Nr. 04 | 22. Mai 2015
Jahresempfang der Aidshilfe NRW 2015

Liebe Leserinnen und Leser,


"Wir wollen mehr!" Mit dieser Forderung präsentierte unser Landesvorsitzender Arne Kayser die Positionen der Aidshilfe NRW anlässlich des 30-jährigen Bestehens unseres Verbands. Er forderte mehr Rechte für Menschen mit HIV im Kontext der immer noch bestehenden Kriminalisierung im Falle möglicher oder erfolgter Ansteckung bei einvernehmlichen Kontakten, mehr Fachwissen über HIV und Aids bei Ärztinnen und Ärzten, um mögliche Infektionen, insbesondere bei Frauen, rechtzeitig zu erkennen, mehr Mut bei der Stärkung der Rechte bei Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern. Er plädierte für eine Neuorientierung der Drogenpolitik und die Legalisierung von Drogenkonsum, mehr Gesundheitsvorsorge und bessere Behandlung im Strafvollzug und eine vollumfängliche medizinische Versorgung für Menschen ohne Papiere in Deutschland. Schließlich forderte Kayser für schwule Männer mehr Akzeptanz und auf sie zugeschnittene medizinische Angebote und mehr Flexibilität in der Kranken- und Altenpflege.

Zuvor würdigte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die Aidshilfe NRW, die in 30 Jahren das Leben von Menschen mit HIV ein gutes Stück menschlicher gemacht habe. "Die Aufklärungsarbeit der Aidshilfe NRW wirkt in die Gesellschaft hinein. Es ist ihr Verdienst, über die Jahre zu einem Bewusstseinswandel gegen Stigmatisierung und Diskriminierung und für Toleranz, Respekt und Solidarität beigetragen zu haben", so die Ministerpräsidentin. Dazu soll auch die kleine Kampagne zum Jubiläum dienen. "Wir wollen mehr!" wird uns in den kommenden Monaten weiter begleiten. Die ersten Postkarten für mehr Drogen, mehr Geld und mehr Sex sind im Umlauf und sollen gezielt als Gesprächsanregung dienen, um mit möglichst vielen unsere Forderungen zu diskutieren.

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


Wir wollen mehr Drogen!Wir wollen mehr Geld!Wir wollen mehr Sex!


PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Ministerpräsidentin Kraft würdigt 30 Jahre Engagement der Aidshilfe NRW
Die Presseinformation zum Jahresempfang der Aidshilfe NRW am 28. April im Düsseldorfer Maxhaus mit dem Grußwort von Hannelore Kraft sowie zur Verleihung des Ehrenamtspreises "merk|würdig" finden Sie hier (PDF-Datei).

CSD Empfang 2015
Die nächste Großveranstaltung naht: Auch in diesem Jahr laden das Schwule Netzwerk NRW und die Aidshilfe NRW gemeinsam ein zum CSD Empfang am 4. Juli in den Kölner Gürzenich ein. Preisträger der "Kompassnadel" sind in diesem Jahr das Team der heute-Show und Michael Jähme. Die Einladung finden Sie hier (PDF-Datei).


VERBAND

Ausgezeichnet: Ulf Hentschke-Kristal und Marvin Deversi sind neie „merk|würdig“-Preisträger
Im Rahmen des Jahresempfangs 2015 der Aidshilfe NRW verlieh der Landesvorstand den Ehrenamtspreis merk|würdig an Marvin Deversi (Bochum) und Ulf Hentschke-Kristal (Bielefeld). Mit "merk|würdig" zeichnet die Aidshilfe NRW Mitstreiter aus, die durch ihr ehrenamtliches Engagement hervortreten und die Aidshilfearbeit in Nordrhein-Westfalen stark beeinflussen und prägen. Informationen zu den beiden Preisträgern und ihrem ehrenamtlichen Engagement finden Sie unter ahnrw.de.

