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NEWSLETTER 08 | 2016
Liebe Leser*innen,
 
im September haben wir unser alljährliches Herzenslust-Wochenende mit einem Entwicklungs- und Praxisworkshop mit den Themen virtuelle Prävention und Social Media gefüllt. Unter den Mottos "Wir liken uns den Arsch!" und "Ich seh nur 3D!" wurde im Essener Unperfekthaus kreativ an neuen, innovativen Präventionsstrategien und dazugehörigen Inhalten gearbeitet. Es gibt heute viele Safer-Sex-Strategien, die erst seit einigen Jahren in unserer Arbeit zur Geltung kommen. Gleichzeitig gilt manche Botschaft oder Haltung schon seit Jahrzehnten. Auch alte und neue Mythen beschäftigen uns in der alltäglichen Arbeit. Für uns ist es wichtig, dass wir unsere Zielgruppe attraktiv und originell ansprechen. Genauso wichtig ist es, möglichst viele Menschen aus der ehren- und hauptamtlichen Vor-Ort-Arbeit hierbei einzubinden. Es war richtig, dass wir uns die nötige Zeit an diesem gemeinsamen Wochenende genommen haben. Die erarbeiteten Ergebnisse nehmen wir mit, um in naher Zukunft mit neuen Projekten im Bereich virtuelle Prävention und Social Media an den Start zu gehen.
 
Herzliche Grüße aus der Geschäftsstelle senden
 
Reinhard Klenke, Oliver Schubert, Marcel Dams und Markus Schmidt



Landesarbeitsgemeinschaft Schwule/Herzenslust am 15. Oktober 2016 in Düsseldorf
"Länger leben und älter werden mit HIV" ist das Schwerpunkthema der letzten Landesarbeitsgemeinschaft Schwule/Herzenslust im Jahr 2016. Die Medizinische Rundreise der Deutschen AIDS-Hilfe ist zu diesem Thema zu Gast in Düsseldorf. Mehr Informationen zur Veranstaltung und dem Programm findest du hier (PDF-Datei).

Protokoll Fachtag "jung und schwul" mit Herzenslust
Am 3. September fand im Düsseldorfer Jugendzentrum PULS unser 6. Fachtag "jung und schwul" mit Herzenslust statt. Themen waren Trans- und Intersexualität in der schwulen Community und Jugendarbeit, Diskriminierung von Menschen mit HIV und "Good-Practice-Beispiele" aus der Jugendarbeit. Das Protokoll findest du hier (PDF-Datei). Dazu gehören auch folgende separate Präsentationen: "Diskriminierung von Menschen mit HIV" von Kerstin Mörsch, Deutsche AIDS-Hilfe (PDF-Datei). "Aidshilfe als Träger von (offener) Jugendarbeit" von Jan Gentsch, LSBT*-Jugendfachstelle NRW (PDF-Datei) sowie "Young Heroes Herzenslust - Das Gruppenangebot der AIDS-Hilfe Mönchengladbach/Rheydt von Alexander Marschner (PDF-Datei).

Robert-Koch-Institut verzeichnet erneut mehr HIV-Neudiagnosen
2015 wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) 3.674 HIV-Neudiagnosen gemeldet, fünf Prozent mehr als 2014. Zugenommen haben die Diagnosen bei Heterosexuellen und Drogengebraucher_innen, bei schwulen Männern dagegen sind sie leicht gesunken. Das geht aus dem aktuellen HIV-Jahresbericht 2015 des RKI hervor. Die Zahl der HIV-Neudiagnosen darf dabei nicht mit der Zahl der HIV-Neuinfektionen verwechselt werden. Sie lässt keinen direkten Rückschluss auf das Infektionsgeschehen in Deutschland zu, sondern gibt lediglich an, wie viele Menschen erstmals HIV-positiv getestet wurden. Der Infektionszeitpunkt kann unterschiedlich lange zurückliegen. Die Zahl der HIV-Neudiagnosen kann durch verschiedene Faktoren wie zum Beispiel Testangebote und Testverhalten beeinflusst werden und ist auch in den Jahren zuvor gestiegen. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen dagegen ist laut dem Robert Koch-Institut in den letzten Jahren etwa konstant geblieben. Die aktuellen Schätzungen dazu veröffentlicht das RKI jedes Jahr im November. Weitere Informationen findest du unter aidshilfe.de und rki.de.

