September 2013
Liebe Leserinnen und Leser!
Am Ende der Sommerpause grüße ich Sie und wünsche uns allen einen guten Einstieg in das zweite Halbjahr. Die Landesarbeitsgemeinschaft "Frauen und Aids" kam bereits Ende vergangener Woche zu einer Sitzung zusammen. Dabei wurden die beiden Sprecherinnen, Christine Weißkopf aus Essen und Birgit Körbel aus Köln, im Amt bestätigt, wozu ich herzlich gratuliere. Ich freue mich auf die bewährte weitere Zusammenarbeit.

Ihnen allen viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher
Frauen und Aids
Aidshilfe NRW e.V.


P O L I T I K

Überarbeitete Homepage des Netzwerks Frauen und Aids online
Das Netzwerk Frauen und Aids hat seine Homepage überarbeitet. Neu sind das Design, das Logo und manche Inhalte. Gleichgeblieben sind die wichtigen Informationen rund ums Netzwerk und die Internetadresse: netzwerkfrauenundaids.de.


S O Z I A L E S

Frauenspezifische Ergebnisse des Stigma Index
Das Forschungsprojekt "positive stimmen" – als deutsche Umsetzung des PLHIV Stigma Index – dokumentierte, wie Menschen mit HIV in Deutschland Stigmatisierung und Diskriminierung erleben. Über den Peer-Forschungsansatz ("Positive interviewen Positive") wurden insgesamt 1.148 Menschen mit HIV zu ihren Erfahrungen interviewt – unter ihnen 280 Frauen. Jetzt liegt eine Auswertung der frauenspezifischen Ergebnisse vor. Sie finden Sie hier (PDF-Datei).

Psychosoziale Aspekte des Älterwerdens mit HIV/Aids in Deutschland
Wahrscheinlich ein Drittel der 70.000 Menschen, die in Deutschland mit HIV leben, haben bereits das 50. Lebensjahr erreicht. Diese Menschen gehören zu einer wachsenden Bevölkerungsgruppe, die weltweit große Aufmerksamkeit findet, in der Wissenschaft, der Selbsthilfe und der Politik. Das Altern mit HIV ist nämlich nicht nur ein weitgehend neues Phänomen, es wirft auch viele Fragen auf. In der Anfangszeit der HIV-Epidemie stellte sich die Frage nach einem Älterwerden für Menschen, die sich mit HIV infiziert hatten, nicht. Aufgrund des fortschreitenden und tödlichen Charakters der HIV-Infektion, war die Zeitperspektive der Betroffenen stark begrenzt, das Erreichen eines höheren Lebensalters schien unmöglich. Erst durch die massiven medizinischen Fortschritte in der Behandlung der HIV-Infektion seit Mitte der 1990er Jahre hat sich diese Situation geändert. Die Studie 50plushiv will zu der Beantwortung dieser ungeklärten Fragen einen wichtigen Beitrag leisten. Dabei ist das Hauptziel der Studie, die Lebenssituation von Menschen mit HIV, die das 50. Lebensjahr erreicht haben, zu untersuchen. Einzelheiten finden Sie unter 50plushiv.de.

Jahresbericht 2012 der Deutschen AIDS-Stiftung erschienen
Im vergangenen Jahr unterstützte die Deutsche AIDS-Stiftung erneut mehrere Tausend Menschen mit HIV und Aids individuell oder über Projektförderungen. Der nun erschienene Jahresbericht zeigt die Vielfalt der geleisteten Hilfen. Er informiert über realisierte Benefiz-Events und einen Fachtag zum Thema Pflege und Versorgung für betroffene Menschen. Der Jahresbericht stellt dar, dass immer mehr Frauen mit HIV soziale und finanzielle Probleme haben. Fast die Hälfte aller Anträge auf eine finanzielle Unterstützung durch die Stiftung kommt von Frauen. Dabei sind nur etwa 19 Prozent aller Infizierten weiblichen Geschlechts. Die Stiftung erklärt sich diese Fakten dadurch, dass viele dieser Frauen alleinerziehende Mütter sind, welche keiner Arbeit nachgehen können. Des Weiteren seien auch die Gesundheitsreformen und die Hartz-IV-Gesetze an der Situation schuld. So reiche zum Beispiel der Hartz-IV-Satz für Erkrankte nicht mehr zum Leben, weshalb sich viele Betroffene an die Stiftung wenden würden. Sie finden den Jahresbericht unter aids-stiftung.de.

