Juni 2013
Liebe Leserinnen, liebe Leser!
Es gibt heute gute Gründe für einen HIV-Test. Er sorgt für Klarheit, falls ein Risiko für eine HIV-Übertragung bestanden hat. Eine Beratung hilft, diese Risiken abzuklären. Liegt keine HIV-Infektion vor, braucht man sich nicht weiter darum zu sorgen. Fällt der Test tatsächlich positiv aus, kann man die Infektion beobachten und rechtzeitig mit einer HIV-Therapie beginnen. Das schafft die besten Voraussetzungen, um lange mit HIV zu leben. Fakt ist aber, dass viele Frauen erst viel zu spät von ihrer HIV-Infektion erfahren. Darüber diskutierten auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutsch-Österreichischen Aids-Kongresses vergangene Woche in Innsbruck. Wie lassen sich HIV-Spätdiagnosen bei Frauen vermeiden? Doch nicht nur Kampagnen gegen Stigmatisierung und zur Förderung der Testbereitschaft fanden sich im Kongressprogramm, auch die frauenspezifische Sicht auf die Kriminalisierung der HIV-Übertragung wurde diskutiert. Sobald die Ergebnisse aus Innsbruck in schriftlicher Form vorliegen, werden wir in diesem Newsletter darauf aufmerksam machen.

Viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher
Frauen und Aids
Aidshilfe NRW e.V.


A K T U E L L E S

POSITHIV HANDELN CSD-Aktion zum Cologne Pride am 7. Juli 2013: POSITHIV? RESPEKT!
30 Jahre nach dem ersten Auftreten hat die HIV-Infektion einen Bedeutungswandel erfahren und das Selbstbild von Menschen mit HIV grundlegend verändert. Die meisten Menschen mit HIV wissen heute, dass die Infektion gut behandelbar ist. Dank wirksamer Therapien können sie oft mit einem langen Leben und einer stabilen Gesundheit rechnen. Sie wissen auch, dass Menschen in Therapie mit einer Viruslast unter der Nachweisgrenze, HIV nicht weitergeben können. HIV-Positive sind HIV-Negativen in zentralen Aspekten wieder "gleicher" geworden. Man sollte meinen, dass damit auch die Stigmatisierung und Diskriminierung aufgrund von HIV abgenommen hätte. Dem ist aber nicht so. Deshalb bleibt es eine wichtige Aufgabe, ein realistisches Bild des Lebens mit HIV zu vermitteln, gegen Vorurteile und Unwissen in der Gesellschaft, gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung und für Solidarität mit den Menschen mit HIV zu kämpfen. Deshalb, ob HIV-positiv oder nicht: Mitmachen, Respekt zeigen! Mehr Informationen zur Teilnahme finden Sie hier (PDF-Datei).


P O L I T I K

Internationaler Hurentag am 2. Juni
Seit 1975 feiert die Sexarbeiterinnenbewegung den 2. Juni als internationalen Gedenktag und erinnert an Diskriminierung sowie den langen Weg zu mehr Akzeptanz und Rechtssicherheit für den Berufsstand. Seinerzeit besetzten an diesem Tag 150 französische Prostituierte eine Kirche in Lyon, um auf ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen. Der Streik weitete sich auf weitere Städte aus. Dadurch erfuhr die Öffentlichkeit erstmals von Diskriminierung, Ausbeutung, Gewalt und polizeilichen Schikanen, die den kriminalisierten Alltag von Huren prägten. In Deutschland machte Hydra e.V. am 2. Juni in Berlin auf den Gedenktag aufmerksam. Näheres lesen Sie unter hydra-berlin.de.


S O Z I A L E S

Neue DHIVA erschienen
Die Sommer-DHIVA berichtet unter anderem über den Runden Tisch Prostitution, Nähen für die Sexualaufklärung, Aufklärung zu HIV in Schulen und Sexualassistenz für Menschen mit Einschränkungen, außerdem über das Netzwerktreffen zu sexueller Gesundheit und es gibt spannende Buchtipps. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

6. Juli 2013
CSD-Empfang der Aidshilfe NRW und des Schwulen Netzwerks NRW
Auch in diesem Jahr bitten die beiden Landesverbände zum traditionellen CSD-Empfang, der sich bei einem breiten Publikum großer Beliebtheit erfreut. Explizit sind alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aidshilfen sowie alle Interessierten herzlich willkommen. Die Kompassnadel für besondere Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Lesben und Schwulen erhalten 2013 die Redaktion des Nachrichtenmagazins Der Spiegel und Falk Steinborn vom Projekt querblick. Die Einladung zum Empfang finden Sie hier (PDF-Datei).
 
