Nr. 13 vom 7. Juli 2011

 

CSD-Empfang 2011

Liebe Leserinnen und Leser,


am vergangenen Freitag habe ich mein Büro als Landesgeschäftsführer unseres Verbandes bezogen. Viele werden mich durch mein seit 1995 dauerndes Engagement im Schwulen Netzwerk NRW sowie meiner bisherigen Tätigkeit bei der Deutschen AIDS-Stiftung kennen. Einige durfte ich ja am vergangenen Wochenende während des ColognePride schon sprechen.
Wir hatten dort einen großartigen Auftritt: Die "United Love Air" war die bunte und vielbeachtete Fluglinie von Herzenslust und IWWIT unter Federführung von Check Up. Am Montag wurde ich tatsächlich angesprochen, ob es die Fluglinie denn schon gäbe - vielleicht eine neue Fundraisingidee ... Auch der selbstbewusst ironische "Wir sind TESTSIEGER!"-Auftritt von POSIT HIV HANDELN war rundum gelungen. Sehr gefreut haben wir uns dabei auch über die Beteiligung unserer Bundesgeschäftsführerin Silke Klumb. Ich war schon sehr beeindruckt ob des inhaltlich starken und äußerlich sehr kreativen Auftritts unserer Gruppen - GRANDIOS!
Nicht unerwähnt bleiben darf natürlich die seit Jahren erfolgreiche Kooperation mit dem Schwulen Netzwerk NRW auf dem CSD-Empfang im Kölner Gürzenich mit der Verleihung der Kompassnadel an unsere Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sowie an den Siegener Schwulenaktivisten Ansgar Cziba. Selten haben wir einen politisch so hochkarätig besetzten Empfang erlebt! Neben der Preisträgerin war auch unsere Gesundheitsministerin Barbara Steffens mit ihrer Staatssekretärin Marlies Bredehorst und viele Landtagsabgeordnete anwesend.
Allen Beteiligten an den verschiedenen und so erfolgreichen Aktivitäten ein ganz großes DANKESCHÖN! Schon die ersten Tage haben mir im starken Team der AIDS-Hilfe NRW viel Spaß gemacht, auf die kommenden Herausforderungen und die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen sowie unseren Kooperationspartnern freue ich mich sehr!
In den nächsten Wochen steht nun die Fortsetzung der Gespräche vom Wochenende an sowie das weitere Kennenlernen unserer vielfältigen Verbandsebenen. Ich bin gespannt auf die vielen interessanten Menschen in unseren Strukturen!
Auf gute Zusammenarbeit

Patrik Maas | Landesgeschäftsführer


United Love Air in der CSD-Parade 2011


VERBAND / LOBBY


CSD-Empfang 2011 der AIDS-Hilfe NRW und des Schwulen Netzwerks NRW
Von den oben von Patrik Maas angesprochenen Veranstaltungen haben wir Dokumente und Bilder ins Netz gestellt. Die Reden und Ansprachen während des Empfangs sind in unserer Pressemappe dokumentiert, sie finden Sie hier (PDF-Datei). Die Dankesrede von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist in unserem Newsbereich nachzulesen. Fotos von der Veranstaltung finden Sie in der Galerie und auf facebook. Fotos von der CSD-Parade finden Sie ebenfalls in der Galerie und auf facebook.


MENSCHEN MIT HIV/AIDS

Positiventreffen vom 5. bis 7. August in Hattingen
POSITHIV HANDELN NRW lädt herzlich zum nächsten Positiventreffen ein. Es finden parallel zwei Workshops statt. „HIV-ART“ möchte die Freude am kreativen Tun fördern. Fernab von jedem Leistungsdruck können beim Malen innere Bilder geschöpft und zum Ausdruck gebracht werden. Es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich. Die Kunsttherapie kann eine Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung und eine Steigerung der Lebensqualität bedeuten. Beim „SPORT“ werden in erster Linie praktische Übungen durchgeführt (Stretching, Gymnastik, Entspannung usw.) und es gibt auch theoretische Tipps für den Alltag. Die Trainer haben beste Erfahrungen bei Sport für Menschen mit HIV. Weiter Informationen finden Sie hier (PDF-Datei). Die Online Anmeldung finden Sie unter www.posithiv-handeln.de.


SCHWULE PRÄVENTION

Forschungsprojekt HIV-COBATEST bei Facebook
Die AIDS-Hilfe NRW beteiligt sich an dem Forschungsprojekt HIV-COBATEST. Ziel des Projektes ist, Qualitätsmerkmale für zielgruppenspezifische HIV-Testangebote zu entwickeln. Das Projekt läuft noch bis 2013. Um alle Interessierten kontinuierlich über das Projekt informieren zu können, wurde nun auch eine Facebook-Seite eingerichtet. Für Facebook-Nutzerinnen und –Nutzer ist die Seite erreichbar unter www.facebook.com.

Schwerpunktthema „Männergesundheit“ im schweizerischen Online-Magazin „Spectra“
Seit 1995 informiert das schweizerische Bundesamt für Gesundheit mit dem Newsletter „Spectra“ über Projekte, Programme und neue Trends in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention. Das Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe ist „Männergesundheit“. Die Artikel der Ausgabe gehen auf die Bereiche Ernährung, Bewegung, Sucht und sexuelle Gesundheit ein. So stellt das Magazin auch das Konzept der „Checkpoints“ als Anlaufstellen für schwule Männer vor, die Beratung, Test- oder Selbsthilfeangebote zu den Themen HIV und sexuell übertragbaren Infektionen suchen. „Spectra“ kann heruntergeladen werden unter www.bad.admin.ch.


