Nr. 05 | 11. Juli 2014

ColognePride 2014


Liebe Leserinnen und Leser,


ereignisreiche Wochen liegen hinter uns. Der in der Öffentlichkeit wohl am meisten beachtete Höhepunkt war der Auftritt von knapp 100 Freundinnen und Freunden von POSITHIV HANDELN sowie 120 „HERZENSLUST-Heroes“, die als unübersehbare Gruppen in der Demo-Parade zum ColognePride mitgewirkt haben. Unser Verband ist stolz, dass so viele im orangen T-Shirt für die Rechte und gegen die Diskriminierung der Menschen mit HIV oder im Superhelden-Outfit für die Ideale und Inhalte von HERZENSLUST durch Köln gezogen sind. Letztere bekamen von den Veranstaltern sogar die Anerkennung „Bester Wagen“! Tags zuvor konnten wir gemeinsam mit dem Schwulen Netzwerk NRW 700 Gäste zum CSD-Empfang im Kölner Gürzenich begrüßen. Neben vielen Haupt- und Ehrenamtlichen aus Aidshilfen und Schwulengruppen aus dem ganzen Land kamen auch zahlreiche Abgeordnete aus Bundestag, Landtag und kommunalen Parlamenten, darunter Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth. Im Rahmen des Empfangs wurde Wulf Thomas, Mitbegründer der AIDS-Hilfe Duisburg/Kreis Wesel, und Kirchenpräsident Dr. Volker Jung aus Hessen-Nassau mit der Kompassnadel ausgezeichnet. Einig waren sich alle, dass Schwule, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuelle ein Recht auf gesellschaftliche Akzeptanz haben. Diese Forderung bezieht sich aber nicht allein auf Deutschland, weltweit muss für diese Akzeptanz gekämpft werden. Für uns war es daher konsequent, die von Einzelnen angeregte Spendenaktion zugunsten des jungen LSBTI-Aktivisten Pavel Lebedew zu unterstützen und ein Spendenkonto einzurichten. Auf seinem handgemalten Plakat zur Parade stand: "Mein erster Gay Pride ohne Angst". Wir wünschen Pavel, dass er hier bei uns weiterhin angstfrei leben und eines Tages in eine veränderte russische Gesellschaft zurückkehren kann, wenn er es möchte.

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


VERBAND

BITTE BEACHTEN: HIV-KONTROVERS auf den 7. Februar 2015 verschoben
Aus organisatorischen Gründen haben die Aidshilfe NRW und die Deutsche AIDS-Gesellschaft entschieden, die für Ende September vorgesehene Konferenz HIV-KONTROVERS auf das kommende Jahr zu verschieben. Auch die Fachtagung von POSITHIV HANDELN findet zum späteren Zeitpunkt statt. Bitte notieren Sie, dass 10 Jahre POSITHIV HANDELN am 6. Februar 2015 und HIV KONTROVERS am 7. Februar 2015 im Düsseldorfer Hotel Intercontinental stattfinden werden.

"Wir helfen Pavel"
Die Aidshilfe NRW unterstützt die Initiative und stellt ein Spendenkonto zur Unterstützung des russischen Schwulenaktivisten Pavel Lebedew zur Verfügung. Im Rahmen des OUTREACH-Programms des ColognePrides war Lebedew nach Köln gekommen, um an den Veranstaltungen des ColognePride teilzunehmen. Inzwischen hat der Menschenrechtsaktivist, dem bei einer Rückkehr nach Russland weitere Repressionen drohen, politisches Asyl in Deutschland beantragt. Weitere Informationen finden Sie unter ahnrw.de.

