Nr. 2 - Mai 2017
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns sehr, Ihnen heute die 2. Ausgabe des gemeinsamen Newsletters rund um die Themen Drogen/Haft und Spritzenautomaten in NRW zusenden zu können. Gerne veröffentlichen wir interessante Projekte, Themen oder Termine über den Newsletter. Bitte senden Sie die Beiträge einfach per Mail an brigitte.bersch@nrw.aidshilfe.de. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. 

Mit herzlichen Grüßen

Brigitte Bersch Domenico Fiorenza
Spritzenautomatenprojekt NRW Drogen/Haft


A K T U E L L E S

Wir wollen mehr Stimmen!

Der Landesvorsitzende der Aidshilfe NRW, Arne Kayser, rief beim Jahresempfang der Aidshilfe NRW am 25. April 2017 im Düsseldorfer Maxhaus alle Kolleg*innen in der Aidshilfearbeit auf, zur Wahl zu gehen. Jede Stimme für eine der bislang im Landtag vertretenen demokratischen Parteien ist auch eine Stimme für die Sicherung der Qualität der Arbeit des Landesverbands. "Wir dürfen nicht zulassen, dass funktionierende und wirksame Präventionsstrategien, insbesondere in der Schulaufklärung, der Drogenselbst-hilfe und der strukturellen HIV-Prävention, zurückgenommen werden, weil gewisse politische Kräfte ein anderes Welt- und Menschenbild durchsetzen wollen", so Kayser. Mit der Postkarte "Wir wollen mehr Stimmen!" wirbt die Aidshilfe NRW dafür, dass alle, die die Aidshilfe unterstützen und ihre Arbeit für richtig halten, am 14. Mai wählen gehen.

Bewerbung für die Steuerungsgruppe von "Mitmischen in NRW"
Unter dem Titel "Landesweite Vernetzung der Selbsthilfe von Menschen mit HIV/Aids - Stärkung, Qualifizierung und Beteiligung" hat am 1. März 2017 ein auf der Mitgliederversammlung der Aidshilfe NRW beschlossenes Projekt zur Partizipativen Qualitätsentwicklung begonnen. Der Vorstand der Aidshilfe NRW und die Landesarbeitsgemeinschaft POSITHIV HANDELN NRW laden ganz herzlich gemeinsam zur Beteiligung ein. Ziele des von der Techniker Krankenkasse bis zum 30. Juni 2019 finanzierten Projektes sind unter anderem, in den Mitgliedsorganisationen die strukturellen Voraussetzungen zu schaffen, die die Partizipation überhaupt erst ermöglicht und im Verband Entscheidungsprozesse zu initiieren, in welchem Umfang Partizipation von Menschen mit HIV und Aids im Landesverband gewollt wird. Die Steuerung des Projektes findet in der Steuerungsgruppe statt. Die Vertreter*innen aus den Mitgliedsorganisationen sind noch nicht berufen. Für diese sechs Sitze in der Steuerungsgruppe wird hiermit das Bewerbungsverfahren eröffnet! Weitere Informationen zum Projekt und zur Bewerbung für die Steuerungsgruppe finden Sie unter ahnrw.de.
 


P O L I T I K

Bundeskabinett ändert Regeln für Substitutionsbehandlungen
Substitutionsmittel sollen künftig auch von Rehabilitationseinrichtungen, Alten- und Pflegeheimen, Hospizen und Gesundheitsämtern an Patient*innen abgegeben werden dürfen. Zudem wird es in Einzelfällen möglich werden, dass Substituierte das Methadon oder andere Mittel für den Bedarf von bis zu 30 Tagen mit nach Hause nehmen dürfen. Bislang war dies nur für grundsätzlich sieben Tage gestattet. Diese und weitere Änderungen der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) hat das Bundeskabinett Mitte März beschlossen. Sie müssen nun noch vom Bundesrat gebilligt werden. Ziel der Änderungen ist es, die wohnortnahe Versorgung der Betroffenen zu verbessern und mehr Ärzt*innen für die Teilnahme an der Substitutionsbehandlung zu gewinnen. Mit der Änderung der Verordnung werden verschiedene Regelungen in die Richtlinienkompetenz der Bundesärztekammer übergeben. Das betrifft die Voraussetzungen für Einleitung und Fortführung einer Therapie, die Entscheidung über begleitende psychosoziale Betreuung, den Umgang mit Beikonsum und Verschreibungen zur eigenverantwortlichen Einnahme von Substitutionsmitteln. Die Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums und der Bundesdrogenbeauftragten vom 15. März 2017 finden Sie hier (PDF-Datei).


