Mai 2014
Liebe Leserinnen und Leser,
vom 21. bis zum 24. August finden in Kassel die Positiven Begegnungen 2014 statt, die Konferenz zum Leben mit HIV/Aids in Deutschland. Im Rahmen dieser alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung wird wieder ein besonderes Programm für Jugendliche mit HIV angeboten. Für die jungen Leute sind nachmittags zwei Workshops geplant, darüber hinaus besteht ausreichend Gelegenheit für Gespräche und Erfahrungsaustausch. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendliche im Umfeld von HIV/AIDS  kooperiert mit der Deutschen AIDS-Hilfe und ist an der Betreuung der Jugendlichen beteiligt. Vielleicht kennen Sie aus Ihrem Umfeld junge Menschen mit einer HIV-Infektion, die bislang von diesem Angebot nichts gehört haben und für die eine solche Begegnung eine gute Erfahrung wäre. Dann weisen Sie doch gern darauf hin, Einzelheiten sind unter aidshilfe.de einzusehen.
Ihnen allen viel Spaß beim Lesen des Newsletters!

Petra Hielscher
Frauen und Aids
Aidshilfe NRW e.V.


A K T U E L L E S

Neues Ehrenmitglied der Aidshilfe NRW
Wie im letzten Newsletter berichtet, hat die Aidshilfe NRW Julia Ellen Schmalz in Würdigung ihrer Verdienste in der Aidshilfe sowie der Selbsthilfe der Frauen mit HIV, ihres langjährigen Engagements in der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und HIV/Aids in NRW und im Landesvorstand der Aidshilfe NRW sowie ihrer Beratungstätigkeit in der Landeskommission AIDS des Ministeriums für Gesundheit Nordrhein-Westfalen die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Die Urkunde überreichte Landesvorsitzender Arne Kayser am 9. Mai in Anwesenheit von Oberbürgermeister Pit Clausen, Kuratoriumsmitglied der Aidshilfe NRW, sowie Peter Struck, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Bielefeld und Mitglied des Landesvorstands, in einer kleinen Feierstunde. Ein Porträt der Geehrten lesen Sie unter xxelle-nrw.de.
 
Bundeswettbewerb Aidsprävention 2014
Der Bundeswettbewerb Aidsprävention startet nach 2008 und 2010 in eine neue Runde. Gesucht werden Projekte, die HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) thematisieren und enttabuisieren, die motivieren, sich untersuchen und behandeln zu lassen, und die dazu ermutigen, soziale Hilfen in Anspruch zu nehmen und Solidarität zu zeigen. Besonders gefragt sind erfolgreiche Wege, um Hemmschwellen abzubauen und ins Gespräch zu kommen, innovative Methoden und Kommunikationsformen, Medien oder Materialien sowie bedarfsgerechte Angebote für die verschiedenen von HIV/STI betroffenen Gruppen. Dazu gehören Mädchen und Jungen sowie Frauen und Männer in ihrer sexuellen Vielfalt, Sexarbeitende, Freier, Drogenkonsumierende, Reisende, Menschen mit Migrationshintergrund bzw. Zuwanderungsgeschichte, Menschen in schwierigen Lebenslagen, etwa in Haft, sowie besonders benachteiligte Gruppen. Einzelheiten finden Sie hier (PDF-Datei).
 
Die Kölner Aidsgala
Seit 23 Jahren eröffnet die Kölner Aidsgala den Kölner CSD und ist damit fester Bestandteil des ColognePride. Viele Stars aus Funk, Fernsehen und Politik schreiten alljährlich über den roten Teppich, zeigen ihre Solidarität für Menschen mit HIV und Aids und unterstützen die Arbeit der Aidshilfe Köln. Für die diesjährige Gala am 4. Juli 2014 sind noch Karten erhältlich. Näheres erfahren Sie unter aidshilfe-koeln.de.


P O L I T I K

Bundesrat: Pflichtuntersuchungen unverhältnismäßig und wenig zielführend
Auf seiner Sitzung am 11. April 2014 hat der Bundesrat die Einführung von verpflichtenden Untersuchungen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter abgelehnt, da Pflichtuntersuchungen unverhältnismäßig und wenig zielführend seien. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.
 