CSD-Empfang des Schwulen Netzwerks NRW und der Aidshilfe NRW
Anlässlich der Kompassnadelverleihung an Kirchenpräsident Jung erinnerte Landesvorsitzender Arne Kayser an die vielen schwulen Theologen und kirchlich Engagierten, die seit Anfang der Achtzigerjahre mit dazu beigetragen haben, Beratung, Betreuung und Pflege für die bereits an Aids erkrankten aus der Community aufzubauen, und die ihr Know-How in die Entwicklung der Strukturellen Prävention eingebracht haben. Zum 15. Mal fand der CSD-Empfang als gemeinsame Veranstaltung des Schwulen Netzwerks NRW und der Aidshilfe NRW statt. Knapp 700 Menschen folgten der Einladung der beiden Landesverbände in diesem Jahr in den Kölner Gürzenich. Im Rahmen des Empfangs verlieh das Schwule Netzwerk NRW zum vierzehnten Mal den Preis Kompassnadel. Die vollständige Pressemappe mit den Redebeiträgen anlässlich des CSD-Empfangs finden Sie hier (PDF-Datei).


PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Presseinformationen der Aidshilfe NRW
2014-06-27: Neues Herzenslust-Projekt: Socke & Schuss
Facebook-Projekt hat ab sofort auch eine eigene Homepage
2014-07-02: "Protect the Universe of Sex"
Großer Auftritt der "Herzenslust Heroes" bei Kölner CSD-Parade 2014
2014-07-02: "MUT GEHÖRT DAZU!"
POSITHIV HANDELN so zahlreich wie nie auf der CSD-Parade

HIV und AIDS 2013 in Deutschland und NRW
Am 30. Juni 2014 hat das Robert-Koch-Institut (RKI) im Epidemiologischen Bulletin Nr. 26 vom 30. Juni 2014 seinen Bericht zu HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen in Deutschland 2013 veröffentlicht. In NRW scheint die Gesamtzahl der HIV-Neudiagnosen relativ konstant zu bleiben; hinsichtlich der Anteile einzelner Gruppen zeichnen sich aber Veränderungen ab. Deutschlandweit ist ein zehnprozentiger Anstieg der Neudiagnosen festzustellen. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.

8. Festival of Friendship
Am 17. August 2014 findet auf dem Burgplatz im Herzen von Düsseldorf das achte große Benefiz-Open Air Festival of Friendship für die ganze Familie statt. Alle Einnahmen kommen Menschen mit HIV und Aids in Düsseldorf und Namibia zu Gute. Die Schirmherrschaft haben Prof. Dr. Rita Süssmuth und Oberbürgermeister Dirk Elbers übernommen. Eine Übersicht darüber, was an dem Tag zwischen 11.00 und 22.00 Uhr geplant ist, lesen Sie hier (PDF-Datei).


MENSCHEN MIT HIV/AIDS

Kunsttherapie und Yoga für Menschen mit HIV
POSITHIV HANDELN NRW lädt vom 1. bis 3. August 2014 HIV-positive Frauen und Männer aus NRW zu einem Wochenende in Hattingen ein. Nur für mich – ist diesmal das Motto. Alles was gut tut, bedeutet mehr Lebensqualität. Neben der körperlichen Gesundheit sollte auch das geistige Gleichgewicht stimmen, wenn man mit HIV lebt. Mit dem kunsttherapeutischen Angebot von Regine Merz werden kreative Kräfte geweckt und gefördert. Spielerisch und ohne Leistungsgedanken im Kopf können beim Malen innere Bilder ihren Ausdruck finden. Ergänzend dazu bietet Yoga mit Walter Dippe die Möglichkeit, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter ahnrw.de.

