die beiden neuen Empfehlungen der Landeskommission AIDS "Zur Versorgung von HIV-positiven Geflüchteten" und "Zur Verbesserung der Lebenssituation von Drogen gebrauchenden Menschen im Kontext von HIV/AIDS und Hepatitis" sind veröffentlicht. Mehr finden Sie unter aids-nrw.de.

Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften
Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni hat die "Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" überarbeitete und erweiterte Leitlinien zum Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften vorgelegt. Die sogenannten "Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" wurden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und UNICEF unter der fachlichen Beteiligung vom Paritätischen Gesamtverband und vielen weiteren Partnern auf Grundlage der ersten Herausgabe im Frühjahr 2016 erarbeitet. Die Neuauflage erweitert den Fokus auf besonders schutzbedürftige Personengruppen wie Kinder, Jugendliche und Frauen und enthält erstmals auch Leitlinien zum Schutz von geflüchteten Menschen mit Behinderungen und LSBTI* Geflüchteten. Die sechs Mindeststandards erstrecken sich insbesondere auf die Bereiche Personal, strukturelle und bauliche Voraussetzungen, Prävention von und Umgang mit Gewalt- und Gefährdungssituationen sowie das Monitoring der erzielten Fortschritte. Die Neuauflage basiert auf den aktuellen Lebensumständen von Geflüchteten in Unterkünften und deren Rückmeldungen sowie den Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit Behörden sowie Praktiker*innen und Verantwortlichen in der Flüchtlingshilfe. Die Neuauflage der "Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" steht unter der-paritaetische.de zum Download bereit.

Neuauflage der Studie "Out im Office?!" zur Arbeitssituation von LSBT*--Lesbische, Schwule, Bisexuelle und Trans*-Personen veröffentlicht
Die Zahl der lesbischen und schwulen Beschäftigten, die am Arbeitsplatz offen mit ihrer sexuellen Identität umgehen, hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Knapp ein Drittel (28,9 Prozent) der Befragten spricht mit allen Kolleginnen und Kollegen offen über dieses Thema. Ein Drittel (30,5 Prozent) spricht dagegen mit niemandem oder nur mit wenigen Personen am Arbeitsplatz über die eigene sexuelle Identität. Mehr erfahren Sie unter antidiskriminierungsstelle.de.


G E S U N D H E I T

HIV-Prävention: Vaginale Bakterien beseitigen Tenofovir
Einige Bakterien der Vaginalflora sind in der Lage, das Virostatikum Tenofovir abzubauen. Die jetzt in Science vorgestellten Ergebnisse erklären, warum die HIV-Präexpositionsprophylaxe bei Frauen häufiger misslingt als bei Männern. Weiteres lesen Sie hier (PDF-Datei).


M E D I E N

Film: Nicht Mutter. Erfahrungsberichte über Schwangerschaftsabbrüche
Nach aktuellen Schätzungen hat jede fünfte Frau in ihrem Leben einmal ihre Schwangerschaft abgebrochen. In dem Film erzählen mehrere betroffene Frauen und ein Mann ihre Erfahrungen eines Schwangerschaftsabbruchs und die damit zusammenhängenden Gefühle und Folgen für ihr Leben. Über die offenen Berichte zeigt der Film, wie sich betroffene Frauen und Männer mit einer ungewünschten Schwangerschaft und ihrer Entscheidung zu einem Abbruch fühlen, wie sie den Abbruch erlebt haben und wie er ihr folgendes Leben beeinflusst hat. Bestellmöglichkeit unter medienprojekt-wuppertal.de.


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

10. August 2017 | Köln
Fachtag HIV & Hepatitis
Wie bereits angekündigt, lädt die Aidshilfe NRW gemeinsam mit Herzenslust, POSITHIV HANDELN, VISION und JES NRW zum Fachtag HIV und Hepatitis nach Köln ein. Ziel dieses Fachtags ist es zum einen, auf einen gemeinsamen Wissensstand bezüglich der jüngsten Entwicklungen zu HIV, Hepatitis B und C zu kommen und erste Schritte für eine Verbandsstrategie für einen verbesserten Zugang der relevanten Zielgruppen zu Beratungs- und Testangeboten, Prävention und Behandlung zu entwickeln. Zum anderen möchten wir ins Gespräch kommen mit unseren Kooperationspartnern und weiteren relevanten Akteuren aus der Ärzteschaft, den Drogenhilfen, der Selbsthilfe und der Community, dem Justizvollzug, der Politik und der Verwaltung und eine engere Vernetzung vor allem im Themenfeld Hepatitis anregen. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier (PDF-Datei).

