Nr. 02 | Februar 2014
Liebe Leserinnen und Leser,

alle Vorstandsmitglieder unserer Mitgliedsorganisationen arbeiten rein ehrenamtlich. Besonders in den kleinen Aidshilfen und Vereinen kann das Informationsangebot für die Vorstände verbessert werden. Die Robert Bosch Stiftung hat unter der Überschrift "Engagement braucht Leadership" ein Förderprogramm ausgeschrieben. Die Aidshilfe NRW hat ein Netzwerk mit dem Paritätischen, den Freiwilligenagenturen und den Seniorenbüros gebildet und einen Projektantrag dort eingereicht, um die ehrenamtliche Vorstandsarbeit insbesondere in kleinen Vereinen stärken zu können. Durch maßgeschneiderte Bildungsangebote wollen wir die Effizienz stärken, der Überforderung vorbeugen und die Vernetzung und kollegiale Beratung auf lokaler Ebene anregen und verstärken. Der Projektantrag unseres Netzwerks wird nun als eines von bundesweit drei Projekten gefördert. Ab Mitte des Jahres wird es konkrete Angebote geben, um die Vorstandsarbeit vor Ort noch besser zu unterstützen.

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


VERBAND

Jahresempfang am 27. März 2014
Zum diesjährigen Jahresempfang lädt der Vorstand der Aidshilfe NRW am 27. März nach Düsseldorf ein. Im Mittelpunkt wird die Auseinandersetzung über HIV in der Berufs- und Arbeitswelt stehen. Gesundheitsministerin Barbara Steffens, Dr. Dieter Mitrenga von der Landeskommission AIDS und Rainer Ludwig von den Ford-Werken diskutieren mit Menschen mit HIV. Die Einladung zum Empfang finden Sie hier (PDF-Datei). Anmeldung erbeten bis zum 20. März 2014.


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT / FUNDRAISING

Amnesty-Menschenrechtspreisträgerin Alice Nkom in Köln
Am 18. März 2014 erhält die Rechtsanwältin Alice Nkom aus Kamerun für ihren Einsatz für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transgendern den 7. Menschenrechtspreis von Amnesty International in Deutschland. Die erste Veranstaltung der anschließenden Speakers-Tour in Deutschland findet am am 21. März als Kooperationsveranstaltung zwischen Amnesty International und dem RUBICON in Köln statt. Einzelheiten finden Sie hier (PDF-Datei).


MENSCHEN MIT HIV/AIDS

Der neue HIV-Report
Folgenden Themen findet ihr im neuen HIV-Report: "Nutzt eine frühe HIV-Therapie?", "Therapie in der akuten Phase – Chance für eine Heilung?", "Primärinfektion und HIV-Übertragung: Was ist bekannt?" und einen Überblick zu "HIV-Tests während und nach der Serokonversion". Den HIV-Report finden Sie hier (PDF-Datei).

Urteil des Bundesarbeitsgerichtes liegt vor
Im Dezember des vergangenen Jahres hatte der Sechste Senat des Bundesarbeitsgerichts entschieden, dass auch eine symptomlose HIV-Infektion eine Behinderung im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ist. Nun liegt auch das Urteil schriftlich vor. Sie finden es unter bundesarbeitsgericht.de.


FRAUEN UND HIV/AIDS

Internationaler Frauentag am 8. März
Am 8. März ist Internationaler Frauentag. XXelle nahm dies zum Anlass, einmal der Frage nachzugehen, was das Leben mit HIV für eine junge Frau bedeutet. Heraus kam ein kleiner, aber sehr intensiver Film mit Alexandra. Wie geht sie mit ihrer HIV-Infektion um, was hat sich seit der Diagnose für sie geändert? Was hat sie erlebt – bei Arztbesuchen, im Beruf oder in ihrem privaten Umfeld? Wie erlebt sie sich jetzt selbst? Der Film zeigt Alexandra ganz nah, ganz verletzlich, aber auch ganz stark und vor allem authentisch. Den Film sehen Sie unter xxelle-nrw.de. Termine einzelner Aidshilfen zum Internationalen Frauentag finden Sie unter xxelle-nrw.de.