Sirius2015 ging gleich mehrfach nach NRW
"Socke & Schuss - mit Herzenslust bis in die Puppen", dem von der Aidshilfe NRW initiierten und verantworteten Präventionsprojekt für Schwule Männer über Facebook, wurde der Sirius2015, der Preis des Bundeswettbewerbs zur HIV/STI-Prävention, verliehen. Insgesamt wurden zehn Projekte für besonders innovative, bedarfsgerechte und erfolgversprechende Präventionsansätze zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) ausgezeichnet. Darunter auch "Der Dr. kommt!", das Beratungs- und Testangebot der AIDS-Hilfe Essen, und Youstrip, das HIV/STI-Präventionsspiel für Jugendliche und (junge) Erwachsene, von Youthwork NRW über die AIDS-Hilfe Münster. Die Presseinformation der Aidshilfe NRW lesen Sie hier (PDF-Datei). Die Pressemitteilung der AIDS-Hilfe Essen lesen Sie hier (PDF-Datei).

Reinhard Klenke Ehrenmitglied der Deutschen AIDS-Hilfe
Ohne ihn gäbe es heute in der Aidshilfe- und schwulenpolitischen Landschaft noch viele weiße Flecken: Der gelernte Verwaltungsfachmann Reinhard Klenke war 1986 Mitbegründer der AIDS-Hilfe Paderborn und hat die Aidshilfe NRW mitaufgebaut; er rief Anfang der 90er Jahre den Kölner Lesben- und Schwulentag ins Leben, aus dem der spätere ColognePride hervorging, und initiierte die NRW-weite Präventionskampagne "Herzenslust" für schwule und bisexuelle Männer. Jetzt ernannte ihn die Deutsche AIDS-Hilfe zum Ehrenmitglied. Weiteres lesen Sie unter aidshilfe.de.

Deutsche AIDS-Hilfe feiert 10 Jahre Online-Beratung
Die Online-Beratung der Deutschen AIDS-Hilfe hat bis heute mehr als 30.000 Fragen beantwortet – vertraulich, verlässlich und kompetent. Mit einem Fachtag und einem Empfang hat sie Anfang Mai in Berlin das 10-jährige Bestehen des Projekts gefeiert. Weiteres lesen Sie unter aidshilfe.de.


MENSCHEN MIT HIV/AIDS

Buddy Projekt "Sprungbrett" der Deutschen AIDS-Hilfe gestartet
HIV-positiv - diese Diagnose bedeutet für die meisten Menschen einen tiefen Einschnitt, macht Angst und wirft viele Fragen auf. Darum startete die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) jetzt das europaweit einmalige Buddy-Projekt "Sprungbrett": Erfahrene HIV-Positive unterstützen Menschen, die kürzlich von ihrer Infektion erfahren haben, bei den ersten Schritten. Der "Kumpel" (engl.: Buddy) hat bereits viele Hürden genommen. Als lebendes Beispiel zeigt er, dass und wie es geht: positiv leben. Weitere Informationen zum Projekt und den Buddys finden Sie unter sprungbrett.hiv.

Positive Begegnungen 2016: Austragungsort gesucht!
Die Deutsche AIDS-Hilfe sucht einen Austragungsort für die nächsten Positiven Begegnungen, die zwischen Anfang August und Mitte September 2016 stattfinden sollen und möchten dafür gerne Ihre Vor-Ort-Kompetenzen nutzen. Wenn Sie sich vorstellen können, die Positiven Begegnungen in Ihre Stadt zu holen, werden Sie gebeten, sich in den beigefügten Dateien die Anforderungen durchzulesen, die ein Tagungsort (PDF-Datei) erfüllen muss. Martin Westphal (Fon 030/69 00 87 63 Email: martin.westphal@dah.aidshilfe.de) freut sich  auf Ihre Vorschläge und Ideen! Weitere Infos lesen Sie auch hier (PDF-Datei) in der Ausschreibung.


