Nr. 6 vom 11. April 2013
Liebe Leserinnen und Leser,

Ende des Monats findet zum dritten Mal die Fachtagung "XXelleLIVE" statt. Frauen mit HIV, Menschen, die sich beruflich mit HIV und Aids beschäftigen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie deren Freundinnen und Freunde treffen sich am 27. April in Dortmund. Schwerpunkte in diesem Jahr werden Sex und HIV, Bilder von Menschen mit HIV und Helfenden sowie Partnerschaften sein. Die medizinische Entwicklung und die Auswirkungen auf das Leben mit HIV und Aids bilden die inhaltliche Klammer. Das geplante Programm verspricht einen anregenden Dialog und spannende Diskussionen. Da noch einige Plätze frei sind, hier noch einmal der Flyer mit weiteren Infos und der Anmeldung (PDF-Datei). Besonders würden wir uns über die Teilnahme von ehrenamtlichen Frauen aus Aidshilfen freuen, bitte bringen Sie auch interessierte Bekannte und Freundinnen mit.
Zwei Tage zuvor, am 25. April, findet in Düsseldorf unser tarditioneller Jahresempfang statt. Auch hier sind Sie uns alle herzlich willkommen. Den Einladungsflyer finden Sie hier (PDF-Datei).

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT| FUNDRAISING

Ein weiteres Abstract für den Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress 2013 (DOEAK)
Da die Einreichungsfrist für Abstracts für den DOEAK erneut verlängert wurde, haben wir die Delphibefragung zur Auswertung von Beratung und Test zusätzlich als Abstract eingereicht. Das Expertengremium wird nun alle eingereichten Abstracts sichten und darüber befinden, welche Abstracts als Poster oder Vortrag präsentiert werden. Das Abstract der Aidshilfe NRW zur Delphibefragung finden sie hier (PDF-Datei).

Kunstauktion "Artists against Aids"
Am 15. Mai 2013 findet in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn die dritte Benefiz-Kunstauktion „Artists against Aids“ zugunsten der Deutschen AIDS-Stiftung statt. Am 2. Mai wird um 18 Uhr die dazugehörige Sonderausstellung eröffnet. Vom 3. bis zum 15. Mai können alle zu versteigernden Kunstwerke in der Ausstellung besichtigt werden. Schirmherrin ist wie in den Vorjahren die Schauspielerin Hannelore Elsner. Weitere Informationen unter artists-against-aids.de.

:info # 1 2013 der AIDS-Hilfe Düsseldorf erschienen
Die neue Ausgabe des :info erscheint mit einer Reportage über 30 Jahre Leben mit HIV, die Kondomproduktion des Altstadtlokals Füchschen und mit einem Rückblick auf den Welt-Aids-Tag 2012. Die Ausgabe finden Sie hier (PDF-Datei).


SCHWULE PRÄVENTION

Kultcafé für –nicht nur – ältere schwule Männe zum Thema Homoehe
Wird sie kommen, die Homoehe, oder wird sie verhindert werden können; kann eine "schrille" Minderheit der Mehrheit gleiche Rechte abverlangen; und wenn sie kommt, ist dann alles gut; was bedeutet Homoehe und welche Inhalte stehen hinter diesem Begriff; was bedeutet "konservativ" und wer oder was ist "liberal"? Arne Linscheid, der Bundesjugendbeauftragter des LSVD, wird einen Überblick über die aktuelle Diskussion und über die derzeitige rechtliche Lage geben und mit den Gästen über das Thema diskutieren. Die Veranstaltung ist am Samstag, den 11. Mai 2012, 16 bis 18 Uhr im RUBICON in Köln. Die Einladung zum Ausdrucken finden Sie hier (PDF-Datei).

Neue Empfehlungen zur Diagnostik von STIs bei Schwulen und anderen MSM
Die Deutsche STI-Gesellschaft hat Empfehlungen zur Diagnostik u.a. von STIs verabschiedet, die auch Empfehlungen für Menschen mit "Risiken unter epidemiologischem Aspekt" beinhaltet. Explizit eingeschlossen sind hierbei Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter und Schwule und andere Männer, die Sex mit Männern haben. Diese Empfehlungen aus Deutschland stehen für eine neue und offizielle Argumentationsbasis auf Fachebene. Weiterführende Infos unter aids-nrw.de.

