Februar 2013
Liebe Leserinnen und Leser!
Seit vielen Jahren engagierte sich unsere Kollegin Julia Ellen Schmalz über ihre beruflichen Aufgaben als hauptamtliche Mitarbeiterin der AIDS-Hilfe Bielefeld hinaus im Landesvorstand der Aidshilfe NRW und in der Landeskommission AIDS mit großem Engagement für die Landesarbeitsgemeinschaft. Hier wie dort setzte sie sich mit Beharrlichkeit für das Thema Frauen und HIV ein. Mit ihrem Motto "Die Frauen entscheiden selbst", hat sie den für uns so wichtigen Selbsthilfedanken in viele Diskussionen eingebracht und dort vertreten. Mit ihren kreativen Ideen hat sie die Arbeit der Landesarbeitsgemeinschaft bereichert und immer wieder neue Akzente gesetzt. Für ihre Verdienste als Gründungsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und Aids in NRW und der Vernetzung XXelleWestfalen hat ihr die Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und Aids in NRW zum Abschied von ihrer Tätigkeit für die AIDS-Hilfe Bielefeld die XXelle-Nadel verliehen. Auch an dieser Stelle sei Julia für ihr großes Engagement herzlich gedankt!

Viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher
Frauen und Aids
Aidshilfe NRW e.V.


A K T U E L L E S

P O L I T I K

Serbische Aktivistin und Intellektuelle erhält Frauenpreis der Heinrich-Böll-Stiftung
Der Anne-Klein-Frauenpreis der Heinrich-Böll-Stiftung wird zum zweiten Mal verliehen und geht an Lepa Mlađenović, eine mutige Frau, die ihr Leben lang gegen Gewalt und Militarismus, für Freiheit, Menschenrechte und sexuelle Selbstbestimmung kämpft. Sie inspiriert mit ihrem politischen Einsatz viele Mitstreiterinnen in Serbien, auf dem Balkan und weltweit. Weitere Informationen lesen Sie unter boell.de. Die Preisverleihung findet am 1. März in Berlin statt.


G E S U N D H E I T

HIV-Report 06|2012 zur Hepatitis C: Kurz gefasst
Kurz vor Jahresende haben Armin Schafberger und Steffen Taubert einen HIV-Report zum Thema Hepatitis C zusammengestellt. Neben Informationen zur Geschichte der Hepatitis C bewertet der Report vorhandene Studien zur sexuellen Übertragung, zur Übertragung bei intravenösem Drogengebrauch und zur Übertragung durch mangelnde Hygiene bei medizinischen Behandlungen. Daraus abgeleitet gibt der Report Präventions- und Testempfehlungen. Die Langfassung des Reports finden Sie unter hivreport.de. Die Zusammenfassung finden Sie unter aids-nrw.de.
 
Medikamente im Alter: Welche Wirkstoffe sind ungeeignet?
Die Maßnahme "Gesundheit im Alter" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat zum Ziel, die im Alter häufig auftretenden Mehrfacherkrankungen besser behandeln zu können und so allen Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. In diesem Rahmen werden wissenschaftliche Grundlagen gelegt, um die Versorgung und Pflege älterer Menschen zu verbessern. Ein herausragendes Ergebnis dieser Fördermaßnahme ist die so genannte PRISCUS-Liste. Mit ihr haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstmals für Deutschland eine Übersicht von Medikamenten vorgelegt, die für ältere Menschen ungeeignet sein können. Die Liste beschreibt mehr als 80 Wirkstoffe und deren wichtigste Nebenwirkungen. Den umfangreichen Bericht lesen sie hier (PDF-Datei).


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

1. bis 3. März 2013
Themenwerkstatt "Versorgung von Menschen im Alter und bei Pflegebedarf"
Menschen mit HIV werden heute immer älter. Das stellt uns vor neuen Herausforderungen und Fragen. Um Menschen mit HIV eine diskriminierungsfreie, Lebensweisen akzeptierende Versorgung im Alter oder bei Pflegebedarf zu ermöglichen, sind die Sensibilisierung und Fortbildung von Einrichtungen und Mitarbeitenden aus dem Versorgungsbereich. Dies umfasst die gesamte Bandbreite vom Betreuten Wohnen über Pflege im stationären und ambulanten Bereich, bis hin zum Altenhilfesystem. In dieser Themenwerkstatt wollen wir darüber diskutieren, welchen Beitrag die Selbsthilfeaktivistinnen und Selbsthilfeaktivisten dazu leisten können, eine diskriminierungsfreie und zielgruppengerechte Versorgung zu erreichen. Wie kann die Selbsthilfe mit dem Arbeitsbereich Versorgung der DAH kooperieren? Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei), die Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei).

8. bis 10. März 2013
Treffen des Netzwerks Frauen und Aids
Das bundesweite Netzwerk Frauen und Aids ist offen für alle Interessierten, ob sie HIV-positiv sind oder nicht. Es trifft sich viermal pro Jahr an verschiedenen Orten, um zu Fragen rund um das Thema "HIV und Frauen" zu arbeiten. Ob Prävention, Selbsthilfe, Medizin oder politische Arbeit: was jeweils auf der Agenda stehen soll, entscheiden die Netzwerkfrauen gemeinsam beim alljährlichen Strukturtreffen. Schwerpunktthema beim ersten Treffen dieses Jahres ist die sexuelle Gesundheit von Frauen. Die Ausschreibung finden Sie hier (PDF-Datei), die Anmeldung hier (PDF-Datei).

