November 2015
Liebe Leserinnen und Leser!

Nach einer erfolgreichen Fachtagung XXelle LIVE mit vielen engagierten Diskussionen und regem persönlichen Austausch folgte die offizielle Feier unseres Jubiläums im Rahmen eines Empfangs. Gesundheitsministerin Barbara Steffens, die bereits die Schirmherrschaft über die Fachtagung übernommen hatte, ließ es sich nicht nehmen, persönlich ihre Glückwünsche zu überbringen. Sie lobte ausdrücklich die Vernetzungsarbeit der LAG Frauen und HIV/Aids in NRW und ihre vielfältigen Hilfs- und Beratungsangebote. Wir freuen uns über dieses Lob von höchster Stelle und geben es weiter an alle unsere Mitstreiterinnen, die in den 20 vergangenen Jahren an diesem Erfolg mitgewirkt haben. Motiviert von so viel Zustimmung, auch seitens des Landesvorstands der Aidshilfe NRW, gehen wir optimistisch in die nächsten Jahre!

Ihnen allen viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW e.V.


2 0   J A H R E   L A G   F R A U E N   U N D   H I V / A I D S   -  
1 0   J A H R E   X X - E L L E


1995 - 2015 | 20 Jahre Frauen und HIV/Aids in NRW
Im Jubiläumsjahr sollen Frauen und auch Männer zu Wort kommen, die sich in und für Aidshilfen in Nordrhein-Westfalen in der Prävention, Beratung und Begleitung, in der Vernetzung und Organisation für die Interessen von Frauen mit HIV und Aids eingesetzt haben.  Im November setzen wir die Interviewreihe mit Astrid Platzmann-Scholten fort. Sie arbeitet in der Beratungsstelle für Aids und sexuell übertragbare Erkrankungen (STD) des Kreises Recklinghausen und engagiert sich in dem von ihr mitgegründeten Projekt BoSprInt für den Einsatz von Sprach- und Integrationsmittlerinnen in Beratungsstellen im Raum Bochum. Die Interviews finden Sie unter xxelle-nrw.de.

XXelle LIVE 2015
Einen ersten kurzen Bericht über unsere Fachtagung XXelle LIVE lesen Sie unter xxelle-nrw.de.


A K T U E L L E S

Geschätzte 3.200 HIV-Neuinfektionen in Deutschland
Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland im Jahr 2014 wird vom Robert Koch Institut (RKI) auf 3.200 (NRW 640) geschätzt und bleibt damit gegenüber der Schätzung für 2013 unverändert. Die Zahl der Personen, die sich mit HIV-infiziert haben, jedoch noch nicht diagnostiziert wurden, ist von etwa 11.300 in 2006 auf geschätzte 13.200 im Jahr 2014 angestiegen. Der Anteil der Personen, die mit einer HIV-Infektion diagnostiziert wurden und eine antiretrovirale Therapie erhalten, ist von 70 Prozent in 2006 auf 82 Prozent in 2014 angestiegen. Weiteres lesen Sie unter ahnrw.de.

WAT-Kampagne "positiv zusammen leben"
Was, wenn die Erzieherin HIV hat?" - "Hauptsache, sie hat starke Nerven!" Diese und weitere Fragen bilden den Auftakt für die Kampagne zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2015. Über die Frage-Antwort-Mechanik regen die Plakatmotive zum Nachdenken an: Wie reagierst du, wenn der Stürmer deiner Mannschaft HIV-positiv ist? Wie, wenn du dich in einen HIV-positiven Menschen verliebt hast oder wenn dein bester Freund HIV hat? Die Kampagne spricht auf diese Weise unbegründete Ängste vor einer HIV-Übertragung an. Weiteres lesen Sie unter xxelle-nrw.de.

Die DHIVA zum Winter ist da!
Die neue Ausgabe des Magazins erscheint mit Beiträgen über Migrantinnen mit HIV, einen neuen Infospot zur PrEP, HIV-Prävention und männliche Beschneidung, Hilfe bei Allergien und spannende Buch-Tipps. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


P O L I T I K

Familienministerin Schwesig entschärft Entwurf für Prostituiertenschutzgesetz
Der mühsam zwischen SPD und CDU/CSU ausgehandelte Entwurf für ein "Prostituiertenschutzgesetz" ist vom Tisch. Bundesfamilienministerin Schwesig legt einen geänderten Entwurf vor. Die jährliche Gesundheitsberatung wird darin gestrichen. Neuer Streit in der Großen Koalition scheint programmiert. Weiteres lesen Sie unter aidshilfe.de.