Paritätische begrüßt Stärkung der Tarifautonomie
Anfang April hat das Bundeskabinett den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Tarifautonomie verabschiedet, mit dem in Deutschland ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden soll. Der Gesetzesentwurf regelt insbesondere die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns in Höhe von 8,50 Euro ab 2015, außer für Jugendliche, junge Erwachsene und Langzeitarbeitslose, eine Vereinfachung  der Allgemeinverbindlichkeitserklärung im Tarifvertragsgesetz und die Öffnung des Arbeitnehmerentsendegesetzes für alle Branchen. Der Paritätische begrüßt diese Gesetzgebung, macht aber im Gesetzgebungsverfahren besonders darauf aufmerksam, dass mit der Einführung eines allgemeinen Mindestlohns die Refinanzierung über Zuwendungen, Entgelte und Pflegesatzvereinbarungen gleichzeitig durchgängig gesichert werden muss. Weiterhin soll sichergestellt werden, dass die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege ihre Interessen sowohl im Rahmen einer Anhörung durch die Mindestlohnkommission als auch im Stellungnahmeverfahren vor Erlass der Rechtsverordnung durch das Bundesarbeitsministerium vorbringen können. Einzelheiten lesen Sie hier (PDF-Datei).
 
Polemische Berichterstattung über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt
Die Gesellschaft für Sozialpädagogik (GSP) hat der Deutschen AIDS-Hilfe einen Aufruf zur sozialpädagogischen Professionalität zugesandt und möchte sich damit gegen die zunehmend kritische Haltung gegenüber neoemanzipatorischer Sexualpädagogik in den Medien positionieren. Die DAH wird den Aufruf mitunterzeichnen und fordert zur Unterstützung auf. Das Anschreiben lesen Sie hier (PDF-Datei).
 
Neue DHIVA erschienen
Die Sommer-DHIVA berichtet unter anderem über HIV-Prävention in Frauenhand, Sex mit oder ohne Kondom, Jugendliche mit HIV und Medikamente sowie über die Münchner Aids-Tage und gibt spannende Buch-Tipps. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


S O Z I A L E S

Kompetenter Umgang mit Diversität – Mehrwert durch Bildung
Der kompetente Umgang mit Differenz und Diversität ist nicht nur ein Querschnittsthema, sondern die zentrale Herausforderung für moderne Gesellschaften. Die ständig neu zu reflektierende Frage nach der Fähigkeit, den sozialen Zusammenhalt zu gewährleisten, ist verknüpft mit dem Willen, die Verschiedenartigkeit von Mitarbeiterschaft und Nutzererwartungen in die eigenen Interaktionen einzubeziehen. Interkulturelle Handlungskompetenzen setzen Potenziale frei, die zum Mehrwert der Vielfalt beitragen. Die Akademie für interkulturelle Handlungskompetenz ist eine Kooperation zwischen der Paritätischen Akademie NRW und dem Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe und Migrationsarbeit (IFAK e.V.). Die Angebote finden Sie unter paritaetische-akademie-nrw.de.

Rechtsinformation "Datenschutz in Frauenunterstützungseinrichtungen"
Für gewaltbetroffene Frauen stehen verschiedene spezifische Unterstützungsangebote für Schutz und Hilfe bei Gewalt zur Verfügung. Während die Frauenhäuser Frauen und ihren Kindern eine geschützte Unterkunft und intensive Beratung und Begleitung ermöglichen, finden Frauen in Frauenberatungsstellen und Fachberatungsstellen bei sexualisierter Gewalt psychosoziale und rechtliche Unterstützung. Dazu hat die Frauenhauskoordinierung e. V. eine Rechtsinformation zusammengestellt. Sie kann ab sofort per E-Mail als Broschüre unter frauenhauskoordinierung.de bestellt werden.
 
Soziale Unterschiede in der Mortalität und Lebenserwartung
Das Robert Koch Institut hat die für Deutschland vorliegenden Ergebnisse zu sozialen Unterschieden in der Mortalität und Lebenserwartung zusammenfassend dargestellt. Dabei werden neben Untersuchungen, die auf Vergleichen zwischen sozioökonomischen Statusgruppen basieren, auch regionale Analysen beigezogen, die Zusammenhänge zwischen sozioökonomischen Indikatoren und der Lebenserwartung beispielsweise auf Ebene der Bundesländer darstellen. Weiteres lesen Sie hier (PDF-Datei).


