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NEWSLETTER 06 | 2016
Liebe Leser*innen,
 
man könnte meinen, der April macht was er will, dabei ist es doch schon August. Dennoch wechseln sich Sonne und Regen so oft ab, dass man sich jeden Morgen aufs neue Gedanken über das passende Outfit machen muss. Genauso vielfältig wie das Wetter sind auch die Präventionsstrategien. Neben dem Kondom und Schutz durch Therapie wird auch die Pre-Expositionsprophylaxe (kurz: PrEP) mittlerweile immer häufiger diskutiert. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat im Juli die Zulassung des HIV-Medikaments Truvada zur vorbeugenden Einnahme für Menschen mit hohem HIV-Risiko empfohlen. Laut Pharmakonzern Gilead hat die Europäische Kommission die Vermarktung des HIV-Medikaments Truvada auch zur vorbeugenden Einnahme (Prä-Expositions-Prophylaxe, kurz: PrEP) mittlerweile zugelassen. Hierüber freuen wir uns sehr. Denn die HIV-Prophylaxe ist zwar kein Ersatz anderer Schutzmöglichkeiten, bietet aber eine zusätzliche Option für Menschen, denen der Schutz mit Kondomen nicht immer gelingt. Wir setzen uns deswegen auch in der Zukunft dafür ein, dass sie als gleichwertiges Mittel zum Schutz vor HIV anerkannt wird.
 
Herzliche Grüße aus der Geschäftsstelle senden
 
Reinhard Klenke, Oliver Schubert, Marcel Dams und Markus Schmidt



Protokoll der letzten Landesarbeitsgemeinschaft Herzenslust
Am 16. Juli fand die Landesarbeitsgemeinschaft Herzenslust in Bochum statt. Dort wurden die landesweiten und regionalen ZSP-Projektanträge für das kommende Jahr vorgestellt. Außerdem gab es einen Projektbericht zu "Mashallah – You’re Welcome" und Koray Yilmaz-Günay, vom Migrationsrat Berlin-Brandenburg, hat einen Vortrag zum Schwerpunktthema "Migration: Sicherheiten und Unsicherheiten in der Prävention" gehalten. Das komplette Protokoll findet ihr hier (PDF-Datei). Die gesonderte Präsentation von Koray hier (PDF-Datei).

Fachtag: Schwule Männer mit und ohne HIV und Alter(n)
Auch schwule Männer, egal ob mit HIV oder ohne, werden älter. Und wie die meisten Menschen, wollen sie sich mit dem Thema nicht wirklich gerne beschäftigen. Die heteronormativen Angebote der Senior*innenarbeit und der Altenhilfe haben queere Menschen nicht ausreichend auf dem Schirm. Weder ihre besonderen Lebenswege, geprägt durch Diskriminierung und Strafandrohung, noch die Traumatisierung durch Aids sind in ihren Auswirkungen den Anbietern, kommunalen Verantwortlichen und häufig auch der Community nicht bewusst. Bei diesem ersten Treffen sollen möglichst konkret Bedarfe benannt und Angebote ausgetauscht, bzw. entwickelt werden. Einen Input über die bisherigen Erfahrungen aus seiner Arbeit auf Landesebene bringt Georg Roth ein. Die komplette Einladung sowie eine Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier (PDF-Datei).

Fachtag jung & schwul mit Herzenslust
Am 3. September findet bereits zum 6. Mal unser Fachtag "jung & schwul mit Herzenslust" statt. In diesem Jahr treffen wir uns von 10.00 bis 17.00 Uhr im Düsseldorfer Puls. Themen sind Trans- und Intersexualität in der schwulen Community und Jugendarbeit, Diskriminierung von Menschen mit HIV und "Good-Practice-Beispiele" aus der Jugendarbeit. Die detaillierte Einladung findest du hier (PDF-Datei).

Neue Ausgabe "HIV-Beratung aktuell" der Deutschen AIDS-Hilfe
Wir freuen uns über die 3. Ausgabe von "HIV-Beratung aktuell" des Jahres 2016. Wieder einmal gibt es spannendes zu lesen, unter anderem zur neuen Studie "Schwule Männer und HIV/Aids" oder zum Thema "PreP: Wer braucht sie wirklich?". Hier gibt es die komplette Ausgabe mit weiteren Inhalten als PDF-Datei.

Aufruf zur Kandidatur für die PositHIVen Gesichter
Die Mitgliederversammlung der Deutschen AIDS-Hilfe hat 2014 das besondere Organ "PositHIVe Gesichter" mit dem Ziel eingerichtet, die Beteiligung von Menschen mit HIV im Verband dauerhaft zu sichern und zu stärken. Die PositHIVen Gesichter sind ein Gremium von max. zwölf Menschen mit HIV, die durch gute Vernetzung in den verschiedenen Communities von Menschen mit HIV zu einer breiten Beteiligung beitragen können. Das Gremium hat ein Antragsrecht auf der MV und steht im Austausch mit dem Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe. Die PositHIVen Gesichter verstehen sich als Scharnier zwischen Verband und Positiven-Communities, dem Transparenz, Partizipation, Sichtbarkeit und Kommunikation besonders wichtig sind. Die Mitglieder werden alle zwei Jahre auf den Positiven Begegnungen – Konferenz zum Leben mit HIV neu gewählt. Den ausführlichen Aufruf zur Kandidatur, die auch in Abwesenheit der PoBe möglich ist, findest du hier (PDF-Datei). Das entsprechende Bewerbungsformular ist hier (Word-Datei) abrufbar.

