Nr. 01 | 29. Januar 2014
Liebe Leserinnen und Leser,

der neue Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege ist für die Aidshilfe NRW kein Unbekannter. Karl-Josef Laumann wurde am 13. Januar 2014 durch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe als Staatssekretär in dieser Funktion eingeführt. Laumann ist seit 2005 Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA). Von 1990 bis 2005 war er Abgeordneter des Deutschen Bundestages, wo er sich in sozialpolitischen Themen engagierte. Seit 2005 gehörte er dem Landtag in Nordrhein-Westfalen an. Von 2005 bis 2010 war er in NRW Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Aidshilfe NRW hielt Laumann im Düsseldorfer Landtag eine vielbeachtete Rede und war darüber hinaus als Gesundheitsminister für die Aidshilfe NRW immer ansprechbar. Unvergessen sein Treffen mit einer Schulklasse in der AIDS-Hilfe Düsseldorf, die mit zwei positiven Ehrenamtlichen über das Leben mit HIV sprach. Laumann war tief beeindruckt und fand sehr persönliche Worte, um den Schülerinnen und Schülern Prävention ans Herz zu legen. Im vergangenen Jahr übernahm er spontan die Schirmherrschaft des 25-jährigen Jubiläums der AIDS-Hilfe Ahaus und Westmünsterland. Laumann gilt aufgrund seiner bisherigen politischen Tätigkeiten als erfahrener Sozialpolitiker. Durch seine politische Arbeit und als Ansprechpartner vor Ort weiß er, welcher Handlungsbedarf für Patienten und Pflegebedürftige besteht. Unser Landesvorstand gratulierte dem neuen Staatssekretär und begrüßte die Berufung eines engagierten Sozialpolitikers, der sich zukünftig der Belange von kranken und pflegebedürftigen Menschen in unserem Land annehmen wird. Insofern werden wir immer wieder Gelegenheit dazu haben, in diesem wichtigen Themenfeld mit Laumann ins Gespräch zu kommen.

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


VERBAND

Heidi Eichenbrenner von der Aidshilfe Köln verabschiedet
Nach 25 Jahren hauptamtlichen Einsatz bei der Aidshilfe Köln ist Heidi Eichenbrenner als bisherige Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und stellvertretende Geschäftsführerin mit einer Feier im Alten Pfandhaus offiziell verabschiedet worden. Rund 100 Gäste würdigten ihr Engagement, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Kultur und Sozialverbänden bedankten sich persönlich im Rahmen eines eindrucksvoll gestalteten Festes im Alten Pfandhaus in Köln. Näheres lesen Sie unter ahnrw.de.

Reinhard Klenke Ehrenmitglied des Schwulen Netzwerks NRW
1992 wurde Reinhard Klenke aus der Aidshilfe NRW heraus für ein Jahr in den Vorstand des Schwulen Netzwerks entsandt und war bis Ende 2013 zwanzig Jahre ehrenamtlich in dieser Funktion tätig. Am 23. November 2013 beschloss die Mitgliederversammlung des Schwulen Netzwerks, Reinhard Klenke als Erstem die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. Die Urkunde wurde ihm im Rahmen des Neujahrsempfangs am 24. Januar 2014 überreicht. Näheres lesen Sie unter ahnrw.de.


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT / FUNDRAISING

AIDS-Hilfe Bergisch Gladbach unterstützt German Doctors
Beim Welt-AIDS-Tag 2013 hatte die AIDS-Hilfe Bergisch Gladbach, Rheinisch-Bergischer Kreis auf dem Bergisch Gladbacher Weihnachtsmarkt drei Tage lang eine "Sozialhütte" zur Verfügung. Hier wurde eine Tombola veranstaltet mit Sachpreisen, die Geschäftsleute in Bergisch Gladbach zur Verfügung gestellt haben. Beim Verkauf der Lose für die Tombola halfen Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke, Bürgermeister Lutz Urbach sowie Helene Hammelrath MdL. Die Bethe-Stiftung hatte zugesagt, alle Spenden zu verdoppeln, die vom WAT bis Ende Februar 2014 bei der AIDS-Hilfe eingehen. Die gesammelt Spenden gehen ausnahmslos an das Projekt von German Doctors nach Nairobi in Kenia. Dort werden in einer HIV-Ambulanz derzeit u.a. etwa 300 Kinder mit HIV, deren Eltern meist schon an den Folgen von Aids gestorben sind, kostenlos medizinisch betreut und erhalten täglich eine warme Mahlzeit. Die Ambulanz befindet sich im Mathare Valley, einem riesigen Slum der kenianischen Hauptstadt Nairobi, wo etwa 300.000 Menschen leben.


