September / Oktober 2011
Liebe Leserinnen und Leser!
Liebe Leserinnen und Leser!
Mit dieser Doppelnummer erhalten Sie wieder zahlreiche Informationen zu frauenspezifischen und HIV-relevanten Themen.
Das Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft im September war etwas Besonderes, weil die zahlreichen Damen in ihrer Mitte zwei Männer willkommen hießen. Patrik Maas, seit 1. Juli neuer Landesgeschäftsführer der AIDS-Hilfe NRW, stattete der LAG seinen „Antrittsbesuch“ ab. Der „Neue“ zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt in der Frauenarbeit in Aidshilfen und versprach, es dauerhaft nicht bei dem einen Besuch zu belassen. Mein Kollege Guido Schlimbach, der XXelle im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt, begleitete Patrik Maas. Der Austausch mit den Frauen aus den regionalen Projekten vermittelte noch einmal mehr einen guten Einblick in das, was XXelle bewirken möchte auf Landesebene.
In der gleichen Sitzung wählte die LAG ihre Sprecherinnen. Natalie Rudi aus Oberhausen, bislang eine der beiden Sprecherinnen, stellte sich nicht mehr zur Wahl. Für sie wurde Christine Weißkopf, Mitarbeiterin der AIDS-Hilfe Essen, gewählt. Annette Ritter aus Münster wurde für ein weiteres Jahr im Amt bestätigt. Allen drei Frauen sei an dieser Stelle für ihr Engagement gedankt.
Viel Spaß beim Lesen des Newsletters wünscht Ihnen
Petra Hielscher
Frauen und Aids
AIDS-Hilfe NRW e.V.


A K T U E L L E S / N E W S

Neue Empfehlungen der DAIG zum Kinderwunsch
Am 9. September wurden auf der Mitgliederversammlung der DAIG die aktualisierten "Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung HIV-betroffener Paar mit Kinderwunsch" verabschiedet. Diese stehen auf der Homepage der Deutschen STI-Gesellschaft zum Download bereit unter dstig.de. Den neuen i-Base-Leitfaden mit umfassenden Infos rund um HIV. Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft in englischer Sprache finden Sie hier (PDF-Datei).

Interviewpartnerinnen für das Projekt "positive stimmen" gesucht!
Für das Projekt „positive stimmen“ – der HIV Stigma Index in Deutschland, werden Frauen mit HIV gesucht, die sich von anderen HIV-Positiven zu ihren Erfahrungen zu Stigmatisierung und Diskriminierung befragen lassen. Ziel des Projektes ist, zu dokumentieren, wie Menschen mit HIV Stigmatisierung erleben. Darüber hinaus sollen Menschen mit HIV durch die Mitarbeit in dem Projekt in ihrer Selbstorganisation und der eigenen Auseinandersetzung mit dem Thema unterstützt werden. Umgesetzt wird dies über die Grundidee, dass Menschen mit HIV das Erleben von Stigmatisierung bei anderen Menschen mit HIV mittels Interviews selbst dokumentieren. Wie man sich für ein Interview zur Verfügung stellt, erfahren Sie unter www.positive-stimmen.de.

Die neue DHIVA ist erschienen
Einige Beiträge aus dem aktuellen Heft: Sehnsucht: Der Wunsch nach Sexualität - Neustart: Ein Leben mit der Therapie – Familie: HIV, Kinder und das Jugendamt -Nachlese: Der DÖAK und die IAS - Gesundheit: Die Kraft der Sonne – Außerdem: Frauen mit HIV in Aserbaidschan. Weitere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

HIV: Hormonelle Kontrazeptiva erhöhen Infektionsrisiko
Das Ärzteblatt berichtet, dass die Benutzung von Depot-Kontrazeptiva, die in Afrika sehr verbreitet ist, das HIV-Übertragungsrisiko verdoppelte. Eine seltenere Benutzung von Kondomen konnte als Erklärung ausgeschlossen werden. Etwa 12 Millionen Frauen in Ost- und Südafrika, das sind 6 Prozent der 15 bis 49-Jährigen, verhüten mit Depo-Provera oder anderen injizierbaren Kontrazeptiva. Die dreimonatige Wirkung erspart den Frauen oft lange Wege zu teuren Arztbesuchen und erspart ihnen die Notwendigkeit zur täglichen Einnahme der „Pille“. Hormonelle Kontrazeptiva schützen allerdings nicht vor einer HIV-Infektion, weshalb die Partner der Teilnehmenden in der Prevention HSV/HIV Transmission Study angehalten wurden, Kondome zu benutzten. Den vollständigen Artikel lesen Sie hier (PDF-Datei).

