Nr. 9 vom 12. Mai  2011

Liebe Leserinnen und Leser,

im vergangenen Rundbrief hatten wir bereits angekündigt, der CSD-Empfang der AIDS-Hilfe NRW und des Schwulen Netzwerks NRW findet wie gewohnt am 2. Juli im Kölner Gürzenich statt. Allerdings kann er aus organisatorischen Gründen erst um 14.00 Uhr, statt wie sonst um 12.00 Uhr, beginnen. Wir laden Sie heute zu dieser beliebten Veranstaltung ein, die 2011 zum achtzehnten Mal stattfindet. Nach dem 25-jährigen Jubiläum der AIDS-Hilfe NRW feiern wir in diesem Jahr den 20. Geburtstag des Schwulen Netzwerks NRW. Besonderen Glanz erhält der Empfang durch die Verleihung der KOMPASSNADEL an den ehrenamtlichen Vorstand der Schwulen Initiative Siegen Ansgar Cziba und die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft.

Gerade die KOMPASSNADEL für besonderes ehrenamtliches Engagement stößt bei vielen unserer Gäste immer auf große Sympathie. Stehen ihre Preisträgerinnen und Preisträger doch dafür, sich kontinuierlich zu engagieren und dabei von vielerlei Widerständen und Rückschlägen in ihrem persönlichen Umfeld nicht entmutigen zu lassen. Ansgar Cziba hat das im konservativ geprägten Kreis Siegen-Wittgenstein seit vielen Jahren vorgelebt und wird dafür nun geehrt.

In ihrer Regierungserklärung zum Amtsantritt ist Ministerpräsidentin Kraft so selbstverständlich auf die Belange der schwulen und lesbischen Minderheit in Nordrhein-Westfalen eingegangen, dass man beinahe schon vergessen konnte, wie man sie ein halbes Jahrzehnt zuvor an gleicher Stelle zu marginalisieren versuchte. Hannelore Kraft und ihre Landesregierung haben den Aktionsplan gegen Homophobie auf den Weg gebracht, ein alle Politikfelder umfassendes Projekt, das vom Schwulen Netzwerk NRW unterstütz und nun auch mit der KOMPASSNADEL gewürdigt wird.

Die Einladung zum CSD-Empfang finden Sie hier (PDF-Datei). Ihre Anmeldung senden Sie bitte wie immer an anmeldung@csd-empfang-nrw.de.

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher



ÖFFENTLICHKEITSARBEIT / FUNDRAISING 

ARTIST AGAINST AIDS
Die Deutsche AIDS-Stiftung versteigert 49 Kunstwerke in den Räumen der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland. Arbeiten von Tony Cragg, Katharina Grosse, Albert Oehlen, Thomas Rentmeister, Julia Schmid, Nedko Solakov, Jorinde Voigt und anderen Künstlern suchen „ihren“ Käufer und einen Platz im Herzen eines Kunstfreundes. Die Arbeiten sind schon seit vergangenen Freitag zu sehen, die Versteigerung findet am Montag, 16. Mai 2011, statt. Online-Katalog, Vorgebotsformular und Registrierung unter www.artists-against-aids.de.

Kerzenlichter gegen das Vergessen
Angesichts der immer noch hohen Infektionszahlen unter Männern, die Sex mit Männern haben, ist die Aktion „Kerzenlichter gegen das Vergessen“ beim CSD-Straßenfest auf der Heumarktbühne eine Mahnung, dass es unter uns nach wie vor viele gibt, die mit HIV und Aids leben. Mitten im Trubel des Straßenfestes werden der Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST) und die Aidshilfe Köln gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern ab 22 Uhr einen Moment innehalten, an die Bedeutung von HIV und Aids erinnern, sich mit den davon betroffenen Menschen solidarisieren und an diejenigen denken, die in den letzten Jahrzehnten verstorben sind. Dazu werden am Samstag, den 2. Juli auf dem Straßenfest rund um die Heumarkt-Bühne Kerzen verteilt und um Spenden gebeten. Für die Kerzenverteilung wird noch ehrenamtliche Unterstützung gesucht. Mehr Informationen und Kontakt unter www.aidshilfe-koeln.de.
 
