Juni 2016
Liebe Leser*innen!
In England wird eine Politikerin auf offener Straße ermordet, in Frankreich ein Polizist und seine Lebensgefährtin vor deren Haus, in Orlando/Florida erschießt ein Schütze 49 Menschen in einem Gayclub, in Marseille treten Hooligans andere auf den Kopf und in Köln prügeln eventuell dieselben auf spanische Touristen ein. Das ist die wahrscheinlich unvollständige Bilanz der letzten Woche. Anscheinend regiert neben Angst die Gewalt, auch in unserer Gesellschaft, die sich gerne als zivilisiert bezeichnet. In derselben Woche wurde die sogenannte "Mitte"-Studie vorgestellt, nach der 40 Prozent der Deutschen es ekelhaft finden, wenn sich ein gleichgeschlechtliches Paar küsst und 25 Prozent der Deutschen Homosexualität generell unmoralisch finden. Diese Zahlen erregen nicht nur bei uns große Besorgnis. Begegnen können wir diesen Vorkommnissen ausschließlich durch ein offenes Wort gegen jede Intoleranz, Anfeindung, Ausgrenzung und Diskriminierung. Wir brauchen die Solidarität und den eindeutigen Schulterschluss aller, die für eine offene und akzeptierende Gesellschaft einstehen. Gerade aus unserer Perspektive, die wir uns mit und für Frauen mit HIV in NRW engagieren, die zum großen Teil einen Migrationshintergrund oder eine Zuwanderungsgeschichte haben und aus verschiedensten Gründen immer wieder auf Diskriminierung stoßen, gibt es zu dieser offenen und akzeptierenden Gesellschaft keine Alternative. Daher sind wir solidarisch mit den vielen Menschen aus der LSBTTI*-Community, die in den kommenden Wochen des Sommers Pride und CSD feiern. Wir sind es aber auch mit den Toten von Orlando, Paris oder West Yorkshire und mit allen, die den extremistischen Verbrechen zum Opfer gefallen sind. Ihnen sind wir es schuldig, die Errungenschaften unserer Gesellschaft zu verteidigen und für unsere Rechte einzustehen.
Ich hoffe, Sie finden viel Anregungen beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW e.V.


A K T U E L L E S

Erinnerung: Themenwerkstätten "Migration im Verband" und "Partizipation von Menschen mit HIV/Aids
In zwei Themenwerkstätten am Samstag, 23. Juli 2016, beschäftigt sich der Landesverband in Köln mit den Themen Migration im Verband und Partizipation von Menschen mit HIV/Aids. Es wäre schön, wenn sich weitere Interessierte an dieser Diskussion beteiligten. Bitte melden Sie sich kurzfristig bei Stephan Gellrich (stephan.gellrich@nrw.aidshilfe.de).

Herzliche Einladung zum CSD-Empfang am 2. Juli 2016
Auch in diesem Jahr laden die Aidshilfe NRW und das Schwule Netzwerk NRW zum traditionellen CSD-Empfang in den Kölner Gürzenich ein. Zum 16. Mal verleiht das Schwule Netzwerk, das in diesem Jahr 25 Jahre alt ist, die Kompassnadel. Für die öffentlichkeitswirksame Ausstellung "Homosexualität_en", die zurzeit in Münster zu sehen ist, nehmen Birgit Bosold vom Schwulen Museum* und Ulrike Kretzschmar vom Deutschen Historischen Museum sowie der Organisator des Outreach-Programms des DüsselCups, Dirk Behmer, die Auszeichnung entgegen. Auch die Leser*innen des XXelle-Newsletters sind herzlich willkommen! Die Einladung zum Empfang finden Sie hier (PDF-Datei).