Mehr Geld für die Heilung
Zig Millionen werden momentan seitens der Pharma -Konzerne in Studien zur PREP (die Pille davor) gesteckt, während die  Höhe der Mittel, die in die Forschung zur Heilung von HIV  gegeben werden dagegen verschwindend gering erscheint. Erklärlich wenn man sich die Absatzmärkte vorstellt, die Pharmakonzerne mit einer "Anti-HIV-Pille" erobern könnte. Dabei gibt es aktuell mehrere, interessante Ansätze in der Heilungsforschung. Die International AIDS-Society hat deshalb einen Aufruf zu einer Unterschriftenaktion gestartet. Hier können sich Einzelpersonen und Organisationen an der Forderung beteiligen, mehr Geld für die Forschung zur Heilung von HIV zu investieren. Die Seite wo auch Sie sich eintragen können finden Sie unter www.iasociety.org.

Entwicklung neuer Impfstoffe gegen HIV
Immer noch steht kein nachweisbar wirksamer Impfstoff gegen HIV/Aids zur Verfügung. Für die Erforschung neuer HIV-Impfstrategien erhalten Wissenschaftler in den Vereinigten Staaten acht Millionen Dollar von der Bill und Melinda Gates Stiftung. Nähere Informationen dazu lesen Sie unter www.hivandmore.de.

Sexuelle Übertragung von Hepatitis C: Auch Frauen gefährdet
Hepatitis C wird durch Blut und Blutprodukte übertragen, heute fast ausschließlich beim intravenösen Drogenkonsum. Weiterhin offen ist die Frage des sexuellen Übertragungsrisikos. Bei HIV-positiven Männern, die Sex mit Männern haben, ist die sexuelle Übertragung gesichert und nicht selten. Doch sonst? Einen interessanten Artikel von Pietro Vernazza finden Sie unter www.infekt.ch.

Mythos Jungfräulichkeit
TERRE DES FEMMES, BALANCE Berlin und pro familia Berlin hat erstmalig Aufklärungsmaterialien für Jugendliche zum Mythos Jungfräulichkeit erstellt. Den Flyerfinden Sie hier (PDF-Datei), die Online-Broschüre ist unter www.frauenrechte.de zu finden.


A n k ü n d i g u n g e n  d e r  A I D S - H i l f e  N R W  e.V.

Runder Tisch für Menschen mit Migrationshintergrund am 19. November2011  in Köln
Zu diesem Runden Tisch sind alle Menschen mit Migrationshintergrund eingeladen, die sich in der Aidshilfearbeit engagieren. Gemeinsam bieten Jacek Marjanski und Michael Wurm einen Austausch über die Erfahrungen in der Aidsarbeit an. Insbesondere soll es darum gehen, welche Angebote von Aidshilfen für Menschen mit Migrationshintergrund interessant sind. Die Veranstaltung soll dabei auf die Bedürfnisse eingehen, die Mitarbeitende und Engagierte einerseits und Gäste, Klientinnen und Klienten andererseits haben. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden sich hier (PDF-Datei).

Einladung zum Fachtag “HIV und Arbeit - Sind wir gut beschäftigt?“ am 26. November 2011 in der AIDS-Hilfe NRW
Zu „HIV-Infektion und Berufsausübung“ ergeben sich viele Fragen: Gibt es Einschränkungen bei der Berufswahl, habe ich im Einstellungsverfahren eine Informationspflicht oder später im laufenden Arbeitsverhältnis? Silke Eggers von der Deutschen AIDS-Hilfe informiert über die rechtlichen Rahmenbedingungen und zeigt Besonderheiten beispielsweise bei Berufen im Gesundheitswesen auf. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Vorankündigung XXelle Termine 2012
Für die Planung des Jahres 2012 im Fachbereich Frauen und Aids 2012 veröffentlichen wir die Termine von XXelle, Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und Aids in NRW (LAG). Die Termine finden Sie hier (PDF-Datei).