1. Kölner Köbes Kontest - Das kölsche Event zu Gunsten der Aidshilfe Köln 
Am 23. Juni 2011 um 20.00 Uhr wird zum ersten Mal der „Beste Köbes Kölns“ im GAFFEL AM DOM gekürt! Elf Teilnehmer, jeder Vertreter einer Kölner Kneipe, treten in den unterschiedlichsten Disziplinen gegeneinander an. Wer zapft den schönsten Kranz, wer merkt sich die meisten Bestellungen, aber vor allem: Wer überzeugt durch Charme und Know-How? Tickets gibt es für 8,00 Euro ab sofort im Gaffel am Dom, über www.koelnticket.de und an zahlreichen VVK-Stellen. Weitere Infos unter www.koelnerkoebeskontest.de.


MENSCHEN MIT HIV/AIDS

Einladung zum Positiventreffen vom 27. bis 29. Mai 2011  in Attendorn „HIV und Arbeit – Sind wir gut beschäftigt?“
Dieses Treffen richtet sich vornehmlich an berufstätige Positive (B+), bzw. an Menschen mit HIV, die Fragen zu dieser Thematik haben. Silke Eggers von der Deutschen AIDS-Hilfe, Regine Merz und Wolfgang Becker von POSITHIV HANDELN werden Angebote zur konzeptionellen Arbeit machen: „Wie können Aidshilfen ihr Image so wandeln, dass sie für B+ attraktiv sind und wie müssen die Angebote konkret aussehen?“ Auch persönliche Fragestellungen zum Arbeits- und Versicherungsrecht werden Platz finden und kompetent beantwortet. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei) und zur Online-Anmeldung geht es unter www.ahnrw.de.

Umfrage: Gelungen älter werden mit HIV
Die Aidshilfe Köln widmet sich 2011 gezielt dem Thema HIV und Älterwerden und führt und eine Befragung unter HIV-Positiven um die „50“ durch. Wir möchten herausfinden, ob sie sich Gedanken über ihr Älterwerden machen und welche Vorstellungen sie dazu haben. Wer Interesse hat seine Vorstellungen einzubringen, ist herzlich eingeladen, diese über info@aidshilfe-koeln.de mitzuteilen. Die Interviews werden vertraulich und anonym behandelt. Natürlich wird das Ergebnis der Befragung weiter verfolgt, denn es ist die Aufgabe der Aidshilfe, selbstbestimmtes Älterwerden von Menschen mit HIV und Aids zu begleiten und nach Bedarf zu unterstützen.

 

SCHWULE PRÄVENTION

Einladung: "kreathiv-präventhiv - Alles Gute zum Fünfzigsten!?" am 28. Mai 2011 in Köln
Ein Workshop für Schwule jenseits der 50, ihre Freunde und Männer, die sich in der Präventionsarbeit mit Herzenslust engagieren am 28. Mai 2011, von 10.00 bis 17.00 Uhr in der CARDEA-Akademie in Köln. Kaum einen Geburtstag feiern (schwule) Männer so schwungvoll wie den Fünfzigsten. Der Wunsch "Alles Gute!" wirkt an diesem Tag besonders frenetisch. Es scheint als stelle dieser Tag eine Zeitenwende dar. Aber was ändert sich eigentlich mit diesem Datum? Wie wollen schwule Männer ihr Älterwerden gestalten? Die Veranstaltung ist ein Tag der Begegnung, des persönlichen Gedankenaustauschs und der gemeinsamen Entwicklung von Ideen. Weitere Informationen und die Anmeldeunterlagen finden Sie hier (PDF-Datei).

AIDS-Hilfe Essen: Termine für schwule und bisexuelle Männer im Juni 2011 in Essen
Die Termine für schwule und bisexuelle Männer im Juni 2011 in Essen finden Sie hier (PDF-Datei).

