Februar 2014
Liebe Leserinnen und Leser!
Anfang des kommenden Monats, am 8. März, ist der Internationale Frauentag. Wir haben dies zum Anlass genommen, einmal der Frage nachzugehen, was das Leben mit HIV für eine junge Frau bedeutet. Heraus kam ein kleiner, aber sehr intensiver Film mit Alexandra. Wie geht sie mit ihrer HIV-Infektion um, was hat sich seit der Diagnose für sie geändert? Was hat sie erlebt – bei Arztbesuchen, im Beruf oder in ihrem privaten Umfeld? Wie erlebt sie sich jetzt selbst? Der Film zeigt Alexandra ganz nah, ganz verletzlich, aber auch ganz stark und vor allem: authentisch! Wir nutzen diesen Film, um zum IFT auf die Situation der Frauen mit HIV in NRW aufmerksam zu machen. Darüber hinaus laden einige Aidshilfen zu gesonderten Veranstaltungen hierzu ein oder stellen Informationen für Frauen oder die lokalen Medien bereit. Den Film finden Sie unter xxelle-nrw.de.
Ihnen allen viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher
Frauen und Aids
Aidshilfe NRW e.V.


A K T U E L L E S

Heidi Eichenbrenner von der Aidshilfe Köln verabschiedet
Nach 25 Jahren hauptamtlichen Einsatzes bei der Aidshilfe Köln ist Heidi Eichenbrenner als bisherige Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und stellvertretende Geschäftsführerin mit einer Feier in Köln offiziell verabschiedet worden. Rund 100 Gäste würdigten ihr Engagement, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Kultur und Sozialverbänden bedankten sich persönlich im Rahmen eines eindrucksvoll gestalteten Festes im Alten Pfandhaus. Näheres lesen Sie unter aidshilfe-koeln.de.


P O L I T I K

Pro familia zu "Pille danach"
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will die rezeptfreie Vergabe der Pille danach verhindern, weil diese angeblich in Einzelfällen schwere Nebenwirkungen habe. Pro familia verfolgt die internationale wissenschaftliche und gesundheitspolitische Debatte zur Pille danach seit über 20 Jahren. Die Fakten, die zur Forderung geführt haben, die Pille danach rezeptfrei über Apotheken abzugeben, sind ausführlich dokumentiert. Lesen Sie dazu die Presseinformation der pro familia hier (PDF-Datei).
 
Karl-Josef Laumann neuer Patientenbeauftragter der Bundesregierung
Staatssekretär Karl-Josef Laumann, der ehemalige Gesundheitsminister von NRW, ist neuer Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege. Am 13. Januar 2014 erfolgte die Amtseinführung durch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Laumann gilt aufgrund seiner bisherigen politischen Tätigkeiten als erfahrener Sozialpolitiker. Durch seine politische Arbeit und als Ansprechpartner vor Ort weiß er, welcher Handlungsbedarf für Patienten und Pflegebedürftige besteht. Weitere Informationen lesen Sie unter ahnrw.de.
 

S O Z I A L E S

Frauennrw.de überarbeitet
Frauen mit Hilfe- und Unterstützungsbedarf können ab sofort unter frauennrw.de das für sie passende Angebot finden. "Der Beratungsstellenfinder führt Frauen nach Eingabe von Schlagwörtern zu Angeboten in der gewünschten Region. Damit wollen wir Frauen auf einfache Weise helfen, aus der Vielfalt an Hilfs- und Beratungsangeboten in Nordrhein-Westfalen schnell das richtige zu finden", erklärte Ministerin Barbara Steffens anlässlich der Freischaltung des überarbeiteten Internetauftritts. Die Suche gliedert sich in sieben Hauptthemen: Bildung und Beruf, Frauengesundheit, Gewalt gegen Frauen, Kultur und Sport, Lebensformen, Lebenssituationen und Politik und Gesellschaft“. Verfeinert werden kann die Suche durch eine Auswahl von Unterthemen oder eine Umkreissuche. Die Ergebnismeldung informiert über die Art der Einrichtung, den Beratungsschwerpunkt und die Kontaktdaten. Der Beratungsstellenfinder wurde barrierefrei gestaltet.
 