Argumente gegen Sexarbeit - kritisch hinterfragt
Die Diskussion zur Sexarbeit geht weiter. Dieser Tage debattiert man in Brüssel darüber, ob das "schwedische Modell" europaweit gelten soll. Die gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit hat einen kleinen Spot produzieren lassen, der die oft vorgebrachten Argumente gegen Sexarbeit kritisch hinterfragt. Den Spot finden Sie unter youtube.com.

Frauennrw.de überarbeitet
Frauen mit Hilfe- und Unterstützungsbedarf können ab sofort unter frauennrw.de das für sie passende Angebot finden. "Der Beratungsstellenfinder führt Frauen nach Eingabe von Schlagwörtern zu Angeboten in der gewünschten Region. Damit wollen wir Frauen auf einfache Weise helfen, aus der Vielfalt an Hilfs- und Beratungsangeboten in Nordrhein-Westfalen schnell das richtige zu finden", erklärte Ministerin Barbara Steffens anlässlich der Freischaltung des überarbeiteten Internetauftritts. Die Suche gliedert sich in sieben Hauptthemen: Bildung und Beruf, Frauengesundheit, Gewalt gegen Frauen, Kultur und Sport, Lebensformen, Lebenssituationen und Politik und Gesellschaft“. Verfeinert werden kann die Suche durch eine Auswahl von Unterthemen oder eine Umkreissuche. Die Ergebnismeldung informiert über die Art der Einrichtung, den Beratungsschwerpunkt und die Kontaktdaten. Der Beratungsstellenfinder wurde barrierefrei gestaltet.


SCHWULE PRÄVENTION

Onlinebefragung zu Lust und Rausch bei schwulen Männern
Viele schwule Männer haben bereits Erfahrungen mit Rauschmitteln im Zusammenhang mit Sex gemacht. Die von uns gemeinsam mit der Aidshilfe Köln erarbeitete Onlineumfrage soll klären, wann, wo, wie und was wie oft genutzt wird. Die Befragung ist anonym und wird bis Ende März online sein. Sie finden die Umfrage unter umfrage.ahnrw.de.

Neuer Internetauftritt von IWWIT
Ein frischer Look, eine verbesserte Benutzerführung und ein neues Online-Beratungstool: Die Deutsche AIDS-Hilfe schaltete gestern den komplett neu gestalteten Internetauftritt ihrer Präventionskampagne ICH WEISS WAS ICH TU für schwule Männer frei. Die Kampagne setzt damit inhaltlich, technisch und optisch neue Maßstäbe. Sie finden die Seite unter iwwit.de.

Der neue Checkpoint 2015
Für den Erhalt der (sexuellen) Gesundheit braucht es mehr niedrigschwellige Angebote. In Köln steht neben dem Beratungs- und Testangebot des Kölner Gesundheitsamtes seit November 2008 ein ergänzendes Angebot der beiden Träger Aidshilfe Köln und SchwIPS e.V. zur Verfügung. Im Jahr 2013 nutzten rund 3.200 Menschen dieses Angebot und ließen sich nach einer ausführlichen Beratung auf HIV testen. Nicht wenige nutzten die Gelegenheit zusätzlich einen Schnelltest auf Syphilis und Hepatitis C durchführen zu lassen. Die Aidshilfe Köln plant ein neues Gesundheitszentrum, dessen Konzept jetzt mit einer Broschüre vorgestellt wird. Die Broschüre finden Sie hier (PDF-Datei).

Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung der Gonorrhoe
Die Autorinnen und Autoren unter Federführung der Deutschen STI-Gesellschaft empfehlen eine Untersuchung  als Bestandteil der STI-Diagnostik von Personen mit häufig wechselnden oder neuen SexualpartnerInnen mit erhöhtem Risiko für sexuell übertragbare Infektionen. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.

Männergesundheitskongress und das Gesundheitsportal speziell für Männer:
Am 28. März 2014 wird in Berlin der 2. gemeinsame Männergesundheitskongress der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)  und des Bundesministeriums für Gesundheit stattfinden. Der Kongress steht unter dem Motto "Man(n) informiert sich – Fragen und Antworten zur Männergesundheit". Wichtige Themen auf dem Kongress sind  z.B. Informationen bei Krebserkrankungen (insbesondere Prostatakrebs), die Selbsthilfe, medizinische Apps, Substanzkonsum im Sport sowie die "männliche" Pflege. Die BZgA hat das Programm im "Männergesundheitsportal" eingestellt unter maennergesundheitsportal.de.