Highlights aus dem aktuellen HIVreport der Deutschen AIDS-Hilfe "Anale Abstriche bei MSM"
Anlässlich der IWWIT-Testwochen für schwule Männern und andere Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), fasst der neue HIVreport der Deutschen AIDS-Hilfe alles Wissenswerte zu analen Abstrichen, insbesondere auf Gonokokken und Chlamydien, zusammen. Den aktuellen HIVreport finden Sie unter www.hivreport.de. Eine Zusammenfassung finden Sie unter aids-nrw.de.

Fachtagung "Neugierig" am 27. und 28. September 2013 in Frankfurt
Das Institut für Sexualpädagogik (isp) wird 25 Jahre. Dieses Jubiläum feiert das isp mit der Fachtagung "Neugierig", zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Neugierig machen möchte das isp sowohl mit der Fachtagungsgestaltung als auch den Themen und Referierenden. In sogenannten Pavillons haben die Teilnehmenden die Möglichkeit etwas zu entdecken, zu diskutieren, zu erarbeiten, zu experimentieren. Sie tragen Titel wie z. B. Natur, Wissen oder Handwerk und in jedem der insgesamt sechs Pavillons ereignet sich Vielfältiges. "Neugierig zu sein – das sei eine gute Qualität für sexualpädagogisch Tätige. Bereits seit November 2012 gibt es auf der ungewöhnlichen Jubiläums-Homepage neugierig.isp-dortmund.de fortlaufend aktuelle Beiträge verschiedenster Menschen zu sexualitätsbezogenen Themen, auch das Programm incl. Anmeldemöglichkeit sind dort zu finden.


DROGEN

Bewährte Angebote zur Gesundheits- und Überlebenshilfe: 2012 erneut weniger Drogentote in NRW
Im vergangenen Jahr starben in NRW 204 Menschen beim Konsum von illegalen Drogen. Das sind 12 weniger als im Vorjahr. Mehr als 70 Prozent davon waren im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Die meisten von ihnen waren viele Jahre abhängig. In Nordrhein-Westfalen werden seit langem verschiedene Hilfsangebote für suchtkranke Menschen in Abhängigkeit von illegalen Stoffen fortgeschrieben. Der Effekt wird seit Jahren im Rückgang der Sterblichkeit innerhalb dieser Personengruppe erkennbar. Die Wende mit der Abkehr vom Abstinenzparadigma macht Sinn. Der Erfolg zeigt, wie wichtig es ist Präventionsmaßnahmen gezielt auf Risikogruppen auszurichten. Die Aidshilfe NRW erinnert angesichts dieser Erfahrungen daran, dass auch in den Gefängnissen des Landes die Prinzipien der Schadensminderung beim Umgang mit illegalen Drogen das Handeln bestimmen sollten. Die gemeinsame Presseerklärung des Gesundheits- und Innenministeriums finden Sie unter nrw.de.

18. Hamburger Suchttherapietage vom 21. bis 24. Mai 2013
Bei den Hamburger Suchttherapietagen vom 21. bis 24. Mai 2013 geht es um aktuelle Herausforderungen für die Suchtbehandlung und –prävention. Die Themenpalette reicht vom Kindeswohl in Familien mit Suchtproblemen über neue Therapie- und Beratungsansätze bis hin zu alternativen Zugangswegen zu gefährdeten Menschen. Der Kongress richtet sich an alle Fachleute der einschlägigen Disziplinen. Anmeldungen können bis zum Beginn des Kongresses erfolgen. Ausführlichere Informationen finden Sie unter suchttherapietage.de.

Bildungsangebote der LWL-Koordinationsstelle Sucht im Juni und Juli 2013
Die Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe hält eine Reihe von Bildungsveranstaltungen vor: 12. bis 14. Juni 2013: Fortbildung „Kraft schöpfen für den Alltag in der Suchthilfe“, Meinerzhagen, Anmeldeschluss: 21. März 2013. 7. bis 8. Juni 2013: Grundlagenseminar „Emergency Diagnostic & Treatment Methods nach Dr. Fred Gallo – Einführung“, Bielefeld, Anmeldeschluss: 3. Mai 2013. 5. bis 6. Juli 2013: Grundlagenseminar „Emergency Diagnostic & Treatment Methods nach Dr. Fred Gallo – Level I“, Bielefeld, Anmeldeschluss: 3. Mai 2013. 11. bis 12. Juli 2013: Fortbildung „Identität und Drogenabhängigkeit“, Münster, Anmeldeschluss: 3. Mai 2013. 1. bis 2. Juli 2013: Fortbildung „Ressourcenaktivierung in der Beratung und Behandlung“, Meinerzhagen, Anmeldeschluss: 6. Mai 2013. 18. Juni 2013: Fortbildung „Sucht und Medizin 2 – Wirkungsweisen illegaler Suchtstoffe und Behandlung mit Substituten“, Gütersloh, Anmeldeschluss: 10. Mai 2013. 19. Juni 2013: Fortbildung „Sucht und Medizin 3 – Internistische und neurologische Folgeerkrankungen der Sucht“, Gütersloh, Anmeldeschluss: 17. Mai 2013. Aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie unter lwl.org.