Schwul-lesbischer Wandertag von Mülheim nach Essen-Kettwig

Am 2. Juni 2011, Christi-Himmelfahrt (Vatertag), findet der schwul-lesbische Wandertag der AIDS-Hilfe Essen statt. Wie in den letzten Jahr wird der Wandertag von der Gruppe der „Schwulen Väter Essen“ (SVE) organisiert. Zum 15. jährigen Jubiläum des NRW Wandertages führt die beliebte Tour vom Mülheimer Wasserbahnhof über die Ruhrhöhen, am Schloß Landsberg vorbei nach Essen-Kettwig. Der Rückweg erfolgt mit dem Schiff auf der Ruhr. Alles weitere finden Sie hier (PDF-Datei).

YOUTHWORK

„geilezeit“ – Das Musical am 10. Juni 2011 findet 19.30 Uhr im Schauspielhaus Dortmund
Die Benefiz-Veranstaltung zu Gunsten der aidshilfe dortmund mit dem Chor ProTon und Schülerinnen und Schülern der Ricarda-Huch-Realschule wird vom Stadtbezirksmarketing Innenstadt-Ost veranstaltet. Das Musical erzählt die Geschichte von Ana und Paul, einem jugendlichen Liebespaar mit unterschiedlichen Vorstellungen und Einstellungen zum Thema „Liebe“, „Freundschaft“ und „Sexualität“ - eine Geschichte mitten aus dem Leben, mitten aus der Lebenswelt Jugendlicher - umgesetzt mit kreativen, kulturpädagogischen Methoden zu einem phantastischen Musical, erstellt von Jugendlichen für Jugendliche. Alles weitere finden Sie hier (PDF-Datei).  

  

DROGEN & AIDS

Vorstellung des JAHRBUCHT SUCHT 2011
Am 26. April 2011 wurde in Berlin das neue JAHRBUCH SUCHT 2011 vorgestellt. Der Suchtmittelkonsum in Deutschland liegt nach wie vor auf hohem Niveau, wobei ein leichter Rückgang des Tabakkonsums (-1,6%) wie des Alkoholkonsums pro Kopf (-2%) in Deutschland festzustellen ist. Zu den am besten untersuchten Erkenntnissen der Kriminologie über die Entstehung von Straftaten gehört der der Zusammenhang zwischen Alkohol und Straffälligkeit. Die Pressemitteilung zu Fragen der Suchthilfe hebt eine Verunsicherung bei der gesundheitlichen und sozialen Sicherung für Suchtkranke hervor. Die Pressemitteilung finden sie hier (PDF-Datei). Die Pressemitteilung zu Suchtmittelkonsum besagt, dass seit Jahren von jährlich über 73.000 Todesfällen im Kontext alkoholbezogener Gesundheitsstörungen ausgegangen werde. Die Pressemitteilung finden sie hier (PDF-Datei).

 

STRAFVOLLZUG

Positionspapier Sicherungsverwahrung: Übergangsmanagement des AK Straffälligen- und Opferhilfe (ASTRA) beim Paritätischen
Der Arbeitskreis Straffälligen- und Opferhilfe des Paritätischen erarbeitete eine ausführliche Stellungnahme zum Gesetzentwurf einer Neuregelung der Sicherungsverwahrung. Bei seinem ersten Treffen in 2011 thematisierten die Delegierten für den Fachbereich Straffälligen- und Opferhilfe das Übergangsmanagement von aus der Sicherungsverwahrung zu entlassenden Personen in die Betreuung durch Einrichtungen der Freien Straffälligenhilfe. Das Positionspapier lesen sie hier (PDF-Datei).

Kleine Anfrage zur Finanzierung des Übergangsmanagements für suchtkranke Gefangene
Der Abgeordnete Christian Möbius (CDU) formulierte eine kleine Anfrage zur Finanzierung des Übergangsmanagement für suchtkranke Gefangene. „Welche finanziellen Belastungen das Übergangsmanagement für suchtkranke Gefangene für den Landeshaushaltsplan 2011 mit sich bringt, hat die Landesregierung bislang nicht beziffert“ heißt es in der Anfrage. Mehr dazu lesen sie hier (PDF-Datei).

