Dezember 2013
Liebe Leserinnen und Leser!
Am Ende eines arbeitsreichen Jahres bedanken wir uns bei Allen, die sich 2013 für die Belange der Frauen mit HIV/Aids engagiert und sich an den verschiedenen Veranstaltungen und Treffen im Rahmen von XXelle beteiligt haben. Insbesondere ist uns die Fachtagung XXelle LIVE am 27. April in guter Erinnerung, die viele Interessierte in Dortmund zusammen geführt hat, um sich auszutauschen und miteinander zu diskutieren. Wir wünschen Ihnen allen frohe Feiertage und ein gutes und gesundes neues Jahr 2014. Viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher
Frauen und Aids
Aidshilfe NRW e.V.


A K T U E L L E S

Noch einmal: Appell für Prostitution
Nach Unterzeichnung des Appells des "Berufsverbands erotische und sexuelle Dienstleistungen" hat die Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und HIV/Aids eine Stellungnahme zum "Appell für Prostitution – für die Stärkung der Rechte und für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen in der Sexarbeit" erstellt. Der Appell wurde von der LAG am 16. November 2013 durch die Sprecherinnen unterzeichnet. Die Stellungnahme lesen Sie hier (PDF-Datei).

Neues Bulletin des Robert-Koch-Institutes zu HIV vom 11. November 2013
Im Vorfeld des Welt-Aids-Tages hat das Robert-Koch-Institut (RKI) aktuelle Schätzungen zu HIV in Deutschland veröffentlicht. Anders als bisher schätzt das RKI die HIV-Inzidenz und -Prävalenz nicht mehr für das laufende Jahr, sondern für das jeweilige Vorjahr. Zahlen zu einzelnen Kreisen und Städten sind in diesem Jahr nicht zugänglich. Im Jahr 2012 haben sich in Deutschland etwa 3.400 Menschen mit HIV infiziert. Etwa ein Drittel der HIV-Neuinfektionen wird im ersten Jahr nach der Infektion erkannt. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.

RKI veröffentlicht Bulletin zur Syphilis 2012
2012 setzte sich der Trend steigender Syphilis-Meldezahlen sowohl bundesweit als auch in Nordrhein-Westfalen fort. Die Inzidenz in NRW lag mit 6,7 Infektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, wie bereits im Vorjahr, über dem Bundestrend. Bei knapp vier Fünftel ist mann-männlicher Sex der wahrscheinliche Infektionsweg. Weit über dem Durchschnitt liegende Inzidenzen bei Frauen beziehungsweise ein höherer Anteil gemeldeter heterosexueller Übertragungen wurde 2012 in Essen, Wuppertal und Dortmund beobachtet. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.


P O L I T I K

Für eine reguläre Gesundheitsversorgung aller Menschen
Was selbstverständlich sein sollte, ist es leider nicht: In Deutschland haben viele Migrantinnen und Migranten keine Krankenversicherung und keinen regulären Zugang zur medizinischen Versorgung. Die Folge: Behandelbare Erkrankungen entwickeln sich zu vermeidbaren Notfällen. Das ist ein Skandal und stellt nicht nur die Betroffenen, sondern auch alle, die im Gesundheitswesen tätig sind, vor große Probleme. Das Büro für medizinische Flüchtlingshilfe Berlin fordert eine reguläre Gesundheitsversorgung aller Menschen – unabhängig ihres Aufenthaltsstatus. Den Aufruf lesen Sie hier (PDF-Datei).

Neue DHIVA erschienen
Die DHIVA zum Welt-Aids-Tag berichtet unter anderem über den Berufsverband für SexarbeiterInnen, den Fachtag zu Forschung und Sexarbeit, die Studie zu Menschen mit HIV über 50, den Mythos Jungfräulichkeit sowie Tipps gegen den Winterblues, Berichten aus Afrika und spannende Buch-Tipps. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Haftpflichtprämien für Hebammen schnellen auch 2014 weiter in die Höhe
Der Versicherungsmakler Securon will Haftpflichtprämien für Hebammen ab dem 1. Juli 2014 um 20 Prozent erhöhen. Mit dieser Steigerung wird die Geburtshilfe nach dem Urteil des Deutschen Hebammenverbands (DHV) unbezahlbar. Bei gleichbleibend niedriger Vergütung hätten sich die Prämien innerhalb der letzten zehn Jahre verzehnfacht. Von der Politik fordert der DHV gesetzgeberische Lösungen, denn viele Frauen fänden schon heute keine Hebamme mehr für die Geburt. Näheres lesen Sie unter zwd.info.

Flatrate-Prostitution: Freier müssen mit Strafe rechnen
Union und SPD haben sich bei ihren Koalitionsgesprächen darauf verständigt, das Prostitutionsgesetz nachhaltig zu verbessern. In der legalen Prostitution sollen ausbeuterische Praktiken wie Flatrate-Sex künftig unterbunden werden. Eine Genehmigungspflicht von Prostitutionsstätten könne dies möglich machen und polizeiliche Kontrollen erleichtern, teilten die beiden Verhandlungsführerinnen der Koalitions-AG 'Familie, Frauen und Gleichstellungspolitik', Manuela Schwesig (SPD) und Annette Widmann-Mauz (CDU) mit.


