Nr. 3 vom 28. Februar 2013
Liebe Leserinnen und Leser,

ein vielfältiges Netzwerk von Personen und Initiativen ermöglicht, dass Menschen mit HIV und Aids ihre Interessen formulieren und durchsetzen können. Einzelne engagierte Frauen und Männer, regionale Gruppen, landesweite Positiventreffen, die Landesarbeitsgemeinschaften "POSITHIV HANDELN" und "Frauen und Aids" sowie die Aidshilfe NRW als Verband bilden dieses Netzwerk. Alle gemeinsam arbeiten daran, ein Klima zu schaffen, in dem Menschen mit HIV in NRW selbstbewusst und gut informiert in der Lage sind, sich den Herausforderungen eines Lebens mit HIV zu stellen. Darüber hinaus wird unserer Gesellschaft ein realistisches Bild vom Leben mit HIV vermittelt. Aidshilfe und Selbsthilfe ziehen da am gleichen Strang. 2013 findet wieder die landesweite Fachtagung XXelle LIVE statt, die sich an Frauen mit HIV, Beraterinnen und Interessierte richtet, denen das Thema HIV und Frauen im Alltag begegnet. Auch interessierte Männer sind zu dieser Veranstaltung willkommen. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei). Von POSITHIV HANDELN liegt jetzt ein umfangreiches Jahresprogramm mit allen relevanten Veranstaltungen und Treffen für Menschen mit HIV vor. Die Broschüre finden Sie hier (PDF-Datei). POSITHIV HANDELN und XXelle sind gute Beispiele dafür, wie sich die Aidshilfe NRW für Menschen mit HIV stark macht.

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


Öffentlichkeitsarbeit | Fundraising

Abstracts für den Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress 2013 (DOEAK)
Im letzten Jahr hat die Aidshilfe NRW verschiedene Evaluationen und Konzeptentwicklungen entweder begleitet oder selbst durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Arbeiten wurden nun in Abstracts zusammengefasst und zur Präsentation auf dem DOEAK 2013 eingereicht. Aktuell begutachtet ein Expertengremium alle eingereichten Abstracts und entscheidet Anfang April, welche Abstracts als Poster oder Vortrag präsentiert werden. Die Abstracts der Aidshilfe NRW befassen sich mit der Evaluation der Präventionsaktion bei der CSD-Parade in Köln (PDF-Datei), der Milieustudie der AIDS-Hilfe Essen (PDF-Datei), dem EU-Forschungsprojekt zu Beratung und Testung (PDF-Datei) sowie zur Ausbildung Ehrenamtlicher mit E-Learning (PDF-Datei).


Leben mit HIV

Krankheitsbilder, die eine Behandlung einer HIV-Infektion begleiten können
IRIS (Immunrekonstitutionssyndrom) steht als Abkürzung für eine Anzahl von Symptomen und Krankheitsbildern, die bei einer HIV-Infektion, auch unter antiretroviraler Medikamenteneinnahme, beobachtet werden. Die Aids-Hilfe Bielefeld lädt am 18. März 2013 zu einem Vortrag von Dr. Ulrich Pfaff zu dieser Thematik. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

LVR-Anreizprogramm für "inklusive" Sozialraumentwicklung
Da die Zahl der Sozialwohnungen in NRW in den letzten zehn Jahren fast um die Hälfte gesunken ist, soll der soziale Wohnungsbau gestärkt werden. Neuer Wohnraum für ältere und behinderte Menschen soll gefördert werden. Unter dem Titel "LVR-Anreizprogramm zur Konversion stationärer Wohnangebote und zur Förderung einer inklusiven Sozialraumentwicklung" stehen Finanzhilfen zur Verfügung. Insbesondere Träger von Wohnhilfen für Menschen mit Behinderung kann finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung innovativer Konzepte zur Umsetzung des Grundsatzes "ambulant vor stationär" gewährt werden. Welche Unterstützungsmöglichkeiten im Rheinland gegeben sind, wurde am 13. Februar 2013 in einer Tagesveranstaltung in Köln beraten. Informationen zum LVR-Anreizprogramm lesen sie unter lvr.de. Für Fragen zum Thema steht Ruth Steffens in der Landesgeschäftsstelle, Telefon 0221-92 59 96-13, zur Verfügung.


