01 | 2017
Liebe Leser*in,

herzlich laden wir HIV-positive Frauen und Männer aus NRW zum kommenden Positiventreffen von POSITHIV HANDELN mit dem Thema "Lustvoll älter werden mit HIV" vom 10. bis 12. Februar 2017 ins DGB-Tagungszentrum Hattingen ein: Älter werden wir alle, jedes Jahr, jeden Tag, jede Stunde. Egal, wie alt wir sind. Das ist unser Leben. Welche Voraussetzungen können und wollen wir uns schaffen, damit das Älterwerden mutig und lustvoll gestaltet werden kann? Wie können wir uns Sorgen aus dem Weg schaffen? Referentin ist Silvia Salifou Karegwa (angefragt). Die Möglichkeit zur Onlineanmeldung für das Positiventreffen findest du unter posithivhandeln.de.

Terminübersicht der landesweiten Positiventreffen 2017
Seit über 20 Jahren gibt es die landesweiten Positiventreffen von POSITHIV HANDELN. Für Positive in NRW sind sie ein Ort für Austausch, Ermutigung und Information. Sie leben von dem, was du mitbringst. Sie werden vorbereitet und moderiert von erfahrenen Referentinnen und Referenten. Treffe Gleichgesinnte. Es gibt nicht nur ein Seminarprogramm, sondern auch Gesprächsgruppen und Freizeitangebote. Die Terminübersicht für 2017 findest du unter posithivhandeln.de.

Terminübersicht der Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft POSITHIV HANDELN 2017
Die Landesarbeitsgemeinschaft POSITHIV HANDELN NRW vertritt die Selbsthilfe-Basis mit der Lobbyarbeit durch die Aidshilfe NRW. Die politische Interessenvertretung der Positiven in NRW arbeitet ehrenamtlich, ist regional und bundesweit vernetzt und bestimmt ihre Themen selbst. So können Positive das politische Geschehen aktiv mitgestalten und ihre Erfahrungen eines Lebens mit HIV kommunizieren, die eigenen Anliegen und Forderungen deutlich und erfolgreich formulieren und dafür sorgen, dass die eigenen Themen öffentlich werden. Die Terminübersicht für 2017 findest du unter posithivhandeln.de.

Save the date: Verbandstag am 31. März und 1. April 2017
Damit die Aidshilfearbeit auch in den vor uns liegenden Jahren weiter verbessert und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst werden kann, lädt die Aidshilfe NRW im Frühjahr 2017 zu einem Verbandstag ein, bei dem spezifische Fragen unserer Inhalte und Strukturen diskutiert werden. Neben Vorträgen und Diskussionen mit den anwesenden Vertreter*innen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen, finden Themenworkshops statt, die sich an unsere Zielgruppen richten. Der Verbandstag findet am 31. März und 1. April 2017 KOMED in Köln statt. Im Januar erfolgt hierzu eine detaillierte Vorabinformation, im Februar erscheint dann das Programm. Wir hoffen, dass sich auch viele Positive, die nicht zwingend in der Aidshilfe engagiert sind, an der Diskussion beteiligen, und bitten heute darum, sich den Termin bereits vorzumerken.

Scholarship-Programm für Menschen mit HIV beim Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress in Salzburg vom 14. bis 17 Juni 2017
Auch in diesem Jahr vergibt das Community-Board des DÖAK 2017 Plätze im Rahmen des Scholarship-Programms. Engagierten Menschen mit HIV aus Deutschland und Österreich, die aktiv in der Communityarbeit sind, soll es ermöglicht werden, am größten deutschsprachigen HIV-Fachkongress teilzunehmen. Bewerbungsschluss für das Scholarship-Programm ist der 1. März 2017. Über die eingegangenen Anträge entscheidet das Community-Board des DÖAK 2017. Hier geht es zum Antragsformular für das Scholarship DÖAK 2017.

HIV-Community-Preis sucht Leuchtturmprojekte: Jetzt bewerben
Wer sich in seiner Stadt oder Gemeinde gezielt für die Verbesserung der Lebenssituation und Versorgung von Menschen mit HIV einsetzt, kann sich ab dem  1. Dezember 2016 wieder um den HIV-Community-Preis bewerben. Der Förderpreis wird zum dritten Mal ausgeschrieben. Der Preis will nachahmenswerte Ideen in der Früherkennung, Versorgung und sozialen Integration von Menschen mit HIV fördern und Best Practice-Beispiele aus der Community bekannt machen. Denn überall in Deutschland gibt es eine Vielzahl an Initiativen, die sich engagiert für Menschen mit HIV einsetzen. Bis zum 31. März 2017 können sich Interessierte mit ihren Projekten um den Preis bewerben. Der Förderpreis richtet sich an Vereine, Verbände und gGmbHs sowie an Selbsthilfeorganisationen und Beratungsstellen, medizinische Einrichtungen und soziale Dienste. Weitere Infos findest du unter hiv-community-preis.de.

life+ - das Magazin zu den Positiven Begegnungen Hamburg 2016
Das Magazin mit Berichten über die Workshops, Diskussionen und Themen der Bundespositivenversammlung Positive Begegnungen, die vom 25. bis 28. August 2016 in Hamburg stattfand, findest du unter aidshilfe.de.

