November 2012

Welt-Aids-Tag 2012

Liebe Leserinnen und Leser!

Zum Welt-Aids-Tag 2012 am 1. Dezember bringt die Kampagne „Positiv zusammen leben. Aber sicher!“ viele Menschen zusammen, die sich für Respekt, Toleranz und Unterstützung sowie gegen Unwissenheit und Gleichgültigkeit engagieren. Im Zentrum stehen Botschafterinnen und Botschafter der Kampagne: Menschen, die über ihr Leben mit HIV berichten – über ihre Familien und Freunde, über HIV und die Behandlung, über ihre Erfahrungen in der Arbeitswelt, ihr freiwilliges Engagement, über Ausgrenzung, aber auch über Solidarität und tatkräftige Unterstützung. Wir greifen dies auf und stellen auf unserer Homepage drei Frauen aus NRW vor. Drei Frauen unterschiedlicher Generationen, die zum Teil seit vielen Jahren mit HIV leben und die vor allem jede für sich einen anderen Weg gefunden haben, mit HIV umzugehen. Sie lesen die Porträts der drei Frauen unter xxelle-nrw.de. Allen, die sich in irgendeiner Form am Welt-Aids-Tag engagieren, wünsche ich viel Erfolg und viele positive Begegnungen und Erfahrungen.

Ich wünsche Ihnen allen viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher
Frauen und Aids
AIDS-Hilfe NRW e.V.


A K T U E L L E S

P O L I T I K

Neuer Vorstand der AIDS-Hilfe NRW
Die Mitgliederversammlung der AIDS-Hilfe NRW wählte am 6. November 2012 in Hagen ihren Landesvorstand neu. Dem Gremium gehören weiterhin Arne Kayser aus Bochum, Olaf Lonczewski aus Köln, Peter Struck aus Bielefeld und Martin Wickert aus Köln an. Neu gewählt wurde Heinz-Ulrich Keller aus Unna. Eine Presseerklärunglesen Sie hier (PDF-Datei).

Neue HIV-Zahlen
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die geschätzten HIV-Neuinfektionszahlen für das Jahr 2012 und korrigierte Schätzungen für die letzten Jahre veröffentlicht. Zugrunde liegt eine Weiterentwicklung des Berechnungsverfahrens. Nach den neuen Schätzungen ist das Infektionsgeschehen in Deutschland seit 2004 weitgehend stabil, mit leichten Auf- und Abwärtsbewegungen. Im Jahr 2012 werden sich nach den Schätzungen des RKI bis Jahresende rund 3.400 Menschen neu mit HIV infiziert haben, etwas mehr als 2011. Das Bulletin des RKI finden Sie hier (PDF-Datei). Den Kommentar der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) lesen Sie unter aidshilfe.de.


S O Z I A L E S

Der Nationale AIDS-Beirat fordert den Abbau von Diskriminierung in der Arbeitswelt
Am 11. Oktober 2012 hat der Nationale AIDS-Beirat ein Votum beschlossen, indem davon die Rede ist, dass sich die Behandlungsmöglichkeit der HIV-Infektion heute auch im Arbeitsleben widerspiegele. Im Berufsalltag bestehe kein Risiko der HIV-Übertragung durch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Andere. Dies gelte auch für Tätigkeiten in Gemeinschaftseinrichtungen (z. B. Kindergärten, Pflegeheimen), in der Gastronomie und im Gesundheitswesen. Selbst bei verletzungsträchtigen chirurgischen Operationen sei bisher in Deutschland kein Übertragungsfall aufgetreten. Das Votum lesen sie hier (PDF-Datei).

Wie steht es um die Forschung und Richtlinien bei Schwangerschaften von Frauen mit HIV
Die Erforschung von Schwangerschaft und Mutterschaft bei Frauen mit HIV hat sich auf die Gesundheit des ungeborenen Kindes und die Prävention von Mutter-Kind-Übertragungen konzentriert, während der breitere Gesundheitsaspekt der gebärenden Frauen weitgehend übersehen worden ist. Die Rechte der Frauen mit HIV in Bezug auf mögliche Schwangerschaften sollte die gleiche sein wie bei nicht-HIV-positiven Frauen, allerdings existieren Ungleichheiten aufgrund von Diskriminierung und auch, weil die Behandlungsrichtlinien auf unzureichendem Datenmaterial beruhen. Einen Artikel in englischer Sprache über die Gesundheit Schwangerer mit HIV finden Sie hier
tandfonline.com.

