Mai 2016
Liebe Leser*innen!
"Sei ein Teil der Lösung!" Das ist das Motto der Positiven Begegnungen, der 19. Konferenz von Menschen mit HIV und anderen Akteur*innen aus unseren Arbeitszusammenhängen, die im August in Hamburg stattfinden wird. In einem neu konzipierten Format werden rund 400 Menschen mit ganz verschiedenen Perspektiven über die Herausforderungen des Lebens mit HIV diskutieren. Das Ziel: Gemeinsam etwas bewegen für ein Miteinander ohne Ausgrenzung. Die Positiven Begegnungen setzen ganz auf Dialog und Zusammenarbeit zwischen Positiver Community und anderen Menschen, die Einfluss auf das Leben mit HIV haben. Neben Angehörigen und Freund*innen von Menschen mit HIV sind zum Beispiel Engagierte aus Aidshilfen, aus dem Medizinbetrieb, aus Politik, Wissenschaft und Medien herzlich eingeladen. Zum dritten Mal wird im Rahmen der Positiven Begegnungen auch ein eigenes Programm für Jugendliche mit HIV organisiert, das die Aidshilfe NRW im Rahmen der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendliche im Umfeld von HIV/AIDS mit unterstützt. Insgesamt wollen die Positiven Begegnungen Begeisterung wecken für die gemeinsame Arbeit gegen Diskriminierung und für ein Miteinander ohne Ausgrenzung und Angst. Veraltete und falsche Vorstellungen vom Leben mit HIV sollen realistischen Bildern weichen. Alle, die dazu etwas beitragen möchten, sind herzlich willkommen. Aktuelle Informationen zum Stand der Vorbereitungen gibt es regelmäßig auf der Facebook-Seite der Positiven Begegnungen unter facebook.com
Ihnen allen viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW e.V.

A K T U E L L E S

Save the Date: Themenwerkstätten "Migration im Verband" und "Partizipation von Menschen mit HIV/Aids in der Aidshilfe NRW" am 23. Juli 2016 in Köln
Auf der Mitgliederversammlung der Aidshilfe NRW im November 2015 wurde beschlossen, sich mit den Themen Migration im Verband und Partizipation von Menschen mit HIV/Aids in der Aidshilfe NRW zu beschäftigen. Dies geschieht im Rahmen von zwei Themenwerkstätten am Samstag, 23. Juli 2016 in Köln. Interessierte merken sich diesen Termin bitte vor. Die ausführliche Einladung und weitere Informationen folgen Ende Mai. Die Veranstaltung richtet sich an Vorstände und Mitarbeitende von Aidshilfen und an Positive in NRW, die sich in Aidshilfen engagieren oder dies zukünftig tun wollen. Weitere Infos finden Sie hier (PDF-Datei).

P O L I T I K

Bündnis "Nein heißt Nein"
"Die Zeit ist reif – reif für eine große Reform des Sexualstrafrechts. Wie 1997, als […] eine überwältigende Mehrheit für die Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe stimmte. Heute, knapp 20 Jahre später, steht der Bundestag erneut vor einer solchen Situation." Das Bündnis "Nein heißt Nein" setzt sich für ein zeitgemäßes und menschenrechtskonformes Sexualstrafrecht und die Umsetzung des Grundsatzes ein, dass ein Nein ein Nein bedeuten muss. Das Anliegen unterstützen eine Vielzahl von Verbänden sowie zahlreiche Prominente mit ihrer Unterschrift. Die vollständige Unterschriftenliste finden Sie unter frauenhauskoordinierung.de.

S O Z I A L E S

People Living with HIV/AIDS Aged 50+
Das Projekt  "Aging with HIV" der EATG (European Treatment Group) hat das Ziel, die aktuellen Bedürfnisse von Menschen mit HIV/Aids besser zu verstehen, um auf die  Herausforderungen und unerfüllten psychosozialen und medizinischen Bedürfnisse von Menschen mit HIV über 50 reagieren zu können. Die EATG erhofft sich von der Umsetzung dieses Projekts, das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit HIV/Aids in den verschiedenen Lebensphasen in Patient*innengemeinschaft, Forschung, Gesundheitsdienstleistung und bei anderen wichtigen Akteuren zu erhöhen. Auf der Website des Projektes können die Präsentationen des Fachtages "People Living with HIV/AIDS Aged 50+", der Anfang April in Berlin stattgefunden hat, abgerufen werden. 

