Oktober 2015
Liebe Leserinnen und Leser!
Letzter Aufruf zur Teilnahme an unserer Fachtagung XXelle LIVE in Düsseldorf am Freitag kommender Woche. Es sind noch wenige Plätze frei, bitte wenden Sie sich an mich, wenn Sie sich kurzfristig noch anmelden möchten. Wir freuen uns über jede und jeden von Ihnen, die mit arbeiten, mit diskutieren und mit feiern möchten! Äußerer Anlass der Tagung ist das 20-jährige Jubiläum der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und HIV/Aids in NRW. Hierzu findet am Nachmittag ein Empfang statt. Hier können Sie gern noch dazustoßen, auch wenn Sie nicht zuvor an der Fachtagung teilgenommen haben. Ministerin Barbara Steffens wird es sich bei dieser Feierlichkeit nicht nehmen lassen, persönlich anwesend zu sein und zu uns zu sprechen. Das freut uns sehr, zumal sie ja die Schirmherrschaft über XXelle LIVE übernommen hat.
Herzlich willkommen also zu 20 Jahren LAG Frauen und HIV/Aids und 10 Jahren XXelle!

Ihnen allen viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW e.V.


2 0   J A H R E   L A G   F R A U E N   U N D   H I V / A I D S   -  
1 0   J A H R E   X X - E L L E


4. Fachtagung XXelle LIVE

Letzte Möglichkeit der Anmeldung zur Fachtagung und zum anschließenden Jubiläumsempfang. Bitte bedienen Sie sich des Anmeldeformulars Flyer hier (PDF-Datei). Die Einladung zum Jubiläumsempfang zum 20-jährigen Bestehen der LAG finden Sie hier (PDF-Datei).

1995 - 2015 | 20 Jahre Frauen und HIV/Aids in NRW
Im Jubiläumsjahr sollen Frauen und auch Männer zu Wort kommen, die sich in und für Aidshilfen in Nordrhein-Westfalen in der Prävention, Beratung und Begleitung, in der Vernetzung und Organisation für die Interessen von Frauen mit HIV und Aids eingesetzt haben. Im Oktober haben wir die Interviewreihe mit Alexandra Frings fortgesetzt, die viele von Ihnen ja bereits kennen. Sie arbeitet bei der AIDS-Hilfe Aachen und engagiert sich als offen positiv lebende Frau bei XXelle PLUS. Die Interviews finden Sie unter xxelle-nrw.de.


P O L I T I K

Spotlight: Prostitutionsschutzgesetz
Der Referentenentwurf des Prostitutionsschutzgesetzes wird scharf kritisiert. Denn der Gesetzentwurf stellt das Ziel der Reglementierung in den Vordergrund und verschlechtert deutlich die Rahmenbedingungen für den Schutz und die Unterstützung von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern, auch was die HIV/STI-Prävention angeht. Auf der Seite der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW finden Sie alle wichtigen Stellungnahmen von Fachverbänden und -gesellschaften zusammengestellt unter aids-nrw.de.

WHO und UNAIDS fordern ein Ende der Diskriminierung sexueller Minderheiten
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), UNAIDS und viele andere Institutionen der Vereinten Nationen appellieren dringend an die Staaten dieser Welt, aktiv zu werden, um die Diskriminierung von sexuellen Minderheiten und die Gewalt gegen sie zu beenden. Unter anderem machen sie deutlich, dass Diskriminierung und Gewalt eine Anfälligkeit für Erkrankungen einschließlich HIV-Infektionen deutlich befördern.  Weiteres lesen Sie unter aids-nrw.de.

UN beschließen Äquivalenzprinzip für die Gesundheitsversorgung in Haft
Die Vereinten Nationen haben am 7. Oktober 2015 die überarbeiteten Mindeststandards für die Behandlung von Gefangenen, die sogenannten "Nelson Mandela Regeln", verabschiedet. Menschen in Haft haben nach den neuen Standards das gleiche Recht auf Gesundheit wie Menschen außerhalb des Gefängnisses. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.


S O Z I A L E S

Zusammenfassung der Studie zu Beratung von Frauen mit HIV
Linn Mehnert und Birte Siem von der Fernuni Hagen haben eine Studie über den Einfluss des Gesundheitsstatus einer Beraterin auf die Annahmebereitschaft von Beratungsangeboten für Frauen mit HIV durchgeführt. Die Ergebnisse liegen jetzt zusammengefasst vor. Sie wurden auf dem diesjährigen Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress in Düsseldorf vorgestellt. Die Studie wurde dort mit dem Frauenforschungspreis der Sektion All Around Women Special der Deutschen AIDS-Gesellschaft ausgezeichnet. Die Ergebnisse der Befragung lesen Sie hier (PDF-Datei).


G E S U N D H E I T

Webinare zur PrEP
Die Prae-Expositions-Prophylaxe (PrEP) beschäftigt viele, die mit HIV-Behandlung und -Prävention zu tun haben. Wer sich bequem und qualifiziert über die neuesten Entwicklungen und den Forschungsstand informieren will, kann dies mit einer Webinar-Reihe tun. Angeboten wird sie von AVAC (Global Advocacy for HIV Prevention) und EATG (European AIDS Treatment Group). Technisch ist das wirklich sehr einfach. Sie folgen dem Link und melden sich an. Die Online-Seminare, denen man gut folgen kann, sind allerdings in englischer Sprache. Sie sind zu finden unter readytalk.com.

