Juni 2012
Liebe Leserinnen und Leser!

Der XX-elle-Newsletter erreicht Sie am heutigen „Weltdrogentag“, dem Aktionstag der Vereinten Nationen „against Drug Abuse and Illicit Trafficing“, also gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr. Aus diesem Anlass weist wie AIDS-Hilfe NRW darauf hin, wie wichtig es ist, sich mit Lebenswirklichkeiten auseinanderzusetzen, um Gesundheit zu fördern und riskantes Verhalten zu minimieren. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass Drogenkonsum auch ein Frauenthema ist. Der Anteil der Drogen Konsumierenden in Haft ist auch in NRW bei Frauen weit höher als bei Männern. Dem stellen sich natürlich auch die Aidshilfen, die regelmäßig in den Justizvollzugsanstalten des Landes präsent sind und Beratungs- und Präventionsangebote machen. Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter ahnrw.de. Nachfolgend finden Sie viele weitere aktuelle Informationen und Hinweise zu Veranstaltungen und Aktionen in NRW, in Deutschland und weit darüber hinaus. Ich wünsche Ihnen allen viel Spaß beim Lesen des Newsletters und wünsche Ihnen allen schöne Sommertage!
Petra Hielscher
Frauen und Aids
AIDS-Hilfe NRW e.V.


A K T U E L L E S / N E W S

EMA kündigt Online-Datenbank zu UAW-Meldungen an
Das Deutsche Ärzteblatt meldet, dass die europäische Arzneimittelbehörde EMA künftig Berichte über unerwünschte Wirkungen (UAW) zugelassener Medikamente im Internet veröffentlichen wird. Das Portal Adrreports.eu wurde dieser Tage freigeschaltet. Das neue Melderegister ist auf etwa 650 Medikamente beschränkt, die in den letzten Jahren über ein zentrales Verfahren europaweit, das heißt in Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), eingeführt wurden. Die EMA koordiniert hier die Zulassungsverfahren. Dazu gehört, dass Hersteller und Zulassungsbehörden UAW-Meldungen an die EMA weiterreichen. Dies geschieht seit Ende 2001 elektronisch über das Portal EudraVigilance. Es fehlte aber die Möglichkeit, gezielt Informationen zu den einzelnen Wirkstoffen oder Medikamenten einzusehen. Die Pressemeldung der EMA finden Sie unter ema.europa.eu.

Mitläuferinnen gesucht! Das „Heldenrennen“ in Köln
Eva Theil und Jan Gentsch von der Aids-Hilfe Bonn beteiligen sich am sog. „Heldenrennen“ in Köln. Sie laufen 6 Kilometer für die Bonner Aidshilfe und sammeln Spenden für ihr Frühstücksangebot für HIV-Positive und der Frauentreff Habari. Sie sind herzlich eingeladen, mit den beiden zu laufen. Wenn Sie Interesse haben, finden Sie alles weitere unter heldenrennenkoln2012.alvarum.com. Wenn Sie selbst nicht aktiv mitlaufen möchten, sponsern Sie die beiden beim Laufen sponsert! Beide benötigen je 300 Euro Spende, um mitlaufen zu dürfen. Die Homepages finden Sie unter heldenrennenkoln2012.alvarum.net/jangentsch und heldenrennenkoln2012.alvarum.net/evatheil.

Berliner Eishockey-Team gegen häusliche Gewalt
Das Eishockey-Team Eisbären Berlin hat jetzt die Kampagne „Eiskalt gegen häusliche Gewalt“ gestartet. Auf den Postern stellen sich Stürmer Laurin Braun und die Verteidiger Nick Angell und Frank Hördler im Namen der gesamten Mannschaft häuslicher Gewalt entgegen. Die Aktion soll Gewalt in Partnerschaften thematisieren und Betroffenen zeigen, dass es Hilfe gibt. Ein tolles Projekt. Näheres finden Sie unter eisbaeren.de.

Neues Jobportal u.a. für Arbeit suchende Frauen
Ein neues Jobportal geht an den Start: "Diversity Jobs" mit der Unterseite "Jobs für w/m". Angesprochen sind Firmen und Stellensuchende, denen Vielfalt und Gleichberechtigung so wichtig sind, dass sie gerne auf einem speziellen Portal inserieren. Ansprechpartnerin ist Marion Swiergot. Sie finden die Seite unter diversity-jobs.de.