2. September 2017 | Oberhausen
Gruppenleben - Teamgeist - Über den konstruktiven Umgang mit Konfliktsituationen
In Gruppen und Teams kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen und Konflikten. Diese Situationen sind Ausdruck von Meinungsvielfalt, Engagement und Lebendigkeit. In diesem Seminar wird anhand konkreter Beispiele nach neuen, wirkungsvollen Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten Ausschau gehalten. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier (PDF-Datei).

14. August 2017 | Essen
Von Cannabis bis Heroin – Wechselwirkung mit der HIV-Therapie
Montagsgespräch mit Dr. Henrike Dirks, Leiterin der Suchtforschung des LVR-Klinikums Essen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

21. August 2017 | Essen
"Du bist, was Du isst" – Ernährung, Fitness/Bewegung mit HIV
Montagsgespräch mit Elena Hannig, Ärztin der HPSTD-Ambulanz des Universitätsklinikums Essen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

8. September 2018 | Paderborn
Fachtag HIV/ Aids anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der AIDS-Hilfe Paderborn
2017 ist für die AIDS-Hilfe in Paderborn ein Jubiläumsjahr. Vor dreißig Jahren wurde sie in den Hochzeiten der Aidskrise gegründet. Obwohl der Verein große Erfolge in dieser Zeit nachweisen kann, ist der Umgang mit HIV auch in Paderborn häufig von Unsicherheit und Angst geprägt. Die daraus resultierende Diskriminierung von Menschen mit HIV schadet diesen und hält Menschen vom HIV-Test ab. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier (PDF-Datei).

8. bis 10. September 2017 | Berlin
HIV/STI-Prävention in der Beratung von Frauen in der Prostitution 2
Der permanente Wandel in der Präventionsarbeit und Beratung von Sexarbeiterinnen ist sowohl durch hohe Mobilität und Fluktuation innerhalb dieser Zielgruppe als auch durch Veränderungen oder Nachbesserungen auf Gesetzesebene bedingt. Viele Möglichkeiten der Gesundheitsförderung und Prävention im Rahmen der noch geltenden Gesetzeslage werden bisher wenig und sehr unterschiedlich genutzt und umgesetzt. Gerade durch die wirtschaftliche Entwicklung und die Erweiterung der Europäischen Union hat sich die Arbeitsplatzsituation für Sexarbeiterinnen in Deutschland verändert, was auch auf die Strukturen von Arbeit in der Prostitution zutrifft. Insbesondere Migrantinnen bleibt als Arbeitsmöglichkeit oft nur der Weg in die Prostitution. Neben gut informierten und professionell arbeitenden weibliche Sexworker arbeiten so auch zunehmend Frauen ohne den entsprechenden Hintergrund in der Sexindustrie. Gemeint sind Frauen, die nie mit Gesundheitsförderung und HIV/STI-Prävention in Berührung gekommen sind. Dadurch verändert sich das Arbeitsfeld von weiblichen Streetworken und Beraterinnen. Neue Wege der Prävention müssen gefunden werden. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier (PDF-Datei).

17. bis 19. September 2017 | Dresden
Train the Trainer-Seminar
ProfiS - das Fortbildungsprogramm für Sexarbeiterinnen in Bordellen - entwickelt sich weiter: Nachdem Sozialarbeiterinnen der Fachberatungsstellen Prostitution sowie (Ex-) Sexarbeiterinnen als Trainerinnen ausgebildet wurden und inzwischen mehr als 300 Workshops deutschlandweit durchführten, soll das Projekt auch anderen Interessierten vorgestellt werden. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier (PDF-Datei).

23. September 2017 | Köln
Achtsamkeit bewegt – bei sich ankommen mit Leichtigkeit, Tiefe und Spaß
Wundern Sie sich, dass Sie schon wieder so einen verspannten Nacken haben? Sie verstehen nicht, warum Sie gerade so schlechte Laune haben? Sie sind in Gedanken meist schon fünf Schritte voraus und hetzen so durch den Alltag? Mit spielerischen Wahrnehmungsübungen im Dialog von Musik und Bewegung bietet dieses Seminar den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, auf eine Forschungsreise zu gehen und mit allen Sinnen zu erkunden, wie wir wahrnehmen und reagieren: körperlich, emotional, gedanklich. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

4. Oktober 2017 | Essen
Weibliche Genitalbeschneidung
Sowohl die zuletzt erschienene empirische Studie zum Thema „Weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland“ als auch andere Studien zuvor haben verdeutlicht, dass die Praktik nur im gesellschaftlichen Kontext und aus der Perspektive betroffener Bevölkerungsgruppen betrachtet werden kann, möchte man künftig erreichen, dass die Arbeit gegen weibliche Genitalbeschneidung Erfolge erzielt. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

6. Oktober 2017 | Warendorf
HIV-Infektion und Therapie 
Die Medizinische Rundreise der DAH zu "HIV-Infektion und Therapie" vermittelt in verständlicher Sprache ein Basiswissen über HIV und Aids sowie die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten. Die behandelten Themen und Schwerpunkte orientieren sich an den konkreten Fragen und dem unterschiedlichen Wissensstand der Teilnehmer*innen. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier (PDF-Datei).