A n k ü n d i g u n g e n  d e r  D e u t s c h e n   A I D S - H i l f e  e.V.

positiv gesund leben
Die letzte Broschüre zum Leben mit HIV für Frauen erschien 2005. Inzwischen hat sich vieles geändert und es wurde höchste Zeit für eine Neuauflage. Nach wie vor sind geschlechtsspezifische Unterschiede immer noch nicht ausreichend untersucht und Frauen in Studien noch immer unterrepräsentiert. Die geschlechtsspezifischen Erkenntnisse, die inzwischen vorliegen, wurden von der DAH zusammengetragen und publiziert. Mehr Informationen dazu finden Sie unter www.aidshilfe.de.

HIV-Infektion und Therapie 2011
Die umfangreiche Broschüre aus der Reihe INFO+ richtet sich an Berater und Beraterinnen sowie interessierte Laien und informiert über den Verlauf der HIV-Infektion, HIV-assoziierte und Aids-definierende Erkrankungen, die Grundprinzipien der antiretroviralen Therapie, Medikamentennebenwirkungen und Wechselwirkungen. Die Umschlagseiten enthalten Übersichtstabellen zum Therapiebeginn und zu Kontrolluntersuchungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.aidshilfe.de.

Seminar Streetwork für Frauen
Das Arbeitsfeld „Streetwork bei Sexarbeiterinnen“ wird wesentlich dadurch bestimmt, in welchen Bereichen des Sexgeschäfts man unterwegs ist (z.B. in Clubs, auf der Straße) und wer aufgesucht wird (z.B. professionelle Sexarbeiterinnen, Gelegenheits- oder Beschaffungsprostituierte, Frauen mit oder ohne deutschen Pass, Minderjährige oder Volljährige). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zahl sehr junger Sexarbeiterinnen – sowohl deutscher als auch nichtdeutscher – seit einigen Jahren zunimmt. Wie sich der Zugang zu den Frauen gestaltet, ist nicht zuletzt durch die Haltung der Streetworkerinnen und ihren Bezug zu Sexualität und Sexarbeit bestimmt. Dieses Fortbildungsangebot zur Steigerung der Qualität von Streetwork besteht aus zwei Seminaren. Einzelheiten und die Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei).

Seminar Moderne Präventionsstrategien und ihre Bedeutung für die beratende Praxis
Mit der Entwicklung biomedizinischer Ansätze der HIV-Prävention (PrEP, PEP, Mikrobizide) stellen sich insbesondere frauenspezifische Fragen. Einige dieser Forschungsansätze sind vielversprechend und eröffnen für Frauen in Zukunft eventuell neue Wege eines selbstbestimmten, von Männern unabhängigen Schutzes vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Die Einladung zum Seminar der Deutschen AIDS-Hilfe vom 18. bis zum 20. November finden Sie hier (PDF-Datei).

Netzwerktreffen Frauen und Aids im  März 2012
Im bundesweiten Netzwerk Frauen und Aids treffen sich Interessierte, ob sie HIV-positiv sind oder nicht, um zu Fragen rund um das Thema „HIV und Frauen“ zu arbeiten. Ob Prävention, Selbsthilfe, Medizin oder politische Arbeit: was jeweils auf der Agenda stehen soll, entscheiden die Netzwerkfrauen gemeinsam. Beim Treffen im März geht es um die Senkung der Infektiosität durch Therapie, Präexpositions-Prophylaxe (PrEP) und Konsequenzen aufgrund der neuen Erkenntnisse für die Einzelne und die Gesellschaft ( „Public Health“). Einzelheiten und die Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei).

Die weiteren Termine der bundesweiten Netzwerktreffen 2012:
NW-Treffen Frauen und AIDS 3F-2193
Hotel Herrenhaus Volkse in Hillersee/Volkse vom Montag, den 07.- Mittwoch, den 09.05.2012
Anmeldeschluss: 29.02.2012
Thema: Sexuelle Gesundheit
NW-Treffen Frauen und AIDS 3F-2194
Hotel Brücke-Most-Stiftung / Institut in Dresden vom Montag, den 17.- Mittwoch, den 19.09.2012
Anmeldeschluss: 23.07.2012
Thema: Strukturtreffen

S O N S T I G E S

Der nächste Newsletter erscheint Mitte November 2011.
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per Mail an Petra Hielscher.
 
 
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