Positive Begegnungen 2014
Die Konferenz zum Leben mit HIV/Aids "Positive Begegnungen" ist Europas größte Selbsthilfekonferenz. Die Deutsche AIDS-Hilfe veranstaltet sie alle zwei Jahre in Kooperation mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Selbsthilfe-Communities. In diesem Jahr findet sie wieder in Kassel statt. Ein Schwerpunkt der diesjährigen Positiven Begegnungen wird das Thema Diskriminierung sein. Dabei wird es einerseits um Diskriminierungen gehen, die HIV-Positive von außen erfahren, andererseits aber auch um Benachteiligungen und Ausgrenzungen innerhalb der Community. Ein weiteres großes Themenfeld ist die Struktur der Selbsthilfe: Können und wollen sich HIV-Positive die Aidshilfen "zurück erobern"? Welche Modelle zur Partizipation innerhalb der verbandlichen Arbeit gibt es – welche erscheinen sinnvoll und sind verbindlich? Der Bereich "Kriminalisierung" steht ebenfalls auf dem Programm, in einer Podiumsdiskussion erörtern Expertinnen und Experten aus den Bereichen Medizin, Justiz, des Nationalen AIDS-Beirats etc. Möglichkeiten für eine bessere Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure in Bezug auf die Entkriminalisierung der HIV-Exposition und die Übertragung. Auf das Jugendprogramm hatten wir bereits im letzten Newsletter hingewiesen. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Onlineanmeldung finden Sie unter aidshilfe.de.


FRAUEN UND HIV/AIDS

Lesenswerte Fachpublikation zu weiblicher Prostitution in Deutschland
Unter dem Titel "Prostitution in Deutschland – Fachliche Betrachtung komplexer Herausforderungen" informieren sechs Autorinnen, die sich wissenschaftlich, verbandlich oder im Rahmen ihrer Tätigkeit in einer Beratungsstelle fachlich mit dem Themenfeld weibliche Prostitution auseinandersetzen, zu komplexen Fragen weiblicher Prostitution. Ebenso nehmen sie zu strittigen Fragen, wie „Fördert das Prostitutionsgesetz Zuhälterei und Menschenhandel?“ Stellung. Die Veröffentlichung, die zur Versachlichung der Debatte um das Prostitutionsgesetz beitragen will, steht mit freundlicher Genehmigung der Autorinnen als Download zur Verfügung unter aids-nrw.de.

Schutzlücken bei der Strafverfolgung von Vergewaltigungen
Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) weist in seinem aktuellen Policy Paper Nr. 24 auf notwendigen menschenrechtlichen Änderungsbedarf im Sexualstrafrecht hin. Die Stellungnahme des DIMR steht im Zusammenhang mit der aktuellen Vorbereitung der Ratifikation der Bundesregierung des Europaratsübereinkommens gegen Gewalt gegen Frauen (Istanbul-Konvention). Das DIMR legt dar, dass zur Umsetzung der Konvention der Tatbestand der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung im deutschen Strafgesetzbuch geändert werden muss. Dies entspricht auch der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Das Policy Papier kann kostenlos von der Homepage des Deutschen Instituts für Menschenrechte heruntergeladen werden unter institut-fuer-menschenrechte.de.


SCHWULE PRÄVENTION

Aidshilfe NRW berät Bundesregierung
Die Bundesregierung hat sich darauf verständigt, die Ausübung legaler Formen der Sexarbeit besser zu regeln und ein Bündel von Maßnahmen vorzulegen, um Menschenhandel und Zwangsprostitution besser zu bekämpfen. Zugleich ist es ein zentrales gleichstellungspolitisches Anliegen der Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, die Rechtsgrundlagen zum Schutz von Frauen und Männer in der Sexarbeit entscheidend zu verbessern. Besonders wichtig ist die wirksame gesetzliche Regelung der Sexarbeit. Um auf die Arbeitsbedingungen von Menschen in der Sexarbeit Einfluss nehmen zu können, müssen Prostitutionsstätten und andere Bereiche des Sexgewerbes einer rechtsstaatlichen Kontrolle unterworfen werden. Gleichzeitig geht es darum, Menschenhandel vorzubeugen und besorgniserregende Auswüchse des Prostitutionsgewerbes zu bekämpfen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wird im Ministerium aktuell vorbereitet, wobei die Ministerin frühzeitig die unterschiedlichen fachlichen Sichtweisen, Meinungen und Interessen aller maßgeblichen Akteurinnen und Akteure einbeziehen will. Daher hat Ministerin Schwesig den Sprecher unserer Landesarbeitsgemeinschaft Männliche Prostitution NRW, Markus Willeke aus Essen, gebeten, eine Stellungnahme zu verfassen und an einer Anhörung teilzunehmen, um den Reglungsbedarf und die Zielsetzung für ein Gesetz herauszuarbeiten.

