Juli/August 2013
Liebe Leserinnen und Leser,
gerne weisen wir heute auf ein Beratungsgremium hin, das direkt die Arbeit der Aidshilfen betrifft. Die Bundesregierung lässt sich zu aktuellen sozialen und medizinischen Fragestellungen zu HIV/Aids vom Nationalen AIDS-Beirat beraten. Dieses Gremium ist interdisziplinär mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Forschung, medizinische Versorgung, öffentlicher Gesundheitsdienst, Ethik, Recht, Sozialwissenschaften, sowie Personen aus der Zivilgesellschaft einschließlich der Selbsthilfe besetzt. Wir freuen uns, dass Bundesgesundheitsminister Bahr diese Woche Kelly Cavalcanti, vielen von uns bekannt aus unterschiedlichen Zusammenhängen in NRW, in den NAB berufen hat. Wir gratulieren Kelly zu ihrer Berufung und wünschen ihr viel Erfolg und Durchsetzungsvermögen bei dieser für uns alle so wichtigen Aufgabe. Weitere Informationen zum neu berufenen NAB finden Sie unter News der Aidshilfe NRW.

Ihnen allen viel Spaß beim Lesen des Newsletters, der diesmal als Doppelnummer erscheint!
Petra Hielscher
Frauen und Aids
Aidshilfe NRW e.V.


P O L I T I K

Landeskonzept zur HIV/AIDS-Prävention liegt nun auch als Broschüre vor
Das Konzept zur Weiterentwicklung der HIV/AIDS-Prävention mit allgemeinen und zielgruppenspezifischen Empfehlungen soll zur fachlichen Auseinandersetzung beitragen, den Akteurinnen und Akteuren neue Impulse geben und die Zusammenarbeit aller Beteiligten fördern. Bestellen können Sie es unter broschueren.nordrheinwestfalendirekt.de.

Neuer Patientenbeauftragter NRW
Die flächendeckende, bedarfsgerechte und leicht zugängliche Gesundheitsversorgung für alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von Geschlecht, sozialem Status, Alter, sexueller Identität oder Herkunft, ist ein zentrales Ziel der Gesundheitspolitik in Nordrhein-Westfalen. Zur Erleichterung der Zugänge zu den vorhandenen Beratungsangeboten und um Aufschluss über Lücken im Versorgungssystem zu erhalten, hat die Landesregierung den Patientenbeauftragten bestellt. Zu seinen Aufgaben zählt, Beschwerden aus NRW zu bündeln und Patientinnen, Patienten sowie ihren Angehörigen Rat und Unterstützung bei der Lösung ihrer Probleme zur Verfügung zu stellen. Am 28. Juni 2013 besuchte der neue Patientenbeauftragte Dirk Meyer die Landesgeschäftsstelle der Aidshilfe NRW. Aufgrund der langjährigen Erfahrungen des Landesverbandes mit Gesundheitsversorgung in Haft lag der Schwerpunkt auf Verbesserungsmöglichkeiten der Situation von Gefangenen. In diesem Zusammenhang wurde vereinbart, Berichte aus Aidshilfebezügen über entsprechende Versorgungslücken bei ihm zusammenzutragen. Kontaktadresse info@patientenbeauftragter.nrw.de. Darüber hinaus können kritische Ereignisse und Beinaheschäden unter cirs-nrw.de aufgenommen werden, um die Ursachen für diese Ereignisse aufzuklären und künftig Schäden von den Patientinnen und Patienten abzuwenden.

Unterstützen, nicht bestrafen! – Aufruf internationaler Präventionsaktivistinnen und -aktivisten zum Weltdrogentag
Am 26. Juni war "Weltdrogentag" (siehe News der Aidshilfe NRW). Menschen, die Drogen intravenös konsumieren, haben ein erhöhtes HIV-Risiko. Anlass für die "International HIV/AIDS Alliance", mit ihrem Projekt "Community Action on Harm Reduction" Regierungen dazu aufzufordern, die Kriminalisierung von Drogenkonsum zu beenden und Gesetze zu reformieren, die effektive HIV-Prävention unter Drogen gebrauchenden Menschen behindern. Weltweit konsumieren 11 bis 21 Millionen Menschen Drogen intravenös. In Ländern Osteuropas und Zentralasiens sind bis zu 80 Prozent mit HIV infiziert. Mehr dazu lesen Sie im Blog der Deutschen AIDS-Hilfe unter aidshilfe.de.


