Nr. 02 - Juni 2013
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Ihnen heute eine weitere Ausgabe des Newsletters rund um das Thema "Spritzenautomaten in NRW" zusenden zu können.

Gerne veröffentlichen wir interessante Projekte, Themen oder Termine über den Newsletter. Bitte senden Sie die Beiträge einfach per Mail an brigitte.bersch@nrw.aidshilfe.de. Wir freuen uns über jede Rückmeldung.

Informationen zum Spritzenautomaten-Projekt sowie alle Ausgaben des Newsletters finden Sie unter www.saferuse-nrw.de

Mit herzlichen Grüßen
Brigitte Bersch
Koordination Spritzenautomatenprojekt NRW

Spritzenautomaten für NRW
Für den weiteren Ausbau des Spritzenautomaten-Projektes in NRW stehen noch einige Automaten zur Verfügung. Wir würden uns sehr freuen, wenn sich auch Einrichtungen aus den Kommunen in Zukunft am Spritzenautomaten-Projekt beteiligen, die bisher keine Spritzenvergabe anbieten.

Aufstellung Spritzenautomat in Bad Oeynhausen
Die Aufstellung des Spritzenautomaten in Bad Oeynhausen Anfang Juni führte in der Bevölkerung und in der Politik zu einigen Diskussionen und Unstimmigkeiten. Hier einige Zeitungsartikel:

Spritzenautomat in Betrieb
Bad Oeynhausen (WB). Bereits vor der offiziellen Inbetriebnahme hat ein neuer Spritzenautomat in unmittelbarer Nähe der Bahnunterführung im Sültebusch für viele Diskussionen gesorgt. Die Ratsdebatte von Mittwoch soll am nächsten Dienstag im Jugendhilfeausschuss fortgesetzt werden. Den Artikel lesen Sie hier.

Spritzenautomat macht Politikern Sorgen
Bad Oeynhausen- Spritzen aus dem Automaten: Dieser Exklusiv-Bericht in der Samstagsausgabe der Neuen Westfälischen ließ bei einigen Kommunalpolitikern offenbar die Alarmglocken schrillen. "Wir haben Sorge, dass durch solch einen Automaten weiteres Drogen-Klientel angelockt werden könnte", sagte Karla Rullmann (CDU) am Mittwoch im Stadtrat. Den kompletten Artikel lesen Sie hier.

Aufstellung eines weiteren Spritzenautomaten in Köln
Der Drogenselbsthilfeverein "Vision e.V." wird voraussichtlich im Juli einen Spritzenautomaten an ihrer Einrichtung im Stadtteil Köln-Kalk aufstellen. Damit gibt es in Köln insgesamt 11 Spritzenautomaten.

Erinnerung: Neuauflage Spritzenautomaten-Broschüre und die Anfertigung von Informations-Foldern
Die Spritzenautomaten-Broschüre wurde 2012 komplett überarbeitet und enthält jetzt unter anderem ein Vorwort der Gesundheitsministerin, Frau Steffens. In der Broschüre werden drei Automaten-Betreibern aus NRW vorgestellt: Vision e.V. Köln, Haus im Park e.V.(Hip) Witten und Aidshilfe Köln e.V. Zusätzlich wurden Folder mit den wichtigsten Informationen zum Spritzenautomaten-Projekt produziert. Auf der Rückseite der Folder befindet sich ein leeres Adressfeld, in dem die (potentiellen) Automaten-Betreiber ihre Anschrift anbringen können, um sowohl für das Spritzenautomaten-Projekt zu werben als auch auf eigene Angebote hinzuweisen. Die Broschüren und Folder können bei der Aidshilfe NRW bestellt werden und stehen auf der Seite www.saferuse-nrw.de zum Download bereit.

21. Juli 2013: Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige
Zum nationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher am 21. Juli 2013 möchte die Aidshilfe NRW konzentriert Informationen mit den in NRW geplanten Aktionen an die Medien weitergeben. Zur guten Organisation bitten wir darum, uns bis zum 13. Juli die entsprechenden Informationen zukommen zu lassen. Das Formblatt mit den benötigten Informationen finden Sie hier.

Der Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit e.V. hat u.a. Vorschläge für die Gestaltung des Aktionstages erarbeitet. Entsprechende Informationen finden Sie hier.

Homepage "Spritzenautomaten"
Die Homepage "Spritzenautomaten" von der Deutschen AIDS-Hilfe wurde komplett überarbeitet und aktualisiert. Unter anderem sind auf der Homepage die Adressen der Betreiber und die Automaten-Standorte in ganz Deutschland aufgelistet. Den Link finden Sie hier.

