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NEWSLETTER 02 | 2016
Liebe Leser*innen,

die Positiven Begegnungen, die in diesem Jahr im August in Hamburg stattfinden, haben ihr Konzept geändert. Sie werben offensiv für die Teilnahme von Menschen, die neben Positiven, die vielen Debatten rund um Prävention, Leben mit HIV und Stigmatisierung und Antidiskriminierung in unseren Arbeitsfeldern mitführen sollen. Nun waren Menschen ohne ein HIV-positives Testergebnis in der Vergangenheit auch nicht generell ausgeschlossen, die explizite Einladung und Aufforderung einer Beteiligung aber ist neu. Wir begrüßen diese neue Ausrichtung, reagiert sie doch deutlich auf die zunehmende Verschränkung von Primär- und Sekundärprävention. Herzenslust, wohlgleich als Projekt in der Primärprävention schwerpunktmäßig verhaftet, hat immer wieder Themen HIV-positiver Männer aufgegriffen und sie in ihren Reihen als Vor-Ort-Mitarbeiter und Präventionsberater begrüßt. Vielleicht  wird hier nochmal ein wichtiger Schritt getan, um deutlich zu machen, dass HIV-Primärprävention nicht nur von Schwulen und anderen MSM ohne HIV-positives Testergebnis gemacht wird! Und selbstverständlich arbeiten, kämpfen und bewegen Kolleg*innen aus unseren Reihen, die nicht HIV-positiv sind leidenschaftlich für gemeinsame Ziele und Erfolge in unserer Arbeit. Klar ist auch: geschützte Räume, Gelegenheiten und Gremien für Selbsthilfe und Selbstvertretung sind nicht verhandelbar! Wir glauben, dass insbesondere Schutz durch Therapie und auch die PrEP in den kommenden Jahren eher das Bewusstsein für das mögliche Ziehen am selben Strang erfordern.

Herzliche Grüße

Reinhard Klenke, Oliver Schubert und Markus Schmidt              




Herzenslust Jahresprogramm 2016
Von den Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft Herzenslust über CSD-Aktionen bis hin zu Fachtagungen und Trainings für Ehrenamtliche und Hauptamtliche findest du eine Übersicht der wichtigsten Termine 2016 von Herzenslust in dem aktuellen Jahresprogramm (PDF-Datei).

Erste Landesarbeitsgemeinschaft Schwule/Herzenslust am 27. Februar 2016 in Essen
Zum ersten Treffen der LAG Schwule/Herzenslust am 27. Februar 2016 in Essen haben wir bereits per Mail persönlich eingeladen. Hier findet ihr nochmal den Programmablauf und das Anmeldeformular. Wir freuen uns darauf, euch das Konzept des landesweiten Herzenslustauftritts in diesem Jahr vorstellen zu können und begrüßen Dr. Dr. Stefan Nagel, der mit uns gemeinsam Überlegungen zu den Themen Homonegativität und Ausgrenzung von Positiven in der Szene vornehmen wird. Fester Programmpunkt wird wie immer ein Input des überregional geförderten Projektes „Mashallah NRW - You're Welcome“ sein. Wir freuen uns auf euch und eure Anmeldungen.

Update-Tag für Ehren- und Hauptamtliche in den Beratungs- und Testprojekten und in der Onlineprävention am 12. März 2016 in Bochum
Auch in diesem Jahr bieten wir wieder einen Update-Tag an, auf dem wir die Vernetzung und den fachlichen Austausch untereinander fördern wollen. Der Update-Tag findet am Samstag, 12. März 2016 von 10.00 bis 17.00 Uhr in der Aidshilfe Bochum (Große Beckstr. 12, 44787 Bochum) statt. Mehr Infos zur Zielgruppe und zu den Seminarinhalten findeste du hier (PDF-Datei).