Studie "Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen in Deutschland"
Die Langfassung der Studie "Lebenssituationen und Belastungen von Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen in Deutschland" ist nunmehr veröffentlicht. Die Studie zeigt unter anderem, dass Mädchen und Frauen mit Behinderungen in besonders hohem Ausmaß Opfer von Gewalt werden. Die Publikation finden Sie unter bmfsfj.de.

Neue DHIVA erschienen
Die Herbst-DHIVA berichtet unter anderem über Polizistinnen in der Prostitution, 20 Jahre Familienleben mit HIV, Aids-Arbeit in Weißrussland sowie Antibiotika aus der Natur. Außerdem lesen Sie einen Bericht über den Fachtag XXelle LIVE sowie spannende Buchtipps. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


G E S U N D H E I T

Leichter Rückgang der Neuerkrankungen bei Hepatitis C
Die Infektionsquote für Hepatitis C ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Insgesamt wurden in Deutschland 4.982 Fälle von erstdiagnostizierter Hepatitis C erfasst, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Pro 100.000 Einwohner gab es 6,1 Erstdiagnosen. 2011 lag die Quote noch bei 6,2 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. Jährlich infizieren sich weltweit drei bis vier Millionen Menschen mit dem Hepatitis-C-Virus. Etwa 150 Millionen Personen sind chronisch infiziert und haben damit ein erhöhtes Risiko, eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom zu entwickeln. Den Situationsbericht des RKI finden Sie unter rki.de.

Verhütung in einfacher Sprache | Eine Broschüre der pro familia NRW
Bereits die Ankündigung für dieses neue Info-Heft hat die Aidshilfe NRW in einfacher Sprache erreicht. Gerne veröffentlichen wir dies so: "Es ist eine Broschüre zu Verhütungs-Mitteln und Methoden in leichter Sprache. Es werden Vor- und Nach-Teile von verschiedenen Verhütungs-Mitteln und Methoden vorgestellt. Sie enthält Informationen darüber wie die Methoden funktionieren, wie man sie anwendet und was es zu beachten gibt. Und auch welche Neben-Wirkungen sie haben können. Die Broschüre kostet 1,00 Euro." Weitere Informationen zur Bestellung finden sich hier (PDF-Datei).

Teilnehmerinnen an Umfrage gesucht
Opinion Health und Oxford Outcomes, zwei britische Forschungsinstitute, untersuchen die persönlichen Präferenzen bezüglich der Eigenschaften verschiedener HIV-Behandlungen. Dazu suchen Sie nach interessierten Menschen mit HIV, die sich an dieser kostenfreien Umfrage beteiligen. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert etwa eine halbe Stunde, im Gegenzug erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Amazongutschein. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Dtatei).

Workshop des AAWS All Around Women Special auf dem DÖAK
Anlässlich des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress in Innsbruck fand am 12. Juni 2013 der AAWS-Workshop "Zielgruppenorientiert aufklären – Testbereitschaft fördern – Spätdiagnosen verhindern" statt. Inhalte und Ergebnisse finden sie unter daignet.de (unten).


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

20. September 2013, 20.00 Uhr
Gospelkonzert zugunsten Kindern und Jugendlichen mit HIV und Aids
Der Welt-Kinder-Tag ist Anlass für die Academy Gospel Singers, um auf die Lage von Kindern und Jugendlichen mit HIV und Aids aufmerksam zu machen und um mit dem Benefiz-Gospelkonzert Spenden für wichtige Aids-Projekte in Düsseldorf zu sammeln. Das Konzert findet in der katholischen Kirche Heilige Dreifaltigkeit, Jülicher Str. 60, in Düsseldorf statt. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

26. September 2013, 19.30 Uhr
"Alkohol, Partydrogen und Wechselwirkungen mit HIV-Therapie"
Die Aidshilfe Köln veranstaltet in der Kölner Uniklinik eine Med-Info-Veranstaltung zu diesem immer wichtiger werdenden Thema. Weitere Infos finden Sie hier (PDF-Datei).

26. September 2013, 17.30 Uhr
"Lez discuss - Gleichgeschlechtliche Vielfalt für Oberhausen!"
Das Frauenforum Oberhausen bietet den nötigen Raum, die vielfältigen Lebenssituationen, Outing-Erfahrungen und Unterstützungsmöglichkeiten von und für Frauen wahrzunehmen, zu diskutieren und aus Frauensicht zu beleuchten. Als Referentin wurde Mirjam Müntefering gewonnen, die mit einer Lesung den Einstieg in das Thema vornimmt. Anschließend ist ein Podiumsgespräch unter Einbindung des Publikums sowie unterschiedlichster Fachstellen geplant, das mögliche Problemstellungen, weitere Handlungsfelder sowie Perspektiven zur aktiven Arbeit in Oberhausen hervorbringen soll. Ziel ist es, über einen offenen Austausch während sowie nach der Veranstaltung, die örtlichen und überörtlichen Akteurinnen und Akteure zu vernetzen und konkrete Handlungsziele für Oberhausen herauszuarbeiten. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