G E S U N D H E I T

Zugang zur Hepatitis-C-Behandlung in Europa
Eine auf dem Internationalen Leberkonkress vom 19. bis 23. April 2017 in Amsterdam vorgestellte Studie hat die verschiedenen Zugangs- und Erstattungskriterien zur Hepatitis-C-Behandlung in europäischen Staaten untersucht. England, Malta, die Slowakei, Ungarn und Kroatien zählen zu den Ländern mit den restriktivsten Zugangsbarrieren, während Deutschland zusammen mit Frankreich, Irland, Portugal, Polen und den Niederlanden zu den Staaten mit den geringsten Hürden zur Behandlung zählt, auch wenn die tatsächlichen Behandlungszahlen (s.u.) eine andere Sprache sprechen. Weitere Informationen zur Studie finden Sie infohep.org.

Studie zur Hepatitis-C-Behandlung in Deutschland
Eine neue Studie, die im Journal of Hepatology veröffentlicht wurde, liefert neue Erkenntnisse zur Hepatitis-C-Behandlung in Deutschland. So kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass im Dezember 2015 weniger Menschen mit den neuen HCV-Medikamenten behandelt wurden als noch im Januar 2010 mit den Interferon-basierten Therapien. Zwar gab es von 2014 bis 2015 einen moderaten Anstieg, der aber nicht so hoch ausgefallen ist wie erwartet. Mit einer Behandlungszahl von ca. 18.000 Personen pro Jahr kann zwar die Gesamtzahl der ca. 160.000 HCV-infizierten Menschen reduziert werden, die Zahl der Neuinfektionen kann aber nur dann verringert werden, wenn substantielle Anteile besonders gefährdeter Gruppen diagnostiziert und behandelt werden, also i.v. Drogen gebrauchende Menschen und Menschen aus Ländern mit höherer HCV-Prävalenz. Als Ursachen für die niedrigen Behandlungszahlen vermutet die Studie die hohen Preise der Medikamente, Unklarheiten im Erstattungssystem und die Tatsache, dass oftmals nur Patient*innen im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung behandelt werden.

Neue WHO-Leitlinien zur Testung von Hepatitis B und C
Die Testung und Diagnostik von Hepatitis B und C sind der Schlüssel für Bemühungen sowohl in der Prävention als auch in der Behandlung. HBV- und HCV-Infektionen, die frühzeitig erkannt werden, können rechtzeitig behandelt werden, um schwere Lebererkrankungen zu verhindern oder zu verzögern. Testangebote bieten außerdem eine Möglichkeit, die Menschen zu Prävention, Beratung und auch Impfungen (für Hepatitis B) hinzuführen. Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre ersten Leitlinien zur Testung von Hepatitis B und C herausgegeben, die Sie hier (PDF-Datei) finden können. 

Neuer Hepatitis-Bericht der WHO
Die WHO hat ihren ersten umfassenden globalen Hepatitis-Bericht vorgelegt. Weltweit leben demnach 235 Millionen Menschen mit einer chronischen Hepatitis B (HBV) oder Hepatitis C (HCV). Die überwiegende Mehrheit dieser Menschen hat nur eingeschränkten Zugang zu Test und Behandlung, wodurch diese der Gefahr eines langsamen Fortschreitens zu chronischen Lebererkrankungen und Krebs bis hin zu tödlichen Folgen ausgesetzt sind. Die WHO hat es sich zum Ziel gesetzt, dass bis zum Jahr 2030 90% aller Personen mit HBV  und HCV getestet sind und 80% behandelt werden – aktuell sind jedoch nach Schätzungen der Organisation lediglich 9 bzw. 20% getestet und 8 bzw. 7% behandelt. Diese und weitere Zahlen für die verschiedenen Weltregionen sowie auch Best-Practice-Beispiele in ausgewählten Ländern finden Sie im vollständigen Global Hepatitis Report 2017 (PDF-Datei). Infographiken zu den einzelnen Zahlen finden Sie auf der Homepage der WHO unter who.int.  
 