DROGEN

1. Facharbeitskreis "Armut und Grundsicherung" am 6. März 2014 in Dortmund
Auffällig viele Leistungsempfängerinnen und -empfänger von Sozialleistungen nach SGB II sind von psychischen Störungen betroffen. Der Paritätische Landesverband wird sich künftig häufiger Querschnittsthemen in den verschiedenen Fachgebieten wie Sucht- oder Gefährdetenhilfe widmen. Der erste Facharbeitskreis "Armut und Grundsicherung" beschäftigt sich mit dem Thema "Sozialpsychiatrie und SGB II". Auch wenn der Anmeldeschluss bereits heute ist, weisen wir noch gern darauf hin. Information zur Veranstaltung finden Sie hier (PDF-Datei).


STRAFVOLLZUG

Neues Handbuch zur Betreuung im Strafvollzug
Die Arbeit im Vollzug ist für externe Beraterinnen und Berater eine besondere Herausforderung. Viele Gesetzliche Reglungen müssen beachtet werden. Standards, die in der psychosozialen Betreuung und medizinischen Versorgung sonst selbstverständlich sind, gelten nicht unbedingt Zudem ist die Arbeit zeitaufwendig: Oft müssen lange Anfahrtswege in Kauf genommen werden. Vieles, was die betreuten Gefangenen aufgrund der Unterbringung nicht in Eigenregie regeln können, müssen Beraterinnen bzw. Berater übernehmen. Die Deutsche AIDS-Hilfe hat soeben ein Handbuch zur Betreuung im Strafvollzug veröffentlicht. Neben für die Arbeit relevanten Gesetzen und Strukturen informiert es über den Haftalltag, Gesundheit in Haft und Besonderheiten zu einzelnen Gefangenengruppen (Drogengebrauchende, Migrantinnen und Migranten, Frauen, Jugendliche, Inhaftierte aus den GUS-Staaten). Das Handbuch finden Sie zum Download oder zur Bestellung unter aidshilfe.de.

Kölner Appell gegen Rassismus sammelt Fernsehgeräte fürs Gefängnis
Viele Gefangene können sich keinen Fernseher leisten. Seit über zehn Jahren sammelt der Kölner Appell gegen Rassismus daher kleine TV-Geräte für die JVA Köln. Die Bildschirmdiagonale der Fernseher darf nicht größer als 42 cm sein. Die gesammelten Fernsehgeräte werden in der Justizvollzugsanstalt als Leihgeräte mittellosen Gefangenen ausgegeben. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


VERSCHIEDENES

Ausschreibung der AIDS-Hilfe Essen
Die AIDS-Hilfe Essen sucht für ihr "Ambulantes Betreutes Wohnen" eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter (Soz.-Päd. / Soz.-Arb. / Dipl.-Päd.). Die Ausschreibung finden Sie hier (PDF-Datei).

Ausschreibung Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW
Das Sozialwerk für Lesben und Schwule in Köln sucht zum 1. Mai 2014 sucht für die Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW eine Fachkraft. Die Ausschreibung finden Sie hier (PDF-Datei).

Ausschreibung der AIDS-Hilfe Krefeld
Die AIDS-Hilfe Krefeld sucht ab dem 1. August 2014 befristet eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter für den Bereich Youthwork/Öffentlichkeitsarbeit (Elternzeitvertretung). Die Ausschreibung finden Sie hier (PDF-Datei).

Die Aidshilfe Oberhausen zieht um
Ab 3. März 2014 sind die Kolleginnen und Kollegen unter folgender Adresse zu erreichen: Aidshilfe Oberhausen, Marktstrasse 165, 46045 Oberhausen. Alle weiteren Kontakdaten (Telefonnummern, Faxnummern, Mailadressen) bleiben bestehen. Ab März befindet sich auf aidshilfe-oberhausen.de eine Lage- und Wegbeschreibung mit Parkmöglichkeiten.

Der nächste Newsletter erscheint Ende März 2014
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte März 2014 per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de.

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