P O L I T I K

Nationaler AIDS-Beirat zur Speicherung von gesundheitsbezogenen Daten in polizeilichen Datenbanken unter dem Kürzel "ANST"
Die Polizei- und Ordnungsgesetze der Bundesländer enthalten Bestimmungen, die insbesondere Bedienstete der Polizei und Rettungspersonal vor Infektionsgefahren im Rahmen ihrer Dienstausübung schützen sollen. Vor diesem Hintergrund werden in polizeilichen Informationssystemen von Bund und Ländern personenbezogene Daten von Bürgern und Bürgerinnen mit dem Zusatz "ANST" (ansteckend) versehen. Dies erfolgt ausschließlich bei Hepatitis B-, Hepatitis C- oder HIV-Infektionen. Erforderlich ist, dass entsprechende Hinweise von einem Arzt, einer Ärztin oder einer entsprechenden Unterlage (Gesundheitsamt, Verwaltungsbehörde, Justizvollzugsanstalt) oder dem Betroffenen selbst vorliegen. Die Art der Infektion wird nicht gespeichert. Der NAB unterstützt nachdrücklich das Anliegen, das Risiko einer Übertragung von Infektionen durch geeignete Maßnahmen zu minimieren. Diese Maßnahmen müssen auf gesicherten medizinischen Erkenntnissen beruhen und sachgerecht umgesetzt werden. Das Votum des Nationalen AIDS-Beirats hierzu finden Sie unter bmg.bund.de.

Alternativer Drogen- und Suchtbericht 2016 vorgestellt
Im Juni wurde in Berlin der 3. Alternative Drogen- und Suchtbericht vorgestellt. Ein Kurswechsel in der Drogenpolitik könnte Leben retten, Abhängigkeit verhindern und Schluss machen mit drastischer Ressourcenverschwendung in Justiz- und Polizeiarbeit, so die Herausgeber des Berichts, der akzept-Bundesverband, die Deutsche AIDS-Hilfe und der JES-Bundesverband, sowie zahlreiche weitere Expert*innen. Der Bericht fordert eine wissenschaftlich fundierte Überprüfung des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG), die staatlich kontrollierte Abgabe von bisher illegalen Substanzen (bei Cannabis etwa über autorisierte Geschäfte, bei Heroin über das Medizinsystem) und die flächendeckende Einführung lebensrettender Maßnahmen wie Drogenkonsumräume, die Verfügbarkeit des Notfallmedikaments Naloxon sowie Druck-Checking und Spritzenvergabe in Haft. Die Pressemitteilung der Herausgeber, eine detaillierte Pressemappe sowie den gesamten Bericht als PDF finden Sie unter alternativer-drogenbericht.de

STRAFTATBESTAND: HIV!? Eine Aktion von POSITHIV HANDELN zum ColognePride
In Deutschland werden immer noch Menschen mit HIV vor Gericht verurteilt, nachdem es beim Sex zu einer HIV-Übertragung gekommen ist. Auch wenn nur die Möglichkeit einer Übertragung bestand, kann dies zu einer Verurteilung führen. Mit der Aktion "STRAFTATBESTAND: HIV!?" fordert POSITIV HANDELN das Ende der Kriminalisierung von Menschen mit HIV und Aids und plädiert dafür, dass die Rechtsprechung zukünftig bei einvernehmlichen sexuellen Handlungen die Übertragung und die Exposition von HIV nicht mehr als Straftatbestand nach §§ 223 und 224 StGB bewertet und HIV-Positive wegen versuchter oder gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Machen Sie mit – egal ob positiv oder nicht. Sex muss selbstbestimmt und frei von drohender Bestrafung sein. Dafür geht POSITHIV HANDELN am 3. Juli mit der Aktion "STRAFTATBESTAND: HIV!?" in Köln auf die Straße. Melden Sie sich bis zum 30. Juni 2016 per E-Mail und mit Angabe Ihrer T-Shirt-Größe an unter csd-anmeldung@posithivhandeln.de.


S O Z I A L E S

Flüchtlings-App
Die Flüchtlings-App "Welcome to North Rhine-Westphalia" enthält unter anderem Informationen für Flüchtlingsfrauen, die in Flüchtlingsunterkünften von Gewalt betroffen sind, Informationen zu Frauenrechten/Gleichberechtigung von Frau und Mann, Informationen für Schwangere und Informationen zu LSBTTI*. Geflüchtete können sich in vier Sprachen (Arabisch, Deutsch, Englisch und Französisch) über das Leben in NRW informieren. Zum Start umfasst die App 18 verschiedene FAQ-Kategorien mit insgesamt 250 Fragen und Antworten. Diese beziehen sich primär auf das Ankommen in NRW, das Asylverfahren und das Leben in NRW. Die App ist nicht statisch. Es ist geplant, im weiteren Prozess zusätzliche Themen und FAQ zu integrieren. Sie kann über den Google-Store oder die dazugehörige Webseite kostenlos heruntergeladen werden. Der Download-Link zur Android-App lautet welcome-to.nrw/app, der Weblink zur Web-App ist welcome-to.nrw