S O Z I A L E S

Formblatt zum Widerspruch gegen nichteinvernehmliche Erteilung des gemeinsamen Sorgerechts
Der Paritätische Gesamtverband hat im Zuge der "Reform des Sorgerechts nicht miteinander verheirateter Eltern" ein Formblatt für den Widerspruch der Mutter gegen den Antrag des Vaters auf Erteilung des gemeinsamen Sorgerechts entwickelt. Mit diesem Formblatt soll betroffenen Müttern eine Hilfestellung gegeben und erreicht werden, dass die Familiengerichte möglichst wenige Fälle im schriftlichen Verfahren abschließen und sich in einer mündlichen Verhandlung ein eigenes Bild von der familiären Situation verschaffen. Das Formblatt finden Sie hier (PDF-Datei).


G E S U N D H E I T

Neues Zentrum für Infektiologie in Essen
Am 26. Juni wird das Westdeutsche Zentrum für Infektiologie (WZI) am Universitätsklinikum Essen eröffnet. Das neu gegründete Zentrum bildet die Klammer um sämtliche klinischen und wissenschaftlichen Bereiche der Infektionsmedizin am Universitätsklinikum und umfasst sowohl die klinische Versorgung von Patientinnen und Patienten als auch die Forschung und die Lehre. Die neue Infektionsstation erlaubt die Behandlung von Patienten mit besonders schweren Krankheitsverläufen. Am WZI arbeiten unter anderem Ärztinnen und Ärzte für Innere Medizin, Infektiologie, Pädiatrie, Dermatologie, Mikrobiologie, Virologie und Immunologie eng zusammen. Weitere Fachdisziplinen können je nach Notwendigkeit hinzugezogen werden. Vorstand des WZI ist Prof. Dr. med. Oliver Witzke, Leiter der Sektion Klinische Infektiologie am Universitätsklinikum Essen.

Gesundheitsinformation.de
Das Onlineportal Gesundheitsinformation.de ist ein Projekt der Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Besonders empfehlen wir das jetzt aktuell eingestellte Special zu Themen rund um die Menstruation unter gesundheitsinformation.de.

Frauengesundheit
Gerne weisen wir auf eine neue Ausgabe des BZgA-Newsletters FRAUENGESUNDHEIT hin. Informieren Sie sich über Aktuelles aus dem Themenfeld, Daten, Tagungen, neue Projekte und Publikationen. Den aktuellen Newsletter finden Sie hier (PDF-Datei). Alle Ausgaben des BZgA-Newsletters FRAUENGESUNDHEIT finden Sie auch zum Download unter frauengesundheitsportal.de.


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

24. September 2013
Seminar zum Sozialverfahrensrecht am
Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei. Das Verfahrensrecht beschäftigt sich mit der Frage, wie Sozialleistungsansprüche durchgesetzt werden können. Wer ist zuständig? Welche Rechtsmittel gibt es und welche Fristen sind einzuhalten? Anhand verschiedener Fallbeispiele werden die formellen Rechte beschrieben und die Möglichkeiten der Unterstützung durch Fachkräfte praktisch erläutert. Mehr zu der Tagesveranstaltung des Paritätischen in Köln lesen Sie unter bildung.paritaet-nrw.org.

19. Oktober 2013
Alles rund um die HIV-Therapie
Die Veranstaltung in der Aidshilfe Köln richtet sich an Frauen mit HIV sowie Beraterinnen und Berater. Themen sind unter anderem: Überblick über die derzeitigen Therapien, Nebenwirkungen bei Frauen, Therapieentscheidungen, Therapiepausen, Compliance, Auswahl der HIV-Medikamente bei Kinderwunsch und Schwangerschaft. Nähere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).


S O N S T I G E S

Der nächste Newsletter erscheint im September 2013.
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis zum 9. September per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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