Bundesregierung in der Pflicht: Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder
Der Paritätische Gesamtverband hat in einem Bündnis mit anderen Wohlfahrtsverbänden und in Kooperation mit der Frauenhauskoordinierung e.V. ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, um klären zu lassen, wie der Schutz für von Gewalt betroffene Frauen in Deutschland sichergestellt werden kann und ob verfassungsrechtlich der Bund hierfür zuständig ist. Durch das Gutachten der renommierten Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Joachim Wieland und Prof. Dr. Margarete Schuler-Harms, das den Titel „Der Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder“ trägt, sehen die Verbände ihre Forderung nach einer bundesgesetzlichen Regelung bestätigt. Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier (PDF-Datei).


A n k ü n d i g u n g e n  d e r  A I D S - H i l f e  N R W  e. V.

Bedarfe in der Sekundärprävention – Was brauchen die Aidshilfen in NRW?
Das Projekt „Unterstützung Sekundärprävention auf Landesebene“ ist seit kurzem im Rahmen der Qualitätssicherung in der AIDS-Hilfe NRW angesiedelt. Es unterstützt, fördert, koordiniert und organisiert Maßnahmen, die den medizinischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Menschen, die mit HIV/Aids leben, Rechnung tragen. Schwerpunkte dieser Arbeit sind die Förderung der Gleichberechtigung, die Emanzipation und Abbau von Diskriminierung von Menschen mit HIV/Aids in den Bereichen: Beruf- und Arbeitswelt / Medizinischer und pflegerischer Sektor / Beziehungen / Älterwerden / Menschenrechte / Selbsthilfe, usw. Neben der XXelle-Vernetzung leisten die Aidshilfen in NRW hier bereits vielfältige Arbeit, die nun von der Landesebene verstärkt unterstützt werden soll. Um dies bedarfsgerecht tun zu können und diesen Bereich gemeinsam mit den regionalen Aidshilfen weiter zu entwickeln, freut sich unser Mitarbeiter Stephan Gellrich auf viele Anregungen und Gespräche. Unter stephan.gellrich@nrw.aidshilfe.de oder unter 0221-925996-11 können Sie einen persönlichen Termin mit ihm vereinbaren.

Un§chuldig auf der Kölner CSD-Parade
Auch dieses Jahr wird POSITHIV HANDELN wieder an der Kölner CSD-Parade teilnehmen und mit der Aktion "un§chuldig - und welchen Sex hast Du?" gegen die strafrechtliche Verfolgung von HIV-Übertragungen demonstrieren. Die Gruppe will ein Zeichen setzen gegen die Zuweisung der alleinigen Verantwortung an Menschen mit HIV und gegen die Einmischung der Justiz in einvernehmlichen Sex. Durch die Kriminalisierung werden keine Infektionen verhindert, denn dadurch werden Menschen nicht gerade ermutigt, offen und ehrlich mit Ihrer Infektion umzugehen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier (PDF-Datei). Die Gruppe trifft sich am Sonntag, 8. Juli 2012 um 11.00 Uhr in Köln auf der Auffahrt zur Deutzer Brücke. Es gibt wie immer ein Outfit, welches Sie hier schon ansehen können (PDF-Datei), zahlreiche Give-aways, kleine Broschüren und natürlich Getränke. An dieser Aktion können sich auch Frauen beteiligen, die bislang noch keinen Kontakt zu POSITHIV HANDELN hatten. Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich an Stephan Gellrich.

Seminar im Rahmen der transkulturellen Öffnung am 20. und 21. Juli 2012 in Hagen
Michael Wurm, Mitarbeiter in der Landesgeschäftsstelle der AIDS-Hilfe NRW, der vor allem den Mitgliedsorganisationen zuarbeitet, hat ein Seminar zur interkulturellen Öffnung als Organisationsentwicklungsprozess organisiert, das der Verein „Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung“ durchführen wird. Das Seminar steht allen Interessierten offen, die gern an der Weiterentwicklung der transkulturellen Öffnung des Verbands mitwirken. Die Einladung und weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Positiventreffen „Sport für Positive und Kunsttherapie“ im August in Hattingen
POSITHIV HANDELN NRW lädt HIV-positive Frauen und Männer aus NRW sehr herzlich zu diesem Wochenende vom 3. bis 5. August in Hattingen ein. „HIV-ART“ möchte die Freude am kreativen Tun fördern. Fernab von jedem Leistungsdruck können beim Malen innere Bilder geschöpft und zum Ausdruck gebracht werden. Es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich. Die Kunsttherapie kann eine Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung und eine Steigerung der Lebensqualität bedeuten. Beim „SPORT“ werden in erster Linie praktische Übungen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt (Stretching, Gymnastik, Entspannung usw.) und theoretische Tipps für den Alltag vermittelt. Die Trainer haben beste Erfahrungen bei Sport für Menschen mit HIV. Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei).


