Nr 2 - Juni 2014
Sehr geehrte Damen und Herren,

vor Ihnen liegt die zweite Ausgabe des Newsletters rund um das Thema "Spritzenautomaten in NRW" für das Jahr 2014.

Gerne veröffentlichen wir interessante Projekte, Themen oder Termine über den Newsletter. Bitte senden Sie die Beiträge einfach per Mail an brigitte.bersch@nrw.aidshilfe.de. Wir freuen uns über jede Rückmeldung.
         
Mit herzlichen Grüßen
Brigitte Bersch
Koordination Spritzenautomatenprojekt NRW


25 Jahre Spritzenautomaten

25 Jahre Spritzenautomaten in NRW   
Mit einer Fachtagung und einem kleinen Festakt feierte die Aidshilfe NRW am 6. Mai 2014 das "Silberjubiläum" des Spritzenautomatenprojekts NRW. Seit 25 Jahren sind die inzwischen über 100 Automaten im ganzen Land Garanten für einen niedrigschwelligen Zugang zu Präventionsmitteln für Drogen konsumierende Menschen. Die Redebeiträge, Fachvorträge und weitere Bilder finden Sie unter saferuse-nrw.de.


Anschaffung von weiteren 15 Spritzenautomaten
Für den Ausbau des Spritzenautomaten-Projektes in NRW stehen ab sofort weitere Spritzenautomaten zur Verfügung. Die Spritzenautomaten werden den Betreibern vor Ort kostenlos zur Verfügung gestellt. Aufstellungs-, Reparatur- und Portokosten werden von der Aidshilfe NRW übernommen. Die Automaten werden mit Spritzenpäckchen, Kondomen, Pflege- und Care Sets bestückt und enthalten eine Entsorgungsbox für gebrauchtes Spritzbesteck. Weitere Informationen zum Spritzenautomatenprojekt sowie alle Ausgaben des Newsletters finden Sie unter saferuse-nrw.de.

10.000 kostenlose SMOKE IT-Sets
In den letzten Tagen wurden die letzten SMOKE-IT-Sets an die Einrichtungen verschickt und vor Ort an i. v. Drogen gebrauchende Menschen abgegeben. Die bisherigen Rückmeldungen aus den Einrichtungen waren ausschließlich positiv. Die 10.000 SMOKE-IT-Sets wurden von den Konsumentinnen und Konsumenten mit großem Interesse angenommen. Zur Zeit wird geprüft, ob die SMOKE-IT-Sets in dieser Form Bestandteil des Angebotsspektrums der Spritzenautomaten werden könnten.

21. Juli 2014: Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige
Das Motto in diesem Jahr lautet: Leben retten!  In Deutschland stieg 2013 mit 1002 Verstorbenen erstmals seit einigen Jahren wieder die Zahl der Drogentoten. Der Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit e.V nimmt dies zum Anlass, drei wichtige Instrumente im Kampf gegen den Drogentod und für ein menschenwürdiges Überleben zu benennen: Drogenkonsumräume, Substitution und Naloxon. Weitere Infos zum Gedenktag finden Sie hier (PDF-Datei).

Support don´t punish - Unterstützen statt bestrafen      

support, don´t punish
    
So lautet der Titel einer weltweiten Kampagne, die auf die globalen Fehlentwicklungen in der Drogenpolitik aufmerksam machen will. Die Deutsche AIDS-Hilfe wird den 21 Juli nutzen, um auf diese Kampagne von INPUD, Harm Reduction International und des International Drug Policy Consortiums (idcp) aufmerksam zu machen. Weitere Infos zu dieser Kampagne finden Sie hier

2013 wieder mehr Drogentote
Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) und der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, stellten am Donnerstag, 17. April 2014, in Berlin die "Rauschgiftlage 2013" vor. Im Jahr 2013 starben in Deutschland 1.002 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums. Damit stieg die Zahl der "Drogentoten" in Deutschland erstmals seit 2009 wieder an – aktuell um rund 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Mehrzahl der Rauschgifttoten war weiterhin männlich (83 Prozent), das Durchschnittsalter lag – wie im Vorjahr – bei rund 38 Jahren. Die Pressemitteilung finden Sie hier.
 