Jahresprogramm POSITHIV HANDELN 2014
Die Positivenselbsthilfe fordert ein gesellschaftliches Klima ein, in dem HIV kein Tabu ist, und in dem die Akzeptanz HIV-positiver Menschen in allen Bereichen des Lebens selbstverständlich ist. Auch 2014 wird POSITHIV HANDELN Themen und Fragestellungen zum Leben mit HIV aufgreifen und diskutieren. Weitere Infos zu den landesweiten Positiventreffen, der Lobbyarbeit und vielem mehr im Jahresprogramm unter posithiv-handeln.de.
 
FUMA Fachstelle Gender NRW
Die Dokumentation der landesweiten FUMA Fachtagung 2013 liegt jetzt in einer neuen kompakten Form vor. Die Broschüre (PDF-Datei) bietet Ihnen einen Überblick über die auf der Fachtagung behandelten Themen. Daneben stehen auf der Homepage gender-nrw.de die vollständigen Hauptvorträge in der Rubrik Service als Audiodateien zum Download bereit. In schriftlicher Fassung sind die Vorträge und Ergebnisse des Workshops dort auch als PDF zu finden. Die Vortragstexte können jetzt auch mobil per Handy abgerufen werden, hierfür haben wir in der Broschüre QR-Codes platziert.
 
Stellenausschreibung Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW
Das Sozialwerk für Lesben und Schwule sucht zum 1. Mai 2014 eine Fachkraft für die Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW. Der Bewerbungsschluss ist am 10. März. Die Stellenausschreibung finden Sie hier (PDF-Datei).


G E S U N D H E I T

Positiv gesund leben. Informationen für Frauen mit HIV
Diese Broschüre der Deutschen AIDS-Hilfe beinhaltet neben medizinischen Informationen zur HIV-Infektion und deren Behandlung auch andere Themen, beispielsweise HIV am Arbeitsplatz, Berentung oder Schwerbehindertenausweis sowie Tipps zum gesund und fit bleiben. Dazu finden sich im Anhang Adressen. Die Broschüre kann bestellt werden bei der DAH unter aidshilfe.de.
 
Der neue HIV-Report
Folgende Themen finden Sie im neuen HIV-Report: Nutzt eine frühe HIV-Therapie?, Therapie in der akuten Phase – Chance für eine Heilung?, Primärinfektion und HIV-Übertragung: Was ist bekannt? und einen Überblick zu HIV-Tests während und nach der Serokonversion. Den Report finden Sie hier (PDF-Datei).
 
Compliance bei Frauen
Wie das National Aids Treatment Advocacy Project vom Washingtoner Workshop berichtet, war bei Frauen mit HIV ein Therapieversagen häufiger als bei Männern und vor allem bei Männern, die Sex mit Männern haben. Die Viruslast war weniger dauerhaft kontrolliert und sie wechselten häufiger ihre Medikamente bzw. brachen die Behandlung ab. Die Studie hatte einen Frauenanteil von 29%. Den Bericht von Mark Mascolini finden Sie unter ncbi.nlm.nih.gov.


L I T E R A T U R / F I L M
 
Dallas Buyers Club - Der richtige Film zum richtigen Zeitpunkt
Anfang Februar kam der amerikanische Spielfilm "Dallas Buyers Club" in unsere Kinos. Es könnte genau der richtige Film zum richtigen Zeitpunkt sein, denn es geht um HIV und Aids sowie Homophobie in der heteronormativen Gesellschaft. Einzelheiten zum Film finden Sie unter ahnrw.de.
 