Landeskoordination Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule mit neu besetzt
Die Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in Nordrhein-Westfalen hat ein neues Gesicht. Aleksej Urev, 34 Jahre alt, Diplom-Sozialpädagoge und –Sozialarbeiter, hat Anfang Mai 2014 die Aufgaben der koordinierenden Fachstelle übernommen. Aufgrund seines persönlichen Profils und seiner beruflichen Erfahrung ist er eine Bereicherung für das RUBICON, so die Geschäftsführerin Dr. Beate Blatz. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).


YOUTHWORK

Den Anker werfen – ein neues Projekt der AIDS-Hilfe Essen
Den Anker werfen, das hat sich die Essener Aidshilfe auf die Fahne geschrieben und ein neues Projekt ins Leben gerufen. Das Angebot der flexiblen, ambulanten Hilfen Anker ]17[ richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene jeden Geschlechts in schwierigen Lebenssituationen. Das Projekt bietet Beratung und Betreuung mit dem Ziel der Verselbständigung für junge Menschen aus Essen an. Hierzu besteht eine entsprechende Vereinbarung mit dem Essener Jugendamt. Die qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind durch ihre Erfahrungen, etwa in der Jungen-WG-Nachtfalke, mit den Sorgen und Problemen junger Menschen sehr gut vertraut sind. Themen wie HIV und STIs, Homo- bzw. Transsexualität oder auch Prostitution sind für sie kein Tabu. Sie begleiten und unterstützen beispielsweise beim Coming-Out Prozess, helfen Teenagern, die sich als Trans*-Jugendliche definieren, von Prostitution bedroht sind oder ihr nachgehen und beraten junge Menschen, deren Eltern HIV-positiv sind. Dabei basiert die Arbeit auf der Akzeptanz unterschiedlicher Lebenswelten, der Beachtung geschlechtsspezifischer Unterschiede und einem kultursensiblen Umgang.

Fortbildungen für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe zum Thema Jugendkulturen
Im Rahmen des Projekts meintestgelaende.de bieten die BAGs Jungenarbeit und Mädchenpolitik in diesem Jahr zwei exklusive Fortbildungen für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe zum Thema Jugendkulturen an. Geleitet von Referentinnen und Referenten des Archiv der Jugendkulturen finden die beiden Fortbildungen in Berlin statt: vom 2. bis 4. September zum Thema "Graffiti und Streetart" und vom 15. bis 17. September zum Thema "Public Interventions". Die besondere Qualität der Seminare liegt in den praktischen Angeboten: im Streetart-Seminar ist nicht nur eine Führung durch Kreuzberg und zur Eastside-Gallery enthalten, Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen auch selbst Sprayen. Im Public Interventions-Seminar werden eigene Aktionen entwickelt und im öffentlichen Raum Berlins umgesetzt. Wegen des hohen Praxisanteils ist die Teilnahmezahl pro Seminar auf 18 Personen beschränkt. Nähere Informationen finden Sie unter bag-jungenarbeit.de.