MENSCHEN MIT HIV/AIDS

Jahresprogramm POSITHIV HANDELN 2014
Die Positivenselbsthilfe fordert ein gesellschaftliches Klima ein, in dem HIV kein Tabu ist, und in dem die Akzeptanz HIV-positiver Menschen in allen Bereichen des Lebens selbstverständlich ist. Auch 2014 wird POSITHIV HANDELN Themen und Fragestellungen zum Leben mit HIV aufgreifen und diskutieren. Weitere Infos zu den landesweiten Positiventreffen, der Lobbyarbeit und vieles mehr im Jahresprogramm unter posithiv-handeln.de.

Älter werden mit HIV – neue Konzepte für Pflege und Versorgung von Positiven
Welche Erwartungen haben ältere Menschen mit HIV, was ihre gesundheitliche Versorgung und gegebenenfalls Pflege betrifft? Wie kann eine gute Unterstützung realisiert werden, wenn sie nicht mehr ohne Weiteres alleine ihren Alltag bewältigen können, wenn sie auf Hilfe angewiesen sind? Welche Möglichkeiten bietet unser Gesundheitssystem, wenn es um die Versorgung von HIV-Positiven im Alter geht? Damit beschäftigt sich das erste NRW-Positiventreffen am 7. bis 9. Februar 2014 in Hattingen. Einzelheiten und Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie unter posithiv-handeln.de.

Berührungen als heilsame Medizin
Anne-Heike Maretzke, Körpertherapeutin und Autorin, liest am 19. Februar 2014 im RUBICON Auszüge aus ihrem Buch "Berührungen" und wird an diesem Abend heilsame Berührungssequenzen als begleitende Therapie bei ganz unterschiedlichen Beschwerden vorstellen und in praktischen Übungen erlebbar machen. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

HIV Therapie 2014
Die Deutsche AIDS-Hilfe und die AIDS-Hilfe Düsseldorf laden im Rahmen der Medizinischen Rundreise am  27. März 2014 zu einer Veranstaltung zum Thema "HIV Therapie". Dabei geht es um HIV als chronische Krankheit, Fragen des Therapiebeginns und die Begleitung der HIV Therapie, sowie um Therapiepausen, Therapiewechsel und "Heilung". Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).


FRAUEN UND HIV/AIDS

Neu: Landesarbeitsgemeinschaft "Frauen und HIV/Aids in NRW"
Seit einigen Wochen haben die Frauen im Verband den Namen der Landesarbeitsgemeinschaft bzw. die Unterzeile von XXelle erweitert. Wo bislang "Frauen und AIDS in NRW" stand, steht nun "Frauen und HIV/Aids in NRW". Im Grunde eine kleine, für Außenstehende vielleicht unwichtige Änderung. Die Beschränkung des Themas auf Aids erschien den Frauen angesichts der komplexeren Themen nicht mehr zeitgemäß. Die Eingrenzung auf HIV wiederum klammere die Tatsache aus, dass immer noch zu viele Frauen erst spät von ihrer Infektion erfahren und bereits Symptome ausbilden, dass immer noch Frauen an den Folgen der Infektion sterben. Mit der gleichzeitigen Nennung von HIV und Aids will die LAG auf die Komplexität und Vielfalt der Frauenarbeit in Aidshilfezusammenhängen hinweisen. Wichtig war, dass alle Kolleginnen an der Diskussion und Abstimmung beteiligt waren und sich somit ein Gesamtbild ihrer Arbeit auch im Namen der Landesarbeitsgemeinschaft zeigt. Bislang erscheint die neue Unterzeile ab sofort im Zusammenhang der LAG, nach und nach werden alle Texte des Arbeitsbereiches diesbezüglich geändert.


