Nr. 04 | 16. Mai 2014
Empfang 25 Jahre Spritzenautomaten in NRW - Villa Horion - Düsseldorf - am 6. Mai 2014


Liebe Leserinnen und Leser,


mit einer Fachtagung und einem kleinen Festakt in der Villa Horion in Düsseldorf feierte die Aidshilfe NRW das "Silberjubiläum" des Spritzenautomatenprojekts NRW. Seit 25 Jahren sind die inzwischen über 100 Automaten im ganzen Land Garanten für einen niedrigschwelligen Zugang zu Präventionsmitteln für Drogen konsumierende Menschen. Das Projekt steht für die Niedrigschwelligkeit der Aidshilfearbeit sowie für unsere Haltung der akzeptierenden Drogenarbeit. Beides zählt zu den wichtigsten Erfolgsrezepten für Prävention, nicht nur im Drogenbereich. Und die Automaten sind ein unübersehbares Signal: Die Aidshilfe setzt sich für einen ungehinderten Zugang zu Präventionsmaterial für alle Menschen ein, ob mit festem Wohnsitz, obdachlos oder in Haft. Dass die Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, Martina Hoffmann-Badache, dies auch so sah, freute uns außerordentlich. Aus ihrer Sicht sei das Spritzenautomatenprojekt nicht zuletzt ein gelungenes Beispiel für ein erfolgreiches Zusammenwirken von Aids- und Drogenhilfesystem. Die Einbindung der Drogenhilfeeinrichtungen sowie der Drogenselbsthilfe seien wichtiger Bestandteil einer szenenahen Arbeit. Alles das wollten wir auch mit der Themenstellung der drei Foren unterstreichen, in denen es um das Zusammenspiel von Drogenhilfe und Selbsthilfe ging, das sich wandelnde Konsumverhalten junger Sexarbeiterinnen sowie um Spritzenautomaten in Haft ging. Trotz einzelner Kontroversen, in einem waren sich alle, die nach Düsseldorf gekommen waren, einig: die Weiterführung und der landesweite Ausbau des Spritzenautomatenprojekts ist unverzichtbar!

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


VERBAND

Neues Ehrenmitglied der Aidshilfe NRW
Die Aidshilfe NRW hat Julia Ellen Schmalz in Würdigung ihrer Verdienste in der Aidshilfe sowie der Selbsthilfe der Frauen mit HIV, ihres langjährigen Engagements in der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und HIV/Aids in NRW und im Landesvorstand der Aidshilfe NRW sowie ihrer Beratungstätigkeit in der Landeskommission AIDS des Ministeriums für Gesundheit Nordrhein-Westfalen die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Die Urkunde überreichte Landesvorsitzender Arne Kayser am Freitag in Anwesenheit von Oberbürgermeister Pit Clausen, Kuratoriumsmitglied der Aidshilfe NRW, sowie Peter Struck, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Bielefeld und Mitglied des Landesvorstands, in einer kleinen Feierstunde. Ein Porträt der Geehrten lesen Sie unter xxelle-nrw.de.


PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Bundeswettbewerb Aidsprävention 2014
Der Bundeswettbewerb Aidsprävention startet nach 2008 und 2010 in eine neue Runde. Gesucht werden Projekte, die HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) thematisieren und enttabuisieren, die motivieren, sich untersuchen und behandeln zu lassen, und die dazu ermutigen, soziale Hilfen in Anspruch zu nehmen und Solidarität zu zeigen. Besonders gefragt sind erfolgreiche Wege, um Hemmschwellen abzubauen und ins Gespräch zu kommen, innovative Methoden und Kommunikationsformen, Medien oder Materialien sowie bedarfsgerechte Angebote für die verschiedenen von HIV/STI betroffenen Gruppen. Dazu gehören Mädchen und Jungen sowie Frauen und Männer in ihrer sexuellen Vielfalt, Sexarbeitende, Freier, Drogenkonsumierende, Reisende, Menschen mit Migrationshintergrund bzw. Zuwanderungsgeschichte, Menschen in schwierigen Lebenslagen, etwa in Haft, sowie besonders benachteiligte Gruppen. Einzelheiten finden Sie hier (PDF-Datei).