DROGEN

26. Juni: Weltdrogentag "Unterstützen statt bestrafen"
Der "Krieg gegen Drogen" führe zu mafiösen Strukturen sowie Menschenrechtsverletzungen und behindere außerdem die HIV- und Hepatitis-Prävention. Darauf weist die Internationale Kampagne "Support. Don’t punish." (Unterstützen statt bestrafen) anlässlich des Weltdrogentages am 26. Juni erneut hin. Mit rund 100 medienwirksamen Aktionen in 50 Ländern und Kampagnen in den Sozialen Medien fordern Menschen aus verschiedenen Zusammenhängen auf, in wirksame Präventionsmaßnahmen wie Spritzenvergabe und die Substitutionsbehandlung zu investieren und die Kriminalisierung von Drogenkonsumenten zu beenden. Bis 2020 sollten dafür 10 Prozent der Gelder investiert werden, die bisher für Strafverfolgung und Justizbehörden ausgegeben werden. Wichtig sei dabei, dass die Regierungen mit der Zivilgesellschaft und mit Drogengebrauchenden selbst zusammenarbeiten. Laut Weltdrogenbericht 2014 konsumieren schätzungsweise 12,7 Millionen Menschen Drogen intravenös. Von ihnen sind 13 Prozent HIV-infiziert. Auch die Deutsche AIDS-Hilfe macht sich generell für eine Entkriminalisierung von Drogenkonsum und Minimierung gesundheitlicher Schäden (Harmreduction) stark. Mehr dazu lesen Sie unter aidshilfe.de.

NALOXON rettet Menschenleben
Am 16. Juli 2014 findet in der FH Köln unter dem Titel "NALOXAN rettet Menschenleben" ein Fachtag zur Naloxanvergabe an Opiatkonsumenten statt. Die internationale Fachveranstaltung gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft und über Praxisprojekte in der Vergabe von Naloxon an Drogen gebrauchende Menschen. Im Anschluss findet eine praktische Schulung in Erste-Hilfe im Drogennotfall und bei der Naloxonvergabe statt. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Leben retten! Protest-, Aktions- und Trauertag am 21. Juli 2014
Zum Nationalen Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige rufen in diesem Jahr wieder der Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit, JES Bundesverband und Landesverband JES NRW, Deutsche AIDS-Hilfe und akzept e.V.- Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik gemeinsam auf. In Deutschland war 2013 mit 1002 Verstorbenen erstmals seit einigen Jahren wieder ein Anstieg der Zahl von Drogentoten zu beklagen. Dies ist Anlass, drei wichtige Instrumente im Kampf gegen den Drogentod und für ein menschenwürdiges Überleben zu benennen, die Drogenkonsumräume, die Substitution und das Naloxon. Grundsätzliche Kritik am Betäubungsmittelgesetz (BtmG) meldeten erst kürzlich 120 Juraprofessoren an. Denn ohne die Drogen-Prohibition wären wohl nicht wenige der heutigen Notmaßnahmen gar nicht erst nötig. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Erster Alternativen Drogen- und Suchtbericht
Der Alternative Drogen-  und Suchtbericht umfasst ein breites Themenspektrum von Alkohol- und Tabakprävention für Jugendliche und den Medikamentengebrauch Erwachsener über Ansätze zum Umgang mit dem Konsum von Cannabis und Crystal Meth bis hin zu niedrigschwelligen Hilfsangeboten für Heroinkonsumenten. Er wurde eine knappe Woche vor Erscheinen des Drogen- und Suchtberichtes der Bundesregierung von Nicht-Regierungsorganisationen und Wissenschaftler in Berlin vorgestellt. Zahlreiche renommierte Experten beschreiben darin Strategien und Maßnahmen, die bisher noch nicht ausreichend Eingang in die Maßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen gefunden haben. Der Alternative Drogenbericht soll dazu beitragen, das vorhandene Wissen über Prävention und Drogenhilfe in eine dauerhaft erfolgreiche Drogenpolitik zu übersetzen. Den Bericht finden Sie hier (PDF-Datei).

10. Update Suchtmedizin
Die Klinik für abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am LVR-Klinikum Essen veranstaltet am 17. September 2014 in Kooperation mit der Beratungskommission zur Substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger der Ärztekammer Nordrhein das Update Suchtmedizin, das sich seit 2004 eines regen Zuspruchs und einer stetigen Zuhörerschaft erfreut. Einzelheiten lesen Sie hier (PDF-Datei).