Basistraining für Neueinsteiger in die schwule Prävention vom 18. bis 20. März 2016 in Gelsenkirchen 
Herzenslust NRW und die Deutsche Aidshilfe laden von Freitag, 18. März 2016 (ab 17.00 Uhr) bis Sonntag, 20. März 2016 (bis 15.00 Uhr) in die Tagungsräume Lichthof in Gelsenkirchen ein. Wir bieten einen neuen Durchlauf unseres landes- und bundesweitweit konzipierten Basistrainings für neue Haupt- und Ehrenamtliche in der Präventionsarbeit vor Ort an. Das Wochenende vermittelt Grundkenntnisse zu HIV, anderen STIs und zur Präventionsarbeit mit der Zielgruppe schwule/bisexuelle Männer und andere Männer, die Sex mit Männern haben. Mehr Informationen zum Programm und zur Anmeldung findest du hier (PDF-Datei).

Kölner Fachtag: Substanzkonsum und Sexualität am 30. April 2016 in Köln
Am 30. April 2016 veranstaltet die Aidshilfe NRW in Kooperation mit der Aidshilfe Köln und der Drogenhilfe Köln den Fachtag "Lust + Rausch - Substanzkonsum und Sexualität" im Kölner KOMED. Es gibt eine Reihe von Berichten, die darauf hinweisen, dass der Konsum von Substanzen wie Crystal Meth, GHB, GBL, Amphetamine oder Ketamin im Kontext von Sex einen wesentlichen Einfluss bei schwulen Männern haben. Insbesondere in Teilen der schwulen Szene besteht ein offensichtlicher Zusammenhang zwischen gelebter Sexualität und Substanzkonsum. Im Rahmen des Fachtags sollen die vorhandenen Berichte und Erfahrungen der unterschiedlichen Beteiligten zusammengetragen und erste Schritte zu aktualisierten Präventions- und Beratungskonzepten entwickelt werden. Lust und Rausch werden hier als zwei miteinander verbundene Aspekte des Substanzkonsums einzelner Gruppen in den Blick genommen. Der Fachtag bietet für den Diskurs eine Mischung aus Information und Best-Practice-Beispielen sowie die Gelegenheit in kleineren Workshops Konzeptideen und Erfahrungen auszutauschen und zu diskutieren. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung findest du unter nrw.aidshilfe.de.

Positive Begegnungen vom 25. bis 28. August 2016 in Hamburg mit dem Motto: „Sei ein Teil der Lösung!"
Bei den neu konzipierten Positiven Begegnungen diskutieren im August in Hamburg rund 400 Menschen mit ganz verschiedenen Perspektiven über die Herausforderungen des Lebens mit HIV. Das Ziel: Gemeinsam etwas bewegen. Du kannst dabei sein! Die 19. Konferenz  setzt ganz auf den konstruktiven Dialog zwischen Positiver Community und anderen Menschen, die Einfluss auf das Leben mit HIV haben. Sie soll Begeisterung für die gemeinsame Arbeit an den Herausforderungen wecken. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung findest du unter aidshilfe.de.

Mit der genschere zur Heilung?
Deutsche Wissenschaftler*innen sind in der HIV-Forschung einen großen Schritt vorangekommen: Eine sogenannte Genschere kann das Erbgut des Virus aus befallenen Zellen heraustrennen. Nun soll das gentechnische Verfahren erstmals an Menschen erprobt werden. Das haben das Heinrich-Pette-Institut und die TU Dresden mitgeteilt, die gemeinsam an dem Projekt arbeiten. Das künstlich erzeugte Enzym funktioniert bereits in Laborversuchen und bei Mäusen, denen man ein menschliches Immunsystem transplantiert hat. Nun soll die Rekombinase Brec1, so der wissenschaftliche Name, per Gentechnik in Stammzellen von Patient*innen eingebaut werden. Die veränderten Zellen werden dann wieder in den Körper injiziert. Die Idee: Alle Nachkommen dieser Zellen haben die Fähigkeit, sich von HIV zu befreien, in ihrem Erbgut, sozusagen "Selbstheilung serienmäßig". Weitere Informationen hierzu findest du unter aidshilfe.de.