FRAUEN UND HIV/AIDS

"Familienbrunch für Familien mit HIV" in Düsseldorf und Köln
In Köln und Düsseldorf findet zu regelmäßigen Terminen ein "Familienbrunch für Familien mit HIV" statt. In lockerer Atmosphäre gibt es hier Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch und Vernetzung. Auch für die Kinder ist gesorgt. Die weiteren Informationen und genauen Termine lesen Sie bitte hier (Flyer Köln) und hier (Flyer Düsseldorf).

Safe the Date: XXelle LIVE am 6. November 2015
Die vierte Fachtagung Frauen und HIV, XXelle LIVE, findet am 6. November statt. Bitte halten Sie sich den Termin frei.


SCHWULE PRÄVENTION

20 Jahre Herzenslust - Runder Tisch „kreathiv-präventhiv“
"Wir sind stolz, dass uns gelungen ist, Lebensfreude und auch Lust am Sex in ein kommunikatives Präventionskonzept einzuschließen, und immer wieder neue Themen und Methoden zu berücksichtigen", erklärte Landesvorstandsmitglied Heinz-Ulrich Keller beim Runden Tisch "kreathiv-präventhiv" anlässlich des 20. Geburtstags von Herzenslust. "Mit Herzenslust konnte die Aidshilfe NRW wichtige Impulse für den Schutz vor HIV und anderen STIs sowie die Akzeptanz von Menschen mit HIV setzen." Zum Abschluss des Tages wurde die die Ausstellung "herzenslust und ich" eröffnet. Sie stellt Menschen in den Mittelpunkt, die für die Vielfalt der Kampagne von den Anfängen bis heute stehen, und wirbt für Beteiligung und ehrenamtliches Engagement. Die Ausstellung wird im Lauf dieses Jahres an verschiedenen Orten in NRW zu sehen sein und kann darüber hinaus von interessierten Gruppen gebucht werden. Die begleitende Dokumentation finden Sie hier (PDF-Datei).

IDAHOT Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie
Alljährlich findet am 17. Mai der internationale "Tag gegen Homo- und Trans*-Phobie" statt, auch als IDAHOT bezeichnet. Das Datum wurde als Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt. An diesem Tag strich die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität als Krankheit aus ihrem Diagnoseschlüssel. Bereits am Samstag führte das SchLAu-MG Aufklärungsprojekt eine Aktion in der Mönchengladbacher Fußgängerzone durch, um ein sichtbares Zeichen gegen Diskriminierung und Gewalt gegenüber LSBT*-Menschen zu setzten. Die größte Veranstaltung in NRW war dann am Sonntag auf dem Kölner Roncalliplatz. Die Aidshilfe Köln, der Kölner Lesben- und Schwulentag sowie der LSVD riefen zum Rainbowflash auf, bei dem 1.500 Luftballons in den Himmel aufsteigen gelassen wurden.

"Keine Frage des Geschmacks! - Gruppenspezifische Wohnformen für ältere schwule Männer im Kontext einer pluralen Altenhilfe"
Am 26. Mai 2015 lädt die AIDS-Hilfe Essen um 14.00 Uhr zu einem Vortrag von Markus Schupp ein. Der Referent thematisiert die Selbstbestimmung und die individuelle Bedürfnisbefriedigung schwuler älterer Männer vor dem Hintergrund möglicher Wohnformen im Alter. Im Anschluss daran wird Georg Roth von "immer dabei!" die Arbeit der Landeskoordination für ältere Leben und Schwule in NRW vorstellen und erstmalig in Essen das Video „"lesbisch. schwul. älter!" vorführen. Danach erfolgt die Schlüsselübergabe der "schwulen Senioren-WG" der AIDS-Hilfe Essen an die beiden Bewohner und ein kleiner Umtrunk. Anmeldungen bitte an m.springborn@aidshilfe-essen.de oder telefonisch unter 0201 – 1053700.

Mehr Solidarität und Engagement gegen Rollback!
Im April fand eine Podiumsdiskussion zu einem mehr als nur besorgniserregenden Thema statt: "Gegen Sexualaufklärung und Gender Mainstreaming? Diskussion über konservative und rechtspopulistische Kampagnen gegen vielfältige Lebensweisen und Feminismus". Die Presseinformation dazu lesen Sie hier (PDF-Datei).

