Dezember 2011
Liebe Leserinnen und Leser,
endlich ist es so weit. Die Deutsche AIDS-Hilfe ging kurz vor dem Welt-Aids-Tag mit der lange erwarteten Internetseite für Frauen online. Und schon ist www.frauenundhiv.info beim diesjährigen Wettbewerb um die beste Internetseite unter den letzten 10 Finalisten des .INFO awards 2011 gelandet. Ich lade Sie herzlich ein, mit abzustimmen. Auf der DAH-Internetseite www.aidshilfe.de wurde ein Button eingerichtet, über den man zur Abstimmung gelangt. Einfach anmelden und abstimmen. Nicht nur unsere Kollegin Marianne Rademacher und ihre Kolleginnen und Kollegen von der Deutschen AIDS-Hilfe fänden es großartig, wenn so kurz nach dem Start die Seite schon einen Preis gewinnen würde.
In diesen Wochen geht ein auch für XXelle insgesamt spannendes Jahr zu Ende. Die LAG konnte Jubiläum feiern, zum zweiten Mal organisierten wir eine große Fachtagung, wir haben uns in einem kleinen Film präsentiert, der online für alle zugänglich ist. Auch in diesem Jahr durfte sich XXelle am Rande der landesweiten Hebammentagung vorstellen, ein für uns fachlich interessanter wie auch öffentlichkeitswirksamer Termin. Und schließlich mischten auch wir uns ein in die aktuelle Debatte um die Sexarbeit in Nordrhein-Westfalen. Allen, die sich hier und andernorts engagiert und eingemischt haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.
Ich wünsche Ihnen allen eine gute Zeit, frohe Feiertage, einen guten Übergang in ein hoffentlich ebenso spannendes 2012 und: Viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
Petra Hielscher
Frauen und Aids
AIDS-Hilfe NRW e.V.


A K T U E L L E S / N E W S

Rückblick auf die Welt-Aids-Tags-Kampagne
Die 43 Jahre alte Zübeyde ist Botschafterin der diesjährigen Welt-Aids-Tags-Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit und der BZgA in Partnerschaft mit der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung. Zusammen mit drei anderen Rollenmodellen engagiert sie sich für Respekt, Toleranz und Unterstützung sowie gegen Unwissenheit und Gleichgültigkeit. Zübeyde thematisiert die Probleme, auf die Mütter oder Väter stoßen, wenn sie erfahren, dass sie HIV-positiv sind. Einen interessanten Artikel aus der Süddeutschen Zeitung finden Sie hier (PDF-Datei).

HIV-Infektionen sinken wieder – Zielgruppenprävention wirkt!
Zum Welt-Aids-Tag konnte eine erfreuliche Nachricht verwendet werden: die Zahl der HIV-Infektionen in Nordrhein-Westfalen ist rückläufig. Bis Ende des Jahres 2011 werden sich in NRW voraussichtlich 650 Menschen mit HIV infiziert haben. Insgesamt lebten noch nie so viele Menschen mit HIV in Nordrhein-Westfalen wie heute, etwa 17.500. Die Presseinformation der AIDS-Hilfe NRW lesen Sie hier (PDF-Datei).

POSITHIV HANDELN gegen Kriminalisierung
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Menschen mit HIV in NRW hat sich auf einem Klausurwochenende im November mit der Kriminalisierung der HIV-Transmission und Exposition beschäftigt. Die Thesen und Gedanken, die entwickelt worden sind, sollen und dürfen als Diskussionsgrundlage für die Verbandsarbeit auf allen Ebenen genutzt werden. Die Presseinformation anlässlich des Welt-Aids-Tags lesen Sie hier (PDF-Datei).

Für Frauen: www.frauenundhiv.info
Die Deutsche AIDS-Hilfe startete ihr Internetportal für Frauen. Die neue Website richtet sich an alle interessierten Frauen, egal ob HIV-positiv oder negativ. Sie informiert vom Kinderwunsch bis zu Wechselwirkungen der Medikamente mit hormonellen Verhütungsmitteln. Wer sich detaillierter informieren möchte, viele interessante Broschüren stehen hier zum Download bereit: www.frauenundhiv.info.