Zahl der Drogentoten sinkt 2012 um vier Prozent
Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 944 zurückgegangen. Im Vorjahr habe die Zahl der Drogentoten noch bei 986 gelegen, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der durch Drogenkonsum gestorbenen Personen ist im Jahr 2012 damit auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 1988 gesunken. Den Artikel lesen Sie hier.

SAFER USE - RAUCHEN STATT SPRITZEN
Obwohl der intravenöse Konsum von Heroin in Deutschland die häufigste Konsumform ist, entschließen sich immer mehr Heroinkonsumenten dazu ihr Heroin zu rauchen.

Der inhalative Konsum von Heroin bietet viele Vorteile gegenüber dem i.v. Konsum
- keine Gefahr einer Überdosierung, selbst bei unerwartet hohem Reinheitsgehalt des Heroins
- keine Gefahr von HIV- und Hepatitisinfektionen ( wenn man sein eigenes Röhrchen benutzt)
- keine Abszesse oder Venenvernarbungen
- keine "Shakes" durch giftige Substanzen oder Bakterien

Einen neuen Flyer der Deutschen AIDS Hilfe, der anhand von 6 Bildern einige Infos zur Technik des Folierauchens gibt, finden Sie hier.
 
AIDS-Hilfe Ahlen lädt zur Medizinischen Rundreise: Hepatitis
Die Medizinische Rundreise am 11.Juli 2013 vermittelt mit möglichst wenigen Fachbegriffen ein Basiswissen zu den einzelnen Hepatitiden. Die behandelten Themen und Schwerpunkte orientieren sich an den konkreten Fragen und dem unterschiedlichen Wissensstand der anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer (PDF-Datei).
 
10. Internationaler akzept-Kongress
Der 10. Internationale akzept-Kongress findet am 10. und 11. Oktober 2013 in Bielefeld statt.
Der Kongress ist traditionell Forum für Information und Austausch zu aktuellen drogenpolitischen Fragestellungen. Die Ankündigung finden Sie hier.

In eigener Sache

6. Juli 2013 CSD-Empfang der Aidshilfe NRW und des Schwulen Netzwerks NRW
Auch in diesem Jahr bitten die beiden Landesverbände zum traditionellen CSD-Empfang, der sich bei einem breiten Publikum großer Beliebtheit erfreut. Explizit sind alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aidshilfen sowie alle Interessierten herzlich willkommen. Die Kompassnadel für besondere Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Lesben und Schwulen erhalten 2013 die Redaktion des Nachrichtenmagazins Der Spiegel und Falk Steinborn vom Projekt querblick. Die Einladung zum Empfang finden Sie hier (PDF-Datei).

Zeitungsartikel

Apotheker warnen vor dem Missbrauch von gebrauchten Fentanylpflastern
Offenbach – Drogenabhängige untersuchen zunehmend die medizinischen Abfälle von Krankenhäusern und Altenpflegeheimen nach gebrauchten oder fälschlich verordneten Fentanylpflastern. Darauf hat der Hessische Apothekerverband hingewiesen. Die Süchtigen kochten die Pflaster aus, um den Wirkstoff herauszulösen. Anschließend injizierten sie die Mischung intravenös. Den Artikel lesen Sie hier.

Junkies werfen benutzte Spritzen über den KiTa-Zaun - Spritzenautomat neben der Kita
Berlin-Wedding – Was ist in dieser Stadt eigentlich wichtiger? Die Gesundheit unserer Kinder oder die Versorgung von Drogensüchtigen? In Berlin-Wedding steht ein Spritzen-Automat für Junkies direkt neben einem Kindergarten, überall liegen Spritzen herum. Doch nichts soll sich ändern! Die zuständige Senatsverwaltung findet den Standort sogar „passend“. Den Artikel lesen Sie hier.

Kiffer haben geringeres Diabetes-Risiko
Cannabis-Konsum beugt Diabetes vor – behaupten zumindest Forscher aus Boston. Den Artikel finden Sie hier.

Buchempfehlung

Viel Spaß mit Heroin
Eine Rückschau in eines der bizarrsten Kapitel der deutschen Arzneimittelgeschichte: Warum wurden Heroin-User unter Wilhelm II. anders als ihre Urenkel nichtabhängig? Was unterschied die Untertanen des Kaisers von Janis Joplin, River Phoenix und den Kindern vom Bahnhof Zoo? Dieser Frage geht Michael de Ridder in seinem Buch nach. Eine kurze Zusammenfassung finden Sie auf Seite 24 des aktuellen Drogenkuriers.

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