S O Z I A L E S

Positive Begegnungen
Die Konferenz zum Leben mit HIV/Aids "Positive Begegnungen" ist Europas größte Selbsthilfekonferenz. Die Deutsche AIDS-Hilfe veranstaltet sie alle zwei Jahre in Kooperation mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Selbsthilfe-Communities. Den aktuellen Stand der Vorbereitungen finden Sie unter aidshilfe.de. Dort können auch Themenvorschläge gemacht werden. Den Fragebogen für die Themenvorschläge finden Sie unter aidshilfe.de.

Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"
Im März 2013 startete das erste bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen". Es sollte neben den vielen verschiedenen Beratungs- und Hilfsangeboten auf regionaler oder Landesebene eine Nummer geben, an die sich alle betroffenen Frauen, Angehörige, Kolleginnen oder Nachbarn wenden können. 70 zu allen Gewaltfragen besonders Geschulte stehen hier rund um die Uhr zur Verfügung. Es können Frauen anrufen, die beispielsweise gestalkt werden, die am Arbeitsplatz sexuelle Belästigung erleben oder auch junge Frauen, denen die Zwangsverheiratung droht. Die kostenlose Rufnummer lautet 08000 116 016, weitere Informationen lesen Sie unter hilfetelefon.de.



G E S U N D H E I T

PEP-Leitlinien
Seit Oktober 2013 gibt es für Deutschland und Österreich neue Leitlinien für die HIV-Postexpositionsprophylaxe (PEP). Ein neuer HIVreport fasst die neuen Empfehlungen mit Schwerpunkt auf nicht berufliche (also vor allem sexuelle) Übertragungssituationen zusammen und berührt die Themen Sofortmaßnahmen nach einer Exposition, Wirksamkeit der PEP und mögliche Nebenwirkungen, Kostenübernahme und Hinweise für Beratung und Prävention. Den HIVreport lesen Sie unter hivreport.de.


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

28. Februar bis 2. März 2014
HIV/Aids und Familiensysteme
HIV beeinflusst nicht nur das Leben der HIV-positiven Menschen selbst, sondern auch das Leben ihrer Angehörigen. Unser Seminar ermöglicht den Austausch über den Alltag mit dem Virus in der Familie. Zugleich soll es dazu dienen, die Vernetzung zu fördern und Selbsthilfe-Ressourcen zu stäken. Mögliche Themen des Treffens: Umgang mit Krankheit, „Familiengeheimnis HIV“, Angst vor Ausgrenzung und Stigmatisierung, positives Comingout/Geoutet-Werden, Alltagsprobleme, Kindererziehung. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

10. bis 12. März 2014
I. Treffen des Netzwerks Frauen und Aids
Das bundesweite Netzwerk Frauen und Aids ist offen für alle Interessierten, ob sie HIV-positiv sind oder nicht. Wir treffen uns viermal pro Jahr an verschiedenen Orten, um zu Fragen rund um das Thema "HIV und Frauen" zu arbeiten. Ob Prävention, Selbsthilfe, Medizin oder politische Arbeit: was jeweils auf der Agenda stehen soll, entscheiden die Netzwerkfrauen gemeinsam beim alljährlichen Strukturtreffen. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

11. bis 12. April 2014
"Gute Moderation - gelingende Kommunikation"
Die AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen bietet eine Fortbildungsveranstaltung über die Grundlagen der Kommunikation ausschließlich für Frauen mit HIV an. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

11. bis 13. April 2014
Streetwork für Frauen I
Das Arbeitsfeld „Streetwork bei Sexarbeiterinnen“ wird wesentlich dadurch bestimmt, in welchen Bereichen des Sexgeschäfts man unterwegs ist, etwa in Clubs oder auf der Straße, und wer aufgesucht wird, professionelle Sexarbeiterinnen, Gelegenheits- oder Beschaffungsprostituierte, Frauen mit oder ohne deutschen Pass, Minderjährige oder Volljährige. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zahl sehr junger Sexarbeiterinnen, sowohl deutscher als auch nichtdeutscher Herkunft, seit einigen Jahren zunimmt. Wie sich der Zugang zu den Frauen gestaltet, ist nicht zuletzt durch die Haltung der Streetworkerinnen und ihren Bezug zu Sexualität und Sexarbeit bestimmt. Mehr Informationen zur Veranstaltung lesen Sie hier (PDF-Datei).

27. September 2014
Safe the date: HIV KONTROVERS
Im nächsten Jahr findet unsere Fachtagung HIV KONTROVERS schon zum vierten Mal statt. Gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Gesellschaft lädt die Aidshilfe NRW dieses Mal nach Düsseldorf ein. Sofern Sie Interesse an diesem interessanten Diskussionsforum haben, merken Sie sich doch schon heute den 27. September 2014 vor!


S O N S T I G E S

Der nächste Newsletter erscheint im Januar 2013.
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis zum 10. Januar per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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