SCHWULE PRÄVENTION

Bezahlen für Sex?
"Sex gegen Geld" ist eines der letzten großen Tabus in der schwulen Szene. Aus diesem Grund wird sich die Deutsche AIDS-Hilfe dem Thema unter dem Titel "Male Sex-Work" ausführlich widmen. Die Kampagne der Deutschen AIDS-Hilfe "Ich weiß, was ich tu" (IWWIT) wird gemeinsam mit Herzenslust und dem Stricherprojekt Nachtfalke am 7. Februar 2014 eine Informationsveranstaltung in der AIDS-Hilfe Essen mit dem Titel "Bezahlen für Sex?" ausrichten. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

Hitzlsperger-Coming-out: Ein kritischer Blick aus der Kommunikationswissenschaft
Wohl selten hat ein Coming-out für so viel Aufmerksamkeit gesorgt wie das von Thomas Hitzlsperger vor einigen Wochen. Seither beschäftigt das Thema fast alle Medien. Die AIDS-Hilfe im Kreis Unna sprach mit dem Kommunikationswissenschaftler Richard Lemke von der Gutenberg-Universität in Mainz über das "Coming-out des Jahres" und die hervorgerufenen Reaktionen. Das Interview lesen Sie unter aidshilfe-unna.de.


YOUTHWORK

Fachtag Jugendsexualität
Seit 25 Jahren ist die AIDS-Hilfe im Kreis Unna im Youthwork-Bereich aktiv und leistet sexualpädagogisch orientierte Aidsprävention für Jugendliche und junge Erwachsene. Aus Anlass dieses Jubiläums findet in Kooperation mit dem Institut für Sexualpädagogik ein Inhouse-Fachtag zum Thema "Jugendsexualität" statt. Die Fortbildungsveranstaltung ist auf maximal 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


DROGEN

Marlene Mortler neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung
Das Bundeskabinett hat 16. Januar 2014 dem Vorschlag des Bundesministers für Gesundheit, Hermann Gröhe, zugestimmt, die Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler zur Beauftragten der Bundesregierung für Drogenfragen zu berufen. Mehr lesen Sie unter ahnrw.de.

Weiteres von der DRUCK-Studie, vorletzter Abschnitt
Nach Abschluss der Untersuchungen in München und Hannover gibt das Robert Koch-Institut weitere Zwischeninformationen zur DRUCK-Studie (Drogen und chronische Infektionskrankheiten in Deutschland) bekannt. Es hat sich herausgestellt, dass die Beratung in niederschwelligen Drogenhilfeeinrichtungen machbar und aussagekräftig ist und dass Übertragungsgefahren beim Spritzentausch gut bekannt sind. Erschreckend ist allerdings, wie lange die Untersuchten bereits in Haft verbracht haben. Konsumstoffe, Seroprävalenzen zu HIV und HCV sowie medizinische Versorgung sind je untersuchter Stadt teilweise sehr unterschiedlich. Mehr dazu lesen Sie im 4. Newsletter der Studie (PDF-Datei) oder unter rki.de. Unter fixpunkt-berlin.de hat Fixpunkt Berlin weitere Materialien in Zusammenhang mit einer Tagung seitens der Senatsverwaltung veröffentlicht.

Fortbildung Einführung in das Arbeitsfeld der Suchthilfe
Auch in diesem Jahr bietet die Paritätische Akademie einen Zertifikatskurs "Einführung in das Arbeitsfeld der Suchthilfe" in fünf Modulen, die im März dieses Jahres beginnt. Die Fortbildung wendet sich an Fachkräfte in der Sucht- und Gefährdetenhilfe, des ambulant Betreuten Wohnens, sowie weiteren naheliegenden Arbeitsfeldern. Nähere Informationen dazu lesen Sie hier (PDF-Datei).

