März 2017
Liebe Leser*innen!
Im vergangenen Newsletter berichteten wir Ihnen über die geplante Aktion zum Internationalen Frauentag am 8. März. "Mission fulfilled!" könnte man heute anmerken. Die Resonanz auf den Aufruf, mit dem Claim "Die Würde ALLER Frauen ist unantastbar" und dem Hashtag #pussyhat Fotos in den sozialen Medien zu posten, war überwältigend. Viele XXelle-Kolleginnen konnten sowohl andere Frauen, als auch männliche Unterstützer für diese sympathische Aktion mobilisieren. Allein auf Facebook war die Liste der geposteten Fotos unüberschaubar lang. Wir danken an dieser Stelle allen, die mitgemacht und damit ein Zeichen für Frauenrechte, Diversity und Akzeptanz gesetzt haben. Gleichzeitig rufen wir dazu auf, sich weiter zu engagieren: Wir stehen vor wichtigen Wahlen in NRW und im Bund. Daher könnte es lauten: "Zum Frauentag demonstrieren, zur Wahl motivieren!" Nur wer zur Wahl geht, stärkt unsere Demokratie, und nur wer eine der demokratischen Parteien wählt, kann rechtspopulistische und demokratiefeindliche Kräfte verhindern. Darauf werden wir im April und Mai verstärkt aufmerksam machen.
Viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW


A K T U E L L E S

Jahresempfang der Aidshilfe NRW am 25. April 2016
Sie sind herzlich eingeladen zum Jahresempfang der Aidshilfe NRW in Düsseldorf. Im Mittelpunkt stehen die politische Diskussion, die Verleihung des Ehrenamtspreises "merk|würdig" an zwei verdiente Ehrenamtliche sowie das persönliche Gespräch unserer Gäste miteinander. Die Einladungskarte finden Sie hier (PDF-Datei).


P O L I T I K

Die LAG Frauen und HIV/Aids in NRW mahnt Datenschutz an
Niemand ist verpflichtet, andere über eine HIV-Infektion zu informieren. Darauf wies anlässlich des Internationalen Frauentags die Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und HIV/Aids in NRW hin. Die beiden LAG-Sprecherinnen Nicole Hohenkirch und Birgit Körbel erklärten, sie wollten das Bewusstsein schärfen, dass Menschen mit HIV durch Datenschutz und Schweigepflicht rechtlich geschützt seien. Die Entscheidung, wer von der HIV–Infektion erfahren soll, sei sehr persönlich und könne nur von den Menschen mit HIV selbst getroffen werden. Die Presseinformation dazu lesen Sie unter ahnrw.de.


S O Z I A L E S

Handreichung des Paritätischen Gesamtverbands zum Bundesteilhabegesetz
Das neue Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurde ebenso wie das Pflegestärkungsgesetz III (PSG III) rechtzeitig vor dem Inkrafttreten am 1. Januar 2017 im Bundesgesetzblatt Nr. 66 am 29. Dezember 2016 veröffentlicht. Der Gesamtverband des Paritätischen hat hierzu eine erste Handreichung sowie eine Zusammenstellung der Termine zur Umsetzung des Gesetzes erstellen lassen. Die Handreichung "Übergänge gestalten – gewusst wie!" (PDF-Datei) richtet sich an Leistungserbringer der Eingliederungshilfe, darunter auch viele Aidshilfen. Die Übersicht "Das Bundesteilhabegesetz – Wann tritt was in Kraft?" (PDF-Datei) gibt einen wertvollen Überblick darüber, wann die verschiedenen Gesetzesänderungen wirksam werden.


M E D I E N

Dokumentation Fachtag Lust+Rausch
Am 30. April 2016 fand der erste Kölner Fachtag Lust+Rausch der Aidshilfe NRW, der Aidshilfe Köln und der Drogenhilfe Köln statt. Fast 200 Teilnehmende aus etwa 100 unterschiedlichen Einrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet waren nach Köln gekommen, um sich über Substanzkonsum und Sexualität bei schwulen Männern auszutauschen und die Folgen des Phänomens Chemsex unter die Lupe zu nehmen. Die jetzt erschienene Dokumentation ist auch für nicht-schwule Leser*innen interessant. Die Broschüre finden Sie hier (PDF-Datei).

Englische Ausgabe der Kinderwunsch-Broschüre
Anlässlich des Internationalen Frauentags wurde die völlig neu bearbeitete englische Ausgabe der Broschüre "HIV-Infektion, Kinderwunsch und Schwangerschaft" publiziert. Die deutsche und die englische Version werden bald auch zum Download auf der Homepage des FrauenGesundheitsZentrums zur Verfügung stehen. Die Broschüre finden Sie hier (PDF-Datei).


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

12. April 2017 | Köln
Safer Use-Training für Mitarbeiter*innen von Aids- und Drogenhilfen
Plakate und Broschüren zu Safer Use gibt es in fast allen Einrichtungen der Aids- und Droge(selbst)hilfe. Aber verfügen ihre Mitarbeiter*innen über ausreichend Kenntnisse, um Safer Use-Techniken praxisnah vermitteln zu können? Aus Umfragen und den Rückmeldungen der Einrichtungen geht hervor, dass nur eine begrenzte Zahl der Mitarbeitenden an entsprechenden Fortbildungen teilgenommen hat. Hinzu kommt, dass die Personalfluktuation in vielen Einrichtungen sehr hoch ist. Kontinuierliche Fortbildung ist aber wichtig, um in diesen Bereichen eine qualitativ gute Arbeit leisten zu können. Wer neu ist in der Aids- und Drogen(selbst)hilfe und Grundwissen zu Safer Use erwerben möchte, hat in diesem Seminar die Gelegenheit dazu. In praktischen Übungen können die verschiedenen Methoden zur Minimierung von Infektionsrisiken kennengelernt werden. Den Ablauf des Safer Use-Trainings lesen Sie hier (PDF-Datei), bei Interesse wenden Sie sich bitte an brigitte.bersch@nrw.aidshilfe.de