Basisinformation zum Aufenthalts- und Flüchtlingsrecht
Für Frauenhäuser und Beratungsstellen stehen Schutz, Zuflucht und Hilfe für alle von Gewalt betroffenen Frauen im Vordergrund. Sie bieten Beratung und Schutz vor weiterer Gewalt und helfen, die Folgen von Gewalt und Missbrauch zu überwinden und ein gewaltfreies Leben zu führen. Die hohe Anzahl von geflüchteten Frauen, Sprachprobleme und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit während des Asylverfahrens sowie unklare Informationen über vorhandene Leistungen für die Frauen stellen die Arbeit des Hilfesystems vor neue Herausforderungen. Eine neue Handreichung der Frauenhauskoordinierung e.V. gibt einen ersten Überblick über Fragen und Abläufe des Asylverfahrens. Die Handreichung finden Sie hier (PDF-Datei).

Handreichung für die Betreuung und Beratung von LSBTTI* Flüchtlingen
Auch die Betreuung von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten stellt in der Flüchtlingshilfe eine besondere Herausforderung dar. Zwar sind Geflüchtete mit einem LSBTTI*-Hintergrund nicht explizit in der EU-Aufnahmerichtlinie als besonders schutzbedürftig aufgelistet, doch ist die Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität laut einer EU-Qualifikationsrichtlinie und dem Asylgesetz ein anerkannter Asylgrund. Zudem hat der Europäische Gerichtshof die Rechte von LSBTTI*-Asylsuchenden aus guten Gründen gestärkt. Denn LSBTTI* werden oftmals in ihren Heimatländern massiv verfolgt und stehen auch in den Flüchtlingseinrichtungen in Deutschland vor spezifischen Herausforderungen. Die Handreichung von ASB, LSVD und dem Paritätischen finden Sie hier (PDF-Datei).

Forschung zur Sexarbeit und STI-Forschung
Die Dokumentation zum 2. Fachtag "Forschung zur Sexarbeit & STI-Forschung", der im November 2015 in Köln unter der Schirmherrschaft von Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen stattfand, ist nun online. Sie finden die Dokumentation unter dstig.de.


G E S U N D H E I T

Psychische Gesundheit: Ein zentrales Thema für Frauen
Sie will alles haben und soll alles sein, die moderne Frau von heute: erfolgreiche Karrierefrau, liebevolle Mutter, attraktive Partnerin und verlässliche Stütze für die Eltern. Der Trend zur Selbstoptimierung unter Frauen ist weit verbreitet und kann enormen psychischen Druck erzeugen. Bei vielen Frauen bleibt das seelische Wohlbefinden zwischen all diesen Ansprüchen auf der Strecke und fordert seinen Tribut: 13 Prozent der Frauen in Deutschland fühlen sich nach eigenen Angaben seelisch belastet. Zehn Prozent der Frauen berichten sogar, dass bei ihnen in den letzten zwölf Monaten eine Depression oder depressive Verstimmung bestand, die ärztlich diagnostiziert wurde. Angesichts dieser Zahlen war es der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ein besonderes Anliegen die 2. Frauengesundheitskonferenz im April in Köln dem Thema "Psychische Gesundheit von Frauen" zu widmen. Die Veranstaltung stieß auf ein gewaltiges Interesse. Mehr als 250 Expert*innen folgten der Einladung – auch dank der Unterstützung durch das Nationale Netzwerk Frauen und Gesundheit. Auf der Website des Frauengesundheitsportals frauengesundheitsportal.de stehen zahlreiche Konferenzmaterialien zur Verfügung.

Die PrEP (Prä-Expositions-Prophylaxe) wird kommen
Das HIV-Medikament Truvada® wird voraussichtlich im Sommer 2016 zur PrEP (Prä-Expositions-Prophylaxe) zur Verfügung stehen. Eine Tablette einmal täglich kann vor HIV schützen. Das lässt viele Fragen aufkommen, insbesondere für Interessierte, die ein hohes Risiko einer HIV-Infektion haben. Die wichtigsten Informationen dazu lesen Sie auf einer Sonderseite von HIV&more unter hivandmore.de.