T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

26. Februar 2014
Gründungstreffen des Netzwerks "Frauengesundheit und Gewalt in NRW"
2006 musste die Arbeit des Netzwerks Frauen und Gesundheit NRW eingestellt werden. Während des ersten Fachtages des Kompetenzzentrums Frauen und Gesundheit NRW im März 2013 wurde im Rahmen einer Befragung deutlich, dass es ein großes Interesse gibt, an die guten Erfahrungen anzuknüpfen und die Aktivitäten in NRW in einem neuen Netzwerk zu bündeln. Zur Gründung eines neuen Netzwerks "Frauengesundheit und Gewalt in NRW" findet ein erstes Treffen in Bochum statt, die Einladung finden Sie hier (PDF-Datei).

10. bis 12. März 2014
I. Treffen des Netzwerks Frauen und Aids
Das bundesweite Netzwerk Frauen und Aids ist offen für alle Interessierten, ob sie HIV-positiv sind oder nicht. Wir treffen uns viermal pro Jahr an verschiedenen Orten, um zu Fragen rund um das Thema "HIV und Frauen" zu arbeiten. Ob Prävention, Selbsthilfe, Medizin oder politische Arbeit: Was jeweils auf der Agenda stehen soll, entscheiden die Netzwerkfrauen gemeinsam beim alljährlichen Strukturtreffen. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

27. März 2014
HIV Therapie 2014
Die Deutsche AIDS-Hilfe und die AIDS-Hilfe Düsseldorf laden im Rahmen der Medizinischen Rundreise zu einer Veranstaltung zum Thema "HIV Therapie". Dabei geht es um HIV als chronische Krankheit, Fragen des Therapiebeginns und die Begleitung der HIV Therapie, sowie um Therapiepausen, Therapiewechsel und "Heilung". Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).
 
5. April 2014
XXelle PLUS: Vernetzungstreffen der HIV-Aktivistinnen in NRW
Dieses Vernetzungstreffen in der Aidshilfe Köln richtet sich an HIV-infizierte Aktivistinnen der Selbsthilfe aus NRW, Frauen, die schon jetzt aktiv in der Selbsthilfe tätig sind oder es werden wollen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).
 
6. April bis 18. Mai 2014
Hirschfeld-Tage 2014
Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und die ARCUS-Stiftung sind Veranstalter der Hirschfeld-Tage, die in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen stattfinden. Das Programm mit über 70 Veranstaltungen ist demnächst unter hirschfeld-tage.de zu finden. Höhepunkte werden das Auftakt-Symposium am 6. April in Bochum und die Verleihung des Augspurg-Heymann-Preises am 18. Mai 2014 sein.
 
9. April 2014
Sexarbeit und das Verwaltungshandeln vor Ort
Die KommunalAkademie der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstaltet in der Reihe "Wege aus der Grauzone" eine Fachtagung über Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter und das Verwaltungshandeln vor Ort in Bonn. Das Programm und Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier (PDF-Datei).

11. bis 12. April 2014
"Gute Moderation - gelingende Kommunikation"
Die AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen bietet eine Fortbildungsveranstaltung über die Grundlagen der Kommunikation ausschließlich für Frauen mit HIV an. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

11. bis 13. April 2014
Streetwork für Frauen I
Das Arbeitsfeld "Streetwork bei Sexarbeiterinnen" wird wesentlich dadurch bestimmt, in welchen Bereichen des Sexgeschäfts man unterwegs ist, ob etwa in Clubs oder auf der Straße, und wer aufgesucht wird, professionelle Sexarbeiterinnen, Gelegenheits- oder Beschaffungsprostituierte, Frauen mit oder ohne deutschen Pass, Minderjährige oder Volljährige. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zahl sehr junger Sexarbeiterinnen, sowohl deutscher als auch nichtdeutscher Herkunft, seit einigen Jahren zunimmt. Wie sich der Zugang zu den Frauen gestaltet, ist nicht zuletzt durch die Haltung der Streetworkerinnen und ihren Bezug zu Sexualität und Sexarbeit bestimmt. Mehr Informationen zur Veranstaltung lesen Sie hier (PDF-Datei).


S O N S T I G E S

Der nächste Newsletter erscheint im März 2014.
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis zum 10. März per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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