Schwerpunktthema "Flüchtlinge" in HIV&more
Geflüchtete Menschen sind der aktuelle Schwerpunkt der Ausgabe von HIV&more. Neben den spezifischen medizinischen Aspekten stellen sprachliche, kulturelle, psychologische, ethische und organisatorische Hindernisse Ärzt*innen vor neue Herausforderungen. Die Beiträge im Heft sollen dabei helfen, die neuen Aufgaben zu meistern. Die Inhalte von HIV&more finden Sie unter hivandmore.de


G E S U N D H E I T

Neue Informationskampagne "LIEBESLEBEN"
'Gib AIDS keine Chance' hat bei vielen Menschen mehr Bewusstsein im Umgang mit HIV geschaffen. Dank einer differenzierten Präventionsarbeit und hochwertigen Behandlung in Deutschland wurden im Kampf gegen HIV gute Fortschritte erzielt. Die HIV-Zahlen des RKI zeigen aber auch, dass diese Anstrengungen nicht nachlassen dürfen. Jetzt geht es darum, die Bekämpfung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten mit einem übergreifenden Ansatz fortzusetzen und zu verstärken. Dazu hat die BZgA nun ein neues Konzept erarbeiten lassen. Die Homepage der neuen Kampagne finden Sie unter liebesleben.de.

EMA lässt Nachfolger für wichtiges HIV-Medikament zu
Die Europäische Arzneimittelagentur hat am Montag das HIV-Medikament Descovy® in Kombination mit weiteren HIV-Medikamenten für die Therapie von HIV-Infizierten ab 12 Jahren zugelassen. In den USA war die Zulassung bereits am 4. April erfolgt. Descovy® kombiniert die Wirkstoffe Emtricitabin und Tenofovir-Alafenamid (TAF) und soll das breit eingesetzte Medikament Truvada® (Emtricitabin plus Tenofovir-Disoproxyl Fumarat) ablösen. Weiteres lesen Sie unter aidshilfe.de.


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N


2. Juni 2016 | Köln
HIV und Angst
Es gibt unterschiedliche Ausprägungen des Angstempfindens bezüglich HIV/Aids und anderer STI. So unterscheiden Fachleute etwa zwischen Phobikern, Aidsängstlichen und Hypochondern. Der Kurs soll die Psychodynamik der Thematik verständlich machen, Abgrenzungsmöglichkeiten im Umgang mit Klient*innen aufzeigen und somit zu mehr Sicherheit und Klarheit durch das Einüben von Verweisungskompetenzen führen. Referent ist Jörg Duckwitz, die Veranstaltung wird von der Aidshilfe Köln durchgeführt, Anmeldungen bitte an qz-ehrenamt@aidshilfe-koeln.de.

11. Juni 2016 | Berlin
Sexualität und Partnerschaft HIV-positiver Frauen
Die medizinische Seite von HIV ist für viele Frauen heutzutage zunehmend einfacher zu bewältigen, die Behandlungen werden nebenwirkungsärmer, eine Infektiosität besteht unter wirksamer Behandlung nicht mehr. Aber was ist mit der zwischenmenschlichen Seite? Hier werden oft viele Fragen und Ängste aufgeworfen. Dieser Workshop wird nach einem fachlichen Input flexibel auf die mitgebrachten Fragen und Gedanken ausgerichtet sein. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

6. bis 9. Juli 2016 | Berlin
STI-Kongress 2016: Sexuelle Lebenswelten – Wege der Prävention
Der Deutsche STI-Kongress ist die größte und vielseitigste Tagung zu sexueller Gesundheit und zu sexuell übertragbaren Infektionen (STI) im deutschsprachigen Raum. Er führt über 500 Fachleute und Interessierte zusammen. Das Programm ermöglicht einen breiten interdisziplinären und interinstitutionellen Gedankenaustausch zwischen allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die die sexuelle Gesundheit zu ihrem Arbeitsbereich oder wissenschaftlichen Interesse zählen. Der Kongress gibt Gelegenheit, sich einen Überblick der aktuellen Forschungsergebnisse zu STI und sexueller Gesundheit aus klinischer Grundlagen- und sozialwissenschaftlicher Forschung zu verschaffen und darüber diskutieren. Weitere Informationen erhalten Sie unter sti-kongress2016.de.