Europaweite Online-Befragung "Flash! PrEP in Europe"
Mit dieser Befragung, an der auch die Deutsche AIDS-Hilfe beteiligt ist, werden erstmals detailliert Informationen zur Prä-Expositions-Prophylaxe (kurz: PrEP) bei den dafür besonders relevanten Gruppen erhoben. Ab sofort sind insbesondere Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko zur Teilnahme aufgerufen. Dazu können auch Drogengebraucherinnen, Migrantinnen, Sexarbeiterinnen sowie HIV-Negative mit HIV-positiven Partner ohne funktionierende HIV-Therapie gehören. Gefragt wird unter anderem nach dem Wissen zur PrEP, der Einstellung ihr gegenüber sowie nach den bisherigen Erfahrungen mit dieser vorbeugenden Medikamenteneinnahme zum Schutz vor HIV. Zur Befragung gelangen Sie über nlpsych.eu.

Broschüre: "Sex positiv. Informationen für Menschen mit HIV"
Unabhängig davon, ob und wie man seine geschlechtliche Identität odersexuelle Orientierung definiert, ob man viele verschiedene oder nur eine*n Sexpartner*in hat, ob man es eher romantisch, vertraut, versaut, anonym oder wie auch immer mag: Für die meisten gehören Sex und Intimität (oder zumindest der Wunsch danach) zum Leben dazu. Sex kann etwas Wunderbares sein. Er kann das Selbstwertgefühl stärken, die Lebenszufriedenheit fördern und die Gesundheit positiv beeinflussen. Das gilt auch für Menschen mit HIV. Aber da HIV vor allem beim Sex übertragen wird, kann HIV die Sexualität auch belasten, besonders in der ersten Zeit nach der Diagnose. Die medizinischen Erfolge der letzten Jahre und Jahrzehnte haben allerdings einiges grundlegend verändert. Darüber gibt eine Broschüre der Deutschen AIDS-Hilfe Auskunft, die jetzt erschienen ist. Sie finden die Broschüre hier (PDF-Datei).


M E D I E N

Anthologie "Bittersüße Geschichten. Geschichten vom Leben und Lieben" mit Texten der Frauenschreibgruppe der Berliner Aids-Hilfe
Schreibend die Gesundheit fördern –Autorinnen mit HIV schreiben Geschichten aus dem Leben, vom Träumen und vom Lieben, manchmal schräg, manchmal lustig, manchmal traurig - und oft bittersüß. HIV ist in den Texten und in der Lebenswelt der Frauen ein Thema von vielen. Die Kurzgeschichten und Gedichte handeln von Frauenpower, dem Leben anderswo, Lust auf Mann und der Sehnsucht, sich selbst und anderen nahezukommen. Die Frauen setzen sich auch schreibend mit ihrer HIV-Diagnose, positivem Leben und der Wut über Alltagsdiskriminierungen auseinander. Weitere Informationen dazu lesen Sie hier (PDF-Datei).

Wie sieht gleichberechtigte Teilhabe aus?
"Behinderung entsteht, wenn Menschen mit Beeinträchtigungen an der gleichberechtigten Teilhabe gehindert werden", so die UN-Behindertenrechtskonvention. Doch wie sieht gleichberechtigte Teilhabe aus? Der Film "Inklusion – Eine Spurensuche" beleuchtet das Thema Inklusion unter dem Dach des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin. Welche Möglichkeiten der echten Teilhabe gibt es? Wie sieht diese Teilhabe im Alltag aus? Welche Hindernisse gibt es, sowohl in der Umgebung, also auch in den Köpfen der Menschen? Filmemacher Ralf Mischnick lässt in dem Film Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zu Wort kommen und füllt den abstrakten Begriff der Inklusion mit Leben. Den Film können Sie anschauen unter youtube.com

Medienpreis HIV/Aids 2015/2016 - ein Preis der Deutschen AIDS-Stiftung
Für ihren Medienpreis nimmt die Deutsche AIDS-Stiftung Veröffentlichungen zu den Themen HIV und Aids an. Die Beiträge müssen in den Jahren 2015 und 2016 Jahren erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht worden sein. Zugelassen sind Veröffentlichungen aus den Bereichen Print, Hörfunk, TV, Internet und künstlerische Beiträge. Eine unabhängige Jury aus Medienexpert*innen bestimmt die Preisträger*innen. Der Medienpreis HIV/Aids, der in einem Zweijahresrhythmus ausgeschrieben wird, ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2017. Weitere Informationen finden Sie unter aids-stiftung.de