FIRST EUROPEAN CONFERENCE ON HEPATITIS C AND DRUG USE
Weltweit injizieren geschätzte 16 Millionen Menschen Drogen, und ungefähr 10 Millionen von ihnen sind mit Hepatitis C infiziert. Die Epidemie breitet sich in vielen Teilen der Welt rasant aus, angetrieben durch eine erfolglose und repressive Drogenpolitik. Sie stellt für die betroffenen Länder eine ernsthafte wirtschaftliche und soziale Bedrohung dar. Das wahre Ausmaß dieser Epidemie wird wahrscheinlich unterschätzt, weil die meisten Länder nur über unzureichende Überwachungsdaten verfügen. Vom 22. bis 24. Oktober 2014 findet in Berlin die erste europäische Konferenz zum Thema "Drogengebrauch und Hepatitis C statt". Ab sofort sind unter conference.hepatitis-c-initiative.eu alle Informationen zum Programm, Kosten und Anmeldefristen zu erfahren. Die Konferenz wird in deutscher und englischer Sprache durchgeführt.

Positive Begegnungen 2014. Konferenz zum Leben mit HIV/Aids
Die Konferenz zum Leben mit HIV/Aids "Positive Begegnungen" ist Europas größte Selbsthilfekonferenz und findet vom 21. bis 24.08.2014 in Kassel statt. Die Deutsche AIDS-Hilfe veranstaltet sie alle zwei Jahre in Kooperation mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Selbsthilfe-Communities. Im Rahmen dieser alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung wird wieder ein besonderes Programm für Jugendliche mit HIV angeboten. Weiter Informationen finden Sie hier.

Zeitungsberichte

Spritzenautomat in Duisburg ist notwendig
Rp-online.de - 20 Drogensüchtige teilen sich eine Spritze. Der Spritzenautomat für Drogenkranke in Duisburg-Neudorf funktioniert wie die alten Zigarettenautomaten: Für 50 Cent bekommt man hier ein steriles Spritzenset. Für Drogenabhängige ist das wichtig, damit sie sich nicht an verunreinigten Spritzen mit dem HI-Virus oder Hepatitis infizieren. Ginge es nach der Aidshilfe Duisburg, gäbe es auf dem Stadtgebiet noch mehr solcher Automaten. Doch die Anwohner stellen sich in der Regel quer. Den Bericht lesen Sie hier.

Drogenkonsum in Deutschland
Nehmen Sie Drogen? Das hat ZEIT ONLINE im November 2013 seine Leser gefragt und sie aufgerufen, von ihren Erfahrungen zu berichten. Mehr als 22.000 Menschen in Deutschland haben sich an der Online-Umfrage Global Drug Survey beteiligt. Daraus ist der ZEIT-ONLINE-Drogenbericht entstanden. Nie zuvor haben mehr Deutsche so detailliert beschrieben, was sie rauchen, schnupfen, trinken und einwerfen. Hier finden Sie alle Ergebnisse der Umfrage, Grafiken und Artikel zu Drogen in Deutschland.

Aidshilfe verteidigt Spritzenautomaten
WDR Studio Düsseldorf - Die Aidshilfe Nordrhein-Westfalen verteidigt die Spritzenautomaten für Drogenkranke. Den Kurzbericht anlässlich des 25-jährigen Bestehen des Spritzenautomaten-Projekt finden Sie hier.

Der neue Präventionsautomat steht
LA24Muc - München - Nun steht er also doch. Obwohl sich der Bezirksausschuss 24 gegen die Aufstellung eines sogenannten Präventionsautomaten beim U-Bahn-Aufgang Dülferstr. ausgesprochen hatte, stellte ihn der Betreiber, die Münchner Aids-Hilfe, doch am Montag, den 19. Mai dort auf. Seit Dienstag, den 20. Mai ist er bestückt und in Betrieb. Den Bericht lesen Sie hier.

"Übernachten muss jede Insassin allein"
weltwoche.ch - Das Interview mit Marianne Heimoz, Direktorin der Frauenhaftanstalt Hindelbank, lesen Sie hier.

"Rausch-Schuh" für halluzinogene Fußerlebnisse
1. April 2014: Der Rausch-Schuh simuliert einen mittleren Rauschzustand von ca. 8 ‰ Blutalkoholkonzentration (Blutwert entnommen aus der Ferse). Die Produktinformation "Rausch-Schuh" finden Sie hier.
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