Schwule Prävention

Führung für Schwule und Lesben im Seniorenzentrum
Die Alternativen, schwule Senioren und lesbische Seniorinnen Köln, laden am 10. April 2013 zu einer Führung durch das AWO-Seniorenzentrum Arnold-Overzier-Haus ein. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).


Drogen

Fachseminarreihe zur beruflichen Eingliederung Suchtkranker
Die Landeskoordination Integration NRW bietet bis zum Anmeldeschluss am 15. März ab dem 9. April 2013 eine fünftägige Fortbildung zur beruflichen Eingliederung Suchtkranker an. Das Fachseminar wendet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Rahmen von beruflicher Orientierung und Qualifizierung oder psychosozialer und Qualifizierung oder psychosozialer und medizinischer Hilfen mit suchtkranken Menschen befasst sind. Anmeldemöglichkeiten und weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

Tagungsbericht zur 3. Nationalen Substitutionskonferenz in Genf
Im Oktober 2012 fand in Genf die 3. Nationale Substitutionskonferenz der Schweiz statt. In der aktuellen Ausgabe des Suchtmagazins wurde der Tagungsbericht veröffentlicht. Die lange auch dort umstrittene substitutionsgestützte Behandlung gehört heute zu den weithin anerkannten Behandlungsmethoden bei Suchtkrankheit. Infolge ihrer kontroversen Geschichte ist es vermutlich die am meisten beforschte und reglementierte Suchtbehandlung. Das heißt jedoch nicht, dass alle Fragen gelöst wären. Es gibt weiterhin regionale und nationale Unterschiede in der Verbreitung und Zugänglichkeit. Älter werdende Substitutionspatientinnen und -patienten stellen die bisherigen Angebote für diese Bevölkerungsschicht vor neue Herausforderungen. Eine abnehmende Bereitschaft seitens der Ärzteschaft zur Durchführung von Substitutionsbehandlungen zeichnet sich ab, bei Gefängnisaufenthalten ist die Behandlung oft nicht gewährleistet. Das sind bei uns bekannte Themen, die so auch in der Schweiz beraten wurden, um eine Weiterentwicklung im Spannungsfeld von ethisch-staatlichen Prinzipien zu ermöglichen. Den Tagungsbericht lesen Sie hier (PDF-Datei).


Sonstiges

HIV- und STI-Tests: Beratung und Durchführung
Vom 25. bis 28. April veranstaltet die Deutsche AIDS-Hilfe ein Training für Anfänger und Fortgeschrittene. Der HIV-Test ist zu einem wichtigen Instrument in der Präventionsarbeit der Aidshilfen geworden. Damit er seine präventive Wirksamkeit entfalten kann, ist ein sicherer fachlicher Rahmen notwendig. Die Deutsche AIDS-Hilfe hat dazu in Zusammenarbeit mit einer bundesweiten Arbeitsgruppe von Experten zum Thema HIV-Test Qualitätsstandards entwickelt, die in der Broschüre "HIV- und STI-Tests. Informationen und Standards 2012/2013" formuliert wurden. Ziel dieses dreitägigen Seminars ist die Vermittlung dieser Standards in Bezug auf Praxis und Methoden verschiedener HIV- und STI-Tests sowie zum Rahmen der Beratungssituation mit Pre- und Posttestberatung. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

Vorankündigung: 10. Dreiländerkongress Pflege in der Psychiatrie -  Blick zurück nach vorn
Am 17. und 18. Oktober 2013 findet der 10. länderübergreifende Kongress zur Pflege in der Psychiatrie in Bielefeld statt. Er richtet sich an psychiatrisch Pflegende, Psychiatrieerfahrene, Vertreterinnen und Vertreter anderer Berufsgruppen in der Psychiatrie sowie Angehörige und die Politik. Die Einladung zur Beteiligung durch fachliche Beiträge, die Anmeldemöglichkeiten und weitere Informationen lesen Sie unter evkb.de.


Der nächste Newsletter erscheint am 13. März 2013
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 11. März 2013.
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