Menschenrechte von Cannabispatienten achten – Aufruf zur Demonstration in Bonn am 20. Juni 2013
Die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM) und das Selbsthilfenetzwerk Cannabis Medizin (SCM) nimmt es nicht hin, dass der Zugang zu medizinischem Cannabisprodukten in Deutschland für vermögende Menschen leichter ist als für den Rest der Bevölkerung. Um die Verantwortlichen in der Politik zu Nachbesserungen zu bewegen, rufen die beiden Organisationen am 20. Juni 2013 zu einer Demonstration in Bonn auf. Näheres dazu lesen Sie unter cannabis-med.org.

Materialien der 3. Nationalen Substitutionskonferenz (NaSuKo) vom 12. Dezember 2012 stehen online
Zur 3. NaSuKo hatten der Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenarbeit und akzept e.V. nach Berlin eingeladen. Kooperationspartner waren die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin. In verschiedenen Beiträgen ging es unter anderem um Substituierte, die in Familien mit Kindern leben, um Substitution und Fahreignung, um die Qualifizierung substituierender Ärztinnen und Ärzte sowie die Grundzüge der Neuakzentuierung der Suchtberatung im NRW Strafvollzug. Insbesondere lebendig war die Debatte über aktuelle rechtliche Entwicklungen und notwendige Anpassungen in Zusammenhang mit der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung. Akzept e.V. hat nun Verschriftlichungen verschiedener Beiträge bereitgestellt unter akzept.org.

Dortmunder Suchtbericht 2012 erschienen
Mit ihrem aktuellen Suchtbericht will die Stadt Dortmund Überblick zu den Hilfestrukturen und den Bedarf im Suchthilfebereich geben. Er dient als Grundlage für zukünftige Planungsprozesse im Bereich der Versorgung von suchtkranken Menschen. Die Stadt unterstützt ihre Suchthilfe- und Präventionseinrichtungen im Jahr 2010 mit 3,1 Millionen Euro. Gezählt wurden 2851 Sucht- und Drogenberatungen, 1500 Substitutionsbehandlungen, 400 tägliche Besuche in den beiden städtischen Kontaktcafés für Drogenabhängige und 400 Personen pro Jahr in der drogentherapeutischen Ambulanz. 712 Konsumierende verzeichnete der Drogenkonsumraum. Bis zu 5000 Menschen wurden mit suchtpräventiven Angeboten erreicht. 82 Sucht-Selbsthilfegruppen gibt es derzeit in Dortmund. Mehr dazu lesen Sie unter dortmund.de.


STRAFVOLLZUG

Verbindungen von Suchthilfe zu Maßregelvollzug gesucht: Tagung am 6. Juni 2013 in Münster
Wege, Schnittstellen und Verbindungen zwischen dem Maßregelvollzug und der Suchtkrankenhilfe erkundet eine Fachtagung der LWL-Maßregelvollzugsabteilung Westfalen am Donnerstag, 6. Juni, 2013, in Münster. In der Katholisch-Sozialen Akademie Franz-Hitze-Haus informieren zahlreiche Referentinnen und Referenten über das Suchthilfesystem und Suchtbehandlungsansätze im Maßregelvollzug. Die Tagung wurde angesichts steigender Unterbringungszahlen suchtkranker Straftäterinnen und Straftäter ausgeschrieben. In den LWL-Kliniken hat sich diese Zahl seit 1997 um 70 Prozent auf jetzt 420 erhöht. Bezüge zwischen dem Maßregelvollzug und der Suchthilfe sind bislang eher selten. Hier will die Fachtagung zu verstärkter Kooperation ermutigen. Die Tagungsausschreibung samt Anmeldeformular finden Sie hier (PDF-Datei).


SONSTIGES

Der nächste Newsletter erscheint am 24. April 2013
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 22. April 2013.
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