9. Oktober 2017 | Essen
"Wenn alle zur PrEP ja sagen, muss ich das auch?!"
Montagsgespräch mit Arne Kayser (Aidshilfe Bochum), Dr. Stefan Esser (Chefarzt der HPSTD-Ambulanz des Universitätsklinikums Essen), Sigrid Averesch-Tietz (Referatsleiterin Grundsatzfragen des Verbandes der Ersatzkrankenkassen), Georg Roth (Moderation). Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

13. bis 15. Oktober 2017 | Bielefeld
Netzwerk Frauen und Aids III
Bei diesem Treffen für Frauen mit und ohne HIV, die sich im Bereich „Frauen und Aids“ engagieren, geht es um Frauen mit HIV und Kinder. Der Umgang mit HIV in Familienzusammenhängen ist für die Eltern ein zentrales Thema. Angst vor gesellschaftlicher Diskriminierung macht den normalen Umgang mit der Infektion nicht einfacher. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier (PDF-Datei).

13. bis 15. Oktober 2017 | Berlin
Streetwork für Frauen III
Das Arbeitsfeld "Streetwork bei Sexarbeiterinnen" wird wesentlich dadurch bestimmt, in welchen Bereichen des Sexgeschäfts man unterwegs ist (z. B. in Clubs, auf der Straße) und wer aufgesucht wird (z.B. professionelle Sexarbeiterinnen, Gelegenheits- oder Beschaffungsprostituierte, Frauen mit oder ohne deutschen Pass, Minderjährige oder Volljährige). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zahl sehr junger Sexarbeiterinnen – sowohl deutscher als auch nichtdeutscher – seit einigen Jahren zunimmt. Wie sich der Zugang zu den Frauen gestaltet, ist nicht zuletzt durch die Haltung der Streetworkerinnen und ihren Bezug zu Sexualität und Sexarbeit bestimmt. Dieser dritte Teil des Fortbildungsangebots zur Steigerung der Streetwork-Qualität eignet sich auch für Anfängerinnen. Nähere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

23. Oktober 2017 | Essen
"Was ist was?" – HIV, STI. Ansteckungswege, Symptome und Test
Montagsgespräch mit Martin Ocepek (Aidshilfe Essen). Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

22. November 2017 bis 29. September 2018 | Wuppertal
Positive Familien- und Konfliktberatung. Zertifikatskurs nach dem Ansatz der Positiven Psychotherapie
Die berufsbegleitende Qualifizierung richtet sich an Fachkräfte aller Arbeitsfelder der sozialen Arbeit. Sie können die einzelnen Kursinhalte vielfältig in Ihren beruflichen Zusammenhängen anwenden oder sich für einen Arbeitsschwerpunkt Beratung fit machen. Dieser ressourcenorientierte Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe eignet sich gleichermaßen für eine präventive Arbeit und auch für die Unterstützung in akuten Konfliktsituationen. Anmeldungen bis Mitte Oktober. Weitere Informationen finden Sie unter paritaetische-akademie-nrw.de.

11. bis 12. Dezember 2017 | Berlin
Wie kann man Menschen aus den neuen EU-Ländern krankenversichern?
Der Wettbewerb zwischen den Krankenkassen hat dazu geführt, dass oft versucht wird, "unbeliebte" Antragsteller*innen regelrecht abzuwimmeln. Dazu gehören in der Regel auch Bürger*innen aus den neuen EU-Ländern. Wer diese Menschen berät und begleitet, sollte gegen rechtswidrige Ablehnungen der Krankenkassen vorgehen und eine reguläre Mitgliedschaft durchsetzen. Das erfordert fundierte Kenntnisse über Mitgliedschaften gemäß SGB V, um die Antragsteller*innen richtig zuordnen und entsprechend versichern zu können. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier (PDF-Datei).

19. und 20. Januar 2018 | Bochum
7. Fachtag: HIV, Sexualität und Psyche
Der Fachtag 2018 wird das Thema: "Sexualität für dich und mich – Darf ich anders sein?" behandeln. Dabei stehen Fragestellungen wie Transsexualität und HIV-Krankheitsverarbeitung in der Psychotherapie, männliche Sexarbeit und Migration, Abweichungen vom Mainstream und Somatisierungsstörungen in Zusammenhang mit Sexualität sowie Sexualität im Alter im Vordergrund. Merken Sie sich den Termin bereits vor, weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).


S O N S T I G E S

Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.

Der nächste Newsletter erscheint Ende September 2017 
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise, etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte September 2017 per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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