Beitrag über Zwangsouting von Häftlingen in NRW in der Ärztezeitung
Die Ärztezeitung berichtete in der Ausgabe vom 18. April 2011 über die Forderung der FDP im Düsseldorfer Landtag, das Zwangsouting von Häftlingen mit einer HIV-Infektion in den Gefängnissen Nordrhein-Westfalens zu beenden. "Diese Vollzugspraxis ist 23 Jahre nach Inkrafttreten des Erlasses zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen", sagte Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) in der Landtagsdebatte über den FDP-Antrag. Den Beitrag der Ärztezeitung finden sie unter www.aerztezeitung.de.

Bundesverfassungsgericht: Sicherungsverwahrungsregelungen sind verfassungswidrig
Das Bundesverfassungsgericht hat am 4. Mai 2011 wesentliche Teile der gesetzlichen Regelungen für die Sicherungsverwahrung in Deutschland für verfassungswidrig erklärt. Die Sicherungsverwahrung muss nun komplett neu geregelt werden. Sowohl die früheren als auch die jüngst reformierten Vorschriften, nach denen gefährliche Straftäter über den eigentlichen Entlassungstermin hinaus in Sicherungsverwahrung gehalten werden können, verletzen das Grundrecht auf Freiheit, entschied der Zweite Senat des BVG. Für eine Neuregelung hat der deutsche Gesetzgeber nunmehr zwei Jahre Zeit. Als Übergang gelten für diese Zeit noch die alten Vorschriften weiter, allerdings mit engen, neu formulierten Vorschriften für sogenannte  "hochgefährliche Straftäter": Diese können weiter in Sicherungsverwahrung gehalten werden, wenn "aus konkreten Umständen eine hochgradige Gefahr schwerster Gewalt- oder Sexualstraftaten abzuleiten" ist und sie an einer psychischen Störung leiden. Die Pressemitteilungen des Bundesverfassungsgerichts finden Sie hier (PDF-Datei), die der Bundesjustizministerin finden sie hier (PDF-Datei).

 

 VERSCHIEDENES

Gegen den Strich- Sozialpädagogische Lobbyarbeit für Stricher
Auch männliche Prostitution gehört zur sozialen Wirklichkeit in Deutschland. Dabei stehen junge Prostituierte, die ihre Dienste auf dem Bahnhofs- oder Straßenstrich anbieten, in der Rangordnung ganz unten. Häufig haben Stricher keine Wohnung, sind verschuldet, werden nicht ausreichend ärztlich betreut und sind abhängig von Drogen, Alkohol oder Glücksspiel. Ihr Risiko, sich mit HIV zu infizieren, ist enorm hoch. Manuel Hurschmann, Mitarbeiter im Stricherprojekt NACHTFALKE der AIDS-Hilfe Essen, vermittelt dazu Einblicke in die Soziale Arbeit mit Strichern, unterfüttert durch aussagekräftige Interviews mit Praxis-erfahrenen Helfern. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Aids-Hilfe Düsseldorf: Ausschreibung Sozialarbeiter
Die AIDS-Hilfe Düsseldorf sucht zum nächst möglichen Termin eine Sozialarbeiterin oder einen Sozialarbeiter für die psychosoziale und sozialrechtliche Beratung und Begleitung von HIV betroffenen Männern, die Sex mit Männern haben. Die Stelle hat einen Umfang von 30 Stunden in der Woche und ist auf 12 Monate befristet. Weitere Informationen finden Sie in der Stellenausschreibung (PDF-Datei).

anyway: Ausschreibung Mini-Job
Das anyway-Team sucht Verstärkung im Rahmen eines 400€- Minijobs! Das Aufgabengebiet sind hausmeisterliche Tätigkeiten mit 8-10 Wochenstunden. Die Ausschreibung finden Sie hier (PDF-Datei).

  Der nächste Newsletter erscheint am 25. Mai 2011
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 23. Mai 2011.

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