"Positiv schwanger"
Schwangerschaft und HIV? – Das geht! Vier Mütter mit HIV erzählen ihre Geschichte. In völlig unterschiedlichen Lebenssituationen erfahren vier Frauen von ihrer HIV-Diagnose. Der Film "Positiv schwanger" zeigt, wie sie damit umgehen, Diskriminierungserfahrungen meistern und gemeinsam mit ihren Partnern ihren Kinderwunsch realisieren. Drei Expertinnen liefern medizinische Informationen und zeigen Unterstützungsangebote auf. Der Film ist ab sofort auf der Website positiv-schwanger.de zu sehen.


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N


8. November 2015
"Marta Halusa und Margot Liu – Die lebenslange Liebe zweier Tänzerinnen"
Viel zu häufig dominiert im öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs die Verfolgung und Ermordung schwuler Männer unter dem von den Nationalsozialisten verschärften § 175. Die Geschichte von Margot Liu und Marta Halusa zeigt eindringlich, dass dies nicht "die ganze Geschichte" ist. Anlässlich der aktuellen Buchveröffentlichung laden das Centrum Schwule Geschichte Köln (CSG) , der Kölner Frauengeschichtsverein und das Beratungszentrum rubicon herzlich ein zu einer Lesung mit der Autorin Ingeborg Boxhammer. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

13. und 14. November 2015
2. Fachtag "Sexuelle Gesundheit: Forschung zur Sexarbeit & STI-Forschung"
Sexarbeit, sexuell übertragbare Infektionen (STI) und Forschung zur sexuellen Gesundheit – das sind die Themen, die der 2. Fachtag "Sexuelle Gesundheit: Forschung zur Sexarbeit & STI-Forschung" in Köln miteinander verknüpft. Nach dem großen Erfolg 2013 wurde er in diesem Jahr bewusst international gestaltet, um die Expertise europäischer Kolleginnen und Kollegen einfließen zu lassen. Das ausführliche Programm finden Sie hier (PDF-Datei).

20. November 2015
Umgangsrecht und häusliche Gewalt – Spannungsfelder und Grenzen
Die Fachtagung des Paritätischen Gesamtverbandes in Kooperation mit dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. möchte Spannungsfelder und Grenzen im Bereich der Umgangsrechte und –pflichten aus verschiedenen Perspektiven aufzeigen. Hierbei sollen rechtliche Aspekte, die Perspektive der Kinder sowie Fragen zu Kooperation und Beteiligung der verschiedenen Akteure in den Blick genommen und aktuelle Regelungsbedarfe sowie Handlungsempfehlungen in Vorträgen und Workshops herausgearbeitet werden. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

21. November 2015
Alles Rund um die HIV-Therapie
Die Veranstaltung in der Aidshilfe Köln bietet einen Überblick über die derzeitigen Therapien, Nebenwirkungen bei Frauen, Therapieentscheidung, Therapiepausen, Compliance, Auswahl der HIV-Medikamente bei Kinderwunsch und Schwangerschaft. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

25. November 2015
2. Fachforum Geschlecht Gewalt Depression
Depressive Erkrankungen stellen eine besondere Herausforderung für die medizinische, therapeutische und psychosoziale Versorgung dar. Hierbei sind vielfältige Aspekte aus der Frauengesundheitsforschung von Bedeutung. Frauen erhalten die Diagnose Depression weitaus häufiger als Männer. Was steckt dahinter? Welche Ursachen gibt es für die häufig beschriebene Zunahme von depressiven Störungen? Das 2. Fachforum des Kompetenzzentrums Frauen und Gesundheit NRW wird aktuelles Wissen aus Forschung und Klinik vermitteln und den Teilnehmenden praxisorientiert handlungsbezogene Einblicke in verschiedene innovative und erprobte Methoden zum hilfreichen Umgang mit dem "grauen Schleier" über der Seele bieten. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Dtatei).

10. Dezember
"Gesundheit ist kein Luxus" in Berlin
In Deutschland haben manche Menschen keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Menschen ohne Aufenthaltspapiere haben in Deutschland zwar formal Anspruch auf eine medizinische Versorgung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Viele begeben sich jedoch aus Angst vor Abschiebung nicht in Behandlung. Die Folge: Behandelbare Erkrankungen entwickeln sich zu lebensbedrohlichen Notfällen. Dies verhindert also die Behandlung kranker Menschen – und begünstigt damit auch die Verbreitung von Infektionskrankheiten wie HIV. Gesundheit ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Darüber diskutiert die Fachtagung "Gesundheit ist kein Luxus!". Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).


S O N S T I G E S

Sexualität, Geschlechtsidentität und Lebensweisen in Beratung und Therapie
Beraterinnen und Berater begegnen der Vielfalt des Lebens – auch im Hinblick auf die Suche und den Prozess in Bezug auf Identität, geschlechtliche Verortung, Begehren, Sexualität, Möglichkeiten, Spielräume und Grenzen. Ob sie einen Raum schaffen können, möglichst selbstbestimmt darüber sprechen, nachdenken und nachfühlen zu können, hängt auch davon ab, inwieweit sie selbst ihr eigenes Sein und Begehren reflektieren. Ein allzu schnelles "Ich habe kein Problem mit …" oder "Zu mir können alle kommen …" schafft nicht wirklich Raum, sondern kaschiert eher reale Verschiedenheiten und gesellschaftliche Diskriminierung. Die Fortbildung bietet Reflexion, Austausch und Gespräch, Selbsterfahrung, Input und Übungen zu geschlechtlichen Identitäten, Begehren, Sexualität und Grenzen in Bezug auf die eigene Auseinandersetzung mit Sein und Begehren sowie auf die Interaktion in beraterischen und therapeutischen Kontexten. Sie findet von März bis Juli 2016 einmal im Monat an Wochenenden in Berlin statt. In Köln wird bereits im Januar ein diesbezüglicher Workshop veranstaltet. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

Der nächste Newsletter erscheint im November 2015.
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise, etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte des Monats per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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