Online-Protest gegen überhöhte Medikamentenpreise
Mit der europaweiten Kampagne "Der Preis des Lebens" protestiert das Netzwerk von Ärzte der Welt gegen überzogene Preise für lebenswichtige Medikamente. Besonders deutlich werde das Streben der Pharmafrimen nach Gewinnmaximierung am Beispiel des Hepatitis-C-Medikaments Sovaldi (Wirkstoff: Sofosbuvir), so die Organisation in ihrer Pressemitteilung. In Deutschland liege der Erstattungsbetrag, den die Krankenkassen dem Hersteller Gilead zahlen, bei rund 43.500 Euro für die zwölfwöchige Therapie. Die Behandlung aller Menschen mit chronischer Hepatitis C in Deutschland würde somit etwa 9 Milliarden Euro kosten – mehr als ein Viertel der jährlichen Medikamentenkosten der Krankenkassen. "Diese immensen Preise sind völlig abgekoppelt von den Forschungs- sowie Produktionskosten und können irgendwann nicht mehr von den Krankenkassen gezahlt werden", betont François De Keersmaeker, Direktor von Ärzte der Welt Deutschland. "Unser solidarisches Gesundheitssystem stößt durch diese rein profitorientierten Marktmechanismen an seine Grenzen." Erstmals gebe es, so De Keersmaeker, ökonomisch begründete Beschränkungen in der Behandlung, die sowohl für die individuelle wie die öffentliche Gesundheit bedrohlich seien. Weitere Infos zum Thema findest du unter aidshilfe.de.

"Gleichbehandlung ist ein Gewinn für uns alle"
Am 27. September 2016 feiert die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ihr zehnjähriges Bestehen. Über ihre Aufgaben und Möglichkeiten hat Axel Schock (Deutsche AIDS-Hilfe) mit der Leiterin Christine Lüders gesprochen. Das Interview findest du unter aidshilfe.de.

Neuer Mitarbeiter für den Live-Chat Health Support bei der Deutschen AIDS-Hilfe

Seit 1. September steht Klaus Purkart in der Bundesgeschäftsstelle der Deutschen AIDS-Hilfe als Ansprechpartner für den Live-Chat Health Support mit einer 50%-Stelle zur Verfügung. Ab dem 1. Dezember ist ein Testbetrieb des Live-Chats geplant: täglichin der Zeit von 17.00 bis 20.00 Uhr . Unser Herzenslust-Mitarbeiter Marcel Dams wird als einer von fünf regionalen Koordinatoren den Prozess begleiten.

Deutsche AIDS-Gesellschaft veröffentlicht vorläufige PrEP-Empfehlungen
Angesichts der unter Auflagen erfolgten europäischen Zulassung von Truvada® zur HIV-Prä-Expositions-Prophylaxe unterstützt die Deutsche AIDS-Gesellschaft (DAIG) behandelnde Ärzt_innen mit vorläufigen Empfehlungen zur Durchführung. In ihrem Papier weist die Fachgesellschaft zunächst ausdrücklich darauf hin, dass Truvada® erst dann als PrEP verordnet werden darf, wenn mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte abgestimmte Schulungsmaterialien für Ärzt*innen und Anwender*innen vorliegen. Danach, so die DAIG weiter, sollte eine PrEP samt begleitenden medizinischen Maßnahmen durch Ärzt*innen erfolgen, die Erfahrung in der Präventionsberatung zu sexuell übertragenen Infektionen und in der HIV-Therapie haben. Weitere Infos findest du unter aidshilfe.de. Die Empfehlungen der DAIG findest du unter daignet.de.

Protokoll des Fachtags "Schwule Männer mit und ohne HIV und Alter(n)"
Um die Themen einer künftigen Zusammenarbeit abzustimmen haben sie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter aus der Altenarbeit der Mitgliedsorganisationen der Aidshilfe NRW im August 2016 zu einem Fachtag "Schwule Männer mit und ohne HIV und Alter(n)" getroffen. Die Veranstaltung wurde protokolliert. Der Kreis wird sich regelmäßig treffen und ist offen für weitere Mitarbeiter, die sich in der schwulen Altenarbeit engagieren wollen. Das Protokoll des Fachtags findest du hier (PDF-Datei).

Einladung zum Fachtag "Gesund altern schwuler Männern mit und ohne HIV" vom 11. bis 13. Dezember 2016 in Göttingen
"Fit bis ins hohe Alter", "Gesund altern", diese und ähnlich formulierte Ansprüche an das Alter(n) sind kein typisch schwules Phänomen. Schon längst setzen sich Politik, Medizin und Gesellschaft damit auseinander, wie die stetig älter werdenden Bürger*innen gesund und aktiv bis ins hohe Alter sein können.  Aber was bedeutet das Älterwerden heute für schwule Männer? Anders als beispielsweise in den USA, wird sich in Deutschland bislang mit dem schwulen Altern noch wenig auseinandergesetzt. Es gibt in Deutschland so gut wie keine wissenschaftlichen Untersuchungen darüber, wie sich die Stigmatisierung schwuler Männer, erlebte Homophobie und die Bedrohung durch HIV/Aids, einhergehend mit dem Verlust vieler Freunde auf das Alter(n) von schwulen Männern auswirkt. Anhand der Ergebnisse US-amerikanischer Studien und den wenigen in Deutschland vorliegenden Forschungsergebnissen, wie auch anhand der Ergebnisse herkömmlicher Altersforschung soll sich mit den Herausforderungen schwulen Alterns beschäftigt werden. Dabei sollen auch die Ressourcen betrachtet werden, die es schwulen Männern ermöglichen, trotz ihrer Geschichte physisch und psychisch gesund alt zu werden und darüber diskutieret werden, was das überhaupt für schwule Männer mit und ohne HIV bedeutet? Am Ende des Seminars sollen in einem Handlungskatalog konkrete Maßnahmen und deren Akteure benannt werden. Die komplette Einladung zur gemeinsamen Fachtagung der Deutschen Aidshilfe, der Bundesinteressenvertretung Schwuler Senioren und der Akademie Waldschlösschenund einen Anmeldebogen findest du hier (PDF-Datei).

