Nr. 1 - März 2014
Sehr geehrte Damen und Herren,

vor Ihnen liegt die erste Ausgabe des Newsletters rund um das Thema „Spritzenautomaten in NRW“ für das Jahr 2014.

Gerne veröffentlichen wir interessante Projekte, Themen oder Termine über den Newsletter. Bitte senden Sie die Beiträge einfach per Mail an brigitte.bersch@nrw.aidshilfe.de. Wir freuen uns über jede Rückmeldung.

Mit herzlichen Grüßen
Brigitte Bersch
Koordination Spritzenautomatenprojekt NRW


25 Jahre Spritzenautomaten-Projekt in NRW
Dieses Jubiläum feiern wir am 6. Mai 2014 im Rahmen eines Fachtages in Düsseldorf, in der Villa Horion. Am Vormittag werden drei Foren angeboten: Frauen-Konsumverhalten, JES-Selbsthilfe und Drogenhilfe sowie Spritzenautomaten in Haft. Zum offiziellen Empfang am Nachmittag wird Staatssekretärin Martina Hoffmann-Badache ein Grußwort an die Gäste richten. Anschließend wird das Theaterstück "Welche Drogen passt zu mir?" von und mit Dieter Marenz aufgeführt. Im Anschluss daran ist bei einem kleinen Imbiss und Getränken Gelegenheit zu Austausch und Gesprächen. Die Einladung mit Anmeldemöglichkeit finden Sie hier(PDF-Datei).

Anschaffung von weiteren 15 Spritzenautomaten
Für den Ausbau des Spritzenautomaten-Projekts in NRW hat das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW Gelder für die Anschaffung von weiteren Spritzenautomaten zur Verfügung gestellt. Die Spritzenautomaten werden den Betreibern vor Ort kostenlos zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zum Spritzenautomatenprojekt sowie alle Ausgaben des Newsletters finden Sie unter saferuse-nrw.de.

10.000 kostenlose SMOKE IT-Sets
Wie im Dezember-Newsletter schon angekündigt, lässt die Aidshilfe NRW 10.000 SMOKE-IT-Sets produzieren. Aufgrund von Lieferproblemen werden die Sets erst ab Mitte April erhältlich sein. Die SMOKE IT-Päckchen sollen zunächst kostenlos an i. v. Drogen gebrauchende Menschen in NRW verteilt werden, um das Interesse an dieser Konsumform zu erhöhen. Im zweiten Schritt soll geprüft werden, wie und in welcher Form diese Päckchen Bestandteil des Angebotsspektrums der Spritzenautomaten werden könnten.

Lieferung von Präventionsmaterial an die Spritzenautomaten-Betreiber 2013 in NRW
Im Jahr 2013 wurden rund 118.000 Einmalspritzen, 7.200 Kondome und Cruising-Packs sowie 31.570 Pflege- und Care Sets an die Betreiber der Spritzenautomaten in NRW geliefert. Der Verkauf von Einmalspritzen über die Spritzenautomaten ist im letzten Jahr drastisch zurückgegangen. In den nächsten Wochen wird die Aidshilfe NRW mit den Einrichtungen Kontakt aufnehmen, die einen besonders hohen Rückgang an verkauften Einmalspritzen zu verzeichnen haben. Wie möchten herausfinden, welche möglichen Ursachen für diesen Rückgang in Frage kommen.

Abgabe von Einmalspritzen über die Drogenhilfe-Einrichtungen in NRW
Die Menge der lose abgegebenen Einmalspritzen, die 2013 über die Drogenhilfe-Einrichtungen abgegeben oder getauscht wurden, lag bei 1.850.114 Stück. Das bedeutet einen Rückgang zum Vorjahr, und zwar um ca. 10,3% ( rund 190.000 Stück). Die Gesamtübersicht der Jahre 2011-2013 finden Sie hier (PDF-Datei)

Naloxon kann Leben retten!
Mehr als die Hälfte der Drogentodesfälle in Deutschland gehen auf das Konto von Atemlähmungen durch Überdosen. Naloxon kann hier Leben retten. In Deutschland fristet die Verschreibung von Naloxon immer noch ein Schattendasein. Dabei ist Naloxon sehr wirksam, sicher und leicht anwendbar. Die Deutsche AIDS-Hilfe bietet einen Flyer mit Infos rund um das Thema Naloxon an. Dieser Flyer steht hier (PDF-Datei) zur Verfügung, oder kann kostenlos bei der Deutschen AIDS-Hilfe bestellt werden unter aidshilfe.de.