Sich das Leben nehmen - Arbeiten mit Suchtkranken
Am 18. September 2018 findet die Fachtagung „Sich das Leben nehmen - Arbeiten mit Suchtkranken zwischen Leben und Tod“ des Fachkrankenhauses Vielbach statt. Was treibt Menschen dazu, ihr Leben lieber im Alkohol zu ertränken als weiter leben zu wollen? Wie können sie ermutigt werden, trotz aller Widrigkeiten, ihr Leben hoffnungsvoll in die Hand zu nehmen? Und wie geht man damit um, wenn dies einmal nicht gelingt? Verantwortung für sein Leben zu übernehmen, ist eine der wichtigsten, folgenreichsten Entscheidungen von Menschen, die zuvor ihre Autonomie über ihr Leben ihrer Sucht geopfert haben. Weitere Informationen zu der Tagung finden Sie hier (PDF-Datei).

Ohne Legalisierung geht es nicht
Zum 25. Jubiläum des Palette e.V. findet am 24. November 2014 eine Fachveranstaltung statt. Seit seiner Gründung betreut der Verein Konsumentinnen und Konsumenten illegaler Drogen und setzt sich für die Substitutionsbehandlung in Hamburg ein. Auch an der Einrichtung des ersten Fixerraumes in Deutschland in Hamburg war Palette beteiligt. Der Begriff der akzeptierenden Drogenarbeit war entstanden und wurde aktiv umgesetzt. Doch die Zeit des Aufbruchs endete ab 2001 durch den Regierungswechsel in Hamburg abrupt und wurde bis heute nicht wieder zum Leben erweckt. Mit diesem Fachtag setzt sich der Verein für eine lebhafte Diskussion zum Umdenken der drogenpolitischen Prozesse in Hamburg und Deutschland ein. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Weiteres von der DRUCK-Studie
Nach Abschluss der Untersuchungen in Hamburg gibt das Robert Koch-Institut weitere Informationen zur DRUCK-Studie (Drogen und chronische Infektionskrankheiten in Deutschland) bekannt. Mehr dazu lesen Sie im 5. Newsletter der Studie hier (PDF-Datei).

Europäischer Drogenbericht: Leichter Anstieg von HIV-Neuinfektionen und alarmierende Hepatitis-C-Raten
Am 27. Mai 2014 hat die Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) den Europäischen Drogenbericht 2014 vorgestellt: Stark erhöhte HIV-Neuinfektionen in Griechenland und Rumänien wirken sich auf den gesamten EU-Trend aus. Unter anderem auf Hepatitis-C-Infektionen ist eine erhebliche und steigende Zahl von Todesfällen bei injizierenden Drogenkonsumentinnen und Drogenkonsumenten zurückzuführen. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.


STRAFVOLLZUG

Bundeskongress Straffälligenhilfe in Bonn
Die Lebenssituationen straffällig gewordener Menschen sind in der Regel mehrfach belastet. Eine Freiheitsstrafe ist oft nur die Spitze des Eisberges, unter der sich soziale, materielle und andere Probleme verbergen. Daher bedarf es besonderer fachlicher Anstrengungen, vorhandene Potentiale zu aktivieren, um gemeinsam mit den Betroffenen Pfade zu einem gelingenden, straffreien Leben zu finden. Vor diesem Hintergrund beleuchtet der Bundeskongress der Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe am 23. und 24. September 2014 in Bonn einige Dimensionen der Lebenswirklichkeit von Menschen in Haft. Mehr dazu lesen Sie unter http://www.bag-s.de/aktuelles/aktuelles0/article/bundeskongress-2014-jetzt-anmelden/.


VERSCHIEDENES

Ausschreibung der AIDS-Hilfe Wuppertal
Die Kolleginnen und Kollegen in Wuppertal suchen zum 1. Oktober einen Mitarbeiter, eine Mitarbeiterin im Bereich Sozialarbeit/Sozialpädagogik. Die komplette Ausschreibung finden Sie hier (PDF-Datei). Bewerbungsfrist bis zum 31. Juli 2014.

Der nächste Newsletter erscheint Ende August 2014
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis 11. August 2014 per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de.

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