Nr. 12 vom 25. Juli 2013
Liebe Leserinnen und Leser,

von 1987 bis Anfang der Neunzigerjahre und von 2009 bis 2013 hat sie die HIV- und Aidsprävention des Landes fachlich begleitet, Elke Slawski-Haun, bisherige Leiterin des Referates Aids und Organspende im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW. Am vergangenen Freitag hatte sie ihren letzten Arbeitstag am Horionplatz in Düsseldorf. So hartnäckig wie sie in den ersten Jahren die Grundlinie der Aidspolitik des Landes unter dem Leitgedanken "Prävention statt Repression" verfolgte, so intensiv hat sie in den letzten Jahren die Entstehung des aktuellen Konzeptes der Weiterentwicklung der HIV- und Aidsprävention in Nordrhein-Westfalen fachlich gefördert, das auch die Zukunft prägen wird. Mit unserem Dank für viele Jahre gute Zusammenarbeit verbinden wir unsere besten Wünsche für den so genannten Ruhestand. Wir sind uns sicher, Elke Slawski-Haun bei der einen oder anderen Gelegenheit wieder zu begegnen, denn das Wort "Ruhestand" ist mit ihr tatsächlich nur schwer zu verbinden. Also: eine gute Zeit und auf Wiedersehen!

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


POLITIK

Nationaler AIDS-Beirat neu berufen
Bundesgesundheitsminister Bahr hat am 22. Juli turnusgemäß den Nationalen AIDS-Beirat neu berufen. Der NAB berät die Bundesregierung zu aktuellen sozialen und medizinischen Fragestellungen zu HIV/Aids. Als Vertreterinnen und Vertreter der Selbsthilfe wurden Bernd Aretz, Kelly Cavalcanti, Gaby Wirz und Ulrich Würdemann berufen, darüber hinaus die DAH-Bundesgeschäftsführerin Silke Klumb sowie weitere 12 Persönlichkeiten aus der HIV-Arbeit in Deutschland. Weitere Informationen unter ahnrw.de.


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT / FUNDRAISING

Schnelltest-Termine der Gesundheitsagentur AIDS-Hilfe Rhein-Sieg
Die AIDS-Hilfe Rhein-Sieg bietet HIV-Schnelltests für die Allgemeinbevölkerung an. Hauptziele sind Aufklärung und Information über HIV, die Beseitigung von Unsicherheiten über Ansteckungswege sowie die Vermeidung von Ausgrenzung der Menschen mit HIV. Nähere Einzelheiten und die Termine finden Sie hier (PDF-Datei).


LEBEN MIT HIV

Psychosoziale Aspekte des Älterwerdens mit HIV/Aids in Deutschland
Wahrscheinlich ein Drittel der 70.000 Menschen, die in Deutschland mit HIV/Aids leben, haben bereits das 50. Lebensjahr erreicht. Diese Menschen gehören zu einer wachsenden Bevölkerungsgruppe, die weltweit große Aufmerksamkeit in der Wissenschaft, der Selbsthilfe und der Politik findet. Das Altern mit HIV ist nämlich nicht nur ein weitgehend neues Phänomen, es wirft auch viele Fragen auf. In der Anfangszeit der HIV-Epidemie stellte sich die Frage nach einem Älterwerden für Menschen, die sich mit dem HI-Virus infiziert hatten, nicht. Aufgrund des fortschreitenden und tödlichen Charakters der HIV-Infektion, war die Zeitperspektive der Betroffenen stark begrenzt, das Erreichen eines höheren Lebensalters schien unmöglich. Erst durch die massiven medizinischen Fortschritte in der Behandlung der HIV-Infektion seit Mitte der 1990er Jahre hat sich diese Situation geändert. Die Studie 50plushiv will zu der Beantwortung dieser ungeklärten Fragen einen wichtigen Beitrag leisten. Dabei ist das Hauptziel der Studie, die Lebenssituation von Menschen mit HIV/Aids, die das 50. Lebensjahr erreicht haben, zu untersuchen. Einzelheiten finden Sie unter 50plushiv.de.

Neues Zentrum für Infektiologie in Essen
Am 26. Juni wurde das Westdeutsche Zentrum für Infektiologie (WZI) am Universitätsklinikum Essen eröffnet. Das neu gegründete Zentrum bildet die Klammer um sämtliche klinischen und wissenschaftlichen Bereiche der Infektionsmedizin am Universitätsklinikum und umfasst sowohl die klinische Versorgung von Patientinnen und Patienten als auch die Forschung und die Lehre. Die neue Infektionsstation erlaubt die Behandlung von Patienten mit besonders schweren Krankheitsverläufen. Am WZI arbeiten unter anderem Ärztinnen und Ärzte für Innere Medizin, Infektiologie, Pädiatrie, Dermatologie, Mikrobiologie, Virologie und Immunologie eng zusammen. Weitere Fachdisziplinen können je nach Notwendigkeit hinzugezogen werden. Vorstand des WZI ist Prof. Dr. med. Oliver Witzke, Leiter der Sektion Klinische Infektiologie am Universitätsklinikum Essen.