10 Jahre ProstG
Am 19. Oktober 2001 verabschiedete der Deutsche Bundestag in Berlin das "Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten" – kurz: Prostitutionsgesetz (ProstG). Als Organisation, die sich seit nunmehr 15 Jahren aktiv für die sozialen und politischen Rechte von Prostituierten einsetzt, hat Doña Carmen e.V. die Zeit vor und während des Prostitutionsgesetzes aufmerksam und kritisch begleitet. Den 10. Jahrestag der Verabschiedung des Prostitutionsgesetzes hat Doña Carmen zum Anlass genommen für eine in 24 Thesen zusammengefasste Bilanz der Erfahrungen mit dem ProstG. Diese lesen Sie hier (PDF-Datei).


G E S U N D H E I T

HIV-report: HIV und STI
Wie beeinflussen sexuell übertragbare Erkrankungen die HIV-Übertragung? -  Gibt’s das? HIV-Übertragungen unter antiretroviraler Therapie? -  Geht das? STIs behandeln und die HIV-Inzidenz doch nicht senken? Was folgern wir für die Prävention? Infos dazu finden Sie im neuen HIV Report auf hivreport.de.

Herbst = Grippezeit
Wie in jedem Jahr gibt es bald wieder einen neuen Grippe-Impfstoff. Auch Menschen mit HIV sollten sich nach Absprache mit ihrem Arzt impfen lassen. Eine wissenschaftliche Hintergrundinformation dazu finden Sie unter www.hivandmore.de.

Präsentation zu "Frauen, HIV und älter werden"
Die internationale Initiative "Women for Positive Action" hat gerade eine umfangreiche Präsentation zum Thema "Frauen, HIV und älter werden" auf ihrer Internetseite zum Download zur Verfügung gestellt. Auf 90 Seiten wurde der aktuelle medizinische, psychosoziale und psychologische Wissensstand zum Thema zusammengefasst. Noch steht die Präsentation nur in englischer Sprache zur Verfügung, aber an einer deutschen Übersetzung wird bereits gearbeitet. Das Slide Kit und der dazu gehörige Leitfaden finden sie unter womenforpositiveaction.org.

Geschlechtsspezifische Unterschiede bei später HIV-Diagnose
Gibt es einen geschlechtsspezifischen Unterschied bei den späten (late diagnosis) bzw. bei den Diagnosen im fortgeschrittenen Stadium (advanced diagnosis) der HIV-Erkrankung? Patientinnen, die von einer späten oder fortgeschrittenen HIV-Diagnose betroffen sind, haben erhebliche Nachteile hinsichtlich der Morbidität sowie der Mortalität zu befürchten. Darüber hinaus entstehen für das öffentliche Gesundheitssystem auch Nachteile durch späte Diagnosen in Hinblick auf ein höheres Risiko für weitere HIV-Infektionen sowie auf höhere Kosten bei der Behandlung der Erkrankten. Näheres zur Studie von Mag. Margret Jöchl aus Innsbruck finden Sie unter infektiologie-hygiene.universimed.com.

Späte HIV-Diagnose kein wesentlicher Faktor der HIV-Übertragung laut dänischer Studie
Menschen mit einer 'late diagnosis', einer erst spät im Infektionsverlauf erfolgenden HIV-Diagnose, seien ein wesentlicher Faktor, womöglich gar der 'Motor' der HIV-Ausbreitung, diese These wird oft aufgestellt. Eine dänische Untersuchung stellt diese These nun in Frage – mit potentiell weitreichenden Folgen für die HIV-Prävention. Nähere Informationen dazu lesen Sie unter ondamaris.de.