Spotlight Präexpositionsprophylaxe
Schon lange wird leidenschaftlich über die PrEP gestritten. Seit der Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections 2015 liegen Daten vor, die zeigen, dass die PrEP wirkt und für bestimmte Zielgruppen eine hilfreiche Methode der Prävention sein kann. International bereits seit 2011, in Deutschland und Europa seit 2015 äußern sich nun Fachbehörden, Fachgesellschaften und Fach- und Interessenverbände zur PrEP. Eine Auflistung dieser Stellungnahmen finden Sie unter aids-nrw.de.


DROGEN

Alternativen Drogen- und Suchtbericht
Zum zweiten Mal hat die Deutsche AIDS-Hilfe am vergangenen Montag zusammen mit akzept e.V. und dem JES Bundesverband den Alternativen Drogen- und Suchtbericht herausgegeben, mit dem eine grundlegende Reform des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) gefordert wird. Es hat sich längst gezeigt, dass Strafverfolgung und Repression ihr Ziel verfehlt haben, den einzelnen Menschen und die Gesellschaft vor den Folgen von Sucht zu schützen. Mehr noch: Das Gesetz richtet massive Schäden an, weil es Prävention, Schadensbegrenzung und Therapie behindert. Nähere Informationen finden Sie unter aidshilfe.de.


STRAFVOLLZUG

Das NRW-Strafvollzugsgesetz ist in Kraft getreten und zeigt erste Auswirkungen
Bis zum 26. Januar 2015 war das Bundesstrafvollzugsgesetz Arbeitsgrundlage der Justizvollzugsanstalten im Land. An diesem Tag ist das "Gesetz zur Regelung des Vollzuges der Freiheitsstrafe und zur Änderung des Jugendstrafvollzugsgesetzes in Nordrhein-Westfalen" in Kraft getreten. Es will fortschrittlicher sein, sich einem aktivierenden Strafvollzug verpflichten und den Grundsatz des Forderns und Förderns in den Mittelpunkt stellen. Leider mussten Aidshilfen bereits feststellen, dass nicht unwesentliche Gepflogenheiten, etwa längere Besuchszeiten, die sehr deutlich über die alten gesetzlichen Besuchszeiten hinausgingen, auf das neue Gesetzesmaß eingekürzt (!) werden. Weiter sollen Gefangene keine Pakete mehr enthalten, ebenso soll es mit Privatkleidung oder privaten Gegenständen gehalten werden. Es gibt nun Anstalten, die sich positive Drogenscreenings von den Gefangenen bezahlen lassen wollen. Auch wenn sich das NRW-Strafvollzugsgesetz teilweise erfreulich von denen der anderen Bundeländer abhebt, ist es hilfreich, die Anwendung des Gesetzes an der Einhaltung der Menschenrechte zu messen. Das StVollzG NRW wurde am 11. April 2015 online gestellt unter recht.nrw.de.

"Gesund in Haft" gewinnt!
Auch das Videoprojekt "Gesund in Haft" gewinnt den SIRIUS2015. Es entstand im Rahmen einer Hochschulprüfung. Beteiligt waren die Aidshilfe München, die JVA München und die Aidshilfe Duisburg / Kreis Wesel aus NRW. Der Präventions- und Trainingsfilm fördert das Gesundheitsbewusstsein und bietet Informationen zur Vermeidung von HIV und weiteren sexuell übertragbaren Erkrankungen. So werden Gefangene an das Thema Männergesundheit herangeführt und erhalten zudem praktische Anleitungen, die sich auch in der eingeschränkten Gefängniswelt umsetzen lassen. Ideengebend ist die Tatsache dass viele Gefangene mangels Anregung die Haftzeit stumpf absitzen, während das TV-Gerät dabei die Hauptfreizeitgestaltung einnimmt. Der Film wird in der JVA München über das anstaltseigene Haft-TV ausgestrahlt und soll möglichst bundesweite Nachahmung und Ergänzung finden - sozusagen Schulfernsehen für Gefangene. Die Laudatio zum Projekt, gehalten von Dr. Viviane Bremer, der am Robert Koch-Institut für Hepatitis, HIV/AIDS und sexuell übertragbare Infektionen zuständigen Epidemiologin, lesen Sie unter gib-aids-keine-chance.de.