JUGEND-Medienpreis HIV/Aids 2015/2016 - ein Preis der Deutschen AIDS-Stiftung
Der JUGEND-Medienpreis HIV/Aids ist ein Preis für engagierte Schüler*innen und Jugendliche bis 20 Jahre, die sich einfallsreich mit HIV/Aids beschäftigt haben, zum Beispiel in der Freizeit, im Schulunterricht, in der Theater-AG, im Chor, als Schüler-Redaktion oder als Jugendgruppe. Erlaubt ist alles, was andere motiviert, über Menschen mit HIV/Aids nachzudenken. Die Jury muss erkennen können, dass die Schüler sich Gedanken darüber gemacht haben, wie Menschen mit HIV/Aids leben und wie ein gutes Leben in unserer Gesellschaft für sie aussehen könnte/müsste. Diese Gedanken sollten sie möglichst kreativ oder ungewöhnlich umgesetzt haben. Dem Gewinner-Beitrag winkt ein Preisgeld von 3.000 Euro. Weitere Informationen finden Sie unter aids-stiftung.de.


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N


6. bis 9. Juli 2016 | Berlin
STI-Kongress 2016: Sexuelle Lebenswelten – Wege der Prävention
Der Deutsche STI-Kongress ist die größte und vielseitigste Tagung zu sexueller Gesundheit und zu sexuell übertragbaren Infektionen (STI) im deutschsprachigen Raum. Er führt über 500 Fachleute und Interessierte zusammen. Das Programm ermöglicht einen breiten interdisziplinären und interinstitutionellen Gedankenaustausch zwischen allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die die sexuelle Gesundheit zu ihrem Arbeitsbereich oder wissenschaftlichen Interesse zählen. Der Kongress gibt Gelegenheit, sich einen Überblick über die aktuellen Forschungsergebnisse zu STI und sexueller Gesundheit aus klinischer Grundlagen- und sozialwissenschaftlicher Forschung zu verschaffen und darüber diskutieren. Weitere Informationen erhalten Sie unter sti-kongress2016.de.

18. August 2016 | Haltern am See
Familienausflug XXelle Ruhrgebiet
Der Ferienausflug für Familien mit HIV geht in diesem Jahr in den Erlebnispark "Ketteler Hof" bei Haltern am See. Organisiert wird der Ausflug von XXelle Ruhrgebiet, beteiligt sind die Aidshilfe Bochum, die aidshilfe dortmund, die AIDS-Hilfe Düsseldorf, die AIDS-Hilfe Duisburg / Kreis Wesel und die AIDS-Hilfe Essen. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

18. bis 21. August 2016 | Reinhausen
Treffen für Frauen mit HIV
Manche Frauen mit HIV kommen häufig mit anderen HIV-positiven Frauen zusammen, so etwa in ihrer Selbsthilfegruppe oder durch Mitarbeit im "Netzwerk Frauen und Aids". Auf andere trifft dies nicht zu, etwa weil sie in einer Kleinstadt leben oder keinen Kontakt zu einer Aidshilfe haben. Mitunter aus Angst, dass dadurch ihre HIV-Infektion bekannt werden könnte. Diese Fortbildung für Frauen mit HIV aus dem gesamten Bundesgebiet ermöglicht es, sich über aktuelle gesundheitliche und soziale Fragen zu informieren und an Themen zu arbeiten, die für HIV-positive Frauen besondere Bedeutung haben, ihnen am Herzen liegen oder ihnen als Multiplikatorinnen in ihrer Arbeit begegnen. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

25. bis 28. August 2016 | Hamburg
Positive Begegnungen 
Die Positiven Begegnungen 2016 finden in Hamburg statt. 400 Menschen werden erwartet. Die Veranstaltung setzt auf den konstruktiven Dialog zwischen Positiver Community und anderen Menschen, die Einfluss auf das Leben mit HIV haben, und will für die gemeinsame Arbeit an den Herausforderungen begeistern. Das Motto lautet: "Sei ein Teil der Lösung!" Die Anmeldung ist ab sofort möglich unter aidshilfe.de. Im Rahmen der Positiven Begegnungen wird auch ein spezielles Programm für Jugendliche mit HIV angeboten. Über das Anmeldeportal finden sie auch die Infos für Eltern und die Einverständniserklärung für alleinreisende Jugendliche. Jugendliche zahlen keine Teilnahmegebühr und können auf Antrag einen Zuschuss zu den Reiskosten bekommen.