G E S U N D H E I T

5. Mai Internationaler Hebammentag
Der Internationale Hebammentag wird seit 1991 jeweils am 5. Mai in mittlerweile mehr als 50 Ländern begangen, um auf die Bedeutung der Hebammen für die Gesellschaft hinzuweisen. Aus diesem Anlass berichtet XXelle von den Jahrestagungen des Landesverbands der Hebammen NRW, auf denen sich die LAG Frauen und HIV/Aids in NRW vorstellt. Näheres erfahren Sie unter ahnrw.de.
 
Drogenkonsum in Deutschland
Nehmen Sie Drogen? Das hat ZEIT ONLINE im November 2013 seine Leser gefragt und sie aufgerufen, von ihren Erfahrungen zu berichten. Mehr als 22.000 Menschen in Deutschland haben sich an der Online-Umfrage Global Drug Survey beteiligt. Daraus ist der ZEIT-ONLINE-Drogenbericht entstanden. Nie zuvor haben mehr Deutsche so detailliert beschrieben, was sie rauchen, schnupfen, trinken und einwerfen. Hier finden Sie alle Ergebnisse der Umfrage, Grafiken und Artikel zu Drogen in Deutschland. Weiteres lesen Sie unter zeit.de.
 
Hospiz- und Palliativversorgung in stationären Pflegeeinrichtungen
Der Prozess zur Entwicklung einer Praxishilfe für die Implementierung der Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen ist inzwischen abgeschlossen. Am 2. Mai 2014 hat das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) eine Praxishilfe veröffentlicht. Diese Broschüre finden Sie hier (PDF-Datei).
 
5 + 1 = Meins
Dieses Projekt ist ein interkulturelles Gesundheits- und Präventionskonzept für Mädchen und junge Frauen. Zurzeit wird das Konzept vom MGEPA NRW gefördert, entwickelt wurde es von Susan Bagdach. Während der Modellphase vom 1. Oktober 2012 bis zum 31. März 2014 wurden in 10 Städten in NRW ein- bis dreitägige Workshops mit 16 Gruppen durchgeführt. Evaluiert wurden die Ergebnisse von rund 200 Mädchen bzw. jungen Frauen. Das Besondere am 5 + 1 = Meins-Konzept ist die sinnliche und ganzheitliche Herangehensweise. Der Fokus liegt stets auf den Ressourcen, den gesunden und lustvollen Anteilen in jeder Person. Wir sind überzeugt, dass es wenig gibt, was Mädchen und Frauen so sehr in die eigene Kraft verhilft, wie das selbstbewusste und sichere Bewohnen des eigenen Körpers. Weiteres lesen hier (PDF-Datei).
 

T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

4. Juni 2014
23. Düsseldorfer HIV-Tag 2014 - HIV und Frauen
Der 23. Düsseldorfer HIV-Tag der Uniklinik ist der erste, der sich schwerpunktmäßig dem Thema "HIV und Frauen" widmet. Frauen mit HIV machen zwar "nur" 15 Prozent aller Menschen mit HIV in Deutschland aus, in der Uniklinik Düsseldorf liegt ihr Anteil jedoch bei etwa einem Drittel. Weltweit tragen Frauen die Hälfte der HIV-Krankheitslast. Der Fachtag beschäftigt sich mit der Interaktion zwischen HIV und HPV sowie damit, ob den frauenspezifischen Fragestellungen in Studien und Leitlinien ausreichend Raum gegeben wird. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

19. bis 21. Juni 2014
STI-Kongress 2014 in Berlin
Der Kongress findet im Roten Rathaus in Berlin statt. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor! Am Mittwoch, den 18. Juni 2014, findet ebenfalls im Roten Rathaus das Leopoldina-Symposium statt. Thema ist "Genitale Mikrobiome – Konstituieren neue molekular-genetische Tools einen Paradigmenwechsel?" Melden Sie sich jetzt über das Online-Registrierungsportal zum Kongress unter b-com.mci-group.com an.
 