Wir sind "nur" der rosa Karneval – Köln demonstriert Vielfalt
Mit der Motto-Kampagne zum ColognePride 2014 mobilisiert der Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. Partner und Unterstützer aus der Stadtgemeinschaft im Kampf gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Ungeachtet der immer noch existierenden strukturellen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Intersexuellen beobachten wir seit einigen Monaten eine aufkeimende "Neo-Homophobie", deren Protagonisten unter dem Deckmantel von "persönlichen Ansichten" und "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen" sexuellen Minderheiten rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung absprechen wollen. Diesem Grundrauschen begegnet der ColognePride selbstbewusst, souverän, intelligent und mit Humor. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).


MENSCHEN MIT HIV/AIDS

Positive Begegnungen (PoBe): Programm für Jugendliche mit HIV
Auch 2014 wird bei den "Positiven Begegnungen", der Konferenz zum Leben mit HIV/Aids, wieder ein Programm für Jugendliche mit HIV angeboten. Es wird speziell für Jugendliche mit HIV zwei Workshops an Nachmittagen geben. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendliche im Umfeld von HIV und AIDS kooperiert mit der Deutschen AIDS-Hilfe und ist an der Betreuung der Jugendlichen beteiligt. Die Jugendlichen werden gemeinsam mit dem Betreuungsteam untergebracht. Weitere Informationen finden Sie unter aidshilfe.de.


FRAUEN UND HIV/AIDS

23. Düsseldorfer HIV-Tag 2014 - HIV und Frauen
Der 23. Düsseldorfer HIV-Tag der Uniklinik am 4. Juni ist der erste, der sich schwerpunktmäßig dem Thema "HIV und Frauen" widmet. Frauen mit HIV machen zwar "nur" 15 Prozent aller Menschen mit HIV in Deutschland aus, in der Uniklinik Düsseldorf liegt ihr Anteil jedoch bei etwa einem Drittel. Weltweit tragen Frauen die Hälfte der HIV-Krankheitslast. Der Fachtag beschäftigt sich mit der Interaktion zwischen HIV und HPV sowie darum, ob den frauenspezifischen Fragestellungen in Studien und Leitlinien ausreichend Raum gegeben wird. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

HIV und Stigmatisierung - Erfahrungen und Bewältigungsstrategien
Am 28. Juni 2014 findet in Düsseldorf ein Workshop für Frauen mit HIV und Aids statt. Viele Frauen kennen die Erfahrung, auf Grund von HIV diskriminiert zu werden. Diese Erlebnisse passieren im Gesundheitswesen, am Arbeitsplatz, in sozialen Kontakten. Zu solchen Diskriminierungserfahrungen wurden in der Umfrage "Positive Stimmen" 1148 Menschen mit HIV und Aids in Deutschland befragt. Die Sozialwissenschaftlerin Ute Hermann aus Berlin hat eine frauenspezifische Auswertung vorgenommen. Zum Einstieg in den Workshop wird Ute Hermann vormittags die Ergebnisse der Studie vorstellen. In kleineren Gruppen können die Teilnehmerinnen anschließend über eigene Erfahrungen ins Gespräch kommen. Nachmittags liegt der Fokus darauf, welche Möglichkeiten es gibt, mit den negativen Ereignissen umzugehen und Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Dazu wird Ute Hermann erneut einen Input geben, der zu einem anschließendem Austausch anregen soll. Einzelheiten finden Sie hier (PDF-Datei).


SCHWULE PRÄVENTION

Internationaler Tag gegen Homophobie
Am 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homophobie. An diesem Tag vor 24 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus der Liste der Krankheiten gestrichen. Deshalb markiert der 17. Mai 1990 einen Meilenstein im Kampf um Anerkennung, Respekt und Gleichbehandlung und überall auf der ganzen Welt weisen Menschen mit unterschiedlichen Aktionen auf den „Internationalen Tag gegen Homophobie“ hin. In Deutschland erinnert das Datum zudem an den ehemaligen Paragraphen 175 StGB, der Homosexualität noch bis zum 11. Juni 1994 unter Strafe stellte. In über 50 Städten finden Aktionen - sogenannte "Rainbow-Flash" - gegen Homophobie und für Gleichberechtigung und Respekt gegenüber von Lesben und Schwulen statt. Zum zweiten Mal findet auch in Essen an diesem Tag eine gemeinsame Aktion gegen Homophobie statt. Die Essener Gruppen laden zu einem "Rainbow-Flash" am Burgplatz/Kettwiger Straße ein, bei dem als Zeichen gegen Homophobie um 16.00 Uhr bunte Luftballons in den Himmel steigen gelassen werden. Am Veranstaltungsort auf der Höhe der Gedenkinstallation "Namen und Steine" wird es zudem in der Zeit von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr einen gemeinsamen Infostand der beteiligten Gruppen und Vereine geben.