S O Z I A L E S

Studie zu Safer Use, Partnerschaft und Sexualität bei Drogengebrauchenden

Safer-Use- und Harm-Reduction-Angebote für Drogengebrauchende richten sich für gewöhnlich an Individuen - das Teilen von Spritzen und weiteren Konsumutensilien findet jedoch oft innerhalb von Partnerschaften statt. Dies werde von den Angeboten bisher noch weitestgehend vernachlässigt, so australische Wissenschaftler*innen, die im Rahmen einer qualitativen Studie Tiefeninterviews mit 80 Drogengebrauchenden über deren Partnerschaften, Konsumverhalten und Safer-Use-Strategien geführt haben. Ähnlich wie im HIV-Bereich lasse sich eine Strategie der „ausgehandelten Sicherheit“ auch für HCV-infizierte Drogengebrauchende und deren Partner*innen feststellen, also ein Konsumverhalten auf Basis des gegenseitigen Wissens über den Infektionsstatus. Die Studie empfiehlt deshalb, Aspekte wie Partnerschaft und Sexualität in der Präventionsarbeit, aber auch in Bereichen wie etwa Entgiftung, Substitutionstherapie und Hepatitis-Behandlung zu berücksichtigen. Eine Übersicht zu den Methoden und Ergebnissen der Studie finden Sie unter aidsmap.com


R E C H T

Hilfsorganisationen fechten Patent auf teures Hepatitis-C-Medikament in Europa an
Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) legte beim Europäischen Patentamt Einspruch gegen das Patent von Gilead Sciences für das Hepatitis-C-Medikament Sofosbuvir ein. Die Hilfsorganisation unterstützt damit Ärzte der Welt sowie weitere zivilgesellschaftliche Organisationen aus 17 Ländern, die ebenfalls Einspruch gegen das Patent des Pharmaunternehmens eingelegt haben. Die Monopolstellung von Gilead in der Herstellung des Medikaments ermöglicht es dem Unternehmen, exorbitant hohe Preise für Sofosbuvir festzusetzen. Ziel des Einspruchs ist es, Millionen Menschen weltweit eine bezahlbare Behandlung mit dem lebenswichtigen Medikament zu ermöglichen. Den Bericht lesen Sie unter aerzte-ohne-grenzen.at.

M E D I E N

Schütz dich – auch beim Sex. Infos für Drogengebraucher*innen

Die Präsenz des Themas Safe Use als maßgebliche Strategie zur Infektionsprophylaxe und Schadensminimierung führte dazu, dass das Thema "HIV/AIDS bei Drogengebraucher*innen durch sexuelle Übertragung" in den Hintergrund trat. Mit der Neukonzeption der Broschüre "Schütz dich - auch beim Sex. Infos für Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher" der Deutschen AIDS-Hilfe galt es diesem Umstand entgegenwirken und dazu beizutragen, das Themen wie "Sexualität und Drogengebrauch" bzw. "Safer Sex als Strategie zur Infektionsprophylaxe" wieder vermehrt in den Fokus der Diskussion innerhalb der Zielgruppe der Drogengebraucher*innen rücken. Die Broschüre kostenfrei bestellen oder als PDF-Version herunterladen können Sie unter aidshilfe.de.

Dokumentarfilm "Ein Tag im Leben" von und mit Drogengebraucher*innen feiert Premiere 
Am 28. April 2017 feierte der Dokumentarfilm "Ein Tag im Leben" in Berlin Premiere. Die acht Protagonist*innen aus Berlin, Budapest, Jakarta, Lagos, Mexico City, New York und Simferopol auf der Krim lassen sich einen Tag lang von der Kamera begleiten und geben Einblicke in ihre Geschichten, ihre sozialen Netzwerke und ihr Engagement gegen die Stigmatisierung von Drogengebraucher*innen. Mit der Dokumentation wollen die Filmemacher*innen – allesamt selbst Menschen, die Drogen gebrauchen – Mythen und Vorurteile abbauen und jenen eine Stimme geben, die zu den am stärksten an den Rand gedrängten Gruppen der Welt gehören. Weitere Informationen sowie Kontaktdaten zur Bestellung des Films finden Sie unter aidshilfe.de sowie unter adayinthelifemovie.com.