11. Juli 2013
AIDS-Hilfe Ahlen lädt zur Medizinischen Rundreise: Hepatitis
Die Medizinische Rundreise: Hepatitis vermittelt mit möglichst wenigen Fachbegriffen ein Basiswissen zu den einzelnen Hepatitiden. Die behandelten Themen und Schwerpunkte orientieren sich an den konkreten Fragen und dem unterschiedlichen Wissensstand der anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer (PDF-Datei).
 
26. Juli 2013
STI-Fortbildung
Im Rahmen der Fortbildung der Deutschen STI-Gesellschaft findet in Bochum eine Schulung statt. Die Weiterbildung wird von der DSTIG zertifiziert, zusätzlich werden von der Ärztekammer Fortbildungspunkte vergeben. Neben Fachvorträgen können Sie zwei Workshops besuchen, „Proktologie“ und „STI-Diagnostik“. Weitere Informationen erfahren Sie hier (PDF-Datei).
 
10. August 2013
Vernetzungstreffen HIV-infizierter Aktivistinnen in NRW
Diese Veranstaltung in der Aidshilfe Köln richtet sich an Aktivistinnen der Selbsthilfe mit HIV aus NRW, Frauen, die schon jetzt aktiv in der Selbsthilfe tätig sind oder es werden wollen. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen erhalten Sie hier (PDF-Datei).

6. bis 8. September 2013
III. Treffen des Netzwerks Frauen und Aids
Das Netzwerktreffen dient dazu, sich über Neues und Wichtiges rund um das Thema "Frauen und Aids" zu informieren, politisch zu arbeiten und Erfahrungen über die Netzwerkarbeit auszutauschen. Zugleich ermöglicht sie themenzentriertes Arbeiten mit Frauen, die gleiche Interessen oder eine ähnliche Lebensgeschichte haben. Solche Arbeitsgemeinschaften gibt es z.B. zu den Themen Migration, Internationales und Familie. Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie hier (PDF-Datei).

1. bis 3. November 2013
HIV-positive Frauen und Studien – mit uns und für uns!
Frauenspezifische Forschungsansätze sind besonders im HIV/Aids-Bereich unterrepräsentiert. Dies betrifft sowohl die medizinische als auch die psychosoziale Forschung. Gerade durch den Wandel der HIV-Infektion und ihre zunehmend gute Behandelbarkeit sind frauenspezifische Ansätze wichtiger denn je. In diesem Seminar sollen neueste Forschungsergebnisse vorgestellt werden. Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie hier (PDF-Datei).

8. und 9. November
"Forschung zur Sexarbeit und STI-Forschung"
Der Fachtag widmet sich aktuellen Themen aus zwei spannenden Bereichen: zum einen dem Thema Sexarbeit und sexuelle Gesundheit und zum anderen der Grundlagenforschung zu STI (sexual transmitted infection). Veranstalter sind die DSTIG-Sektionen "Sexuelle Gesundheit" und "STI-Forschung". Weitere Informationen erhalten Sie hier (PDF-Datei).


S O N S T I G E S

Stellenausschreibung der aidshilfe dortmund
Für ihre Geschäftsstelle sucht die aidshilfe dortmund eine Verwaltungsfachkraft für 20 bis 24 Stunden in der Woche. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die allgemeine Verwaltung, die Buchführung sowie die Mitarbeit bei Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Ausschreibung (PDF-Datei).

Sexualpädagogische Stellenbörse des Instituts für Sexualpädagogik (isp)
Die Stellenbörse des isp ist ein neuer kostenloser Service im Berufsfeld Sexualpädagogik und sexueller Bildung. Auf isp-dortmund.de werden im Servicebereich bundesweite Stellenausschreibungen von Einrichtungen, die Fachkräfte mit sexualpädagogischer Qualifikation suchen, veröffentlicht. Stellenausschreibungen können dem isp über das Kontaktformular auf der Homepage oder per Mail (mit Datei oder Link) an stellenboerse@isp-dortmund.de zugesandt werden.

Der nächste Newsletter erscheint im Juli 2013.
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis zum 8. Juli per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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