Dokumentation "Born This Way" von Shaun Kadlec und Deb Tullmann
RUBICON und baraka laden in Kooperation mit Queeramnesty Köln am Samstag, 17.05.2014 um 17.30 Uhr ins Gloria Theater zum Film "Born This Way" ein. Der bewegende Dokumentarfilm, der ohne jede offizielle Genehmigung entstand, zeigt am Beispiel von Einzelschicksalen in anschaulicher Weise die Situation von LGBTI-Personen in Kamerun.  Auch dort wird der Alltag bestimmt von der Bedrohung durch Gesetze (fünf Jahre Gefängnis) und Polizei sowie einer von Staat, Kirchen und Medien aufgehetzten Öffentlichkeit. Der Film wurde 2013 auf der Berlinale und auf diversen anderen internationalen Filmfestivals gezeigt. Ein Filmplakat finden Sie hier (JPG-Datei).


YOUTHWORK

Homophobie ist heilbar
Im Rahmen des SchLAu-Projektes entwickeln unsere Aufklärerinnen und Aufklärer eine Fotokollage, um am 17. Mai 2014, dem internationalen Tag gegen Homophobie, ein Zeichen gegen Gewalt, Diskriminierung und Ausgrenzung an Lesben, Schwulen bi- und transsexuellen Menschen zu setzten. Die SchLAu-Aufklärerinnen und Aufklärer aus Mönchengladbach zeigen in ihrem Fotoprojekt Gesicht. "Mein Gesicht gegen Homophobie" heißt die Kampagne und porträtiert Menschen verschiedenen Alters und verschiedener sexueller Identitäten, die sich mit einem ganz persönlichen Slogan gegen Homophobie aussprechen. Im Zentrum der Fotokollage steht der Satz "Homophobie ist heilbar", denn Homophobie ist eine abwertende Haltung und kann durch Aufklärungsarbeit verändert werden. Homosexuell ist man von Geburt an, da es keine Krankheit ist, benötigt ein homosexuell liebender Mensch auch keine Heilung. Ein Poster zur Aktion finden Sie hier (JPG-Datei).

"Zwei Gesichter" – abgedreht
Das Medienprojekt des Jugendzentrums anyway Köln greift die aktuelle Thematik Homophobie im Fußball auf  und kommt dabei ohne die „Zeigefinger“- Aufklärung aus. Eine ganze Woche lang wurde im Kölner Südstadion gebolzt, geschwitzt und gedreht. Gewollt dramatisch aber immer auch mit viel Spaß und Spannung. Entstanden ist ein Kurzfilm der es in sich hat: In "Zwei Gesichter" wird die Zerrissenheit des jugendlichen Fußballes Jonathan beschrieben. Er ist 18 Jahre alt und auf dem Sprung  in den Profisport. Und er ist schwul. Für ihn ein großes Problem. Aus Angst, dass jemand hinter seine Fassade blicken könnte, führt er eine Scheinbeziehung mit seiner Ex-Freundin Hannah. Als diese jedoch die Fassade nicht mehr länger aufrecht halten will, kommt es zum Eklat. Zum ersten Mal hat der DFB ein Projekt mit dieser Thematik finanziell und ideell unterstützt. Ein Thema, das es gerade im Moment wieder schwer hat im Spitzensport und besonders im Profifußball. Weitere Informationen gibt es unter junge-liebe-anders.de.


