Nr. 7 vom 2. April 2012
Jahresempfang und Preisverleihung merk|würdig 2012 der AIDS-Hilfe NRW e.V.


Liebe Leserinnen und Leser,

ministerialen Besuch konnte die AIDS-Hilfe NRW das ein oder andere Mal schon willkommen heißen, auch Kabinettsmitglieder, die sich mit Reden an die Verbandsöffentlichkeit wandten, aber selten wurde eine Ansprache mit größerer Spannung erwartet als die von Minister Thomas Kutschaty am vergangenen Donnerstag. Erstmals hatten wir mit ihm einen Justizminister zu einer Veranstaltung eingeladen. Die Ereignisse und politischen Diskussionen der zurückliegenden anderthalb Jahre schraubten die Erwartungen an die Rede in die Höhe. Unser Landesvorsitzender Klaus-Peter Schäfer formulierte dann auch klar und deutlich unsere Positionen zur Situation im Strafvollzug, zum Umgang mit Drogen und zur Kriminalisierung von HIV-Infektionen. Die Aufhebung des sogenannten Zwangsoutings bei Umschluss und Gemeinschaftsunterbringung Inhaftierter, die Kutschaty dann in seiner Rede ankündigte, ist aus unserer Sicht ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung. Beide Reden finden Sie in der Pressemappe zum Jahresempfang unter ahnrw.de.
Wir wünschen Ihnen allen schöne Ostertage und freuen uns mit Ihnen, falls der Frühling dann doch irgendwann zurückkommt!

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


VERBAND / LOBBY

AIDS-Hilfe NRW zeichnet „merk|würdiges“ Ehrenamt aus
Zum sechsten Mal zeichnete der Landesvorstand der AIDS-Hilfe NRW Ehrenamtliche aus den Reihen der Mitgliedsorganisationen mit dem Ehrenamtspreis „merk|würdig“ aus. Angelika Vogel, Vorstandsvorsitzende der AIDS-Hilfe Bielefeld, wurde während des Jahresempfangs der AIDS-Hilfe NRW vergangenen Donnerstag für ihr langes und nachhaltiges Engagement geehrt. Für ihre Mitwirkung an dem innovativen und zukunftsweisenden Projekt „Paul und Etienne“ wurden 25 Ehrenamtliche der Aidshilfe Köln ausgezeichnet. Weitere Informationen dazu finden Sie hier (PDF-Datei).

Die AIDS-Hilfe Duisburg/Kreis Wesel trauert um ihr Ehrenmitglied und ihren Vorstandsvorsitzenden Rolf Ringeler
Die AIDS-Hilfe Duisburg/Kreis Wesel muss sich von ihrem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Rolf Ringeler verabschieden, der am 21. März 2012 verstorben ist. Ihren Nachruf auf den auf Bundes-, Landes- und örtlicher Ebene für die Aidshilfe und Positivenselbsthilfe aktiven Menschen und den engagierten Sohn und Bruder lesen Sie hier (PDF).

Medienecho zu 25 Jahren AIDS-Hilfe Wuppertal
Die Resonanz auf das Jubiläum der Wuppertaler Aidshilfe war sehr unterschiedlich. Die Bergische Morgenpost veröffentlichte ein Interview mit Michael Jähme, das Sie unter rp-online.de nachlesen können. Etwas knapper berichtete die Westdeutschen Zeitung, nachzulesen unter wz-newsline.de. Die Deutsche AIDS-Hilfe berichtete, u.a. über die Zeitzeugin Dr. Dagmar Melz unter www.aidshilfe.de.


SCHWULE PRÄVENTION

Training für Neueinsteiger im Bereich Beratung und Test mit Herzenslust vom 21.-22. April in Bochum
Unsere diesjährige Trainingssaison für den Bereich Herzenslust startet mit einem Grundlagentraining für Interessierte im Bereich Beratung und Test. Neben Übungen für die praktische Präventionsberatung vor dem HIV-Schnelltest, beschäftigen wir uns auch mit Risikoreduktionsstrategien und Informationen rund um das Testverfahren. Ein kostenfreies Trainingsangebot, nicht nur für Ehrenamtler, die in die Beratung für Schwule und andere Männer, die Sex mit Männern haben, einsteigen möchten. Mehr Infos zum Seminar und zum Anmeldeverfahren finden Sie hier (PDF-Datei).


DROGEN & AIDS

2011 deutlich weniger Drogentote auch in Nordrhein-Westfalen
Im Jahr 2011 starben bundesweit 986 Menschen durch Konsum verbotener Drogen. Das bedeutet ein Minus von 20 Prozent. Die Haupttodesursache ist eine Überdosis von Heroin in Verbindung mit anderen Drogen. Es traf am meisten die männlichen Konsumenten ab dem 30 Lebensjahr. Auch in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Drogentoten im Vorjahr auf den niedrigsten Stand seit über zwanzig Jahren gesunken. Laut Bericht der Landesregierung sind 216 Männer und Frauen an den Folgen ihres Rauschgiftkonsums gestorben. Das sind 25 Prozent weniger als 2010. Anfang der 1990er Jahre hatte es in NRW noch mehr als 500 Drogentote pro Jahr gegeben. Mit den differenzierten Hilfe- und Aufklärungsangeboten für Suchtkranke im Land scheint die Politik der Abkehr von der reinen Prohibition gesundheitspolitische Früchte zu tragen. Die aktuell Presseerklärung der Bundesdrogenbeauftragten lesen Sie hier (PDF-Datei), die Information der Landesregierung lesen Sie unter www.nrw.de.


ARBEITSGEMEINSCHAFT AIDS-PRÄVENTION NRW

Informationen zu den Sitzungen der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW
Die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW informiert die Akteure der HIV/AIDS-Prävention in Nordrhein-Westfalen über ihre Beschlüsse. Die Veröffentlichung der detaillierten Informationen zu einzelnen Sitzungen erfolgt jeweils nach der folgenden Sitzung. Jetzt sind die Informationen zu den ersten beiden Sitzungen am 16. März und 30. August 2011 online unter aids-nrw.de. Auch in Zukunft werden wir Sie an dieser Stelle über weitere Veröffentlichungen informieren.


VERSCHIEDENES

Lesbisch. schwul. älter. Generation Stonewall welcomes you! am 24. April 2011 im Foyer der Oper Köln
Im vergangenen Newsletter berichteten wir über die Veranstaltung von Georg Roth und Carolina Brauckmann, Koordinator und Koordinatorin der vom Land NRW geförderten Initiative „immer dabei. Ältere Lesben und Schwule in NRW“ und ihren Gästen im Foyer der Oper Köln. Leider konnte die angehängte Datei nicht von allen gelesen werden. Eine korrigierte Datei mit detaillierten Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Der nächste Newsletter erscheint am 12. April 2012
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 11. April 2012.

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