1. und 2. September 2016 | Bielefeld
Trauma im Kontakt, im Kontakt mit Trauma
Fachtagung für Professionelle aus den Bereichen Psychotherapie, Medizin, Gesundheit und aus sozialen Arbeitsfeldern. Veranstalter ist Wildwasser Bielefeld, eine Anlauf- und Beratungsstelle für Frauen, die in ihrer Kindheit sexualisierte Gewalt erlebt haben oder sich von dem Thema berührt fühlen. Nähere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

23. bis 25. September 2016 | Frankfurt
"Flucht in neue Welten?" Seminar zu sexualpädagogischem Arbeiten mit jungen Geflüchteten
Durch den in den letzten Monaten erhöhten Zuzug von Geflüchteten ergibt sich auch für die Sexualpädagogik eine veränderte Situation. Zwar ist die Arbeit mit jungen Geflüchteten nicht unbekannt, doch für viele Fachkräfte handelt es sich um eine neue Zielgruppe. Wer sind die Menschen, die ankommen? Was bringen sie mit? Was wünschen sie sich von sexueller Bildung? Neben dem Blick auf die Zielgruppe treten aber auch Aspekte der eigenen sexuellen sowie kulturellen Identität und damit verbundene Normen und Werte noch einmal anders in den Vordergrund. Das Seminar "Flucht in neue Welten?" des Instituts für Sexualpädagogik lädt interessierte pädagogische Fachkräfte ein, sich mit dem Themenfeld Flucht und Migration sowie den Auswirkungen auf die sexualpädagogische Arbeit mit Jugendlichen theoretisch und praktisch auseinanderzusetzen. Anmeldeschluss ist der 5. August 2016. Weitere Informationen finden Sie unter isp-dortmund.de.

24. September 2016 | Köln
Alles Rund rund um die HIV-Therapie
Die Veranstaltung richtet sich an HIV-positive Frauen und Berater*innen. Themen sind unter anderem: Überblick über die derzeitigen Therapien, Nebenwirkungen bei Frauen, Therapieentscheidung, Therapiepausen, Compliance, Auswahl der HIV-Medikamente bei Kinderwunsch und Schwangerschaft. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


S O N S T I G E S

Das ZSP-Antragsverfahren 2017
Wie in den Vorjahren wird auch in diesem Jahr die Antragstellung komplett online abgewickelt werden. Für das Jahr 2017 geht der Verband davon aus, dass das Ministerium für Emanzipation, Gesundheit, Pflege und Alter NRW eine Förderung zur Zielgruppenspezifischen Prävention in Höhe der Vorjahre zur Verfügung stellen kann. Bevor das Online-Formular genutzt und der Antrag gestellt werden kann, muss vorab ein Termin zur fachlichen Beratung mit den jeweiligen Fachmitarbeiter*innen der Landesgeschäftsstelle vereinbart werden. Das Onlineformular für die Terminvereinbarung finden Sie unter nrw.aidshilfe.de.

Eröffnung des "Walk In Ruhr" in Bochum
Anfang Juni fand die feierliche Eröffnung des Walk In Ruhr (WIR) im St. Elisabeth-Hospital in Bochum statt. WIR ist der Zusammenschluss von Interdisziplinäre Immunologische Ambulanz - Zentrum für Sexuelle Gesundheit – Klinik für Dermatologie der Ruhr-Universität Bochum, Kath. Klinikum Bochum, St. Josef-Hospital, Aidshilfe Bochum e.V., Gesundheitsamt Bochum, Pro familia e.V., Madonna e.V. und Rosa Strippe e.V. In der bundesweit einzigartigen Anlaufstelle für Fragen rund um die sexuelle Gesundheit bieten unterschiedliche Institutionen Aufklärung, Diagnose, Therapie und psychosoziale Unterstützung zu allen Fragen der sexuellen Gesundheit und sexuell übertragbaren Infektionen an. Mehr über das WIR erfahren Sie unter wir-ruhr.de.

Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.

Der nächste Newsletter erscheint im Sommer 2016. 
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise, etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte Juli per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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