DROGEN

"Zukunftswerkstatt Suchthilfe NRW – Ideen, Visionen und Perspektiven"
Unter diesem Titel veranstaltet das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW in Zusammenarbeit mit der Landesstelle Sucht NRW und dem Landeszentrum Gesundheit NRW am 25. Juni 2014 in der Stadthalle in Mülheim a.d.R. eine Fachtagung. Die Veranstaltung richtet den Blick auf die Zukunft der Suchthilfe in NRW. Im Mittelpunkt steht die Vorstellung und Diskussion von Ideen und Konzepten, wie das Suchthilfesystem zukunftsfest gemacht und noch stärker auf die Belange der betroffenen Menschen ausgerichtet werden kann. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

Zwischen Normalität und Ausgrenzung - Lebenswelten substituierter Kölner
Am 7. Mai wurde die kommentierte Fotoausstellung "Zwischen Normalität und Ausgrenzung - Lebenswelten substituierter Kölner", eine autofotografische Projektarbeit von Nutzern von VISION e.V., in der Magistrale des Kölner Stadthauses in Deutz eröffnet. Anlässlich des Gedenktages für verstorbene Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher am 21. Juli wurde das Projekt von Jennifer Mockenhaupt im Juni 2013 initiiert. In Zusammenarbeit mit den sieben Projektteilnehmern, welche ihren Alltag für den Zeitraum von zehn Tagen mit einer Kamera begleiteten, entstand eine kommentierte, 34 Fotografien umfassende Ausstellung, welche Einblicke in den Alltag und die Lebenswelt von Kölner Bürgern in Substitutionsbehandlung gibt. Die Ausstellung ist bis zum 20.05.2014 im Stadthaus Deutz zu sehen. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

Inhalativer Konsum von Heroin schützt vor HIV- und Hepatitis-Infektionen
Inhalativer Konsum von Heroin vermeidet Überdosierungen sowie HIV- und Hepatitis-Infektionen und ist damit ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsförderung drogengebrauchender Menschen. Dies macht die SMOKE-IT-Studie von Prof. Dr. Heino Stöver, Fachhochschule Frankfurt am Main Institut für Suchtforschung (ISFF), im Auftrag der Deutschen AIDS-Hilfe deutlich. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.

10.000 kostenlose SMOKE IT-Päckchen
"Folie rauchen" ist eine Alternative zum Spritzen von Heroin und führt zur Schadensminimierung beim Drogengebrauch. Inzwischen wurden insgesamt 10.000 kostenlose SMOKE IT-Päckchen produziert und in den nächsten Wochen an Drogenhilfe-Einrichtungen, Kontaktcafes und JES-Gruppen in NRW verschickt. Die Anfertigung und der Versand dieser Päckchen wurden durch das Gesundheitsministerium finanziert. Die SMOKE IT-Päckchen sollen zunächst kostenlos an i. v. Drogen gebrauchende Menschen in NRW verteilt werden, um das Interesse an dieser Konsumform zu erhöhen. Im zweiten Schritt soll geprüft werden, wie und in welcher Form diese Päckchen Bestandteil des Angebotsspektrums der Spritzenautomaten werden könnten.


STRAFVOLLZUG

Spritzen in Haft - eine Option für NRW?
Viele Menschen, die in Haft kommen, insbesondere Drogen gebrauchende Menschen, hatten "draußen" einen unzureichenden Zugang zur Gesundheitsversorgung. 0,8 bis 1,2 Prozent der Inhaftierten sind HIV-positiv. Ihr Infektionsrisiko ist um das 16- bis 24-fache höher als das der Allgemeinbevölkerung. Müsste angesichts dessen in NRW nicht auch in Haft sauberes Spritzbesteck zur Verfügung stehen? Und wenn ja, wie könnte dieses Angebot entwickelt werden? Mehr lesen Sie in dem Vortrag von Beate Jagla, Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW, anlässlich des Fachtags "25 Jahre Spritzenautomaten in NRW" unter aids-nrw.de.