A n k ü n d i g u n g e n  d e r  D e u t s c h e n   A I D S - H i l f e  e.V.

Positive Begegnungen 2012 – auch für Jugendliche!
Das Programm der Positiven Begegnungen ist fertig und die Deutsche AIDS-Hilfe hat dieses Mal erstmals ein kleines Jugendprogramm auf den Weg gebracht. Es wäre schön, wenn viele Jugendliche in Wolfsburg dabei sein würden. Natürlich geht es aber auch um die Erwachsenen. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten. Das Programm für die Jugendlichen finden Sie hier (PDF-Datei), ein Brief an die Eltern hier (PDF-Datei) und die Anmeldung hier (PDF-Datei). Bitte an Interessierte weiterleiten!

Seminar zum ehrenamtlichen Engagement von Frauen in Aidshilfen
Vom 25. bis 27. Juni 2012 findet im Waldschlösschen ein Seminar statt, dass sich an Frauen wendet, die sich ehrenamtlich in Aidshilfen engagieren (wollen), egal, ob bei Präventionsveranstaltungen, dem Vorbereiten von Aktionen oder bei wichtiger Netzwerkarbeit. Weitere Informationen dazu finden Sie hier (PDF-Datei).

„Kriminalisierung und Stigmatisierung von Menschen mit HIV“
Die Frauenreferentin der DAH, Marianne Rademacher, legt auf dieses Thema weiterhin einen Schwerpunkt ihres Arbeitsbereichs. Am internationalen Projekt „Positive Stimmen“ haben sich viele Menschen beteiligt. Wo bleibt nun der frauenspezifische Blick? Hier (PDF-Datei) finden Sie einen Fragebogen, der ausschließlich von Frauen ausgefüllt werden soll – von Frauen mit und ohne HIV oder auch jenen, die noch nie einen HIV-Test gemacht haben. Sie sind alle zur Mitwirkung eingeladen!


S O N S T I G E S

Schwerpunkt der diesjährigen DHIVA-Sommerausgabe ist das Thema Sexualität
Das Fachmagazin erscheint rechtzeitig zum Kongress der Deutschen STI-Gesellschaft, der Fachgesellschaft zur Förderung sexueller Gesundheit und zur Erforschung von sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Die ehrenamtlichen Autorinnen und Autoren beleuchten das Thema Sexualität aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Weiter Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

HIV-Report, Ausgabe 2 2012
Der HIV Report richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Beraterinnen und Berater in Aidshilfen und Sexualberatungsstellen sowie an interessierte Laien. Inhaltliche Schwerpunkte des aktuellen HIV.Reports sind die PrEP-Zulassung in den USA, Neues aus der Forschung und ein Interview mit dem Schwulenreferenten Dr. Dirk Sander zur PrEP. Die aktuelle Ausgabe finden Sie hier (PDF-Datei).

Gesundheitliche Situation von Frauen im Strafvollzug
Weibliche Inhaftierte lassen im Vergleich zu Männern einen stark erhöhten intravenösen Drogenkonsum erkennen und sind damit auch besonders durch HIV gefährdet. Darüber hinaus weisen sie eine erhöhte Prävalenz an weiteren Erkrankungen auf. Prof. Dr. Heino Stöver fasst den Forschungsstand zu Frauen in Haft zusammen und macht den Bedarf für geschlechtsspezifische Konzepte der gesundheitlichen Versorgung deutlich. Mehr lesen Sie unter aids-nrw.de.


Der nächste Newsletter erscheint Anfang August 2012 als Doppelnummer.
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis zum Ende Juli per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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