Queerblick-SOS
Das queere Videoberatungsprojekt queerblick-SOS ist ab sofort auf YouTube online. In kurzen Clips geben acht junge Queers Antworten und Rat und auf Fragen rund ums Schwul-, Lesbisch-, Bi- und Trans*sein. Die ersten Videos findest du unter youtube.com.

Medienprojekt Wuppertal sucht Crystal-Konsumenten für Dokumentarfilm
Methamphetamin gilt heute unter dem Namen Crystal-Meth als preisgünstige Droge mit aufputschender Wirkung. Der Konsum von Crystal-Meth hat in Deutschland in den letzten Jahren (insbesondere im deutsch-tschechischen Grenzgebiet) unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen deutlich zugenommen. Crystal gilt aufgrund seiner zerstörerischen Wirkung (für die Konsumenten und ihr Umfeld) mit sehr hohem psychischem Abhängigkeitspotential als eine der gefährlichsten Drogen überhaupt. In dem Film sollen die Gründe, Umstände, Wirkungen und Folgen des Konsums von Crystal Meth aus Sicht junger Nutzer*innen beschrieben werden. Die Inhalte des Films werden mit den Teilnehmer*innen zusammen erarbeitet. Der Film soll anschließend öffentlich im Kino präsentiert und auf DVD für die Aufklärungs- und Präventionsarbeit genutzt werden. Für das Filmprojekt werden ehemalige oder aktuelle Crystal-Nutzer*innen und entsprechende Facheinrichtungen für Interviews und zur Kooperation gesucht. Kontakt: Medienprojekt Wuppertal, Daniel Hermann, per E-Mail info@medienprojekt-wuppertal.de oder telefonisch unter 0202-5632647.

Jetzt als Printversion: Broschüre zur kultursensiblen Pflege für Lesben und Schwule
Die Publikation unterstützt den professionellen Umgang von Pflegenden mit älteren, alten und hochaltrigen gleichgeschlechtlich liebenden Menschen. Im Anschluss an eine thematische Einführung skizziert ein Rückblick in die jüngere deutsche Geschichte das politische und gesellschaftliche Klima, das für die ältere Generation der  Lesben und Schwulen  prägend war. Hervorgehoben wird, welche Auswirkungen die tief verwurzelte Homophobie auf das alltägliche Leben hatte. Das Wissen über die gesellschaftlichen Bedingungen, in denen Lesben und Schwule aufgewachsen sind, kann zu einem besseren Verständnis ihrer heutigen Lebenssituation führen. Welche Anforderungen sich daraus für die (Alten)pflege ergeben und welche Kompetenzen erforderlich sind, erläutert die Autorin in ihren Ausführungen über das zugrunde liegende Pflegeverständnis. Autorin: Dr'in Gabi Stummer. Redaktion und Herausgeberin: rubicon e.V., 2014. Die vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Broschüre kann man über die Bezugsadresse: info@rubicon-koeln.de anfordern.

Wörterbuch für Neuankömmlinge
Der Klett-Verlag stellt auf seiner Internetseite ein viersprachiges Wörterbuch für Flüchtlinge zum kostenlosen Download zur Verfügung. Auf Deutsch, Arabisch, Englisch und Französisch finden die Leser*innen im „Erste-Hilfe-Wortschatz“ die wichtigsten Vokabeln für Behördengänge, Arztbesuche, den Einkauf im Supermarkt und andere Alltagssituatione klett-sprachen.de.

Stellenausschreibung der aidshilfe dortmund
Die aidshilfe dortmund sucht für den Arbeitsbereich "schwule Prävention" zum nächst möglichen Zeitpunkt zwei Präventionskräfte für jeweils 25 bis 30 Stunden pro Woche.Die Stellenausschreibung findest du hier (PDF-Datei).

Gerne wollen wir nochmal daran erinnern, dass du uns interessante News, Tipps, Termine, Aktionen vor Ort etc. zusenden kannst, die wir hier im Newsletter veröffentlichen. Diese einfach per Mail an herzenslust-newsletter@nrw.aidshilfe.de senden.

 
 
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