Leitfaden zur Naloxonvergabe an Opiatkonsument*innen
Naloxon ist seit vielen Jahren als Notfallmedikament bei Überdosierungen bekannt. Seit mehreren Jahren wird fachöffentlich darüber diskutiert, ob und wie dieses Medikament an Opiatkonsument*innen sowie deren An- und Zugehörige als Notfallmedikament abgegeben werden kann bzw. darf. Von den Erfahrungen der ersten bestehenden Projekte gilt es zu lernen, um in der Folge Naloxon-Vergaben in den Regionen umzusetzen. Dazu möchte diese von JES NRW herausgegebene Broschüre beitragen und aufzeigen, was nötig ist, damit dies gelingen kann und solche Angebote von der Zielgruppe akzeptiert werden. Die Adressat*innen des Leitfadens und der Trainings sind sowohl Drogen gebrauchende Menschen im Allgemeinen und hiervon insbesondere JES-Engagierte, als auch Mitarbeiter*innen der potenziellen kommunalen Kooperationspartner*innen. Bestellt werden kann sie kostenlos bei Brigitte Bersch.

Dokumentation Fachtag Lust+Rausch

Am 30. April 2016 fand der erste Kölner Fachtag Lust+Rausch der Aidshilfe NRW, der Aidshilfe Köln und der Drogenhilfe Köln statt. Fast 200 Teilnehmende aus etwa 100 unterschiedlichen Einrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet waren nach Köln gekommen, um sich über Substanzkonsum und Sexualität bei schwulen Männern auszutauschen und die Folgen des Phänomens Chemsex unter die Lupe zu nehmen. Die jetzt erschienene Dokumentation ist auch für nicht-schwule Leser*innen interessant. Die Broschüre können Sie bei info@nrw.aidshilfe.de bestellen. Online finden Sie sie hier (PDF-Datei).

Drogenkurier Nr. 109 – März 2017
Die aktuelle Ausgabe des Drogenkuriers, des Informationsmediums des JES-Bundesverbandes (Junkies, Ehemalige, Substituierte) beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema "Hepatitis-C-Behandlung". Online finden Sie ihn hier (PDF-Datei). Die Printausgabe des vier Mal jährlich erscheinenden Drogenkuriers können Sie über dieses Kontaktformular (PDF-Datei) anfordern. 

Neue Online-Broschüre zur Drogentodprävention
Die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen hat eine neue Online-Broschüre zur Prävention von Drogentodesfällen herausgegeben. Nach der letzten Auflage aus dem Jahr 2009 liegt hiermit eine überarbeitete und ergänzte Broschüre vor, die um weitere Beiträge zu Drugchecking, Drogenkonsumräumen sowie zu Naloxon-Take-Home-Programmen ergänzt wurde. Auch die Rolle von sozialen Netzwerken und Online-Angeboten wird in einem eigenen Beitrag beleuchtet. Die Broschüre finden Sie hier (PDF-Datei).

Info+ virushepatitis
Die überarbeitete info+ Broschüre virushepatitis (für Beraterinnen und Berater) ist unter aidshilfe.de bestellbar, online finden Sie sie hier (PDF-Datei).


T E R M I N E

23. Mai 2017 in Berlin: 7. Fachtag Hepatitis
Das Ziel des Fachtages "Innovative Präventionspraxis und niedrigschwelliger Zugang zur Therapie für Drogengebraucher*Innen" ist es, Mitarbeiter*innen in Drogenhilfeeinrichtungen einerseits über niedrigschwellige, innovative Präventionsansätze zu informieren, Best Practice - Modelle ‚zum Anfassen‘ und andererseits Strategien zur besseren Versorgung HCV-infizierter Drogengebraucher*innen in verschiedenen Settings (ambulant / stationär, in der Substitutionsbehandlung, im Justizvollzug, in Therapieeinrichtungen, Brückenschlag durch Beratungseinrichtungen etc.) und verschiedener Hintergründe (z.B. Geflüchtete, Menschen ohne Papiere) aufzuzeigen. Darüber hinaus sollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu verschiedenen Versorgungsstrategien zusammentragen werden.
Den Flyer zum Fachtag mit Anmeldemöglichkeit finden Sie hier (PDF-Datei).