Zukunftswerkstatt Suchthilfe NRW – Ideen, Visionen und Perspektiven
Am 25. Juni 2014 findet der seit langem geplante Landesfachtag zur Sucht in Mülheim statt. Die Tagung richtet sich an alle im Suchtbereich tätigen Institutionen und Einrichtungen in NRW. Mit der Veranstaltung sollen Diskussionen angestoßen und Impulse für die Weiterentwicklung von Suchtprävention und Suchthilfe in Nordrhein-Westfalen gegeben werden. Wir bitten alle Interesseriten um Reservierung des Termins. Der am gleichen Tag geplante Landesarbeitskreis Drogen/Haft der Aidshilfe NRW wird zeitnah verschoben werden. Nähere Informationen zum Inhalt der Fachtagung erfolgen in Kürze über das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW in Zusammenarbeit mit der Landesstelle Sucht NRW und das Landeszentrum.

Georg Wurth vom Hanfverband gewinnt eine Million Euro mit dem Leitsatz: Gebt das Hanf frei!
Die Zuschauer einer nur mäßig beachteten TV-Sendung gab dem „ersten demokratisch gewählten Millionär Deutschlands“ Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband den Zuschlag. Wurth möchte Cannabis-Konsum legalisieren. Er setzt auf Cannabis als Medizin sowie Hanf als ökologischen Biorohstoff und fordert die Beendigung der Strafverfolgung. Er war Kommunalpolitiker in Remscheid und sprach dazu verschiedene Male als Sachverständiger im Bundestag. Die „Millionärswahl“ für Cannabis-Legalisierung findet zu einem interessanten Termin statt: Die USA sind dabei Cannabis-Herstellung und Vermarktung zu regulieren. Seit Jahresbeginn ist Cannabis in Colorado als Rauschmittel erlaubt. Mit Transparenz versucht der Bundesstaat hier der kriminellen Schattenwelt die Führung zu nehmen. Washington will bald nachziehen. Beide Regionen gelten als Testmärkte. Der Cannabis-Markt, der bisher weltweit von Drogenkartellen gelenkt wird, könnte durch solche Schritte in geordnete Bahnen finden. Das würde es erleichtern Kranken Linderung zu verschaffen, den Jugendschutz zu erhöhen und überdies dem Fiskus Geld in die Kassen spülen. Mehr zum Thema lesen Sie unter hanfverband.de.

Unsre Arbeit Eure Arbeit - erfolgreiche Wege um Arbeit für suchtkranke Menschen zu schaffen
Wer abhängig ist, ist oft auch arbeitslos. Das belegt die Deutsche Suchthilfestatistik. Über 70 Prozent der von Opioiden abhängigen Menschen sind arbeitslos. Fast 75 Prozent von ihnen haben nur eine geringe berufliche Qualifikation. Damit sinken ihre Chancen Arbeit zu finden und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben weiter. Der diesjährige Kongress des fdr (Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V.) will Fachkräfte für die Diskussion mit den Agenturen für Arbeit und weiteren Beteiligten befähigen. Nähere Informationen zum Kongress am 26. und 27.Mai 2014 in Köln lesen Sie unter fdr-online.info.


STRAFVOLLZUG

Prävention für Drogen gebrauchende Menschen in Haft
Intravenöser Drogenkonsum ist bei der Übertragung viraler Infektionen wie HIV, Hepatitis B und C seit langem Präventions- und Forschungsthema. Die aktuelle DRUCK-Studie belegt, dass bis zu 80 % jener, die in den niedrigschwelligen Drogenhilfeeinrichtungen in Kontakt zum Gesundheitssystem kommen, lange Jahre im Gefängnis verbrachten. Die 7. Europäischen Konferenz zur Gesundheitsförderung in Haft im März 2014 in Bonn ist für die Aidshilfe NRW Anlass zur Begegnung mit PD Dr. Hans Wolff, Direktor der gefängnismedizinischen Abteilung der Genfer Universitätsklinik, am am 12. März 2014 von 15.30 bis 17.30 Uhr in der Landesgeschäftsstelle. Wolff, der seine Kindheit in Deutschland und der Türkei verbracht hat und danach nach Genf zog, ist Arzt sowie Forscher und engagiert sich seit langem für die Gesundheit von Gefangenen und Menschen ohne Ausweispapiere. Wir sind sicher, dass der Erfahrungsaustausch mit ihm, vor dem Hintergrund seiner langjährigen Tätigkeit in einem der größten und beengtesten Schweizer Gefängnisse, für die eigene Arbeit hier in NRW sehr inspirierend sein wird. Für die Mitgliedsorganisationen der Aidshilfe NRW und ihre Kooperationspartnerinnen und -partner im Strafvollzug ist die Teilnahme kostenfrei. Wegen der räumlichen Begrenzung wird um frühzeitige Anmeldung gebeten unter ruth.steffens@nrw-aidshilfe.de.