2. Oktober 2013, 10.00 bis 17.00 Uhr
Aktueller Wissensstand zu HIV
Im Rahmen der medizinischen Rundreise veranstaltet die AIDS-Hilfe Oberhausen einen Seminartag zum aktuellen Wissenstand zu HIV und Aids. Die Fortbildung findet in den Räumen der AIDS-Hilfe Oberhausen statt. Alle Infos, auch zur Anmeldung, finden Sie hier (PDF-Datei).

10. Oktober 2013, 9.30 bis 17.00 Uhr
Sexuell übertragtragbare Krankheiten
Die AIDS-Hilfe Düsseldorf unternimmt ebenfalls eine ganztägige Fortbildungsveranstaltung. Thema sind sexuell übertragbare Infektionen. Hierzu ist eine Anmeldung erforderlich. Alle weiteren Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

11. Oktober 2013
"Trübe Sehnsüchte oder verwirklichte Rechte" – Sexualität in Einrichtungen
Die Fachtagung des move e.V. findet im Roten Rathaus von Berlin statt. Menschen, die in Einrichtungen leben müssen, fordern immer deutlicher ihr Recht auf Sexualität und Beziehung ein. Doch häufig fehlt es den Trägern an sexualpädagogischen Konzepten, erst recht an Möglichkeiten der Umsetzung in die Praxis. Die Fachtagung will das Thema aus unterschiedlichen Disziplinen aus beleuchten und Handlungsansätze vorstellen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

19. Oktober 2013
Workshop "Entspannung mit Klang"
Die Aidshilfen Wuppertal und Düsseldorf bieten einen Workshop "Entspannung mit Klang" für Frauen mit HIV an. Die Klangmassage ist eine sanfte und ganzheitliche Methode, die auf das ganze Körpersystem wirkt. Nach einem gemeinsamen Brunch beginnt der Workshop mit einer Bewegungsmeditation. Anschließend werden eine Klangreise und Entspannungsübungen mit Klang angeboten. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

25. bis 26. Oktober 2013
Raum und Zeit "Von Frau für Frau"
Die Aidshilfen Krefeld und Oberhausen organisieren ein Wochenende für Frauen mit HIV in einem Düsseldorfer Hotel. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

1. bis 3. November 2013
"HIV-positive Frauen und Studien – mit uns und für uns!"
Frauenspezifische Forschungsansätze sind besonders im HIV/Aids-Bereich unterrepräsentiert. Dies betrifft die medizinische als auch psychosoziale Forschung. Gerade durch den Wandel der HIV-Infektion und ihre zunehmend gute Behandelbarkeit sind frauenspezifische Ansätze wichtiger denn je. In diesem Seminar sollen einerseits neueste Forschungsergebnisse vorgestellt werden, die Unterschiede zwischen Frauen und Männern deutlich machen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

14. November 2013, 19.30 Uhr
"Neues aus der HIV-Behandlung"
Eine weitere Veranstaltung in der Reihe Med-Info organisiert die Aidshilfe Köln zum Thema Therapie. Ort ist die Uniklinik Köln. Die Infos dazu finden Sie hier (PDF-Datei).

27. November 2013, 17.00 Uhr
HIV in der Gynäkologie und Geburtshilfe
Neben einer HIV-spezifischen Versorgung benötigen Frauen mit HIV eine kundige gynäkologische Begleitung und Behandlung. In den letzten Jahren konnte im Bereich der gynäkologischen und geburtshilflichen medizinischen Versorgung von Frauen mit HIV ein enormer Wissensgewinn erzielt werden. Die AIDS-Hilfe Wuppertal und das dortige Gesundheitsamt bieten am 27. November 2013 eine Fortbildung für Gynäkologinnen und Gynäkologen an. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

17. und 18. Januar 2014
Psychotherapie bei Menschen mit HIV
Im Januar findet in Bochum im Hörsaalzentrum des St. Josef-Hospitals, der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Ruhr Universität Bochum, unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsministerin Barbara Steffens, das Symposium der 3. Fachtag "Psychotherapie bei Menschen mit HIV" statt. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


S O N S T I G E S

Der nächste Newsletter erscheint im Oktober 2013.
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis zum 7. Oktober per Mail an Petra Hielscher.
 
 
Impressum | Newsletter abmelden | Newsletter anmelden