S O Z I A L E S

Fachaustausch LSBT-Flüchtlinge in NRW
Am 5. November 2015 trafen sich 45 Personen, um über ihre Erfahrungen aus der Flüchtlingsarbeit mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* in NRW zu berichten. Der Fachaustausch fand auf Einladung der Aidshilfe NRW, des LSVD NRW, der LAG Lesben in NRW und des Schwulen Netzwerks NRW statt. Als Ergebnis wurden Projektgruppen verabredet, die sich zukünftig mit den Schwerpunkten der weiteren Arbeit beschäftigen werden. Weiteres lesen Sie unter ahnrw.de.

Umfrage zum Thema "Diskriminierung in Deutschland"
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)  startet eine große Umfrage. Bis zum 30. November können sich alle in Deutschland lebenden Menschen ab 14 Jahren zu ihren selbst erlebten oder beobachteten Diskriminierungserfahrungen äußern. Diese Umfrage, die gemeinsam mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung durchgeführt wird, soll Diskriminierungen sichtbar machen. Gefragt wird auch, welche Auswirkungen Diskriminierungen auf Menschen haben und wie sie damit umgehen. Die Ergebnisse der Umfrage sowie daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen wird die Antidiskriminierungsstelle dem Deutschen Bundestag vorlegen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


G E S U N D H E I T

"Schutz durch Therapie" ist Safer Sex
Menschen mit HIV, die eine antiretrovirale Therapie machen und bei denen die Viruslast seit mindestens sechs Monaten unter der Nachweisgrenze liegt, können andere nicht anstecken. Darauf wies die Aidshilfe NRW noch einmal in aller Deutlichkeit hin. Anlass hierfür war die Kritik der FDP-Landtagsabgeordneten Susanne Schneider und Ulrich Alda an einem Posting auf Facebook im Kontext des HIV-Coming-Outs von US-Schauspieler Charlie Sheen. Weiteres lesen Sie hier (PDF-Datei).

Fragebogen der DAH zum Thema: Aids beenden bis 2020
Bei der letzten Mitgliederversammlung 2014 in Lübeck hat die Deutsche AIDS-Hilfe ihr Zukunftspapier "DAH reloaded" um ein wichtiges Ziel ergänzt: Im Jahr 2020 soll in Deutschland niemand mehr an Aids erkranken müssen. Die DAH möchte noch genauer herausfinden, warum Menschen erst spät von ihrer HIV-Infektion erfahren – oft erst, wenn sie Aids bekommen. Sie möchte ergründen, was sie dagegen tun kann und welche Angebote es im Verband dazu bereits gibt. Sie sind eingeladen, den Fragebogen auszufüllen und an annette.fink@dah.aidshilfe.de zurückzusenden. Den Fragebogen finden Sie hier (WORD-Datei).

Der Nationale AIDS-Beirat lehnt routinemäßige HIV-Tests für Asylsuchende ausdrücklich ab
Der Nationale AIDS-Beirat (NAB) stellt fest, dass im Rahmen der Erstuntersuchungen bei Asylsuchenden auch routinemäßig HIV-Testungen durchgeführt werden. Dieses Verfahren entspricht nicht den anerkannten Standards zur Durchführung eines HIV-Tests. Weiteres lesen Sie unter ahnrw.de.

Leitlinie "STI/STD-Beratung"
Die Leitlinie "STI/STD-Beratung" der Deutschen STI-Gesellschaft wurde in das Leitlinienregister der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften aufgenommen. Sie finden Sie auf der Seite der AWMF unter awmf.org.


M E D I E N

HIV 2014/15
Das HIV-Buch ist ein Lehrbuch, das frei über das Internet verfügbar ist. Das Konzept wurde 1991 von Sebastian Kamps entwickelt. Seit der ersten Auflage 1991 ist das Buch jährlich erschienen und von Tausenden von Ärzten weltweit heruntergeladen worden. Die Ausgabe HIV 2014/2015 finden Sie hier (PDF-Datei).


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N


10. Dezember
"Gesundheit ist kein Luxus" in Berlin
In Deutschland haben manche Menschen keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Menschen ohne Aufenthaltspapiere haben in Deutschland zwar formal Anspruch auf eine medizinische Versorgung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Viele begeben sich jedoch aus Angst vor Abschiebung nicht in Behandlung. Die Folge: Behandelbare Erkrankungen entwickeln sich zu lebensbedrohlichen Notfällen. Dies verhindert also die Behandlung kranker Menschen – und begünstigt damit auch die Verbreitung von Infektionskrankheiten wie HIV. Gesundheit ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Darüber diskutiert die Fachtagung "Gesundheit ist kein Luxus!". Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


S O N S T I G E S

Ausschreibungen im Landesverband
Die aktuellen Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.


Der nächste Newsletter erscheint im Dezember 2015.
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise, etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte Dezember per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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