Nr. 20 vom 8. November 2012
Liebe Leserinnen und Leser,

ein festlicher Abend in der Landesgeschäftsstelle: Reinhard Klenke, Herzenslust-Koordinator und stellvertretender Geschäftsführer der AIDS-Hilfe NRW, konnte sein 25-jähriges Dienstjubiläum feiern. Seit 1. November 1987 arbeitet er für den Landesverband. Als Miterfinder und unermüdlicher Motor der Herzenslust-Kampagne hat er in der Präventionsarbeit für schwule und bisexuelle Männer Maßstäbe gesetzt, die inzwischen in anderen Bundesländern und von der Deutschen AIDS-Hilfe aufgegriffen wurden. Seine hauptberufliche Tätigkeit, sein ehrenamtliches Engagement für das Schwule Netzwerk und die Landeskommission Aids, als Stiftungsvorstand für die ARCUS-Stiftung sind unersetzliche Bausteine einer wirkungsvollen strukturellen Prävention in NRW. Vorstand, Landesgeschäftsstelle und Mitgliedsorganisationen der AIDS-Hilfe NRW gratulieren Reinhard Klenke zu seinem Jubiläum, danken ihm für sein großes Engagement und wünschen ihm für die Zukunft weiterhin viel Glück und Zufriedenheit.
Ein weiteres wichtiges Datum: Die Mitgliederversammlung der AIDS-Hilfe NRW wählte am vergangenen Samstag in Hagen den Landesvorstand. Dem Gremium gehören weiterhin Arne Kayser aus Bochum, Olaf Lonczewski aus Köln, Peter Struck aus Bielefeld und Martin Wickert aus Köln an. Neu gewählt wurde Ulrich Keller aus Unna. An dieser Stelle ein herzlicher Glückwunsch an die gewählten Vorstandsmitglieder, viel Erfolg für die gemeinsame Arbeit zum Wohl der Aidsarbeit in NRW!

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


VERBAND / LOBBY

Dank an Klaus-Peter Schäfer
Nacht acht Jahren Vorstandszugehörigkeit schied unser bisheriger Landesvorsitzender Klaus-Peter Schäfer aus dem Amt. Der stellvertretende Landesvorsitzende, Olaf Lonczewski, würdigte Schäfers langjähriges Engagement und dankte ihm im Namen des Verbands. "Klaus-Peter Schäfer hatte das Geschick, auch unterschiedlichste Positionen zu moderieren und zu einem Konsens zu führen", sagte Lonczewski. "Nicht selten gelang es ihm, bei Konflikten zwischen Mitgliedsorganisationen zu vermitteln und darüber hinaus externe Gesprächspartner für die Sache der Aidshilfe zu gewinnen." Nicht nur im Vorstand des Paritätischen NRW stand er für verlässliche Beziehungspflege, auch bei zahlreichen anderen Gelegenheiten vertrat er die Positionen der AIDS-Hilfe NRW mit großem Engagement. Die Gründung des Kuratoriums geht maßgeblich auf seine Initiative zurück. "Ich danke Klaus-Peter Schäfer für sein engagiertes, freundliches Auftreten und seinen unermüdlichen Einsatz für die Belange der Aidshilfen in NRW. Ich bin mir sicher, dass wir weiterhin auf seine Verbundenheit zählen können", sagte Lonczewski.


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT / FUNDRAISING

"GIB MIR DEIN WORT!"
Mit der Kampagne "Gib mir dein Wort" rückt die AIDS- Hilfe Bochum e.V. die Themen HIV und Aids in den Blickpunkt der Gesellschaft und ruft zur Akzeptanz aller Menschen auf. Egal ob jemand mit oder ohne HIV lebt, ob er klein, groß, dick oder dünn ist, Migrationshintergrund hat oder sich mit irgendwas anderem unterscheidet, alle können ihre Botschaften hinterlassen. Die Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz, der Fußballspieler Marcel Maltritz vom VfB Bochum und andere gingen voran. Zur Kampagne finden Sie über aidshilfe-bochum.de.

Neuer Newsletter des Instituts für Sozialpädagogik erschienen
Der aktuelle Newsletter des ifs enthält Weiterbildungsangebote und Seminare, eine Stellenbörse Sexualpädagogik. neue Print- und Online-Veröffentlichungen, aktuelle Studien sowie Veranstaltungshinweise. Sie finden den Newsletter hier (PDF-Datei).

Kunst für die Aidshilfe
"Gemeinsam" ist der Titel des Bildes, das der Troisdorfer Künstler Tor Michael Sönksen auf der Bühne während der Jubiläumsfeier vor einem Monat für die AIDS-Hilfe Rhein-Sieg malte. Nun schmückt es die Räumlichkeiten der Frühstücksgruppe.


SCHWULE PRÄVENTION

anders und gleich – Nur Respekt Wirkt
Am Mittwoch, 17. Oktober, gab die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Steffens, den offiziellen Startschuss für die Kampagne. Zwei Wochen lang waren die Motive jeweils sechs Stunden täglich zu sehen. Die Motive waren parallel an insgesamt sechs Bahnhöfen nordrhein-westfälischer Großstädte präsentiert worden: Köln, Düsseldorf, Bonn, Dortmund, Essen und Bielefeld. Mehr zu der Kampagne finden Sie unter andersundgleich-nrw.de.