JUGEND

Seminar „Präventionsveranstaltungen mit Jugendlichen“ vom 2. bis 4. September 2011 in München
Seit mehr als 20 Jahren ist Präventionsarbeit für und mit Jugendlichen ein Angebot örtlicher Aidshilfen. Dieser Arbeitsbereich wird jedoch sehr unterschiedlich gestaltet und hängt unter anderem vom Aufbau, dem Angebotsspektrum sowie den finanziellen und personellen Ressourcen der einzelnen Aidshilfen ab. Das Seminar soll nun den bundesweiten Austausch zum Thema, die gemeinsame Weiterentwicklung von Angeboten und das Kennenlernen neuer Methoden ermöglichen. Das Seminar möchte haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Aidshilfen und anderen Institutionen ansprechen, die in Schulen und anderen Einrichtungen der Jugendarbeit Präventionsveranstaltungen anbieten. Weitere Informationen zu den Kosten, Inhalten und Anmeldemöglichkeiten für das Seminar finden sich in der Ausschreibung (PDF-Datei).


DROGEN & AIDS

Pressemitteilung: AKZEPT e.V. zu Ursachen nichtbestimmungsmäßen Konsums von Substitutionsmitteln
In einer gemeinsamen Presserklärung weisen AKZEPT e.V., die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin e.V. auf eine laufende Folgestudie des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS) der Universität Hamburg zur nicht bestimmungsgemäßen Verwendung von Substitutionsmitteln in Deutschland hin. Die Ergebnisse der Studie sollten nicht dazu benutzt werden, um die Vielfalt der eingesetzten Substanzen in Frage zu stellen. Die Vielzahl der Präparate mit unterschiedlichen pharmakologischen Eigenschaften stellt eine der großen Fortschritte in der Behandlung Opiat abhängiger dar. Sie hat zu einer Individualisierung der Substitution beigetragen und die Qualität der Behandlung erhöht. Mehr dazu lesen sie hier (PDF-Datei).

Fortbildung: Identität und Drogenabhängigkeit vom 28.-29. September 2011 in Köln
Identitätsprozesse werden in der Behandlung und Betreuung von drogenabhängigen Menschen vielfach zu wenig beachtet. Dabei ist die Betreuung und Behandlung drogenabhängiger Menschen immer auch Initiierung von Identitätsprojekten und Arbeit an der Identität. Die Identitätsentwicklung drogenabhängiger Menschen sowie aktuelle Prozesse der Fremd- und Selbstzuschreibungen und deren emotionale und kognitive Bewertung sind verstärkt zu beachten, will man positive Entwicklungsverläufe fördern und die Behandlungs- und Betreuungspraxis optimieren. Mehr zu der Fortbildung der Paritätischen Akademie erfahren sie hier (PDF-Datei).

Positionspapier der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. zu „Hirndoping“
Der Versuch, Bewusstseinszustände durch den Einsatz psychoaktiver Substanzen zu verändern, zieht sich durch alle Epochen und Kulturen der Menschheit. Neu ist hierbei die heute dominierende Motivlage des Missbrauches von Medikamenten. Während die missbräuchliche Einnahme von Arzneimitteln bis vor einigen Jahren nahezu ausschließlich auf eine dämpfende oder euphorisierende Wirkung sowie veränderte Realitätswahrnehmungen und -erlebnisse abzielte, soll sie inzwischen auch Anpassungen an reale oder subjektiv empfundene Anforderungen bewirken, die aus gesellschaftlich bedingtem Streben nach optimierter Leistungsfähigkeit resultieren. Dieses Phänomen lässt sich durch den populären Begriff „Hirndoping“ beschreiben. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen hat zu diesem Thema nun ein Positionspapier vorgelegt. In der Pressemitteilung zu dem Positionspapier warnt die DHS vor dem Irrweg der darin besteht, mehr Leistung mit immer mehr Pillen erreichen zu wollen. Das Positionspapier lesen sie hier (PDF-Datei).


STRAFVOLLZUG

Pressespiegel zur Anhörung am 22. Juni 2011 zum Thema „Zwangsouting“
Häftlinge, die mit dem HI-Virus infiziert sind, werden seit 1988 in Nordrhein-Westfalen genötigt, ihre Immunschwächekrankheit offenzulegen. An den Gemeinschaftszeiten mit anderen Gefangenen – dem sogenannten Umschluss – dürfen sie nur teilnehmen, wenn sie sich gegenüber ihren Mithäftlingen als mit dem Virus infiziert outen. Die Zellennachbarn müssen dabei sogar qua Unterschrift bestätigen, Kenntnis über die Infektion erhalten zu haben. In der Anhörung wurde deutlich, dass diese Praxis europaweit einzigartig ist. Die Mehrheit der geladenen Experten war sich einig, dass der diskriminierende Umgang mit den HIV-Positiven umgehend abgeschafft gehöre. Nur die Vertreterin von Ver.di bestand darauf, dass die Regelung außerordentlich sinnvoll sei und zwingend erhalten bleiben müsse. Eine Zusammenstellung von Medienberichten zur Anhörung finden sie hier (PDF-Datei).


FORTBILDUNG & TERMINE

Fachtagung: „Internet und Medienabhängigkeit" am 14. September in Bielefeld
Am 14. September 2011 veranstaltet die LWL Koordinationsstelle Sucht im Rathaus Bielefeld eine Fachtagung zum Thema Internet und Medienabhängigkeit. Vorgestellt und diskutiert neue Ergebnisse aus der Forschung, der Prävention, sowie der Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Mehr über die Fachtagung erfahren sie hier (PDF-Datei).


VERSCHIEDENES

Der nächste Newsletter erscheint am 20. Juli 2011
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 18. Juli 2011.

Newsletter-Archiv
Alle Ausgaben dieses Newsletters finden Sie archiviert unter www.nrw.aidshilfe.de.
Impressum | Newsletter abmelden | Newsletter anmelden