Nr. 4 - Dezember 2016
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Ihnen heute die vierte Ausgabe des Newsletters rund um das Thema "Spritzenautomaten in NRW" für das Jahr 2016 zusenden zu können.

Gerne veröffentlichen wir interessante Projekte, Themen oder Termine über den Newsletter. Bitte senden Sie die Beiträge einfach per Mail an brigitte.bersch@nrw.aidshilfe.de. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. 

Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2017!

Mit herzlichen Grüßen
Brigitte Bersch
Koordination Spritzenautomatenprojekt NRW


Spritzenautomaten-Projekt
Für den Ausbau des Spritzenautomaten-Projektes in NRW stehen noch einige Spritzenautomaten auf Lager. Die Spritzenautomaten werden den Betreibern vor Ort kostenlos zur Verfügung gestellt. Aufstellungs-, Reparatur- und Portokosten werden von der Aidshilfe NRW übernommen. Die Automaten werden mit Spritzenpäckchen, Kondomen, Pflege-, Care- und Smoke-it-Sets bestückt und enthalten eine Entsorgungsbox für gebrauchtes Spritzbesteck. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Brigitte.Bersch@nrw.aidshilfe.de

Städteberichte der DRUCK-Studie veröffentlicht
Zur DRUCK-Studie (Drogen und chronische Infektionskrankheiten in Deutschland – Infektions- und Verhaltenssurvey bei injizierenden Drogengebrauchenden in Deutschland) des Robert-Koch-Instituts, deren Abschlussbericht im Juni diesen Jahres veröffentlicht wurde, liegen nun auch die Berichte der einzelnen teilnehmenden Studienstädte vor. Die jeweiligen Städteberichte, darunter in NRW für Essen und Köln, finden Sie unter rki.de. Unterschiede in den vorherrschenden Konsummustern, der konsumierten Substanzen und der Applikationsformen und Häufigkeit des Kons.de ums in den einzelnen Städten machen die Notwendigkeit jeweils an das lokale Setting adaptierter Maßnahmen deutlich, so heißt es im Abschlussbericht der Studie, den Sie unter rki.de finden.

Mikrowelle gegen Hep C- und HI-Viren - Zwei Minuten bei 360 Watt inaktivieren beide Viren
Das Funktionsprinzip der Mikrowelle basiert auf der Anregung von Wasser in der Probe und damit letztlich auf Erwärmung. "Da wir aus früheren Untersuchungen wussten, dass zumindest das Hepatitis C-Virus temperaturempfindlich ist, war der Ansatz erfolgversprechend", sagt Anindya Siddharta, Wissenschaftler der Arbeitsgruppe. Und tatsächlich: Zwei Minuten bei 360 Watt reichen aus, um wässrige HCV-Lösungen zu inaktivieren. Die Pressemitteilung von Twincore lesen Sie hier.

Wie Ärzte Ansteckungen verhindern können
Die Zahl der Neuinfektionen mit Hepatitis C stagniert. Bis 2030 soll Hepatitis ausgelöscht sein – so der Wille der Bundesregierung in Deutschland. Was sollten Ärzte dafür tun? Anders als bei HIV sei es bisher nicht gelungen, in der Öffentlichkeit ein ausreichendes Bewusstsein für die Infektion mit Hepatitis-Viren zu schaffen. Es mangele noch an Aufmerksamkeit für Risiken und Schutzmöglichkeiten vor Infektionen und es existierten noch Hürden, sich zu informieren oder bei Verdacht einen Arzt aufzusuchen. Denn noch immer sind sexuell übertragbare Infektionskrankheiten mit Scham und Stigma verbunden. Den kompletten Artikel lesen Sie hier.

Neue Hepatitis-C-Medikamente können Hepatitis-B-Infektionen reaktivieren
Die neuen Interferon-freien und hochwirksamen Hepatitis-C-Medikamente können zur Reaktivierung einer früheren Hepatitis-B-Infektion führen, so erklärte die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) in einer Pressemitteilung. Im Zeitraum von November 2013 bis Juni 2016 seien davon 24 Patient*innen betroffen gewesen, was zum Teil zu schweren Leberschäden und sogar zu einem Todesfall geführt hat. Als Folge dürfen die Medikamente nun nur noch mit einem deutlichen Warnhinweis vertrieben werden und Ärztinnen und Ärzte sind aufgefordert, vor, während und nach der Behandlung ihre Patient*innen auf Hepatitis B zu untersuchen. Die Meldung der Deutschen AIDS-Hilfe und den Link zur Pressemitteilung finden Sie unter aidshilfe.de.

Jetzt Neu: die Crystal-App
Auch wenn die mediale Berühmtheit von Crystal in letzter Zeit abgeebbt ist, wird die Substanz weiterhin konsumiert und ist regelmäßiger Bestandteil in vielen Lebensentwürfen. Ziel der App ist es unter anderem, Crystal-Konsument*innen zu erreichen, bevor sie aufgrund unterschiedlichster Problemlagen im Hilfesystem landen.
Die App bietet:
•    Ein Konsumtagebuch zur Unterstützung der Reflektion des eigenen Konsums
•    Erste-Hilfe-Grundlagen, um in einem Drogennotfall adäquat reagieren zu können
•    Selbsttests zur Stärkung des Verhältnisses zu sich selbst und der eigenen Wahrnehmung
•    Substanzinformationen (Lexikon, Safer-Use-Botschaften, Risikomanagement)
Darüber hinaus stellt die App hilfreiche Tipps zur Kontrolle des eigenen Konsums bereit und unterstützt eine wertneutrale Aufklärung von Konsument*innen und deren Angehörigen.
Sie ist kostenlos im Google Play Store erhältlich: Es werden keine personenspezifischen Daten gespeichert oder an Dritte weitergeben.
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