ARBEITSGEMEINSCHAFT AIDS-PRÄVENTION NRW

Abonnieren Sie den RSS-Feed für aktuelle Meldungen der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW!
Seit Anfang 2014 verfügt die Homepage der Arbeitsgemeinschaft über einen RSS-Feed. Das erspart Ihnen lästiges Nachschauen, ob sich auf der Webseite etwas Neues tut. Mehr erfahren Sie unter aids-nrw.de.


VERSCHIEDENES

Kongress Armut und Gesundheit
Unter dem Motto "Gesundheit nachhaltig fördern" sucht der größte regelmäßig stattfindende Public Health-Kongress in Deutschland nach Lösungen für das Problem wachsender sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit. Am 13. und 14. März 2014 wird der Frage nachgegangen, was getan werden muss, um Menschen, die in belastenden Lebensumständen aufwachsen und leben, bessere Chancen auf Gesundheit und Wohlbefinden zu ermöglichen. Diese Frage, das beweisen neuste Zahlen aus der Wissenschaft und die tägliche Medienberichterstattung gleichermaßen, ist nicht weniger dringlich als in den vergangenen Jahren. Auf dem Kongress werden Visionen einer gerechteren Gesellschaft formuliert, konkrete Handlungsempfehlungen an die Politik benannt (Stichwort Präventionsgesetz) sowie Akteure aus der Praxis dazu befragt, wie sich Projekte und Strukturen nachhaltig in die Gesundheitsförderungslandschaft implementieren lassen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Zum Tod von Klaus-Peter Hackbarth
Zum Jahreswechsel erhielten wir im Zusammenhang mit der Weihnachtspost auch einzelne Bekundungen der Anteilnahme am Tod unseres ehemaligen Landesvorsitzenden. Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA und Beraterin unseres Kuratoriums, schrieb, sie habe Klaus-Peter Hackbarth als einen hochaktiven Vorkämpfer in der Aidsarbeit mit unermüdlichem Einsatz für die gute Sache kennen und schätzen gelernt. So wie er könne man eine Aufgabe nur wahrnehmen, wenn man gleichzeitig ein warmherziger Mensch mit großem Einfühlungsvermögen ist. "Ich denke, dass wir seinem Andenken vor allem damit gerecht werden können, wenn wir weiterhin gute Facharbeit mit Menschlichkeit in der HIV/Aids/STI-Arbeit verbinden", schrieb Frau Dr. Pott. Auch der Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck, schrieb, dass er in der langen Krankheits- und Sterbephase oft an Klaus-Peter Hackbarth gedacht habe. "Er war ein sehr verletzter und verletzlicher Mensch - so mein Eindruck -, der mir, trotz sehr unterschiedlicher Auffassungen, immer mit Offenheit und redlicher Ehrlichkeit begegnet ist, was in diesen 'aufgeheizten Zeiten' nicht oft der Fall ist." Auch darum habe er ihn immer als einen sehr fairen und warmherzigen sowie in seinen Anliegen kompetenten Menschen geschätzt. Der von Klaus-Peter Hackbarth vorangetriebene Dialog der AIDS-Hilfe Essen und des Forums Essener Lesben und Schwuler als Community mit dem Essener Bischof wird Anfang März - ganz in Klaus-Peters Sinne - fortgesetzt.

Der nächste Newsletter erscheint im Februar 2014
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte Februar 2014 per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de.

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