10.und 12. Mai 2017 | Düsseldorf
Netzwerk Frauen und Aids II 
Dieses Treffen findet zum Thema "Neues aus der frauenspezifischen HIV/STI-Forschung" statt. Neben Neuigkeiten aus dem medizinischen Bereich wird es zu sozialwissenschaftlicher Forschung einen ausführlichen Überblick über frauenspezifische Studien zu HIV weltweit seit 2005 geben. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

12. Mai 2017 | Köln
FUMA Fachtagung 2017
Die Tagung widmet sich in diesem Jahr dem Thema "Wegschauen geht nicht – Rechtsextremismus // Geschlechter // Prävention". Sie stellt Ergebnisse einer aktuellen Forschung zum Umgang mit diskriminierendem Verhalten in Einrichtungen der Mädchenarbeit vor. Das Phänomen Rechtsextremismus soll hierbei durch eine gendersensible Brille betrachtet werden. Es wird debattiert, wie die geschlechterreflektierte Prävention in der Arbeit gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus aussehen kann. Weitere Informationen folgen in Kürze.

25. bis 28. Mai 2017 | Kronberg
Bundesweites Treffen für HIV-positive Jugendliche
In Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendliche im Umfeld von HIV/AIDS veranstaltet die Deutsche AIDS-Hilfe auch 2017 wieder ein bundesweites Treffen für HIV-positive Jugendliche. Leiten Sie bitte die Ausschreibung (PDF-Datei) an interessierte Jugendliche weiter. Für Rückfragen steht in der Deutschen AIDS-Hilfe Heike Gronski unter heike.gronski@dah.aidshilfe.de gerne zur Verfügung. 

12. bis 13. Juni 2017 | Düsseldorf
Leben, Studieren und Arbeiten in Deutschland
Dieses Seminar dient dem Erwerb wie auch der Auffrischung und Erweiterung des Fachwissens zum EU- und Asylrecht, um die Beratungsqualität von Aidshilfen und anderen Einrichtungen im Feld "HIV/Aids-Prävention und Migration" zu sichern. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier (PDF-Datei).

14. bis 17. Juni 2017 | Salzburg
16. Deutscher und 22. Österreichischer AIDS Kongress
Wir freuen uns bekanntzugeben, dass der Deutsch-Österreichische AIDS Kongress 2017 in Salzburg stattfinden wird. Hier erhalten Sie die Ausschreibung des Communityboards (PDF-Datei), die Ausschreibung von Projekten (PDF-Datei), die entsprechende Anmeldung (PDF-Datei) sowie den Antrag auf ein Stipendium (PDF-Datei).

14. bis 16. Juli 2017 | Berlin
Streetwork für Frauen II
In diesem zweiten Seminar wird sich vertiefend mit biografische Prägung im Beriech der Sexualität auseinandergesetzt und anhand mitgebrachter Fälle zum Thema Sexarbeit und Psychohygiene gearbeitet. Weitere Informationen erfahren Sie hier (PDF-Datei).

8. bis 10. September 2017 | Berlin
HIV/STI-Prävention in der Beratung von Frauen in der Prostitution 2
Der permanente Wandel in der Präventionsarbeit und Beratung von Sexarbeiterinnen ist sowohl durch hohe Mobilität und Fluktuation innerhalb dieser Zielgruppe als auch durch Veränderungen oder Nachbesserungen auf Gesetzesebene bedingt. Viele Möglichkeiten der Gesundheitsförderung und Prävention im Rahmen der noch geltenden Gesetzeslage werden bisher wenig und sehr unterschiedlich genutzt und umgesetzt. Gerade durch die wirtschaftliche Entwicklung und die Erweiterung der Europäischen Union hat sich die Arbeitsplatzsituation für Sexarbeiterinnen in Deutschland verändert, was auch auf die Strukturen von Arbeit in der Prostitution zutrifft. Insbesondere Migrantinnen bleibt als Arbeitsmöglichkeit oft nur der Weg in die Prostitution. Neben gut informierten und professionell arbeitenden weibliche Sexworker arbeiten so auch zunehmend Frauen ohne den entsprechenden Hintergrund in der Sexindustrie. Gemeint sind Frauen, die nie mit Gesundheitsförderung und HIV/STI-Prävention in Berührung gekommen sind. Dadurch verändert sich das Arbeitsfeld von weiblichen Streetworken und Beraterinnen. Neue Wege der Prävention müssen gefunden werden. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier (PDF-Datei).

11. bis 12. Dezember 2017 | Berlin
Wie kann man Menschen aus den neuen EU-Ländern krankenversichern?
Der Wettbewerb zwischen den Krankenkassen hat dazu geführt, dass oft versucht wird, "unbeliebte" Antragsteller*innen regelrecht abzuwimmeln. Dazu gehören in der Regel auch Bürger*innen aus den neuen EU-Ländern. Wer diese Menschen berät und begleitet, sollte gegen rechtswidrige Ablehnungen der Krankenkassen vorgehen und eine reguläre Mitgliedschaft durchsetzen. Das erfordert fundierte Kenntnisse über Mitgliedschaften gemäß SGB V, um die Antragsteller*innen richtig zuordnen und entsprechend versichern zu können. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier (PDF-Datei).


S O N S T I G E S

Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.

Der nächste Newsletter erscheint im April 2017 
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise, etc. Bitte senden Sie diese bis April 2017 per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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