Welt-Hepatitis-Tag und Neues zur HEP C

Am 28. Juli 2016 wurde global der Welt-Hepatitis-Tag begangen – auch in Deutschland. Das diesjährige Motto in Deutschland lautete:  2NOhep... für eine Welt ohne Hepatitis". In Deutschland gibt es die so genannte BIS 2030-Strategie der Bundesregierung, um Hepatitis B und C ebenso wie HIV und andere Infektionskrankheiten bis 2030 erfolgreich zu bekämpfen. Das Robert Koch-Institut hat anläßlich des Welt-Hepatitis-Tag auch einen Situationsbericht zur Hepatitis C in Deutschland 2015 herausgeben. Den Bericht findest du unter rki.de. Aus dem RKI-Gesundheitssurvey DEGS ist bekannt, dass in Deutschland 0,2 bis 0,3% der Allgemeinbevölkerung chronisch mit Hepatitis C infiziert sind, ähnlich viele sind mit Hepatitis B infiziert. Damit gehört Deutschland zu den Ländern mit einer geringen Verbreitung von Hepatitis B und C in der Allgemeinbevölkerung. Es gibt jedoch stärker betroffene Gruppen: Personen, die sich Drogen injizieren, Personen mit HIV-Infektion oder Haftinsassen. Weitere Informationen zum Thema findest du unter welthepatitistag.info.

Welt-Hepatitis-Tag: GBE-Themenheft und Bulletin-Beitrag zu Hepatitis C des Robert-Koch-Instituts
Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tags am 28. Juli sind zwei neue Veröffentlichungen des Robert Koch-Instituts zu Hepatitis C erschienen: ein Themenheft der Gesundheitsberichterstattung (GBE) und ein umfassender Beitrag im Epidemiologischen Bulletin 29/2016 zur aktuellen Situation. "Infektionen mit dem Hepatitis C-Virus verlaufen in den meisten Fällen chronisch und zählen zu den wichtigsten Ursachen von Leberzirrhose und Leberkrebs. Daher zählt Hepatitis C zu den wichtigen Public-Health-Themen", sagt Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. Mehr Informationen findet ihr unter rki.de.

Chemsex-Befragung des Zentrums für interdisziplinäre Suchtforschung
Die Online-Umfrage richtet sich an Menschen aller sexueller Orientierungen. Erfragt werden Trends und Verhaltensweisen rund um das Thema Sex, Partnerschaft und Drogen. Weitere Infos finmdest du unter aids-nrw.de.

Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt: Checkliste für Schulen
Immer mehr Lehrkräfte, Schulleitungen, Eltern und Schüler*innen wollen die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt an ihrer Schule aktiv unterstützen. Das ist auch dringend notwendig, wie eine Studie des DJI belegt. SCHLAU NRW und Schule der Vielfalt haben nun eine Checkliste mit konkreten Handlungsempfehlungen herausgegeben. Die dazugehörige Presseerklärung findest du hier (PDF-Datei)
 
Stellenausschreibung Schwules Netzwerk NRW (Fachstelle für lesbische, schwule, bi und trans* (LSBT*) Jugendliche)
Zum nächstmöglichen Zeitpunkt sucht das Schwule Netzwerk NRW zur Verstärkung der landesweit tätigen Fachstelle für lesbische, schwule, bi und trans* (LSBT*) Jugendliche eine*n Sozialarbeiter*in, Sozialpädagog*in, Soziolog*in oder vergleichbar für den Aufbau einer zielgruppenspezifischen Versorgungsstruktur für junge geflüchtete Menschen mit lesbischer, schwuler, bi und trans* Identität. Die komplette Ausschreibung findest du hier (PDF-Datei).

Stellenausschreibung der Aids-Hilfe Münster
Die Aids-Hilfe Münster, Fachstelle für Sexualität und Gesundheit, sucht zum 01. Februar 2017 eine Sozialarbeiterin, Sozialpädagogin mit sexualpädagogischen Kenntnissen für den Bereich Jugendprävention und Sexualpädagogik. Die Wochenarbeitszeit beträgt 25 bis 30 Stunden. Aufgabenschwerpunktesind die Durchführung von sexualpädagogischen Veranstaltungen an Schulen aller Schulformen, Durchführung von sexualpädagogischen Fortbildungen für Erzieher*innen, Erarbeitung sexualpädagogischer Konzepte für die Arbeit mit neuen Zielgruppen und Gremienarbeit im Bereich LSBTI*. Aus paritätischen Gründen wird um die Zuschriften von Bewerberinnen gebeten. Aussagekräftige Bewerbungen bitte bis zum 1. September 2016 bitte schriftlich oder per E-Mail an den Vorstand der Aids-Hilfe Münster, Schaumburgstr. 11, 48145 Münster, info@aidshilfe.org senden. Nähere Informationen zur Aids-Hilfe Münster findest du unter aidshilfe.org.

Gerne wollen wir nochmal daran erinnern, dass du uns interessante News, Tipps, Termine, Aktionen vor Ort etc. zusenden kannst, die wir hier im Newsletter veröffentlichen. Diese einfach per Mail an herzenslust-newsletter@nrw.aidshilfe.de senden.
 
 
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