Bundesinteressenvertretung Schwuler Senioren (BISS) fordert umfassende Rehabilitierung und Entschädigung für schwule Senioren
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat angekündigt, noch in diesem Jahr einem Gesetz zur Rehabilitierung der Opfer nach §175 bis 1969 zuzustimmen. Eine Entschädigung soll es nur auf Nachweis der individuellen Verfolgung geben. Von einer kollektiven Entschädigung ist nicht die Rede. BISS fordert sowohl die zeitliche Eingrenzung der Rehabilitierung als auch eine kollektive (zusätzlich zur individuellen) Entschädigung. Die komplette Pressemitteilung findest du hier (PDF-Datei).

Themenwerkstätten nach den Positiven Begegnungen
Auf den Positiven Begegnungen 2016 in Hamburg wurden drei Themen gewählt, an denen in Werkstätten in den nächsten zwei Jahren weiter gearbeitet werden soll. Die Termine der Themenwerkstätten stehen jetzt fest und die Deutsche AIDS-Hilfe freut sich, wenn viele Menschen mit HIV Zeit und Lust haben, sich weiter zu engagieren. Hier die Termine und Orte: Themenwerkstatt "Bilder von HIV" vom 21. bis 23. Oktober 2016 in Berlin (weitere Infos unter aidshilfe.de/event/themenwerkstatt-bilder-hiv), Themenwerkstatt "Reha, wir kommen!" vom 25. bis 27. November 2016 in Mühlrain (weitere Infos unter aidshilfe.de/event/themenwerkstatt-reha-kommen) und die Themenwerkstatt "Diversity" findet vom 9. bis 11. Dezember in Gelsenkirchen statt (weitere Infos unter aidshilfe.de/event/themenwerkstatt-diversity).

Auslobung des Engagementpreises NRW 2017
Mit dem Engagementpreis NRW sollen vorbildliche Projekte des bürgerschaftlichen Engagements gewürdigt und bekannt gemacht werden. Unter dem Motto "Generationen schaffen Möglichkeiten – gemeinsam Engagement gestalten" können sich ab sofort Vereine, Stiftungen und Bürgerinitiativen bewerben. Bewerbungsschluss ist der 28. Oktober 2016. Weitere Infos findest du unter aids-nrw.de.
 
Stellenausschreibung "gerne anders!"
"gerne anders!" sensibilisiert, bildet und berät Jugendarbeit und Jugendhilfe in NRW zu Themen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt. Für das Projekt "Geflüchtete LSBT*-Jugendliche" kooperiert die Fachberatungsstelle mit dem Jugendzentrum anyway (Köln) und den together-Jugendprojekten (Ruhrgebiet/Niederrhein). Das Projekt möchte sich gemeinsam jungen LSBT*Geflüchteten stärker zuwenden, sie gezielt unterstützen und in die Angebote der Jugendprojekte integrieren. Durch Prozesse der interkulturellen Öffnung sollen diese Angebote zudem weiterentwickelt werden. Daher wird zum 1. Oktober 2016 oder später ein*e Sozialarbeiter*in, (Sozial)Pädagog*in (oder vergleichbar) gesucht. Die detaillierte Stellenausschreibung findest du hier (PDF-Datei).

Stellenausschreibung Göttinger AIDS-Hilfe
Die Göttinger AIDS‐Hilfe sucht zum 1. April 2017 eine*n Mitarbeiter*in für den Arbeitsbereich „Prävention, Beratung und Netzwerksarbeit mit dem Schwerpunkt MSM“. Die Ausschreibung findest du hier (PDF-Datei).           

Gerne wollen wir nochmal daran erinnern, dass du uns interessante News, Tipps, Termine, Aktionen vor Ort etc. zusenden kannst, die wir hier im Newsletter veröffentlichen. Diese einfach per Mail an herzenslust-newsletter@nrw.aidshilfe.de senden.
 
 
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