13. März 2013
Kooperationstag "Medikamente und Sucht – zwischen Wohltat und Missbrauch"
Bis zu 1,9 Mio. Menschen in Deutschland sind von einer Medikamentensucht betroffen, allein in NRW leben rund 300.000 Menschen. Das entspricht in etwa der Zahl der alkoholabhängigen Menschen. Trotzdem ist Medikamentenabhängigkeit immer noch eine "stille Sucht", über die, wenn überhaupt, nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird. Sie hat den höchsten Frauenanteil, zwei Drittel der medikamentenabhängigen Menschen sind weiblich, und sie taucht im Hilfesystem immer noch am wenigsten auf. Der diesjährige Kooperationstag mit dem Schwerpunkt "Medikamente und Sucht – zwischen Wohltat und Missbrauch" verschafft dem Thema Aufmerksamkeit und setzt so ein deutliches Signal. Ein breites thematisches Spektrum wird behandelt, so werden zahlreiche fachspezifische Einzelaspekte beleuchtet, verschiedene Zielgruppen und Versorgungssettings in den Blick genommen und mögliche Wege im Umgang mit der Abhängigkeit aufgezeigt. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei), die Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei).

20. bis 22. März 2013
Seminar HIV/Aids und Familiensysteme (Positiv leben mit Kindern)
Wie schon berichtet, erhalten Mütter und Elternpaare mit HIV in diesem Seminar die Möglichkeit, sich über ihre besondere Lebenslage, ihre Wünsche und Bedürfnisse sowie ihre Strategien zum Umgang mit Krankheit, Alltagsproblemen und Kindererziehung auszutauschen. Die Ausschreibung und Anmeldeunterlagen finden Sie hier (PDF-Datei).

19. bis 21. April 2013
Themenwerkstatt: "Der kollektive Umgang mit (verinnerlichter) Stigmatisierung, Schuld und Verantwortung; Kriminalisierung von Menschen mit HIV"
Auch wenn sich dank wirksamer Therapien das Selbstbild von Menschen mit HIV verändert hat, wird die Infektion weiterhin von der breiten Öffentlichkeit mit Sexualität, Drogenkonsum und abweichenden Lebensstilen verbunden. Das führt zu Stigmatisierung, die nicht selten von den Betroffenen verinnerlicht wird. Viele Menschen mit HIV geben sich selbst die Schuld für ihre Infektion. Das Forschungsprojekt "Positive Stimmen" kam zu dem Ergebnis, dass fast jede und jeder zweite Positive mit einem niedrigen Selbstwertgefühl zu kämpfen hat. Zugleich wird Menschen mit HIV die ganze Verantwortung für den Schutz der Nichtinfizierten zugewiesen. All das kann in der strafrechtlichen Verfolgung HIV-Positiver gipfeln, wenn es zu einer Übertragung des Virus durch ungeschützten Sex kommt. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei), die Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei).
 
27. April 2013
Save the date
2013 findet in Dortmund die 3. Fachtagung "XXelleLIVE" statt. Weitere Informationen finden Sie demnächst unter xxelle-nrw.de.
 
7. bis 9. Juni 2013
Themenwerkstatt "Viruslastmethode, EKAF, Nichtinfektiosität unter Therapie - wie nennen wir`s?"
Neue Therapien haben das Leben von Menschen mit HIV grundlegend verändert. Sex ohne Kondom mit positiven Menschen, deren Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt, kann heute auch als "Safer Sex" bezeichnet werden. Eine Übertragung des Virus ist unter diesen Voraussetzungen fast ausgeschlossen. Dieses Wissen macht ein entspanntes Sexualleben wieder möglich und führt zu einer weiteren "Normalisierung" des Lebens mit HIV. Allerdings muss dieser Paradigmenwechsel auch nach innen und vor allem nach außen transportiert werden. Dafür braucht es neue Begriffe, um das Wissen über die veränderten Bedingungen für alle verständlich zu vermitteln. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei), die Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei).
 
16. bis 18. August 2013
II. Netzwerktreffen Frauen und Aids
Leider verlief die Terminplanung des zweiten Netzwerktreffens Frauen und Aids mit einigen Hindernissen. Nun ist es der DAH doch noch gelungen, Helga Neugebauer für das Thema "Komplementäre Therapien bei HIV-Infektion" zu gewinnen. Auch ein Tagungsort im Süden, in Gauting bei München, konnte auf Wunsch vieler Frauen aus dieser Region gefunden werden. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).



S O N S T I G E S

Stellenausschreibung von Hydra e.V. - Treffpunkt und Beratung für Prostituierte
Hydra sucht zum 1. April 2013 für die Beratungsstelle eine neue Mitarbeiterin oder einen neuen Mitarbeiter. Wir bieten Beratung für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter zu relevanten persönlichen, beruflichen, sozialen, psychischen und rechtlichen Problemlagen und in Konfliktsituationen. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).


Der nächste Newsletter erscheint im Februar 2013
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis zum 8. Februar per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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