Urteil des Bundesgerichtshofes zur Umgehung der Anerkennung des Überbrückungsgeldes als Einkommen
"Habe ein Hartz-IV-Bezieher einmal einen Arbeitslosengeld-II-Antrag gestellt, dürfe er nicht einseitig nachträglich in das eröffnete Verwaltungsverfahren zur Prüfung seiner Hilfebedürftigkeit eingreifen. Allein die Rücknahme eines Antrags, um mit einem kurz darauf erneut gestellten Hartz-IV-Antrag sich finanziell besser zu stellen, sei zumindest innerhalb eines Antragsmonats nicht zulässig." So soll das Bundessozialgericht (BSG) am 24. April 2015 (Aktenzeichen: B 4 AS 22/14 R) geurteilt und damit einen früheren Strafgefangenen abgewiesen haben. Dieser hatte den kurzzeitigen Rückzieher gemacht, als er merkte, dass sein während der Haft angespartes Überbrückungsgeld von 1.000 Euro ihm aufgrund dessen als Vermögen angerechnet werden würde und er daher vorerst keine Leistungen würde gewährt bekommen. Wer ein Überbrückungsgeld oder andere Zahlungen erwartet, möge mit seinem Hartz-IV-Antrag daher bis zum Ersten des Folgemonats warten, um eine Anrechnung als Einkommen zu vermeiden empfiehlt nun der Sozialverband VdK Deutschland Mehr dazu lesen Sie unter vdk.de.

Veranstaltungshinweis: "Diamorphinvergabe in Haft – neue Chancen und Herausforderungen für den Vollzug"
Am 4. September 2015 widmet sich eine Fachtagung in München dem Thema der Diamorphinvergabe in Haft. Ausrichterin ist die Deutsche AIDS-Hilfe. Beteiligt sind aber auch Fachkräfte aus der Schweiz, die seit Jahrzehnten gute Erfahrungen damit haben. In Baden-Württemberg wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür bereits ebenfalls geschaffen. Dr. Karin Meissner vom Justizministerium Baden-Württemberg wird hierüber referieren. Im Rahmen des Vorprogramms wird die Besichtigung der JVA München oder der Substitutionsambulanz N5 im Klinikum der Universität München möglich sein. Mehr dazu lesen Sie hier (PDF-Datei).


AMBULANT BETREUTES WOHNEN

Modellprogramm "Gemeinschaftlich Wohnen selbstbestimmt leben"
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat ein Modellprogramm "Gemeinschaftlich Wohnen selbstbestimmt leben" aufgelegt. Damit sollen Impulse zur Gründung gemeinschaftlicher Wohnprojekte gesetzt und beispielgebende Projekte gefördert und analysiert werden. Bei Projekttyp C geht es um "Gemeinschaftliche Wohnformen und ähnliche innovative Projekte, die in besonderer Weise einen Beitrag für eine inklusive, generationen- oder geschlechtergerechte Kommune leisten." Bis zum 31. Mai 2015 haben Baugruppen, Wohnungsunternehmen, Vereine und sonstige Initiativen, die ein überregional beispielgebendes Wohnprojekt gründen und aufbauen möchten, Gelegenheit, sich für das Programm zu bewerben. Weitere Informationen lesen Sie unter serviceportal-zuhause-im-alter.de.


ARBEITSGEMEINSCHAFT AIDS-PRÄVENTION NRW

Ergebnisse der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention
Auf ihrer vergangenen Sitzung hat die Arbeitsgemeinschaft die Informationen zu Sitzung am 20. Januar 2015 freigegeben. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft setzten sich im Januar mit folgenden Themen auseinander: Landesweite Datenerhebung, Sekundärprävention: Handlungs- und Empfehlungsfelder, Youthwork. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.