15. bis 17. Juli 2016 | Berlin
Streetwork für Frauen II
Das Arbeitsfeld "Streetwork bei Sexarbeiterinnen" wird wesentlich dadurch bestimmt, in welchen Bereichen des Sexgeschäfts man unterwegs ist (in Clubs oder auf der Straße) und wer aufgesucht wird (professionelle Sexarbeiterinnen, Gelegenheits- oder Beschaffungsprostituierte, Frauen mit oder ohne deutschen Pass, Minderjährige oder Volljährige). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zahl sehr junger Sexarbeiterinnen – sowohl deutscher als auch nichtdeutscher – seit einigen Jahren zunimmt. Wie sich der Zugang zu den Frauen gestaltet, ist nicht zuletzt durch die Haltung der Streetworkerinnen und ihren Bezug zu Sexualität und Sexarbeit bestimmt. Dieses Seminar setzt sich vertiefend mit biografische Prägung im Beriech der Sexualität auseinander und beschäftigt sich mit Fällen zu Sexarbeit und Psychohygiene. Nähere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

15. bis 17. Juli 2016 | Reinhausen
HIV/STI-Prävention in der Beratung von Frauen in der Prostitution 2
Der permanente Wandel in der Präventionsarbeit und Beratung von Sexarbeiterinnen ist durch hohe Mobilität und Fluktuation innerhalb dieser Zielgruppe wie auch durch Veränderungen bzw. Nachbesserungen auf Gesetzesebene bedingt. Viele Möglichkeiten der Gesundheitsförderung und Prävention im Rahmen der noch geltenden Gesetzeslage werden bisher wenig und sehr unterschiedlich genutzt und umgesetzt. In diesem Seminar soll dementsprechend auf berufsspezifische Beratung in der Präventionsarbeit und Perspektiven zur Arbeit außerhalb des Sexgewerbes eingegangen werden. Nähere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

18. bis 21. August 2016 | Reinhausen
Treffen für Frauen mit HIV
Manche Frauen mit HIV kommen häufig mit anderen HIV-positiven Frauen zusammen, so etwa in ihrer Selbsthilfegruppe oder durch Mitarbeit im "Netzwerk Frauen und Aids". Auf andere trifft dies nicht zu, etwa weil sie in einer Kleinstadt leben oder keinen Kontakt zu einer Aidshilfe haben. Mitunter aus Angst, dass dadurch ihre HIV-Infektion bekannt werden könnte. Diese Fortbildung für Frauen mit HIV aus dem gesamten Bundesgebiet ermöglicht es, sich über aktuelle gesundheitliche und soziale Fragen zu informieren und an Themen zu arbeiten, die für HIV-positive Frauen besondere Bedeutung haben, ihnen am Herzen liegen oder ihnen als Multiplikatorinnen in ihrer Arbeit begegnen. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

25. bis 28. August 2016 | Hamburg
Positive Begegnungen 
Die Positive Begegnungen 2016 finden in Hamburg statt. 400 Menschen werden erwartet. Die Veranstaltung setzt auf den konstruktiven Dialog zwischen Positiver Community und anderen Menschen, die Einfluss auf das Leben mit HIV haben. Sie will Begeisterung für die gemeinsame Arbeit an den Herausforderungen wecken. Das Motto lautet: "Sei ein Teil der Lösung!" Die Anmeldung ist ab sofort möglich unter aidshilfe.de. Im Rahmen der Positiven Begegnungen wird auch ein spezielles Programm für Jugendliche mit HIV angeboten. Über das Anmeldeportal finden sie auch die Infos für Eltern und die Einverständniserklärung für alleinreisende Jugendliche. Jugendliche zahlen keine Teilnahmegebühr und können auf Antrag einen Zuschuss zu den Reiskosten bekommen.

1. und 2. September 2016 | Bielefeld
Trauma im Kontakt, im Kontakt mit Trauma
Fachtagung für Professionelle aus den Bereichen Psychotherapie, Medizin, Gesundheit und aus sozialen Arbeitsfeldern. Veranstalter ist Wildwasser Bielefeld, eine Anlauf- und Beratungsstelle für Frauen, die in ihrer Kindheit sexualisierte Gewalt erlebt haben oder sich von dem Thema berührt fühlen. Nähere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).


S O N S T I G E S

Förderfinder bei der Aktion Mensch
Das Förderspektrum der Aktion Mensch ist in den letzten Jahren auf über 50 Förderbereiche angewachsen. Während sich viele "Profis" souverän durch dieses große Potenzial bewegen, stellt die Suche nach einer passenden Förderung für die kleine Initiative und Nutzer*innen, die erstmalig Förderung bei der Aktion Mensch beantragen, eine große Herausforderung dar. Um zukünftig insbesondere kleinen Organisationen und Initiativen, die nur selten Förderung bei der Aktion Mensch beantragen, den Zugang zu Fördermaßnahmen zu erleichtern, hat die Aktion Mensch eine interaktive Website entwickelt, die anhand weniger Fragen eine Vorauswahl an möglichen Förderangeboten ermittelt. Den Förderfinder finden Sie unter aktion-mensch.de.

Der nächste Newsletter erscheint im Juni 2016. 
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise, etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte des Monats per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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