Falsche Informationen zu Mutter-Kind-Transmissionen bei Böttinger
In der Sendung Kölner Treff vom 26. November forderte die Schauspielerin Jessica Stockmann angesichts der hohen Zahl von Mutter-Kind-Transmissionen eine Zwangstestung aller Schwangeren. Tatsächlich werden in der Bundesrepublik pro Jahr nur 10 solcher Fälle gemeldet, Stockmann nannte dagegen eine absurd hohe Zahl, die auch von der Moderatorin Bettina Böttinger nicht korrigiert wurde. Dazu schrieb Guido Schlimbach, Pressesprecher der AIDS-Hilfe NRW: „Brauchen wir eine Skandalisierung, um auf HIV und Aids in Deutschland aufmerksam zu machen? Die letzten Jahre haben uns gezeigt, dass dies nicht notwendig ist. Wir haben immer schon auf die Menschen mit HIV selbst gesetzt, wenn es darum ging, sachlich und klar zu formulieren, wie es sich heute in Deutschland mit dem Virus lebt. Die gemeinsame Welt-Aids-Tags-Kampagne von Bundesgesundheitsministerium, BZgA, Deutscher AIDS-Hilfe und Deutscher AIDS-Stiftung stellt sie nun in den Mittelpunkt und ihre Botschaften werden wahrgenommen: 'HIV POSITHIV & MITTEN IM LEBEN?' – Ja, auch wenn es nicht immer einfach ist, auch wenn von außen nach wie vor viele Widerstände dagegen stehen, kann man mit HIV in Deutschland leben und arbeiten, Kinder erziehen und Freundschaften pflegen. (…) Seit 2007 ist die Zahl der Neuinfektionen nach neuesten Schätzungen des RKI rückläufig. Das freut alle, die sich in der Prävention engagieren und die sie dabei unterstützen. Es spornt uns aber auch an, in unseren Anstrengungen nicht nachzulassen. Daran werden wir Politik und Verwaltung genauso erinnern wie die Medien, die so gerne skandalöse Botschaften von uns hören würden. Und wenn dann wieder einmal eine betroffene, in Florida lebende deutsche Schauspielerin in einer Life-Talkshow Thesen verbreitet, die nicht den Tatsachen entsprechen, dann ist das für unsere Arbeit nicht förderlich. Wir brauchen keine Zwangstestung aller schwangeren Frauen in der Bundesrepublik, wir brauchen eine zuverlässige und seriöse Berichterstattung, eine kontinuierliche Information und Beratung, die es den Menschen ermöglicht, sich mit den Risiken, die sie eingehen, auseinanderzusetzen. Nur so schaffen wir eine Gesellschaft, in der Menschen mit HIV sich nicht verstecken müssen, sondern offen und selbstbewusst ihr Gesicht zeigen können.“

Die neue DHIVA ist erschienen!
Die neue DHIVA beschäftigt sich mit dem  Weg zum inneren Gleichgewicht, dem Outing: HIV am Arbeitsplatz, dem Leben mit HIV in Litauen, mit Sexarbeitsprojekten und einer Nachlese zum Fachtag Frauen und Aids, Aids und Kirche. Weitere Einzelheiten finden Sie hier (PDF-Datei).

Women for Positive Action
Women for Positive Action (WFPA) ist eine globale Initiative, die gegründet wurde, um auf die spezifischen Belange von Frauen, die mit HIV leben und arbeiten, eingehen zu können. Die WFPA wird von einem Expertengremium geführt, das sich aus medizinischen Fachkräften, Frauen mit HIV und Vertreterinnen der Community aus Kanada, Europa und Lateinamerika zusammensetzt. Die Gruppe widmet sich den Problemstellungen, mit denen sich HIV-infizierte Frauen, die sie betreuenden medizinischen Fachkräfte und ihre FürsprecherInnen konfrontiert sehen. Die Homepage von WFPA finden Sie unter www.womenforpositiveaction.org, die Presseinformation zum Welt-Aids-Tag 2011 lesen Sie hier (PDF-Datei).


S O N S T I G E S

Der nächste Newsletter erscheint im Januar 2012.
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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