Broschüren zu Gesundheit für Inhaftierte und Bedienstete im Justizvollzug
Der interdisziplinäre gesamtschweizerische Fachrat für Gesundheitsfragen im Justizvollzug, Santé Prison Suisse, hat zwei Broschüren zur Gesundheit im Freiheitsentzug herausgegeben. Eine richtet sich an Personen im Freiheitsentzug, die andere an das Justizvollzugspersonal. Die Broschüren informieren in knapper und verständlicher Form über die häufigsten Infektionskrankheiten und die jeweiligen Präventionsmaßnahmen. Sie enthalten ebenfalls einen Teil über allgemeine Gesundheitsaspekte im Freiheitsentzug und Hinweise zum Verhalten in Notfallsituationen. Mehr lesen Sie unter sante.prison.ch.


VERSCHIEDENES

Bundesrat: Pflichtuntersuchungen unverhältnismäßig und wenig zielführend
Auf seiner Sitzung am 11. April 2014 hat der Bundesrat die Einführung von verpflichtenden Untersuchungen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter abgelehnt, da Pflichtuntersuchungen unverhältnismäßig und wenig zielführend seien. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.

Paritätische begrüßt Stärkung der Tarifautonomie
Anfang April hat das Bundeskabinett den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Tarifautonomie verabschiedet, mit dem in Deutschland ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden soll. Der Gesetzesentwurf regelt insbesondere die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro ab 2015 außer für Jugendliche, junge Erwachsene und Langzeitarbeitslose, eine Vereinfachung der Allgemeinverbindlicherklärung im Tarifvertragsgesetz und die Öffnung des Arbeitnehmerentsendegesetzes für alle Branchen. Der Paritätische begrüßt diese Gesetzgebung, macht im Gesetzgebungsverfahren besonders aber darauf aufmerksam, dass mit der Einführung eines allgemeinen Mindestlohns die Refinanzierung über Zuwendungen, Entgelte und Pflegesatzvereinbarungen gleichzeitig durchgängig gesichert werden muss. Weiterhin soll sichergestellt werden, dass die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege ihre Interessen sowohl im Rahmen einer Anhörung durch die Mindestlohnkommission als auch im Stellungnahmeverfahren vor Erlass der Rechtsverordnung durch das Bundesarbeitsministerium vorbringen können. Einzelheiten lesen Sie hier (PDF-Datei).

Kompetenter Umgang mit Diversität – Mehrwert durch Bildung
Der kompetente Umgang mit Differenz und Diversität ist nicht nur ein Querschnittsthema, sondern die zentrale Herausforderung für moderne Gesellschaften. Die ständig neu zu reflektierende Frage nach der Fähigkeit, den sozialen Zusammenhalt zu gewährleisten ist verknüpft mit dem Willen, die Verschiedenartigkeit von Mitarbeiterschaft und Nutzererwartungen in die eigenen Interaktionen einzubeziehen. Interkulturelle Handlungskompetenzen setzen Potentiale frei, die zum Mehrwert der Vielfalt beitragen. Die Akademie für interkulturelle Handlungskompetenzen ist eine Kooperation zwischen der Paritätischen Akademie NRW und dem Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe und Migrationsarbeit (IFAK e.V.). Die Angebote finden Sie unter paritaetische-akademie-nrw.de.

aidshilfe dortmund
Die aidshilfe dortmund sucht zum nächst möglichen Zeitpunkt für die ambulante Drogenhilfeeinrichtung kick eine Krankenschwester oder einen Krankenpfleger für 20 Stunden in der Woche. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Die Bewerbungsfrist endet am 10. Juni 2014. Weitere Informationen finden Sie in der Stellenausschreibung hier (PDF-Datei).

Helle und freundliche Büroräume in Düsseldorf‐Bilk zu vermieten
Die AIDS‐Hilfe Düsseldorf sucht ab sofort Nachmieter für die im erhöhten Erdgeschoss befindliche Büroetage. Die Räume sind aufgrund neu eingebauter, großer Fenster hell und freundlich. Die Gesamtfläche beträgt ca. 252 qm. Zurzeit sind 14 Räume als Büros konzipiert. Im Flur ist eine Pantryküche eingebaut, die gerne übernommen werden kann. Die Veränderung des Grundrisses ist aufgrund der Ständerbauweise möglich. Für mobilitätseingeschränkte Personen steht eine Rollstuhlhebebühne (bis 63 cm Rollstuhlbreite) zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


Der nächste Newsletter erscheint Mitte Juni 2014
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis 10. Juni 2014 per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de.

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