19. bis 21. Juli 2017 in Berlin: Motivierende Gesprächsführung in der Arbeit mit Drogengebraucher*innen 
Wie lassen sich Menschen zu Verhaltensänderungen motivieren? Die Antwort lautet nicht selten "Druck ausüben" oder "überreden". Das allerdings ist kräftezehrend und führt selten zum Erfolg. Die von William Miller und Steven Rollnick entwickelte Methode des "Motivational Interviewing" zielt dagegen auf die Steigerung der "von innen kommenden" Motivation zu Veränderung, indem sie Ambivalenzen aufspürt und aufzulösen versucht. Die Klient*innen werden dabei auf geschmeidige, "mit dem Widerstand gehende" Weise dazu gebracht, das zu finden, was sie wirklich wollen und was ihnen gut tut. Weitere Infos finden Sie unter aidshilfe.de

5. Juli 2017 in Gelsenkirchen: 9. Kooperationstag Sucht und Drogen NRW
Der Kooperationstag bietet allen beteiligten Akteuri*nnen in der Sucht- und Drogenhilfe NRW sowie Ärzt*innen, Apotheker*innen und Psychotherapeut*innen eine einmalige Plattform zur Kommunikation und Vernetzung. Darüber hinaus sind weitere mit dem Thema Sucht konfrontierte Berufsgruppen sehr willkommen. Eine konkrete Vernetzung spiegelt sich auch in den Institutionen wider, die den Kooperationstag organisatorisch und inhaltlich vorbereiten und tragen: Dies sind die Ärztekammern Westfalen-Lippe und Nordrhein, die Apothekerkammern Westfalen-Lippe und Nordrhein, die Freien Wohlfahrtsverbände, die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland, die vier Landeskoordinierungsstellen Frauen und Sucht (Bella Donna), Glücksspielsucht NRW, Integration NRW, Suchtvorbeugung NRW (ginko Stiftung für Prävention) sowie die Landesstelle Sucht NRW. Weitere Infos finden Sie unter wissensuchtwege.de.

10. August 2017 in Köln: Fachtag HIV & Hepatitis
Die Aidshilfe NRW lädt gemeinsam mit Herzenslust, POSITHIV HANDELN, VISION und JES NRW zum Fachtag HIV und Hepatitis nach Köln ein. Die epidemiologischen, medizinischen und politischen Entwicklungen in Bezug auf Hepatitis haben sich in den letzten Jahren nahezu überschlagen. Dies gilt besonders die Revolution in der Hepatitis-C-Therapie. Nicht erst die neue Strategie der Bundesregierung zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen („BIS 2030“) stellt klar, dass HIV, Hepatitis und andere STIs in der Präventionsarbeit nicht nur isoliert behandelt werden sollten und die integrierte Betrachtung der verschiedenen Infektionen an Bedeutung gewinnt. Dies stellt auch Aidshilfen und ihre Kooperati-onspartner in ihrer täglichen Arbeit vor neue Herausforderungen. Ziel dieses Fachtags ist es, auf einen gemeinsamen Wissensstand bezüglich der jüngsten Entwicklungen zu kommen und erste Schritte für eine Verbandsstrategie für einen verbesserten Zugang der relevanten Zielgruppen zu Beratungs- und Testangeboten, Prävention und Behandlung zu entwickeln. Zum anderen möchten wir ins Gespräch kommen mit unseren Kooperationspartnern und weiteren relevanten Akteu-ren aus der Ärzteschaft, den Drogenhilfen, der Selbsthilfe und der Community, dem Justizvollzug, der Politik und der Verwaltung und eine engere Vernetzung vor allem im Themenfeld Hepatitis anregen.

21. bis 22. September 2017 in Berlin: Migration und Drogen
In diesem Konzeptseminar der Deutschen AIDS-Hilfe geht es zum einen um die Lebenswelten von Drogen konsumierenden Migrant*innen – auch mit Blick auf die Prävention von Infektionen. Zum anderen sollen Mitarbeiter*innen aus Beratungsstellen, die bereits über Erfahrungen in diesem Feld verfügen, ihre eigene Arbeit reflektieren, Modelle guter Praxis vorstellen und Ideen sammeln, um ihre Konzepte weiterentwickeln zu können. Im Mittelpunkt stehen dabei der Zugang zur Zielgruppe und deren Einbeziehung in die HIV/STI- und Hepatitis-Prävention. Zugleich sollen Erfahrungsaustausch und Vernetzung ermöglicht, Bedarfe erfasst und gegebenenfalls neue Medien, Projekte oder Fortbildungsangebote angestoßen werden. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter aidshilfe.de.   
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