Good Practice "Beratung und Test" in Oberhausen
Die Dokumentation zielgruppennaher Beratungs- und Testangebote auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW wurde erweitert: Die AIDS-Hilfe Oberhausen bietet seit 2010 zusammen mit dem Diakonischen Werk Beratung und Schnelltest zu HIV und HCV im Beratungs- und Behandlungsmobil "Soziale Arbeit und Medizin Mobil" an zwei Orten im öffentlichen Raum an. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.


VERSCHIEDENES

Engagement braucht Leadership
Vereine und soziale Initiativen haben oft Schwierigkeiten, Nachwuchs für die Vorstandsarbeit zu finden. Viele Menschen engagieren sich zwar in Vereinen, haben aber Bedenken, einen Vorstandsposten zu übernehmen. Sie befürchten, dass ein solches Engagement zu viel Zeit kostet oder scheuen die Verantwortung. Vereine stehen deshalb vor einem Problem. Viele finden nur schwer Personen, die im Vorstand mitarbeiten wollen. Doch ohne Vorstand ist ein Verein nicht handlungsfähig. Das Projekt „Engagement braucht Leadership“ hilft Vereinen dabei, Vereinsmitgliedern die Arbeit im Vorstand schmackhaft zu machen. An acht Standorten in NRW sollen von September 2014 bis September 2016 Workshops und Austauschforen für Vorstände in Vereinen durchgeführt werden und mittelfristig lokale Netzwerke entstehen. Für die Aidshilfe NRW ist die AIDS-Hilfe Hagen einer dieser Standorte. Weitere Informationen lesen Sie unter paritaet-nrw.org. Unser Ansprechpartner in Hagen ist Andreas Rau.

Deutsche STI-Gesellschaft zum Prostituiertenschutzgesetz
In der Fachdebatte um das geplante Gesetz zum Schutz der Prostituierten hat sich auch die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) positioniert. Sie spricht sich für flächendeckende, qualifizierte Angebote zur gesundheitlichen Beratung und ärztlichen Versorgung von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern aus. Solche Angebote sollten über die bisherigen Möglichkeiten der Gesundheitsämter hinausgehen und auch im gynäkologischen Bereich und in der ärztlichen Grundversorgung zu finden sein. Das Positionspapier der Deutschen STI-Gesellschaft zum Stand des Prostituiertenschutzgesetzes finden Sie hier (PDF).

Gesundheitsämter gegen Pflichtberatung und Anmeldepflicht für Prostituierte
Zahlreiche Gesundheitsämter und der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst sprechen sich gegen eine Pflichtberatung und Anmeldepflicht für Prostituierte aus. Aus NRW sind die Gesundheitsämter Aachen, Bielefeld, Dortmund, Düsseldorf, Essen und Köln vertreten. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.

Beratungen mit Krankenkassen zur Gesundheitskarte für Asylsuchende in NRW
Die Landesregierung plant Beratungen mit allen Krankenkassen bezüglich einer Landesrahmenvereinbarung zur Übernahme der Gesundheitsversorgung für Asylbewerberinnen und Asylbewerber in den ersten 15 Monaten des Aufenthalts gegen Kostenerstattung. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.

Handbuch Behindertenrechtskonvention erschienen
Die Bundeszentrale für Politische Bildung hat ein Handbuch zur Behindertenrechtskonventionen der Vereinten Nationen (UN-BRK) herausgebracht. Das Handbuch gibt Auskunft über die wesentlichen Inhalte der UN-Behindertenrechtskonvention, beschreibt das neue Verständnis von Behinderung und erklärt Inklusion. Es möchte Grundlagenwissen vermitteln und durch Aufklärung Vorurteile abbauen. Eine Textzusammenfassung in Leichter Sprache und Gebärdensprache auf DVD gehören dazu. Mehr darüber lesen Sie unter bpb.de.

Der nächste Newsletter erscheint im Juni 2015
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese möglichst bald per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de.
Impressum | Newsletter abmelden | Newsletter anmelden