Das schöne neue Bild von HIV
Mit der Behandelbarkeit der HIV-Infektion hat sich auch das Bild von Menschen mit HIV verändert, etwa in Aufklärungskampagnen. Doch wie authentisch sind diese Darstellungen eines "ganz normalen", fast gesunden Lebens? Neue Bilder von HIV braucht das Land – wie Menschen mit HIV dargestellt werden sollten, darüber wurde auf der Selbsthilfekonferenz Positive Begegnungen in Hamburg bisweilen heftig debattiert. Thomas Schützenberger, seit 28 Jahren HIV-positiv, sieht sich von den meisten Fotos, die man derzeit auf Plakaten oder in Broschüren sieht, kaum repräsentiert. Im Gegenteil. Warum sie dem 51-Jährigen Unbehagen bereiten, schildert er in einer persönlichen Rückschau auf drei Jahrzehnte mit HIV/Aids. Den Artikel findest du unter magazin.hiv.

Herzinfarkt-Risiko bei HIV-Infizierten deutlich höher als bislang angenommen?
Menschen mit HIV haben gegenüber der Allgemeinbevölkerung ein bis zu doppelt so hohes Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt, so eine Studie der Feinberg School of Medicine an der Northwestern University in Chicago. Für die Untersuchung wurden seit 1995 erhobene Daten von rund 20.000 Menschen mit HIV ausgewertet und mit Daten von Nichtinfizierten verglichen. Erhöht war das Risiko auch dann, wenn die Virenmenge im Blut durch HIV-Medikamente unter die Nachweisgrenze der gängigen Verfahren lag. Hauptursache ist laut dem Team um den Herz-Kreislauf-Spezialisten Dr. Matthew Feinstein die HIV-Infektion selbst. Sie verursache auch bei erfolgreicher Behandlung chronische Entzündungsreaktionen, die 10 bis 15 Jahre früher als bei Nichtinfizierten zu Plaques in den Herzkranzgefäßen führen könnten. Weitere Infos findest du unter aidshilfe.de.

Praxisnahe Empfehlungen der niedergelassenen Gastroenterologen
Die hepatologische Arbeitsgruppe "Therapie der Hepatitis C" des Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands haben als Ergänzung der ausführlichen Leitlinie zur Therapie der Hepatitis C der Deutschen Gesellschaft für Verdauuungs- und Stoffwechselstörungen eine praxisorientierte, komprimierte Empfehlungen zur Therapie der chronischen Hepatitis C formuliert. Die Empfehlung findest du hier (PDF-Datei).

HCV in Rektalflüssigkeit
Bei fast der Hälfte der HIV-/HCV-koinfizierten MSM kann in der Rektalflüssigkeit Hepatitis C nachgewiesen werden. In einer New Yorker Studie konnte damit das erste Mal ein rektales Shedding im Rektum von HIV-infizierten Männern nachgewiesen. Alle 443 HIV/HCV-koinfizierten MSM nahmen eine HIV-Therapie ein, aber aufgrund schlechter Adhärenz war die HIV-Viruslast bei nur bei 49% unter der Nachweisgrenze. Hepatitis C konnte bei 47% der MSM in der Rektalflüssigkeit nachgewiesen werden, die mediane HCV-Viruslast betrug 2,9 Logstufen IU/ml. Die HCV-Viruslast im Blut war bei den Männern mit Nachweis in der Rektalflüssigkeit signifikant höher als bei den MSM ohne HCV in der Rektalflüssigkeit (6,4 versus 4,0 Logstufen IU/ml, p<0,001).

Schamhaar-Entfernung erhöht STI-Risiko
Insbesondere häufiges Rasieren scheint Herpes und HPV zu begünstigen. 15.000 US-amerikanische Frauen und Männer zwischen 18 und 65 Jahren wurden gefragt, 7.500 haben geantwort. 3 von 4 Teilnehmer*innen  (74%) hatten ihr Schamhaar zumindest schon einmal gekürzt oder entfernt (84% der Frauen, 66% der Männer). Männer griffen dabei am liebsten zu einem elektrischen Rasierer (42%), Frauen benutzten vorzugsweise Nassrasierer (61%). 17% der Teilnehmer*innen waren "extreme groomers" (mindestens einmal) und 22% "high-frequency groomers" (täglich bis wöchentlich). 13% hatten schon mindestens einmal Herpes, Humane Papillomviren (HPV), Syphilis, Dellwarzen, Gonorrhoe, Chlamydien, HIV oder Filzläuse. Jede Form des Schamhaartrimmings ging mit einem um 80% erhöhten Risiko für Geschlechtskrankheiten einher. Kutane STI wie Herpes oder HPV waren bei häufigem Rasieren besonders häufig. Hier könnten Mikroverletzungen der Haut eine Rolle spielen. Weitere Infos findest du (in englischer Sprache) unter sti.bmj.com.

med.info Broschüren
Informationen zu HIV und Aids und zur sexuellen Gesundheit werden in den Broschüren einfach und verständlich erklärt. Sämtliche med.info Broschüren können unter aidshilfe.de  kostenfrei heruntergeladen werden.



 
 
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