FRAUEN

Alles rund um die HIV-Therapie
Die Veranstaltung in der Aidshilfe Köln am 19. Oktober 2013 richtet sich an Frauen mit HIV sowie Beraterinnen und Berater. Themen sind unter anderem: Überblick über die derzeitigen Therapien, Nebenwirkungen bei Frauen, Therapieentscheidungen, Therapiepausen, Compliance, Auswahl der HIV-Medikamente bei Kinderwunsch und Schwangerschaft. Nähere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).


SCHWULE

Behörden raten Schwulen zu Meningokokken-Impfung
Meningokokken-Erkrankungen unter schwulen Männern in Berlin geben Anlass zu Vorsicht und Wachsamkeit – die Gefahr einer Epidemie besteht allerdings nicht. Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales hat jetzt eine Impfempfehlung für alle in Berlin lebenden Männer veröffentlicht, die Sex mit Männern haben (MSM). Sie tritt voraussichtlich Ende dieser Woche in Kraft und gilt vorerst bis zum 31. Januar 2014. Weitere Informationen lesen Sie unter ahnrw.de.

Prävention und Social Media
Im Oktober präsentiert Herzenslust ein neues Trainingsangebot für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter. Es geht darum, wie man Soziale Medien optimal nutzen kann, um Präventionsbotschaften und die eigene Gruppe oder Institution zu präsentieren. Mehr zu diesem neuen und innovativen Trainingsangebot und zur Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei).


YOUTHWORK

25 Jahre Youthwork in NRW
Am 19. Juli 2013 feierten Youthworkerinnen und Youthworker aus ganz NRW zusammen mit ihren Kooperationspartnern "25 Jahre Youthwork NRW" in Düsseldorf. Dr. Stefan Timmermanns, Vorsitzender der Gesellschaft für Sexualpädagogik, führte in seinem Redebeitrag aus, warum Youthwork in NRW etwas ganz Besonderes ist. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.


DROGEN

Weltweiter Aufruf: Hepatitis C, Tests und Behandlung jetzt!
Nur ein Bruchteil der weltweit 185 Millionen Menschen mit Hepatitis C weiß um seine Infektion. Die meisten leben in Ländern ohne Zugang zu Diagnostik, Versorgung oder Behandlung. Pegyliertes Interferon (PEG-IFN), das Rückgrat der derzeitigen Standardtherapie für HCV-Infektionen, ist aufgrund astronomischer Preise für sie außer Reichweite. Die Deutschen AIDS-Hilfe konnte die deutsche Übersetzung eines weltweiten Aufrufes zur Teilhabe an der medizinischen Versorgung bei Hepatitis C durchsetzen. Es geht um eine Petition an die WHO. Denn selbst wo der Zugang zur HCV-Behandlung grundsätzlich besteht, wird er Drogengebraucherinnen und Drogengebrauchern meistens verweigert. Lediglich 2 bis 4 Prozent aus dieser Bevölkerungsgruppe mit Hepatitis C werden behandelt. In der Petition wird die WHO Generalsekretärin Chan aufgefordert ihrem (seit 2010) bestehenden Auftrag, für eine effektive Antwort auf die globale Virushepatitis-Epidemie zu mobilisieren, nachzukommen. Mehr dazu lesen Sie unter hepcoalition.org. Zur Unterstützung der Kampagne wurden Plakate (PDF-Datei) und Postkarten (PDF-Datei) entworfen.


STRAFVOLLZUG

Landesvorstand im Gefängnis - Aidshilfe NRW in der JVA Köln
Anlässlich des Nationalen Gedenktags für verstorbene Drogenuser am 21. Juli besuchte der Landesvorstand der Aidshilfe NRW vergangene Woche die Justizvollzugsanstalt in Köln-Ossendorf. Vor der Besichtigung des Haftbereiches standen uns die Anstaltsleiterin Angela Wotzlaw sowie Vertreter des medizinischen und sozialen Dienstes der JVA zu einem ausführlichen Gespräch zur Verfügung. Weitere Informationen lesen Sie unter ahnrw.de.


SONSTIGES

Der nächste Newsletter erscheint am 7. August 2013
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 5. August 2013.
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