LDS und HDS – neue Begriffe im Bereich Harm Reduktion
In Laborversuchen, die den intravenösen Drogenkonsum simulierten, wurde festgestellt, dass in unterschiedlichen Arten von Spritzen unterschiedliche Mengen von Blutrückständen nach dem Konsum zurück bleiben. Während so genannte Low Dead Space Spritzen (LDS), also Spritzen die nur einen geringen "toten Raum" haben, im Durchschnitt weniger als 2 Mikroliter Blut nach dem Konsum enthalten, weisen Spritzen mit einem größeren "toten Raum", also High Dead Space Spritzen (HDS), Rückstände von 84 Mikroliter Blut nach dem Konsum auf. Dies bedeutet, dass Drogenkonsumentinnen und Drogenkonsumenten, die die HDS-Spritze von einem HIV- oder HCV-positiven Drogen gebrauchendem Menschen benutzen, ein deutlich höheres Risiko einer Übertragung von HIV oder Hepatitis haben. Einen Bericht über die unterschiedlichen Spritzentypen lesen Sie hier.

Gesundheitsversorgung in Haft - Respekt, Vertrauen, Würde und Sicherheit
Unter diesen Prämissen handelt der Direktor der gefängnismedizinischen Abteilung der Genfer Universitätsklinik, Dr. Hans Wolff, wenn er mit seinem Personal dafür sorgt, dass sauberes Spritzbesteck für die Gefangenen des großen Genfer Gefängnisses – mit Untersuchungshaft und bei hoher Überbelegung – zur Verfügung stehen kann. Auf beeindruckende Weise berichtete er vor 30 Gästen in der Landesgeschäftsstelle davon, wie das Äquivalenzprinzip bei der Schadenminimierung für Menschen, die in Haft Drogen konsumieren, umgesetzt werden kann. Die Präsentation seines Vortrages lesen Sie hier (PDF-Datei).

Frauennrw.de überarbeitet
Frauen mit Hilfe- und Unterstützungsbedarf können ab sofort unter frauennrw.de das für sie passende Angebot finden. Der Beratungsstellenfinder führt Frauen nach Eingabe von Schlagwörtern zu Angeboten in der gewünschten Region. Die Suche gliedert sich in sieben Hauptthemen: Bildung und Beruf, Frauengesundheit, Gewalt gegen Frauen, Kultur und Sport, Lebensformen, Lebenssituationen und Politik und Gesellschaft. Die Ergebnismeldung informiert über die Art der Einrichtung, den Beratungsschwerpunkt und die Kontaktdaten.

Jahresprogramm POSITHIV HANDELN 2014
Die Positivenselbsthilfe fordert ein gesellschaftliches Klima ein, in dem HIV kein Tabu ist, und in dem die Akzeptanz HIV-positiver Menschen in allen Bereichen des Lebens selbstverständlich ist. Auch 2014 wird POSITHIV HANDELN Themen und Fragestellungen zum Leben mit HIV aufgreifen und diskutieren. Weitere Infos zu den landesweiten Positiventreffen finden Sie auf der Homepage posithiv-handeln.


Zeitungsberichte

Automat in Telgte - Insgesamt 102 Spritzen gezogen
Kreis Warendorf - Auch wenn er äußerlich nicht mehr den besten Eindruck macht: Der Spritzenautomat auf dem Knickenberg-Parkplatz wird weiter ziemlich rege von Drogenabhängigen genutzt. Den Artikel lesen Sie hier.

Spritzenautomat in Minden sucht neuen Standort
Minden - Angebot für Drogenkonsumenten fehlt seit zwei Jahren in der Stadt. Bis dahin war Gerät stark nachgefragt. Den Artikel lesen Sie hier

Spritzen-Automat am Bahnhof: CSU fürchtet Drogen-Tourismus
München (Hasenbergl) - An der U-Bahn-Station Dülferstraße wird ein sogenannter HIV-Präventionsautomat aufgestellt. Die Viertel-CSU ist dagegen, kann aber nichts tun.
Den Artikel lesen Sie hier (PDF-Datei).


Das Letzte

Junkie-Kot macht Berliner Hunde high
Kreislaufprobleme, Vergiftungserscheinungen, Herzrasen: In Berlin behandeln die Tierärzte immer wieder Hunde, die an drogenhaltigen Kot geraten sind. Den Artikel lesen Sie hier (PDF-Datei).

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