20. Juni 2014
Zeit zu handeln: die Kaiserschnittrate senken und die normale Geburt  fördern
Der Fachtag des Arbeitskreises Frauengesundheit hat zum Ziel, den steigenden Kaiserschnittraten in Deutschland entgegenzuwirken und die Sichtweise zu bestärken, dass Schwangerschaft und Geburt ein normales, physiologisches Ereignis ist, das mehrheitlich keiner großen medizinischen Intervention, sondern vornehmlich kontinuierlicher, fachkundiger Zuwendung und Betreuung bedarf. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

27. bis 29. Juni 2014
HIV/STI-Prävention in der Beratung von Frauen in der Prostitution
In den letzten Jahren sind im Bereich sexueller Dienstleistungen immer häufiger riskante Arbeitsweisen zu beobachten, die eine Übertragung von HIV und anderen STIs  begünstigen können. Auch haben Testreihen des Robert-Koch-Institut eine erhöhte Infektionsrate bei bestimmten Gruppen von Sexarbeiterinnen ergeben. HIV- und STI-Prävention für Sexarbeiterinnen in Form von kompetenter Information und Unterstützung wird deshalb immer wichtiger. Auch Prostitutionskunden müssen in den Blick genommen werden. Näheres zum Seminar finden Sie hier (PDF-Datei).
 
28. Juni 2014
HIV und Stigmatisierung - Erfahrungen und Bewältigungsstrategien
Viele Frauen kennen die Erfahrung, aufgrund von HIV diskriminiert zu werden. Diese Erlebnisse passieren im Gesundheitswesen, am Arbeitsplatz, in sozialen Kontakten. Zu solchen Diskriminierungserfahrungen wurden in der Umfrage "Positive Stimmen" 1.148 Menschen mit HIV und Aids in Deutschland befragt. Die Sozialwissenschaftlerin Ute Hermann aus Berlin hat eine frauenspezifische Auswertung vorgenommen. Zum Einstieg in den Workshop wird Ute Hermann vormittags die Ergebnisse der Studie vorstellen. In kleineren Gruppen können die Teilnehmerinnen anschließend über eigene Erfahrungen ins Gespräch kommen. Nachmittags liegt der Fokus darauf, welche Möglichkeiten es gibt, mit den negativen Ereignissen umzugehen und Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Dazu wird Ute Hermann erneut einen Input geben, der zu einem anschließenden Austausch anregen soll. Einzelheiten finden Sie hier (PDF-Datei).
 
18. und 19. September 2014
Seminar: Interkulturelle Sensibilisierung
Interkulturelle Kompetenzen sind angesichts der Zusammensetzung unserer Gesellschaft auch in den Mädchen- und Frauenberatungsstellen sowie in den Frauenhäusern gefragt. Dieser Bereich erfordert ohnehin besondere Sensibilität der Mitarbeiterinnen gegenüber den Frauen und Mädchen, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Diesen zu begegnen setzt viel Professionalität voraus und stellt Mitarbeiterinnen in Situationen, die interkulturelle Kompetenzen verlangen, vor neue Herausforderungen. Speziell für Mitarbeiterinnen in diesem Bereich bietet die Paritätische Akademie NRW in Kooperation mit dem Fachgebiet Frauen- und Mädchenorganisationen ein interkulturelles Sensibilisierungstraining an. Weiteres lesen Sie unter paritaetische-akademie-nrw.de.

27. September 2014
Run of Colours
Die Promotionteams der Aidshilfe Köln haben bereits die Laufschuhe geschnürt und werden in den kommenden Wochen bei diversen Laufveranstaltungen für das bunte Event werben. Weitere Informationen zum Lauf und Registrierungsstart finden Sie unter aidshilfe-koeln.de.


S O N S T I G E S

aidshilfe dortmund
Die aidshilfe dortmund sucht zum nächst möglichen Zeitpunkt für die ambulante Drogenhilfeeinrichtung kick eine Krankenschwester oder einen Krankenpfleger für 20 Stunden in der Woche. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Die Bewerbungsfrist endet am 10. Juni 2014. Weitere Informationen finden Sie in der Stellenausschreibung hier (PDF-Datei).

Der nächste Newsletter erscheint im Juni 2014.
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis zum 13. Mai per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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