Die Ausrichtung der Präventionsarbeit in den kommenden Jahren
Rolf Rosenbrock und Axel J. Schmidt haben unter dem Titel "Aids - Herausforderungen für soziale und medizinische Prävention" einen wichtigen Artikel zur Zukunft der Präventionsarbeit verfasst. Dieser Artikel stellt die Chancen von Methoden der medizinischen Prävention, wie Viruslastmethode oder Post-Expositions-Prophylaxe, dar. Gleichzeitig geht der Artikel auch darauf ein, wo die medizinische Prävention gegenüber der sozialen Prävention aus fachlicher, ethischer und ökonomischer Sicht weniger wirksam und sinnvoll ist. Beide, medizinische und soziale Prävention werden zu einander in Bezug gesetzt, so dass sich Handlungsempfehlungen für die kommenden Jahre ergeben. Der Artikel steht zum Download unter emis-project.eu bereit.

Tisch ohne Namen – kultureller und kulinarischer Treffpunkt für schwule Männer
Das nächste Treffen findet am 1. Dezember 2012 mit einer Führung im Ostasiatischen Museum durch die Ausstellung "Glanz der Kaiser von China. Kunst und Leben in der verbotenen Stadt" statt. Anschließend ist wie gewohnt ein gemeinsames Essen. Weitere Informationen unter tisch-ohne-namen@gmx.de oder unter 02421 407716 (Raimund Hensellek).

Lesung des Kultcafés mit dem Centrum Schwule Geschichte
Am Samstag, den 8. Dezember 2012, um 18.00 Uhr liest Andreas Pretzel aus "Ich wollte es so normal wie andere auch", der Lebensbeschreibung von Walter Guttmann. Die Geschichte von Walter Guttmann entzieht sich gängigen Festschreibungen. Ob er nun ein Holocaustüberlebender war oder eher ein jüdischer Homosexueller oder ein homosexueller Israeli mit 'Migrationshintergrund', Fakt ist, Walter Guttmann hat die Zeit des Nationalsozialismus überlebt, eine Zeit, die seine Identität prägte. Die Lesung findet im RUBICON, Rubensstraße 8-10, 50676 Köln statt.


YOUTHWORK

Erfolgreiche Premiere von Julian
Die Uraufführung der ersten schwulen Webserie von Jugendlichen für Jugendliche "Julian – junge liebe anders", am Samstag 20. Oktober, begeisterte die Besucherinnen und Besucher. Die Premiere fand im Rahmen des 2. schwul-lesbischen Filmfestivals "homochrom" in Köln statt. Mehr lesen Sie hier (PDF-Datei).

Ministerin Löhrmann: NRW-Landesregierung fördert das Projekt "Schule ohne Homophobie – Schule der Vielfalt"
Im Düsseldorfer Ministerium für Schule und Weiterbildung hat Ministerin Sylvia Löhrmann heute eine Kooperationsvereinbarung mit den Trägern des landesweiten Projektes "Schule ohne Homophobie – Schule der Vielfalt" unterzeichnet. Vor vier Jahren hatten die Landeskoordination Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW in Trägerschaft des Vereins Sozialwerk für Lesben und Schwule e.V., das Landesnetzwerk SchLAu NRW und der Verein Rosa Strippe das Projekt gegründet und zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Presseinformation lesen Sie hier (PDF-Datei).

Erstes Vernetzungstreffens der "Schulen der Vielfalt"
Heute fand in Köln das erste landesweite Vernetzungstreffen der Projektschulen von "Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie" statt. Die Projektschulen tauschen sich über den aktuellen Stand des Projekts an ihren Schulen aus und besprechen neue Entwicklungen. Die Presseerklärung lesen Sie hier (PDF-Datei).


DROGEN & AIDS

Ergebnisse des DRUCK-Studie-Piloten und Informationen zum Fortgang der Studie
Im Mittelpunkt der DRUCK-Studie des Robert-Koch-Institutes stehen HIV und Hepatitis bei Drogengebraucherinnen und Drogengebrauchern und diesbezügliches präventives Wissen und Verhalten. Die Pilot-Studie in Essen und Berlin ist nun abgeschlossen. Ein Newsletter informiert über den Fortgang der Hauptstudie, die auch Köln als Studienstandort umfasst. Mehr zu den HIV-bezogenen Ergebnissen der Studie, die bereits jetzt dringenden Handlungsbedarf nahelegen (u.a. hohe Seroprävalenzen von HIV und Hepatitis C, höherer Anteil HCV-positiver in höherem Lebensalter, bei längerem Drogenkonsum, nach Inhaftierung und i.v-Konsum in Haft), und dem Studien-Newsletter finden Sie unter aids-nrw.de.


VERSCHIEDENES

Brot für die Welt | Nepal
Brot für die Welt sucht für ihre Parnerorganisation United Mission to Nepal eine Fachkraft zur strategischen Programmberatung zur Aidsprävention. Der Einsatz in Nepal hat eine Dauer von drei Jahren. Verschiedene Leistungen zur Vorbereitung und zur Wiedereingliederungshilfe werden ebenfalls angeboten. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Stellenausschreibung unter brot-fuer-die-welt.de.

Der nächste Newsletter erscheint am 21. November 2012
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 19. November 2012.
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