T E R M I N E  /  F O R T B I L D U N G E N

14. bis 16. Dezember 2012
Positiventreffen NRW: Diskriminierung? Nein Danke!!!
POSITHIV HANDELN NRW lädt zum sechsten Positiventreffen im Jahr 2012 ein. Ein halbes Jahr lang waren im Projekt „positive stimmen“ 40 speziell geschulte HIV-positive Interviewerinnen und Interviewer in ganz Deutschland unterwegs und haben in über 2.000 Stunden Arbeit 1.148 andere Menschen mit HIV über ihre Erfahrungen mit Stigmatisierung befragt. Silke Klumb, Geschäftsfüherin der Deutschen AIDS-Hilfe und andere präsentieren die Ergebnisse dieser Befragung. Diese und eigene Erfahrungen sollen einfließen, wenn gemeinsam Strategien GEGEN Diskriminierung und Stigmatisierung entwickelt werden. Weiteres lesen Sie hier (PDF-Datei), die Onlineanmeldung unter ahnrw.de.

14. bis 16. Dezember 2012
Thementreff: Geschichte zum Anfassen: Material + Auswertung
Das Verstehen und die Kenntnis der Geschichte von HIV/Aids, also der Ursprünge und historischen Grundlagen unserer Arbeit, unterstützt die Kommunikation zwischen den Generationen. Daher lädt die Deutsche AIDS-Hilfe zu einem Thementreff zur Geschichte ein, weitere Informationen erhalten Sie hier (PDF-Datei).

15. Dezember 2012
Workshop "Sexarbeit und Zwangsprostitution"
Die AIDS-Hilfe Paderborn  lädt zur Veranstaltung "Sexarbeit und Zwangsprostitution" am Samstag, 15. Dezember 2012, 10 bis 17 Uhr in den Räumen der Aidshilfe ein. Details lesen Sie hier (PDF-Datei).

11. Januar 2013
STREIFLICHTER HIV
Sicherer Sex ohne Kondom, Testen und behandeln, freie Therapieentscheidung, Kriminalisierung der HIV-Übertragung. All das sind Themen, die Menschen mit HIV und auch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Aidshilfen beschäftigen. Das Konzeptseminar Streiflichter HIV richtet sich an Menschen aus dem Vorstand von Aidshilfen, Hauptamtliche aus der Primär- und der Sekundärprävention und an Positive, für die klare Standpunkte wichtig sind. Diese erste von sechs Veranstaltungen der AIDS-Hilfe NRW ist am 11. Januar 2013 um 13 Uhr in der Lindenstraße 20 in Köln. Alles weitere lesen Sie hier (PDF-Datei).

20. bis 22. März 2013
Seminar HIV/Aids und Familiensysteme (Positiv leben mit Kindern)
Die Lebenssituation HIV-positiver Mütter und Väter wird durch Probleme mit der eigenen Gesundheit und die Sorge um ihre HIV-positiven Kinder erschwert. Hinzu kommt, dass Frauen mit HIV sehr viel häufiger alleinerziehend sind, als dies durchschnittlich der Fall ist. In diesem Seminar erhalten HIV-positive Mütter und Elternpaare die Möglichkeit, sich über ihre besondere Lebenslage, ihre Wünsche und Bedürfnisse sowie ihre Strategien zum Umgang mit Krankheit, Alltagsproblemen und Kindererziehung auszutauschen. Die Ausschreibung und Anmeldeunterlagen finden Sie hier (PDF-Datei).

27. April 2013
Zum dritten Mal XXelleLIVE
2013 findet in Dortmund die 3. Fachtagung "XXelleLIVE" statt. HIV-positive Frauen, Menschen, die sich beruflich mit HIV und Aids beschäftigen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie deren Freunde sind zur Teilnahme herzlich eingeladen. Schwerpunkte in diesem Jahr werden Sex und HIV, Bilder von HIV-Infizierten und Helfenden sowie Partnerschaften sein. Die medizinische Entwicklung und die Auswirkungen auf das Leben mit HIV und Aids bilden die inhaltliche Klammer. Weitere Informationen finden Sie ab Februar unter xxelleLIVE.de.


S O N S T I G E S

Ausschreibung XXelle in Bochum
Die AIDS-Hilfe Bochum e.V. sucht zum 1. Januar 2013 eine Fachkraft für den Bereich Frauen und Aids. Die Ausschreibung lesen Sie hier (PDF-Datei).

Ausschreibung der BZgA
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sucht Mitarbeiter/-innen auf Honorarbasis für ihre neue mobile Ausstellung zum Thema HIV- und STI-Prävention. Mehr Informationen finden Sie in der beiliegenden Ausschreibung (PDF-Datei).

Der nächste Newsletter erscheint im Dezember 2012
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis zum 9. Dezmber per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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